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Heck

ahd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
17 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
36
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19

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Heck n.

Bd. 3, Sp. 566
Wossidia Heck Hecken n. 1. Einfriedigung, Umzäunung des ländlichen Gehöfts, einer Weidekoppel oder eines andern Stücks Land; in mannigfachen sprw. Rdaa.; vom Vater eines vielumworbenen Mädchens heißt es: denn' riten se (die Bewerber) 't Heck üm (dal) Wa; StaStargard@WulkenzinWulk; von Ausgeliehenem, das nicht zurückgegeben wird: dat blifft sacht int Heck behängen SchwSchwerin@PampowPamp; SchöSchönberg@WarnowWarn; von einer kräftigen Mahlzeit oder bildl. von einem schwierigen Unternehmen: wenn du denn' Knaken ierst up hest, kannst mit 'n Hund œwer 't Heck springen SchwSchwerin@GadebuschGad; vom Mißlaunigen: dei lett dei Katt nich upt Heck sitten WaWaren@Groß FlotowGFlot; von der Überklugen: dei hett 't rut bet up dei twölft Fitz, dei drütteihnt bummelt upt Heck MaMalchin@Groß HelleGHelle; zur Strickerin, die den Faden überwirft: Diern, wo knüttst du? Du sleihst jo 'n Hund œwer 't Heck Sta Stargard@GrammertinGramm; bei Sonnenaufgang: de Dag kickt all œwer 't Heck Leuss; im Neckreim Möller Mahler: Dei Dierns kosten 'n Dubendreck, Dat smitt dei Möller mit dei Schüffel œwer 't Heck Wo. Sa.; im Spielreim: Dat Lämming stünn' upt Heck Un föl in 'n Dreck Schö Schönberg@GletzowGletz. 2. Pforte, Tür, Tor in einer Einfriedigung a. Stadtpforte: 'to dem ersten hecke', 'to dem hecke under dem welfte', 'to dem hecke up der vulen groven' (Wi 1469—1475) Jb. 66, 110. b. einflügeliges Lattentor des Hofzaunes: 'ein Heck fürm Hause mit Eisern Hengen und höltzernen Klinken' Inv. Barth; in Gülzow stunn Bur Freier an sin Heck Reut. 3, 390; der kleine Bauernjunge, der reiten lernen möchte, muß hören: dat is nich, as wenn du up Vadern sin grot Heck rittst GüGüstrow@GülzowGülz; der Mistkäfer von der Kröte im Tiergespräch: wat deist du vör min Heck? Wo. V. 2, 23; einst hieß es: dei Bruunshöwer (in RoRostock@KühlungsbornKühl) knarren mit 't grot Heck, nämlich bei Sturm, um Schiffe anzulocken, zum Stranden zu bringen und zu plündern RoRostock@KröpelinKröp; in sprw. Rdaa: einen upt Heck sitten (liggen) einem nicht von der Seite weichen, ihn ständig belästigen mit Bitten, Beaufsichtigung u. a. Wa; Camm. Bil. 157; dor sitt de Adebor all upt Hecken die Entbindung steht bevor StaStargard@WulkenzinWulk; auf die Anziehungskraft der Weiblichkeit für die Männer zielen Worte wie wenn ein oll Tiff (Hündin) sick röögt, sitten alle Köters upt Heck RoRostock@GubkowGubk; wecker dei Zulen (Hündinnen) int Lock hett, hett dei Köters upt Heck MaMalchin@RemplinRempl; wo die Wirtschaft ständig zurückgeht, dor kickt dei Hunger œwer 't Heck MaMalchin@BasedowBas; einen mit 'n Noors œwer 't Heck setten jem. verkehrt zur Tür hinauswerfen Nd. Kbl. 4, 95; einen rœwer œwer 't Heck hebben jem. begraben haben Wa; Zs. Schultenheck. c. Lattentor des Koppelzauns: 'ein ander Schloß und überfäll solte für das Heck geleget werden' (1717) SchöSchönberg@BernstorfBernst; 'die Eingänge (des eingefriedigten Weidelandes des Schulmeisters sind) mit einem Hekke zu sichern' (1827) Sa. Land.-Ges. 7, 42; wenn sei em (das Bauernmädchen dem Edelmann) dat Heck apen makt Reut. 7, 197; Bri. 3, 43; Mi 32a; dat Hecken StaStargard@FleethFleeth; Rehb; die Gans ruft: Jakob, mak 't Hecken up! Wo. V. 2, 574. 3. die untere Hälfte der quergeteilten Haustür, soweit sie nicht als Unnerheck von der oberen als dem Babenheck unterschieden wird; bes. häufig in Dorfkaten und kleinen städtischen Häusern; oft in Sta; De Wiwer gaopn äöwer 't Heck Hey. Buerh. 58; de Unnerdöhr würd dat Hecken nömt un was toklinkt. Dor würden denn de beiden Arm so bequem as mäglich upleggt, ... un mit Nawersch oder Vaddersch ... löt sich äwer dat Hecken 'n prechtig Wurd vertellen Zand. Bill. 29; Mi 32a; von den abendlichen Schwätzerinnen heißt es: 'n ganzen Abend liggen sei mit dei Vörbein œwer 't Heck, annern Morgen kœnen sei nich mit 'n Noors ut 't Bedd' finnen MaMalchin@RemplinRempl; sonst von der Klatschbase: dei hing't ümmer œwer 't Heck GüGüstrow@GülzowGülz; dee liggt ümmer in anner Lüd' Hecken StaStargard@WulkenzinWulk; von der neugierigen Alleswisserin: dee is so wis'nääst, dee weit alles, dee kickt ümmer œwer 't Heck Wa; von unsauberem Hauswesen: dor kiken de Lüs' all œwer 't Heck ebda; den Kaufmann nennt man scherzend Kik-œwer-'t-Heck Ro; Neckreim: Mätens kiken œwer 't Heck, Jungens wöhlen mit de Snut in 'n Dreck StaStargard@HelptHelpt. 4. Querbalken, Schlagbaum: repagulum 'Grindel, Heck' Chytr. 64; 'die Schlagbäume an den Ausgängen unserer Dörfer, bei uns Hecken genannt' Nützl. Beitr. 1815, Sp. 187; Heck hebelartiger Querbalken als Verschluß einer Heckenöffnung Kolz 28; zuweilen auch als Koppelverschluß HaHagenow@GothmannGothm. 5. Lattenwerk zum Verschluß des Leiterwagens nach vorn und hinten, entsprechend dem Krett am Fläkenwagen MaMalchin@Groß KöthelGKöth; zur Beförderung von Schweinen über dem Fläkenwagen befestigt SchöSchönberg@BörzowBörz; WiWismar@LübowLüb. 6. das Gitterwerk am Windmühlenflügel, über das das Segel gespannt wurde Behr. Mühl. 90. 7. seem. Schiffshinterteil wie Achterheck und -schipp; so genannt nach der bes. hohen Umfriedigung des Bordrandes, durch die der Mann am Steuerruder der Segelschiffe bei Sturm gegen überkommende Sturzseen geschützt werden sollte; hier ist die Wohnung des Kapitäns, so daß die Mannschaft von einem der Ihrigen, der den Kapitän umschmeichelt, sagt: dee kriggt dat Heck ok nich mit Wo. Seem. 1, 89; vgl. Hukholt; übertr. Gesäß, Hinterer: von wegen sin breedes Heck künn ick ... nich sehn, wat he ... ded' Bri. 2, 82. Zss.: Plattheck; Schottheck. FN.: Vorn Buerheck, Hecklann', Heckstückskamp, Hochhecksbarg, Hogehecksbreid'. — Mnd. heck n. — Br. Wb. 2, 614; Dä. 182a; Kü. 1, 699; Me. 2, 690; Schu. 21; 33.
5277 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    heck

