Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Klunker f.
Klunker f.
Klunker f. m. ‘Klümpchen, Kugel, Troddel, Quaste’. Das in nd. md. Lautgestalt im 18. Jh. in die Literatursprache aufgenommene Substantiv verbindet sich mit mhd. klungeler, glungeler ‘Troddel, Quaste’, glunke ‘baumelnde Locke’, glunkern ‘baumeln, schlenkern’, obd. (vereinzelt) Klunker ‘um die Spindel oder Kunkel Gewundenes’ (16. Jh.), Glunggel ‘Schelle’, schweiz. Glüngger ‘Gehänge’. Die (teilweise) Konsonantenschärfung aufweisenden Formen können wie Klüngel (s. d.) auf eine nasalierte Gutturalerweiterung der Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ (s. kleben) geführt werden. Doch bleibt auch hier eine Herleitung aus dem Ie. bedenklich. In abschätzigem Sinne gilt Klunkern (Plur.) heute für ‘baumelnden Schmuck’ (wie Ohrringe, Gehänge u. ä.).