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hakke

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

¹Hakke m.

Bd. 3, Sp. 13
¹Hakke f. [verbr.] 1.1. Ferse. He tǖt ’e Hacken nou schlurft nachlässig (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Se löpp sik Blaoren (Blasen) an de Hacken (WmWb). De Rǖe hïet mi in’e Hacken bïeten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Phras.Vbdg.: Hack-up-Teh m. alter Tanz, Polka (Ferse und Fußspitze werden im Takt abwechselnd auf den Boden gesetzt) (WmWb). — Ra.: He schlött de Hacken fört Gatt läuft schnell (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@RiesenbeckRb || mehrf.). He schlött de Hacken in’n Nacken ist übermütig (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@WesterwieheWw). De Hacken unnersetten sich unterwegs (in einer Gastwirtschaft) eine Ruhepause gönnen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || (ähnl.) mehrf.). De Hacken wīsen davonlaufen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Äinem de Hacken aftriän jmdm. zu nahe treten, jmdn. bedrängen (KkWb). Van de Hakken bes to’n Nakken von oben bis unten, ganz und gar (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf.). Ümes in de Hacken triädn jmdm. einen bösen Streich spielen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HohenlimburgHl). Em löpp ’t üm de Hacken er ist verwirrt (WmWb). He häff nich völle üm de Hacken hat kein Geld (WmWb). Et häff nich völle üm de Hacken ist sinnloses Gerede (WmWb). He sitt mi upp’n Hacken treibt mich an (Kr. MindenMin Kr. Minden@BuchholzBh || (ähnl.) mehrf.). Op te Hacken sinn’n verfolgen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Up de Hacken trään zur Arbeit anspornen (WmWb). Ick kik di leiwer upp de Hacken äß upp de Teene Aufforderung zu gehen (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl || mehrf.). — Sprichw.: Bu de Backen, so de Hacken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AlmeckeAm || []verbr.). So es em get ’e Hacken, so get em auk de Backen wer flink ist beim Essen, ist auch flink in der Arbeit (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh || verbr.). — 1.2. Spez. Angaben (bes. zur Tieranatomie): 1.2.1. Wade, der hintere Körperteil der Beine zwischen Kniegelenk und Ferse (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HohenlimburgHl); Teil des Beines oberhalb der Ferse (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@OstwigOw). — 1.2.2. Sprunggelenk (bei Pferden und Rindern) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@BodelschwinghBo). Krumme Hacken (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@EversbergEv). — 1.2.3. Afterklaue (Frbg.). — 1.2.4. Einschnitt hinten am Pferdefuß (Frbg.). — 1.2.5. Knie am Hinterbein, Hinterbein bis zum Knie (Kr. WiedenbrückWie WWB-Source:113:HeiermHeierm). — 1.2.6. Kniekehle (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus); die Biegung, Kehle am Hinterfuß des Viehs (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — 2. Absatz an Schuhen. De Fraulüde driäget hauge Hacken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). He häf sine Hacken scheewe aflopen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — Ra.: He löpp sik de Hacken af er bemüht sich sehr (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). De Hacken smiären mit Schlägen antreiben (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa || mehrf.). Siek de Hacken schmiaren sich beeilen, zum Aufbruch, zum Tanzen rüsten (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). Hai heät ’e Hacke vull ist betrunken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl); he het eun’n in’n Hacken dass. (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@EickumEi || Hfd). — 3. Fersenteil des Strumpfes oder der Socke [WMünsterl Kr. SteinfurtStf Tek]. De Hacke stricken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — 4.1. hakenförmiger Knochen (WmWb); oberer Knochen eines trockenen Schinkens (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). De Hacke moch an’n Schinken dran bliewen (WmWb). — 4.2. andere hakenförmige Gegenstände: Hacke van de Säiße Sensenhaken (WmWb); Hacke van de Panne vorstehende Nase des Dachziegels (WmWb). ⟨Hakke f. [verbr.], Hakken f. [nördl. OWestf Höx], Hakken m. [Kr. TecklenburgTek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Dor], Hakke m. (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Bh)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 3,37: Hacke I; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 5,816: Hacke², Hacken. Zus.:→ Hāsen~, Kalwer~, Knē¹~, Knik~, Mäie~, Pīp~, Sāwel~, Schēf~, Schiᵉte~, Slüᵉr~, Slus~, Tralt~, Tüntel~.
4681 Zeichen · 187 Sätze

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    hakkeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    hakke , F. Vw.: s. hacke* (1)

  2. modern
    Dialekt
    ¹Hakkem.