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    heck(i)AWB n. ja-St.?, nur Gl. 2,768,42 (10. Jh.): ‚Stich, (Schlangen-)Biß; punctum‘ (mhd. hecken st. n.). – Ahd. Wb. 4,…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    heckN., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    heck , N., F. Vw.: s. hecke

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hêck

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Hêck , des -es, plur. die -e, ein vornehmlich in Niedersachsen übliches Wort, eine Befriedigung von Latten, ein Stac…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Heck

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Heck. , bei Tiernamen Abkürzung für Joh. Jakob Heckel (s. d.).

  5. modern
    Dialekt
    Heck

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Heck Band 2, Spalte 1115 Heck 2,1115

  6. Sprichwörter
    Heck

    Wander (Sprichwörter)

    Heck Er ist gleich beim Heck. – Frischbier 2 , 1535.

  7. Spezial
    Heck

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Heck n. (-[e]s,-e/-s) 1 (beim Schiff, Auto) pert iadedô f., cü (cüs) m. 2 (beim Flugzeug) coda (codes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit heck

502 Bildungen · 491 Erstglied · 3 Zweitglied · 8 Ableitungen

heck‑ als Erstglied (30 von 491)

heckeln

SHW

heck-eln Band 3, Spalte 203-204

Heckes

SHW

Heck-es Band 3, Spalte 207-208

Heckmann

SHW

Heck-mann Band 3, Spalte 207-208

Heckmeck

SHW

Heck-meck Band 3, Spalte 207-208

Heckstück

SHW

Heck-stück Band 3, Spalte 207-208

Heckaben

MeckWB

heck·aben

Heckaben m. Heck-, Brutofen in der Abfertigung auf die Frage wat sall ick don? Gah mit 'n Noors hinnern Heckaben sitten Sta Wes .

