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Kreide

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 13 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Kreide

Bd. 4, Sp. 1449
Kreide, das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk grait, –ęi-, –ei-, –ę·i.- [im Monophthong-Geb. von Saarbr -ī-] f.; diese kr-Formen reichen bis ausschl. Bitb-Dudeld, Prüm-Mürlenb, Daun-Mehren Lissing, Aden-Hönning, Neuw-Hönning Kurtschd, Altk-Horhsn, nach NO zur Sieg hin, ausschl. Siegld mit gridə; n. einschl. dieser L. Formen mit kn-, u. zwar im Diphthong-Geb. kneit m. [-də f. Altk-Wissen; -idə f. Altk-Opsen]; dann im Rip knīt, –i-, im moullierenden Teil knik, –e- [in Jül-Stdt auch krik; Malm-Kromb krekt] m.; im OBerg -ītə, –i- u. im NBerg (nicht Düss) -i-, Dat. Sg. Berg -tən f.; Sol-Pattschd -ikdə; Eup, SNfrk knīt m.; Düss-Stdt, MülhRuhr -ī- m.; Düss-Ld, Ruhr -i- m.; Mörs, Geld -ī-, –i- m.; diese Formen mit kn- reichen bis einschl. Geld, Mörs-Kapellen Östrum [Geld-Pont hat knit, kănit, krit; noch Heinsb-Breberen Millen Saeffelen hat krīt]; Klevld -krit, –e- [innerhalb einschl. Geld-Wemb Wetten Berendonk Achterhuck, Klev-Üdemerb Keppeln -yt] m., f. Sg. t.: 1. die Kr. zum Schreiben (gemahlene Kr. nach dem Nhd.); wisse, gele, rude Knick; e Stöck Kn.; met Kn. anschrive, enen Schrom (Schrann, Strich) mache, zechene Rip, Allg. RA.: Wett (weiss) wie Knit MGladb, Allg. Der Hund schreit, wenn er auf den Schwanz getreten wird: Knei, Knei, Kneit! dann sagt man: den Hund well Kitt machen, hot awer ken Kneid derfir Daun-Mehren. Mich es der Knitt gefalle mir ist der Mut gesunken Aach. Zu Lichtmess sagt der Knecht, der im Dienst bleiben will: Bur, haste Geld, ich han Knick! an diesem Tage hatten die Knechte den Jahreslohn zu fordern Jül-Boslar, MGladb-Giesenk (-īt). De schreift mat daubelder Kreid (on) er rechnet meine Schulden höher an, als es recht ist, schreibt grosse Rechnungen Bitb, Allg.; he fihrt d.ə Kr. Siegld; he bruckt die Dubbelknitt Sol. Op der Knitt gelde auf Borg kaufen Aach-Stdt. Der steht (setz, es) bei dem (dep tief, huh hoch) em Knick, bei mir noch em Kn., arg em Kn., üvverall em Kn. in Schulden (die der Gläubiger, bes. der Wirt, der Kaufmann, früher mit Kr. auf eine Tafel anschrieb) Rip, Allg.; he sett en der Knit bi Jann on allemann Heinsb-Karken; enem en de Knitt konn sein Schuldner werden MüEif; enen em Knitt han ebd., Prüm-Mürlenb; onger (unter) der Knitten setten in Verlegenheit Sol; ene Schroəm dur der Knit make die Schulden löschen MGladb; de hät do och noch en gruəsse Knitte stohn er hat noch viele Schulden Waldbr-Bladersb. Hammer nicks, h. n., losse mer widder holle; hät der Wiərt kän Kreid mih, schreift e met de Kolle! Neuw-Dierd. — 2. übertr. knitə Butterbrot Dinsl-Sterkr.
2589 Zeichen · 61 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kreide

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Kreide , plur. inus. eine weiße, kalkartige, leichte, feste Erde mit abfärbende Theilen, welche zuweilen in der Gest…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kreide

    Goethe-Wörterbuch

    Kreide 1 fossiler weiß- bzw gelbfärbender Kalkstein a als natürliches Mineralvorkommen; auch hinsichtlich seiner Qualitä…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kreide

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kreide (soll von Kreta den Namen haben), bekanntes Mineral, kohlensaurer Kalk, abfärbend, in der Technik mehrfach benutz…

  4. modern
    Dialekt
    Kreidef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kreide f. : 1. 'Kreidestück zum Malen, Schreiben', Kreid (graid) [allg., außer lothr. SWPf, auch Penns Don Gal], Kridd (…