    Westfälisches Wb. · +2 Parallelbelege

    ¹Hakke f. [verbr.] 1.1. Ferse. He tǖt ’e Hacken nou schlurft nachlässig ( Kr. Beckum Bek Kr. Beckum@Vorhelm Vh ). Se löp…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hakke

150 Bildungen · 87 Erstglied · 63 Zweitglied · 0 Ableitungen

hakke‑ als Erstglied (30 von 87)

Hakkebal

WWB

hakke·bal

Hakke-bal m. gemeinsames Rübenhacken mit anschließendem Tanz ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Al).

Hakkebī

WWB

Hakke-bī minderwertige Ware, die einem als Dreingabe beim Kauf gegeben wird ( Kr. Iserlohn Isl Is).

Hakkebīle

WWB

hakke·bile

Hakke-bīle f.n. [verstr.] Hackbeil (zum Zerkleinern von Fleisch). ⟨ Genus: f. (- le ), n. (- l ) ⟩

Hakkebrade

WWB

hakke·brade

Hakke-brade m. Hackbraten ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Hakkebred

WWB

hakke·bred

Hakke-bred n. [verstr.] 1. Hackbrett zum Schneiden und Hacken von Fleisch (mit erhöhten Kanten). — 2. zerschundenes Gesicht, etwa von Studen…

Hakkebrī

WWB

hakke·bri

Hakke-brī m. Hafergrütze (Frbg.) ( Kr. Münster Mün Ab).

Hakkediküt

WWB

Hakke-di-küt n. 1. Hakkediküts „Gericht aus Grütze und der Brühe, worin man die Würste gekocht hat, dazu Pfeffer, Nelken und Muskat“ ( Kr. A…

Hakkedǖneken

WWB

Hakke-dǖneken n. „Töttchen, Haschee“ ( Kr. Steinfurt Stf Rh). ¶ Vgl.→ WWB Kaldūne .

Hakkedüns

WWB

Hakke-düns m. Wellfleisch, aus geringerem Fleisch und Eingeweideteilen bereitet (Lippe WWB-Source:219:Oesterh Oesterh ). ¶ Vgl.→ lüns .

Hakkeduᵉr

WWB

hakke·duer

Hakke-duᵉr n. [Ravensbg] 1. Gericht, Speise. — 1.1. gehacktes Rindfleisch mit Korinten und Rosinen ( Kr. Bielefeld Bie Kr. Bielefeld@Heepen …

Hakkedūse

WWB

hakke·duse

Hakke-dūse f. Gericht von gehackten Eingeweideteilen ( WWB-Source:325:WoeN WoeN ).

Hakkeflē²sk

WWB

hakke·flesk

Hakke-flē²sk n. Hackfleisch ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Hakkefuᵉre

WWB

hakke·fuere

Hakke-fuᵉre f. schmaler Grasstreifen als Ackergrenze (Frbg.) ( Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt Bor Gr).

Hakkehēde

WWB

hakke·hede

Hakke-hēde f. Abfall, gesponnen als Einschlag zu Getreide- und Kartoffelsäcken verwandt ( Kr. Minden Min Wt).

Hakkeklot

WWB

hakke·klot

Hakke-klot m. 1. Hau-, Hackklotz (z.B. beim Schlachter) [Ravensbg]. — 2. Kreisel (Frbg.) ( Kr. Ahaus Ahs Dö).

Hakkeklots

WWB

Hakke-klots m. 1. Hau-, Hackklotz (z.B. beim Schlachter) ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor die krfr. Städte Dortmund,…

Hakkelbeªrg

WWB

Hakkel-beªrg m. [Min] wilder Jäger; Spukgestalt, die Kinder von verbotenen Dingen abschrecken soll: Läuf man, Hackelbarg kumt ( Kr. Minden M…

hakkelblock

KöblerMnd

hakkelblock , M. Vw.: s. hackelblok

Hakkelblok

WWB

Hakkel-blok m. der wilde Jäger ( Kr. Minden Min Ha).

