Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kneipen
kneipen , vellicare, comprimere, zwicken. I I. Heimat, formen, verwandtschaft. I@a a) seine heimat sind md. mundarten, von da aus ist es seit dem 16. jh. ( vgl. Luthers abkneipen) in die schriftsprache vorgedrungen, wo es die oberd. wörter klemmen, krimmen, pfetzen, fetzen, kleiben ( sp. 1162) u. a. verdrängt hat; es wird nun selbst aus oberd. mundarten angegeben, wie östr. Loritza, schwäb. Schmid 319 ( vgl. kneiper 1), schweiz. gnîpen Stalder 1, 459 ( nicht bair. ), es mag am frühesten am Rheine aufwärts gekommen sein. im j. 1384 schreibt ein Mainzer von einem augenknipper ( Janssen Frankfurt…