Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kloß m.
Kloß m.
Kloß m. ‘Klumpen, in Kugelform zubereitete Speise’, ahd. (Hs. 12. Jh.), mhd. klōʒ ‘Klumpen, Knolle, Knäuel, Kugel, Knauf, Klotz, Keil, Knebel’, mnd. klōt ‘Klumpen, Kugel, Hoden’, mnl. cloot, nl. kloot ‘Kugel, Ball’, engl. cleat ‘Keil’. Verwandt sind (ablautend) mnd. klūt(e) ‘Klumpen, Haufen, Erdscholle, Ackerland’, ostfries. klūt ‘Klumpen, Bruchstück’, aengl. clūt ‘Stück, Zeug, Metallklumpen’, engl. (mundartlich) clout ‘Lappen’, anord. (aus dem Aengl.?) klūtr ‘Lappen, Tuch’ sowie das unter Klotz (s. d.) behandelte Substantiv. Außergerm. vergleichen sich slowen. (älter) glȗta ‘Beule, Ballen, Baumknorren’, russ. (älter) glúda (глуда) ‘Klumpen, Kloß’. Anzuknüpfen ist an eine Dentalerweiterung von ie. *gleu- (s. Klaue, Knäuel), einer erweiterten Form der Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ (s. kleben). Kloßbrühe f., verbreitet in der Redensart klar wie Kloßbrühe ‘sonnenklar’ (19. Jh., Zelter an Goethe).