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Kreide

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Kreide

Bd. 5, Sp. 712
Kreide  1 fossiler weiß- bzw gelbfärbender Kalkstein   a als natürliches Mineralvorkommen; auch hinsichtlich seiner Qualität  Chalk ist in England nicht wie bei uns, sondern K. GWBN10,138,3 KalkGebirg  die Mineralien der Gegend .. die schöne K. die sich überall vorfand, schien durchaus von einigem Werth GWB33,86,2 Camp  den Einwurf .. daß ja gar viele Dinge, Schnee, K., Bleiweiß und dergl., denen die Tenuität .. abgeht, doch auch als weiß anerkannt werden müssen GWBN51,389,7 Fl Nachtr LA II 8B/1,4,46 M1 Keferstein,geolKarte   b als Heilmittel in der Naturmedizin  ein gewaltiges rheumatisches Übel, das ich mir durch Verkältung zugezogen .. Löschpapier, K. darauf gerieben, sodann mit Kampher bestreut, ward äußerlich .. angewandt GWB33,204,14 Camp   c als Werkstoff; auch für Schlämmkreide  α als verschieden einsetzbares (Roh-)Material; einmal zur Herstellung einer Art drageeförmigen Konfettis; wiederholt als Putz- u Scheuermittel  [im römischen Karneval] weil Gyps und K., wohin sie treffen, abfärben, so sieht ein solcher [Abate im schwarzen Rock] bald über und über weiß und grau punctirt aus GWB32,248,24 ItR  die klarste weiße Kreide [dicht unter der Erdoberfläche], die er [der Soldat] zu seinem blanken und glatten Putz sonst so nöthig hatte GWB33,86,5 Camp  Kniep der immer das Tischzeug mit K. polirt Gespr(FfA II 12,828,23) Eckerm Nachl 17.4.29 GWB21,315,8 Lj III 11~52,165,10 ThS V 10  β als Farbstoff, auch als Tünche; mehrfach in polemischer Auseinandersetzung mit Newtons opt Versuchen; einmal ‘etw mit K. abweißen’  Des Herzogs Regiment war herangekommen .. für Reinlichkeit und Zierde war gesorgt, gelbe K. angeschafft, die Collets gesäubert und gefärbt GWB33,179,15 Camp  Newton hätte nur immer noch K. hinzumanschen können, um .. ein helleres Grau hervorzubringen, ohne daß dadurch in der Sache im mindesten etwas gewonnen wäre GWBN2,257,18 FlP 579 GWBN51,150,23 ElementeFl 43 GWB21,225,6 Lj II 14 A(Gr5,45) Aktenniederschr 6.8.00  γ in der bildenden Kunst: als Malgrund, Grundierung bei Restaurationsarbeiten, Werkstoff in der Lithographie  Es war die Art der ältern Künstler, auf hellen Grund zu mahlen. Er bestand aus K. und wurde auf Leinwand oder Holz stark aufgetragen und polirt GWBN1,352,8 FlD 902  obgleich treffliche Restaurationskünstler sich zum Ausfüllen der Lücken eines Kitts von K. und Ölfirniß bedienten, so ist jener Stucco [PPalmarolis] doch .. vorzuziehen GWB492,143,6 Reinigen uRestaurieren schadhGemälde