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köte

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 7 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

köte f.

Bd. 11, Sp. 1885
köte, f. schrank u. ä., ein ostmd. wort. 11) für schrank im voc. opt. Lpz. 1501 theca, kiste ader koete Ee 1a, promptuarium keler oder speiskoete Y 3a; wer mit allerhand spendaschen der liebsten ihre köthe schmückt. Chr. Weise überfl. ged. 1701 A 3a. bei Adelung als sächsisch z. b. kleiderköthe, wäschköthe, silberköthe; das wort ist noch z. b. in Leipzig gültig, obwol aussterbend. Eigen ist die räumliche beschränkung des wortes, denn Stieler 1020 gibt es zwar (köde), aber es ist nicht eig. thüring., wie es scheint auch nicht schles., da Steinbach es falsch als schwäbisch angibt, mit demin. köthchen 1, 921. aber auffallend bei Aler (Cöln 1727) köte armarium, kötgen arcula. 22) merkwürdig bei Stieler und Schottel 1349 auch als 'ort da man allerlei hinlegt', bei M. Kramer (1768. 1787) aber köthe schachtel für frauenputz. beides bedarf weiterer zeugnisse, die angaben sind vielleicht nur vermutungen. 33) köte schrank wird nichts sein als eine einzelne anwendung des vor. kote, köte häuschen, die sich zufällig in einer gegend erhielt oder bildete. ebenso bedeutet gadem haus, kammer, auch schrank, und umgekehrt kasten auch haus.
1152 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kœtef.

    Nachträge (Lexer)

    kœte f. knöchel, würfel. die kint die spiln der kœten (: nœten) Germ. 23. 294,156. vgl. Dwb. 5,1885.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    koeteM., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    koete , M., F. Vw.: s. kōte

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kötef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    köte , kote , f. gelenkknochen, besonders am pferdefusze, ahd. mhd. nicht vorhanden, es scheint nicht eigentlich hd., nu…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Köte

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Köte , die hintere (Beuge-) Seite der Zehe bei Pferden und Rindern. Das Fesselgelenk (oberstes Zehengelenk) heißt daher …

  5. modern
    Dialekt
    Kötef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Köte f. : ' Beuge an der Hinterseite des Tierhinterfußes ' (1927 als alt gemeldet), Keet (kēd) [ LA-Birkw ]; Syn. s. Häc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit koete

69 Bildungen · 68 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

koete‑ als Erstglied (30 von 68)

Kœtelbeer

MeckWB

koetel·beer

Kœtelbeer f. Sorte kleiner, kugeliger Birnen Ha Bes ; Hoort; Schö Klütz ; wilde Birne Blume 83. Br. Wb. 2, 859.

kȫtelbētesch

MNWB

° kȫtelbētesch , adj. , streitsüchtig, k.e vrouwe (Fastnachtssp. 2 24).

Kœteldräger

MeckWB

Kœteldräger m. wie -fäger Schö GPravtsh .

kȫtelêr

MNWB

koete·ler

° kȫtelêr , m. , figulus, lutifigulus = Töpfer, Topfmacher, Ton-, Lehmarbeiter (scherzhaft zu kȫtel ?) (Aken).

Kœtelfäger

MeckWB

Kœtelfäger m. die Person, die beim Schafscheren den Kot der Tiere zusammenfegt allgem.; ist es eine weibliche, auch -fägersch f. Lu; Pa; Sta…

Kœtelfägerdrœhn

MeckWB

Kœtelfägerdrœhn m. Klatsch, wie ihn sich die Straßenkehrer erzählen Sta NStrel .

Kœtelmäten

MeckWB

koetel·maeten

Kœtelmäten n. Mädchen, das beim Schafscheren den Kot der Tiere zusammenfegt Gü Schwigg ; Pa GPos .

Kœtelmann

MeckWB

koetel·mann

Kœtelmann m. PN. im Sprw. horckt na 'm End, segt Kötelman (Ro 1742) Schmidt Fast. 21.

Kœtelmaschin

MeckWBN

koetel·maschin

Wossidia Kœtelmaschin f. scherzh. für Noors: kik, wo hei de Hand up ehr Kœtelmaschin leggt (beim Tanzen) Wa Waren@Hohen Wangelin HWang .

kœteln1

MeckWB

kœteln 1 Kotstücke fallen lassen; im Tanzreim: Un wenn dat Schap dat Kœteln kriggt Sta Wes ; übertr. von einer Zigarre, die viel Asche gibt:…

kœteln2

MeckWB

kœteln 2 reden, schwatzen Ro Bentw ; Klock; dei Ollsch kœtelt œwert Heck Tess; wi hebben beid' 'n bäten kœtelt HohenfD. Syn.: kören, köddern…

Kœtelpeik

MeckWB

koetel·peik

Kœtelpeik f. in dem Spottwort dei Diern mit dei Kœtelpeik dem schlechten Kamm im Haar Lu Döm .

Kœtelpeiter

MeckWB

koetel·peiter

Kœtelpeiter m. PN. in der Rda. von dem mit nichts Zufriedenzustellenden: hei is eigen as Kœtelpeiter, dei hett nich in 'n Himmel täuben wull…

Kœtelpuurt

MeckWB

Kœtelpuurt f. After: dei Kœtelpuurt apen laten für regelmäßigen Stuhlgang sorgen Ro Gres ; hei (der Farzer) hett dei Kœtelpuurt ümmer apen H…

Kœtelschiter

MeckWB

koetel·schiter

Kœtelschiter m. derbe Bezeichnung des meist Hamelbuff ( s. d. ) genannten Spiels Wa Schloen ; Wustr.

Kœtelstöter

MeckWB

koetel·stoeter

Kœtelstöter m. Scherzbezeichnung für die zwei Burschen, die dem Hochzeitszug voraufgehen, um die Straße zu reinigen Lu Tech ; auch von einem…

kötenbein

DWB

koten·bein

kötenbein , n. knochen, der die köte bildet, unten mit dem kronenbein verbunden. Adelung.

koete als Zweitglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „koete". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/koete/dwb?formid=K11609
MLA
Cotta, Marcel. „koete". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/koete/dwb?formid=K11609. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „koete". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/koete/dwb?formid=K11609.
BibTeX
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  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-17},
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