Heckäs

Wander

heck·aes

Heckäs Du bist e rechte Heckäs (Eidechse). ( Ulm. )

heckapfel

DWB

heck·apfel

heckapfel , m. pyrus malus frutescens, staudenapfel, Johannisapfel.

heckbalken

DWB

heck·balken

heckbalken , m. der obere letzte balken im hintertheile eines schiffes, welcher über das ganze -schiff reicht, in der mitte auf den hinterst…

heckbauer

DWB

heck·bauer

heckbauer , m. bauer der zugleich als vogelhecke dient, foetura avium in cavea: dasz ein solcher grüner schlummerkäfig wie ein vergröszerter…

heckbaum

DWB

heck·baum

heckbaum , m. ligustrum vulgare, hartriegel, zaunriegel. vgl. heckenbaum .

heckbinder

DWB

heck·binder

heckbinder , m. operarius qui colligat sentes et dumos sepis; qui dumetum sepis vinculis constringit. Frisch 1, 395 c .

Heckboot

Campe

heck·boot

Das Heckboot , des — es, Mz. die — böte , in der Schifffahrt, eine kleine Holländische Flüte.

Heckbord

Campe

heck·bord

Der Heckbord , des — es, Mz. die — e , auf den Schiffen, der oberste höchste Theil des Schiffsbordes vom Heckbalken an.

Heckchen

GWB

heck·chen

Heckchen zu 1 Hecke 1, im Vergl iSv Nebensächlichkeit, (nicht uninteressantes) Beiwerk 37,273,9 FGA Sonnenfels → Rosen- Rüdiger Nutt-Kofoth …

Heckdaler

MeckWB

heck·daler

Heckdaler m. ein 'heckender', sich vermehrender Taler, Glückstaler; dem Volksglauben nach ist er Teufelsgeld; man kann ihn erwerben, indem m…

heckdorn

DWB

heck·dorn

heckdorn , m. hagedorn, crataegus oxyacantha. Nemnich 2, 1270 . auch der schwarzdorn, prunus spinosa. 4, 1076. schwarze heckdornen ( werden …

Heckdur

MeckWB

heck·dur

Heckdur n. wie Heck n. 2 b; c Tor in der Hof- oder Koppelumzäunung Horn Selmsd. 2, 12; Ro Klock ; auch das Tor zum Vör- oder Heckschuer ( s.…

Hecke I

SHW

Hecke I Band 3, Spalte 203-204

Hecke II

SHW

Hecke II Band 3, Spalte 203-204

hecke

FWB

1. ›Dornstrauch (z. B. die Heckenrose), Dornbusch; Gestrüpp‹.; 2. ›durch niedriges, ineinander verwachsenes Gesträuch gebildete Begrenzung o…

Heckeäl

LothWB

hecke·ael

Hecke äl m. Lix. die größere Ringelnatter, sogen. wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Aal.

heck als Zweitglied (3 von 3)

Bode(n)heck

Idiotikon

Bode(n)heck Band 2, Spalte 1115 Bode(n)heck 2,1115

geheck

DWB

geh·eck

geheck , n. subst. zu hacken, s. gehäck .

Mus'heck

MeckWBN

mus·heck

Wossidia Mus'heck f. Mäusezucht Müll. Reut. 89 a .

Ableitungen von heck (8 von 8)

behecken

KöblerMhd

behecken , sw. V. nhd. mit einer Hecke umgeben (V.) Q.: Brun (1275-1276) (FB behecken) E.: s. be, hecken W.: nhd. DW- L.: FB 30a (*behecken)…

erhecke

BMZ

erhecke swv. steche so dass der tod folgt. swenne si ( die natter ) ein menschen hât erheckt Ls. 1,479.

erhecken

Lexer

er-hecken swv. BMZ zu tode stechen Ls.

geheck

DWB

geheck , n. subst. zu hacken, s. gehäck .

gehecke

DWB

gehecke , n. coll. zu hecke, hag; vergl. gehege . 1 1) dumus, gehecke. Dief. 192 b , neben hack für hag dumus in dems. voc., geschr. 1414, r…

gehecken

Lexer

ge-hecken swv. ib. stechen Gen. Kchr. D. 290,12. Pf. arzb. 1,33. prät. gehacte Spec. 112.

hecke

DWB

hecke , f. sepimentum; foetura; wie hag sp. 137 eine bildung von der wurzel hag hauen, stechen, wobei der wurzelbegriff auf stechendes, dorn…

verhecken

Idiotikon

verhecken Band 2, Spalte 1117 verhecken 2,1117