GWB491,429,24 Üb:Steindruck   d als Schreib-, Markierungs- u Zeichenmittel; insbesonderein der bildenden Kunst (zum Setzen der Lichter auf dunklem Grund uä); auch iS eines Kreidestifts  Hinter ihr [Luciane als Artemisia] brachte man eine große schwarze Tafel und in einer goldenen Reißfeder ein wohlzugeschnitztes Stück K. GWB20,232,18 Wv II 4  Far Bottegha heißt bey Taschenspielern und Gaucklern: die zudringenden Zuschauer .. entfernen und sich den nöthigen Raum verschaffen, den einige vorher mit K. bezeichnen GWBB9,364,5 Knebel 23.4.90  In dem Chor der Tübinger Kirche .. bunte Fenster .. Bei den hohen Lichtern ist der Grund scharf weggenommen, die übrige Haltung aber mit kleinen Strichlein hervorgebracht, wie man auf einem dunklen Grund mit K. höhen würde GWB341,334,27 Reise Schweiz 1797 [G/Eckerm] GWB21,253,3 Lj III 3 GWB32,68,27 ItR ‘spanische weiße K.’ für eine spezielle feine Schlämmkreide, Spanischweiß; als hochwertige Malfarbe  Herr Hofrath [Maler Ferdinand] Jagemann hat einen ziemlichen Vorrath von spanischer weißer K. GWBB28,327,2 August 12.12.17   2 ‘braune K.’: Umbra, eisenoxidhaltiges Mineral; als Zeichenfarbe  Ein großes Blatt mit vier Kindern, auf grau Papier, mit weißer und brauner K., gezeichnet GWB47,249,9 Gutachten übAusbild jgMalers   3 ‘schwarze K.’: Tonschiefer   a als Gebirgsschicht; im Beschaffenheitsvergl  das blaue Schal oder Schiefergebürge schichten wie schwarze K. GWBN13,414,24 Ausz aus Füchsel,Erdgesch   b iSv Zeichenschiefer; als Schreib- od Zeichenmittel, Kohlestift; öfter neben ‘weiße K.’; mehrfach ‘in schwarzer ( .. ) K.’  Schicken Sie mir .. eine Reisfeder um schwarze K. einzuspannen mit der ich mein Gedicht [‘Achilleis’] concipire. Die Englischen Bleistifte schreiben sich so sehr ab und da ich hier [in Jena] gute schwarze K. fand so bin ich auf diesen neuen Mechanismus gekommen GWBB14,51,21u23 Meyer [22.]3.99  Wenn der Rothstein und die schwarze K. gut sind, so steht Ihnen mehr zu Diensten GWBB1,182,17 Oeser 24.11.68  Hackert .. zeichnete .. viele Porträte in schwarzer und weißer K. GWB411, 25,10 Anz:Hackert GWBT9,281,6 v 11.10.24   4 in den Fügungen ‘farbige K.’, ‘verschiedene K-n’ allg bezogen auf tonerdehaltige (farbige) Zeichenmittel von kreidiger Konsistenz  eine von Leonard unwidersprechlich verfertigte Zeichnung .. auf blaulichem Papier mit wenig weiß und farbiger K. GWB491,245,2 Bossi,Leonardo~491,422,2 Üb:WeimPinakothek GWBN1,340,14 FlD 865   GWBEinquartierungs- GWBbekreiden GWBSchwarzkreidestiftSyn zu 3 GWBTonschieferKatherina Mittendorf K.M.
4899 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kreide