  5. Sprichwörter
    Kreide

    Wander (Sprichwörter)

    Kreide 1. Eine Kreide gilt im Leben: leide, meide, gottergeben. 2. A wink schworze Kreide hâr, doss ma amôl sitt. ( Schl…

  6. Spezial
    Kreide

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Krei|de f. (-,-n) 1 crëda (-des) f. 2 (Schreibkreide) crëda (-des) f. ▬ Kreide fressen ‹fig› mangé crëda; bei jdm. in de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kreide

67 Bildungen · 66 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von kreide

kreideln + -e

kreide leitet sich vom Lemma kreideln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von kreide 2 Komponenten

kre+ide

kreide setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kreide‑ als Erstglied (30 von 66)

kreideweiß

SHW

kreide-weiß Band 3, Spalte 1803-1804

Kreidebildung

GWB

kreide·bildung

Kreidebildung zu Kreide 1a [ Farbgebung der geognost Karte Kefersteins ] dem Muschelkalk blieb das reine Blau .. und zuletzt ein kaum zu bem…

kreidebleich

Pfeifer_etym

kreide·bleich

Kreide f. Die Bezeichnung für den feinkörnigen, weißfärbenden Kalkstein ahd. (11. Jh.), asächs. krīda, mhd. krīde ist über vlat. *crēda aus …

kreidechtig

DWB

kreidechtig , kreidig. Dasypod., krydachtig Maaler, nl. krytägtig Kil., dän. kridagtig.

kreidefarbe

DWB

kreide·farbe

kreidefarbe , f. die cretinen in der Schweiz haben eine kreidefarbe. hann. mag. 1846 s. 781.

kreidefleck

DWB

kreide·fleck

kreidefleck , m. fleck von kreide. Hermes 3, 206 ( s. bohnern ). besser kreidenfleck Göthe 18, 225 .

Kreideformation

Meyers

kreide·formation

Kreideformation ( Quadersandsteinformation, Grünsandformation, Glaukonitformation, cretazische oder cretazeïsche Formation ; hierzu Tafel »K…

kreidegesicht

DWB

kreide·gesicht

kreidegesicht , n. gesicht das kreideweisz geworden, z. b. vor schrecken. Felder sonderl. 1, 221 .

kreidegrund

DWB

kreide·grund

kreidegrund , m. grundierung mit kreide, in der malerei, z. b. Göthe 38, 224 , bei vergoldern. besser kreidengrund Frisch, Adelung.

Kreidekeller

PfWB

kreide·keller

Kreide-keller m. : FlN, Weinlage in NW-Kallstdt, mda. Kreidkelleʳ , benannt nach den hier vorkommenden weißen Kalksteinen.

kreideln

DWB

kreideln , cretâ maculare, bekreideln ( Frisch ): briefumschlag der rothgekreidelt und fünffach besiegelt war. Auerbach gevattersm. 48 , von…

kreidenartig

DWB

kreiden·artig

kreidenartig , cretaceus. M. Kramer 1787 : sie ( die wirte ) haben .. den Bellarmin .. in die kreidenartigen hände bekommen. J. Paul teuf. p…

kreidenberg

DWB

kreiden·berg

kreidenberg , m. mons cretatus. Stieler 160 . nl. krijtberg ist kreidengrube. bei Würzburg ein Kreidenberg, s. myth. 1004.

kreidenei

DWB

kreide·nei

kreidenei , n. kugeliger feuerstein mit kreidiger rinde. Nemnich.

kreidenfahne

DWB

kreiden·fahne

kreidenfahne , f. ein zeichen in der rechnung des wirts, bierfahne, zechfahne u. a. Stieler 399 , s. fahne 11.

kreidenfarbig

GWB

kreiden·farbig

kreidenfarbig wohl für mattweiß 45,367 Diderot,Malerei Var [>kreidenhaft 45,304,12 ] Katherina Mittendorf K.M.

kreide als Zweitglied (1 von 1)

Wirthskreide

Wander

wirth·s·kreide

Wirthskreide Mit der Wirthskreide schreiben (rechnen). – Eiselein, 645. It. : La creta degl' hosti non è sempre discreta. ( Pazzaglia, 92, 4…

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APA
Cotta, M. (2026). „kreide". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kreide/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „kreide". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kreide/rhwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kreide". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kreide/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_kreide_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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