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Lumme

mnd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 10 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Lumme

Bd. 12, Sp. 840
Lumme (Uria Briss.), Gattung der Schwimmvögel aus der Familie der Alken (Alcidae), Seevögel des höchsten Nordens mit verhältnismäßig langen Flügeln, sehr kurzem, breitem Schwanz und mäßig zusammengedrücktem Schnabel. Sie schwimmen und tauchen vortrefflich, fliegen mäßig gut, nähren sich von Fischen und Krebsen, halten sich fast nur beim Brüten am Lande auf und bilden dann sehr große Siedelungen. Die Teiste (Grillumme, Grillteist, Schwarze L., Seetaube, Stechente, Uria Grylle L.), 34 cm lang, 57 cm breit, mit schlankem, geradem Schnabel, weit nach hinten stehenden Füßen, schmalen, spitzen Flügeln und abgerundetem Schwanz, ist samtschwarz, mit weißem Flügelschild und roten Füßen. Sie findet sich zwischen 80 und 58° nördl. Br., kommt im Winter nicht häufig an die deutschen Küsten und geht in Nordamerika im Winter südwärts bis Philadelphia. Sie lebt paarweise oder einzeln, ist wenig scheu, aber minder gesellig als die übrigen Arten, und legt auf den Vogelbergen des Nordens in Felsenritzen zwei weißliche, grau und braun gefleckte Eier. Werden ihr diese geraubt, so legt sie noch ein Ei. Beide Eltern brüten und sitzen so fest auf den Eiern, daß man sie mit der Hand fortnehmen kann. Die Norweger sammeln nur die Eier, Isländer und Grönländer essen auch die Vögel; die Federn werden gleichfalls benutzt. Die Trottellumme (Troil- oder dumme L., Ringellumme, Mallemuck, U. Troille L., s. Tafel »Schwimmvögel VI«, Fig. 3) 46 cm taug, 72 cm breit, mit geradem, auf der Firste sanft gewölbtem, zugespitztem Schnabel, sehr schmalen, spitzen Flügeln und sehr kurzem Schwanz, ist am Vorderhals und Oberkörper samtbraun, an der Unterseite weiß, mit weißer Flügelbinde, an den Seiten braun längsgestreift, mit bleigrauen Füßen. Sie gleicht der vorigen in der Lebensweise, taucht aber noch besser, ist geselliger und zeigt besonders beim Brüten die größte Vertrauensseligkeit. Ihr Verbreitungsgebiet ist das gleiche wie das der Teiste, in Nordamerika geht sie südwärts bis zur Magdaleneninsel. Vom Oktober bis März weilt sie häufig an deutschen Küsten (einzeln auch im Sommer und brütet im Juni auf Helgoland). Die von ihnen in Scharen besetzten nordischen Felsen (Vogelberge) gleichen großen Bienenstöcken, in denen die Pärchen höchst friedfertig dicht nebeneinander brüten; sie legen ein einziges, spangrünes, dunkel geflecktes Ei (s. Tafel »Eier II«, Fig. 11) auf den nackten Felsen. Man erntet die Vogelberge regelmäßig ab, um Eier und Junge zu gewinnen; letztere werden eingepökelt.
2501 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lummeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    lumme , F. nhd. Tasche ÜG.: dän. lomme E.: s. dän. lomme L.: MndHwb 2, 872 (lumme) Son.: Fremdwort in mnd. Form, örtlich…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lumme

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Lumme , plur. die -n, ein Sumpfvogel, S. Adelung Lohme .

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lumme

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Lumme (Uria) , Gattung der taucherartigen Schwimmvögel, ohne Hinterzehe, Flügel sehr kurz, dumme und sehr langsame Vögel…

  4. modern
    Dialekt
    lumme

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    lumme s. lummer ;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lumme

52 Bildungen · 46 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

lumme‑ als Erstglied (30 von 46)

Lummelbraten

PfWB

lummel·braten

Lummel-braten m. : = Lummel 2. Aller Braten Meisterwerk ist der Lummelbraten [ Schandein Bav. IV,2 418]. Bei Festessen darf der Lummelbraten…

Lummelbrāteⁿ

Idiotikon

Lummelbrāteⁿ Band 5, Spalte 874 Lummelbrāteⁿ 5,874

Lummeleⁿ

Idiotikon

Lummeleⁿ Band 3, Spalte 1266 Lummeleⁿ 3,1266

lummeleⁿdünn

Idiotikon

lummeleⁿdünn Band 13, Spalte 278 lummeleⁿdünn 13,278

lummelig

ElsWB

lummelig [lùməlik Liebsd. bis Ammerschw. ] Adj. 1. nicht fest, weich, locker, porös (von Zeug, Brot). Dë r Buese n is t aber l.! nicht steif…

Lummel II

RhWB

Lummel II, Lümmel II, Lummer II das auf altrhn. lumbe(l), lat. lumbalis, lumbus, zurückgehende Wort ist Rip, Nfrk als lo·m.ər, –u-, dies auc…

lummeln

DWB

lumm·eln

lummeln , verb. lumm sein, schlaff, welk sein: die frauen haben grosze sorg, das die haut die man sicht, das die strack sei und glatt, so si…

Lummelnkrämer

RhWB

lummeln·kraemer

Lummeln-krämer lo·m.ələkrī·ə.mər Aach-Merkst , Erk-Körrenz , Geilk-Oidtw , Heinsb-Millen m.: 1. Lumpenhändler, verächtl. umherreisender Stof…

lummelohr

DWB

lummel·ohr

lummelohr , n. hangendes ohr und inhaber eines solchen: lummelohr, lampohr flaccus Dasyp.

Lummelter

RhWB

lumm·elter

Lummelter lu·m.əltər Trier-Wasserliesch m.: halbrote Traubensorte.

Lummengrete

RhWB

lumme·n·grete

Lummen-grete lo·m.əjrī:t Düss-Stdt n.: verächtl. unordentliches, schmutziges Mädchen.

Lummerich

SHW

Lummer-ich Band 4, Spalte 427-428

Lummerarsch

PfWB

lummer·arsch

Lummer-arsch m. : ' schlaffer, schwächlicher Kerl ', Lummeʳaʳsch [ KU-Bedb ]; zu lummer 2.

lummeren

KöblerMhd

lumm·eren

lummeren , st. N. nhd. „Lummern“ (N.), Schlaffsein, Welksein, Schlottern Q.: Macc (vor 1332) (FB lummern) E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. (…

lummerenpatk

WWB

lummeren-patk m. Luomerpatt(k) „bummelnde, umherstreifende Person“ ( Hal Bh).

Lummereⁿ

Idiotikon

Lummereⁿ Band 3, Spalte 1266 Lummereⁿ 3,1266

lumme als Zweitglied (5 von 5)

bûrplumme

MNWB

bur·plumme

*° bûrplumme ( Buer- ), f. : Frucht einer Kulturform von Prunus domestica, Zwetsche, êne grāve b. (Nic. Gryse Laienbibel 1, C 4 r ). plûmbôm…

gelumme

MNWB

gel·umme

° gelumme , n. , Lärm, Tumult; vgl. gelommer u. hd. limme.

rosplumme

MNWB

ros·plumme

*° rosplumme , f. ( Pl. -n ) : eine Pflaumenart , Prunus insititia, Kriechenpflaume, „Pruna asinina” (Chytr.).

Ableitungen von lumme (1 von 1)

gelumme

MNWB

° gelumme , n. , Lärm, Tumult; vgl. gelommer u. hd. limme.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „lumme". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/lumme/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „lumme". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/lumme/meyers. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „lumme". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/lumme/meyers.
BibTeX
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