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Kreide , plur. inus. eine weiße, kalkartige, leichte, feste Erde mit abfärbende Theilen, welche zuweilen in der Gest…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kreide

    Goethe-Wörterbuch

    Kreide 1 fossiler weiß- bzw gelbfärbender Kalkstein a als natürliches Mineralvorkommen; auch hinsichtlich seiner Qualitä…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kreide

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kreide (soll von Kreta den Namen haben), bekanntes Mineral, kohlensaurer Kalk, abfärbend, in der Technik mehrfach benutz…

  4. modern
    Dialekt
    Kreidef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kreide f. : 1. 'Kreidestück zum Malen, Schreiben', Kreid (graid) [allg., außer lothr. SWPf, auch Penns Don Gal], Kridd (…

  5. Sprichwörter
    Kreide

    Wander (Sprichwörter)

    Kreide 1. Eine Kreide gilt im Leben: leide, meide, gottergeben. 2. A wink schworze Kreide hâr, doss ma amôl sitt. ( Schl…

  6. Spezial
    Kreide

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Krei|de f. (-,-n) 1 crëda (-des) f. 2 (Schreibkreide) crëda (-des) f. ▬ Kreide fressen ‹fig› mangé crëda; bei jdm. in de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kreide

67 Bildungen · 66 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von kreide

kreideln + -e

kreide leitet sich vom Lemma kreideln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von kreide 2 Komponenten

kre+ide

kreide setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kreide‑ als Erstglied (30 von 66)

kreideweiß

SHW

kreide-weiß Band 3, Spalte 1803-1804

Kreidebildung

GWB

kreide·bildung

Kreidebildung zu Kreide 1a [ Farbgebung der geognost Karte Kefersteins ] dem Muschelkalk blieb das reine Blau .. und zuletzt ein kaum zu bem…

kreidebleich

Pfeifer_etym

kreide·bleich

Kreide f. Die Bezeichnung für den feinkörnigen, weißfärbenden Kalkstein ahd. (11. Jh.), asächs. krīda, mhd. krīde ist über vlat. *crēda aus …

kreidechtig

DWB

kreidechtig , kreidig. Dasypod., krydachtig Maaler, nl. krytägtig Kil., dän. kridagtig.

kreidefarbe

DWB

kreide·farbe

kreidefarbe , f. die cretinen in der Schweiz haben eine kreidefarbe. hann. mag. 1846 s. 781.

kreidefleck

DWB

kreide·fleck

kreidefleck , m. fleck von kreide. Hermes 3, 206 ( s. bohnern ). besser kreidenfleck Göthe 18, 225 .

Kreideformation

Meyers

kreide·formation

Kreideformation ( Quadersandsteinformation, Grünsandformation, Glaukonitformation, cretazische oder cretazeïsche Formation ; hierzu Tafel »K…

kreidegesicht

DWB

kreide·gesicht

kreidegesicht , n. gesicht das kreideweisz geworden, z. b. vor schrecken. Felder sonderl. 1, 221 .

kreidegrund

DWB

kreide·grund

kreidegrund , m. grundierung mit kreide, in der malerei, z. b. Göthe 38, 224 , bei vergoldern. besser kreidengrund Frisch, Adelung.

Kreidekeller

PfWB

kreide·keller

Kreide-keller m. : FlN, Weinlage in NW-Kallstdt, mda. Kreidkelleʳ , benannt nach den hier vorkommenden weißen Kalksteinen.

kreideln

DWB

kreideln , cretâ maculare, bekreideln ( Frisch ): briefumschlag der rothgekreidelt und fünffach besiegelt war. Auerbach gevattersm. 48 , von…

kreidenartig

DWB

kreiden·artig

kreidenartig , cretaceus. M. Kramer 1787 : sie ( die wirte ) haben .. den Bellarmin .. in die kreidenartigen hände bekommen. J. Paul teuf. p…

kreidenberg

DWB

kreiden·berg

kreidenberg , m. mons cretatus. Stieler 160 . nl. krijtberg ist kreidengrube. bei Würzburg ein Kreidenberg, s. myth. 1004.

kreidenei

DWB

kreide·nei

kreidenei , n. kugeliger feuerstein mit kreidiger rinde. Nemnich.

kreidenfahne

DWB

kreiden·fahne

kreidenfahne , f. ein zeichen in der rechnung des wirts, bierfahne, zechfahne u. a. Stieler 399 , s. fahne 11.

kreidenfarbig

GWB

kreiden·farbig

kreidenfarbig wohl für mattweiß 45,367 Diderot,Malerei Var [>kreidenhaft 45,304,12 ] Katherina Mittendorf K.M.

kreide als Zweitglied (1 von 1)

Wirthskreide

Wander

wirth·s·kreide

Wirthskreide Mit der Wirthskreide schreiben (rechnen). – Eiselein, 645. It. : La creta degl' hosti non è sempre discreta. ( Pazzaglia, 92, 4…

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APA
Cotta, M. (2026). „kreide". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kreide/gwb
MLA
Cotta, Marcel. „kreide". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kreide/gwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kreide". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kreide/gwb.
BibTeX
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