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Kreide

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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15 in 13 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Kreide Die

Bd. 2, Sp. 1043b
Die Kreide, Mz. von mehrern Arten, die — n, eine feste kohlensaure Kalkgattung, welche von verschiedener Härte ist, aus feinen mager anzufühlenden Theilen bestehet, sich leicht schaben läßt und abfärbt. Die reinste ist schneeweiß, die grobe, mit andern Erden mehr vermischte fällt mehr ins Graue. Man bedient sich derselben häufig zum Schreiben, woher mehrere uneigentliche Redensarten des gemeinen Lebens rühren: Mit doppelter Kreide schreiben, gleichsam doppelt, d. h. zur Ungebühr anschreiben, übertheuern; Auf die Kreide zehren, in den Gasthöfen, auf Rechnung, auf Borg; Bei einem in die Kreide gerathen, in die Rechnung, in Schulden. I weiterer Bedeutung nennt man Kreiden auch andere feste Erden, welche abfärben und zum Schreiben oder Zeichnen gebraucht werden können, wenn sie gleich nicht zu den Kalkerden sondern zu den Thonerden gehören. Dergleichen sind die schwarze Kreide oder der Zeichenschiefer (Argilla nigrica s. ampelites), die rothe Kreide oder Rothstein, Röthel (Ochra ferri rubrica); die grüne Kreide, Grünerde (Terre de Verone). Die Spanische Kreide ist ein Seifenstein, der von Natur weich und wie Seife anzufühlen ist, im Feuer aber sehr hart und zum Schreiben und Zeichnen gebraucht wird (Talcum steatites grapholites, Steatites pictorius). Man brachte ihn ehemahls meist von weißer Farbe aus Spanien, trifft ihn aber auch im Baireuthischen. Die Briangßonner (Briançonner) Kreide ist ihr an Farbe und Gebrauch gleich, ist aber eigentlich ein weicher fein glimmernder Talkstein. Holländische Kreide, eine feine Kreide, welche die Siegellackmacher unter den Zinnober mischen.
1611 Zeichen · 13 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kreide

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Kreide , plur. inus. eine weiße, kalkartige, leichte, feste Erde mit abfärbende Theilen, welche zuweilen in der Gest…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kreide

    Goethe-Wörterbuch

    Kreide 1 fossiler weiß- bzw gelbfärbender Kalkstein a als natürliches Mineralvorkommen; auch hinsichtlich seiner Qualitä…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kreide

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kreide (soll von Kreta den Namen haben), bekanntes Mineral, kohlensaurer Kalk, abfärbend, in der Technik mehrfach benutz…

  4. modern
    Dialekt
    Kreidef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kreide f. : 1. 'Kreidestück zum Malen, Schreiben', Kreid (graid) [allg., außer lothr. SWPf, auch Penns Don Gal], Kridd (…

  5. Sprichwörter
    Kreide

    Wander (Sprichwörter)

    Kreide 1. Eine Kreide gilt im Leben: leide, meide, gottergeben. 2. A wink schworze Kreide hâr, doss ma amôl sitt. ( Schl…

  6. Spezial
    Kreide

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Krei|de f. (-,-n) 1 crëda (-des) f. 2 (Schreibkreide) crëda (-des) f. ▬ Kreide fressen ‹fig› mangé crëda; bei jdm. in de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kreide

67 Bildungen · 66 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von kreide

kreideln + -e

kreide leitet sich vom Lemma kreideln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von kreide 2 Komponenten

kre+ide

kreide setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kreide‑ als Erstglied (30 von 66)

kreideweiß

SHW

kreide-weiß Band 3, Spalte 1803-1804

Kreidebildung

GWB

kreide·bildung

Kreidebildung zu Kreide 1a [ Farbgebung der geognost Karte Kefersteins ] dem Muschelkalk blieb das reine Blau .. und zuletzt ein kaum zu bem…

kreidebleich

Pfeifer_etym

kreide·bleich

Kreide f. Die Bezeichnung für den feinkörnigen, weißfärbenden Kalkstein ahd. (11. Jh.), asächs. krīda, mhd. krīde ist über vlat. *crēda aus …

kreidechtig

DWB

kreidechtig , kreidig. Dasypod., krydachtig Maaler, nl. krytägtig Kil., dän. kridagtig.

kreidefarbe

DWB

kreide·farbe

kreidefarbe , f. die cretinen in der Schweiz haben eine kreidefarbe. hann. mag. 1846 s. 781.

kreidefleck

DWB

kreide·fleck

kreidefleck , m. fleck von kreide. Hermes 3, 206 ( s. bohnern ). besser kreidenfleck Göthe 18, 225 .

Kreideformation

Meyers

kreide·formation

Kreideformation ( Quadersandsteinformation, Grünsandformation, Glaukonitformation, cretazische oder cretazeïsche Formation ; hierzu Tafel »K…

kreidegesicht

DWB

kreide·gesicht

kreidegesicht , n. gesicht das kreideweisz geworden, z. b. vor schrecken. Felder sonderl. 1, 221 .

kreidegrund

DWB

kreide·grund

kreidegrund , m. grundierung mit kreide, in der malerei, z. b. Göthe 38, 224 , bei vergoldern. besser kreidengrund Frisch, Adelung.

Kreidekeller

PfWB

kreide·keller

Kreide-keller m. : FlN, Weinlage in NW-Kallstdt, mda. Kreidkelleʳ , benannt nach den hier vorkommenden weißen Kalksteinen.

kreideln

DWB

kreideln , cretâ maculare, bekreideln ( Frisch ): briefumschlag der rothgekreidelt und fünffach besiegelt war. Auerbach gevattersm. 48 , von…

kreidenartig

DWB

kreiden·artig

kreidenartig , cretaceus. M. Kramer 1787 : sie ( die wirte ) haben .. den Bellarmin .. in die kreidenartigen hände bekommen. J. Paul teuf. p…

kreidenberg

DWB

kreiden·berg

kreidenberg , m. mons cretatus. Stieler 160 . nl. krijtberg ist kreidengrube. bei Würzburg ein Kreidenberg, s. myth. 1004.

kreidenei

DWB

kreide·nei

kreidenei , n. kugeliger feuerstein mit kreidiger rinde. Nemnich.

kreidenfahne

DWB

kreiden·fahne

kreidenfahne , f. ein zeichen in der rechnung des wirts, bierfahne, zechfahne u. a. Stieler 399 , s. fahne 11.

kreidenfarbig

GWB

kreiden·farbig

kreidenfarbig wohl für mattweiß 45,367 Diderot,Malerei Var [>kreidenhaft 45,304,12 ] Katherina Mittendorf K.M.

kreide als Zweitglied (1 von 1)

Wirthskreide

Wander

wirth·s·kreide

Wirthskreide Mit der Wirthskreide schreiben (rechnen). – Eiselein, 645. It. : La creta degl' hosti non è sempre discreta. ( Pazzaglia, 92, 4…

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APA
Cotta, M. (2026). „kreide". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kreide/campe
MLA
Cotta, Marcel. „kreide". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kreide/campe. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kreide". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kreide/campe.
BibTeX
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