Hakkeleküt

WWB

Hakke-le-küt n. [ Kr. Lippstadt Lst Kr. Arnsberg Arn Kr. Meschede Mes Kr. Brilon Bri Wal] 1. fein gehacktes (minderwertiges) Fleisch [ Kr. B…

hakkelhêde

MNWB

hakkelhêde , f. , grobe Hede (: klê(i)ne h.).

hakke als Zweitglied (30 von 63)

Bakkeoªwenhakke

WWB

bakkeoawen·hakke

Bakke-oªwen-hakke. „ Backoabenhacken “ Gerät zum Ausscharren der noch glühenden Kohle aus dem Backofen (Frgb.) ( Kr. Nienburg (Weser) Nie Kr…

Bēthakke

WWB

bet·hakke

Bēt-hakke. „ Bëit- “ Karst [Hacke] ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bödefeld Bö ). ¶ hierher? — lautl. eher mit › ī ‹, also › bīthakke ‹ „Bei…

Bikhakke

WWB

bik·hakke

Bik-hakke „ Bickhacken “ leichte Spitzhacke ( Kr. Detmold Det Kr. Detmold@Istrup Is ).

Bladhakke

WWB

blad·hakke

Blad-hakke „Werkzeug, mit dem man Unkraut aus dem Gartenweg schaufelt“ (Frbg.) ( Kr. Lippstadt Lst Kr. Lippstadt@Anröchte An Kr. Lippstadt@D…

Brē²dhakke

WWB

bred·hakke

Brē²d-hakke f. Brǟithacke, Pl. -n. „Erdhacke mit breiter Schneide“ ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Dǖwelshakke

WWB

duewel·s·hakke

Dǖwels-hakke f. Hacke mit zwei Zinken ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Ve).

Feªrkenhakke

WWB

Feªrken-hakke f. Eisbein, gepökeltes und gekochtes Schweinebein ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Ha).

Geªdehakke

WWB

Geªde-hakke f. [verstr. KSauerl] Werkzeug, mit dem man Unkraut aus dem Gartenweg schaufelt; spez.: kleine dreizackige Harke ( Kr. Meschede M…

Hāgenhakke

WWB

hagen·hakke

Hāgen-hakke f. Hānhacke Hacke, mit der man Rasen im Hauberg löst ( Kr. Olpe Olp Ro).

Hāsenhakke

WWB

hasen·hakke

Hāsen-hakke f. [verstr.] Pferdekrankheit: Anschwellung an der hinteren Seite des Sprunggelenks. Däi Guul hätt ’n Hoasenhakken ( Kr. Lübbecke…

Hauehakke

WWB

haue·hakke

Haue-hakke f. „Hacke und Karst vereinigt, benutzt zur Gartenarbeit“ ( Kr. Olpe Olp Ro).

Hēdhakke

WWB

Hēd-hakke f. [verstr.] Hacke zum Aushacken, Mähen des Heidekrauts.

Kārenhakke

WWB

karen·hakke

Kāren-hakke f. [ Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Alt] Karrenhacke, die gebraucht wurde, um die zweirädrige Karre im Stehen zu stützen und um die festg…

Kibbelhakke

WWB

Kibbel-hakke f. [ Kr. Meschede Mes Bri] (zwei-, drei- oder vierzinkige) Hacke (bes. für die Kartoffelernte); „kleines Häckchen zum Jäten“ ( …

Kīlhakke

WWB

kil·hakke

Kīl-hakke f. [ Kr. Brilon Bri Olp] Spitzhacke, Hacke mit keilförmigem Eisen zum Lostrennen von festem Gestein ( Kr. Olpe Olp Ro).

Klamhakke

WWB

klam·hakke

Klam-hakke f. große Person (scherzh.) ( Kr. Steinfurt Stf Rh).

Klō²thakke

WWB

klot·hakke

Klō²t-hakke f. 1. Rübenhacke ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@Wel…

Knē¹hakke

WWB

kne·hakke

Knē¹-hakke f. 1. Kniekehle [ Kr. Steinfurt Stf Kr. Tecklenburg Tek Lippe Hal]. — Ra.: Wekke duür de Knoihacken kruigen Prügel bekommen ( Kr.…

Kō¹hakke

WWB

Kō¹-hakke f. [verstr.] 1. Ferse am Bein der Kuh. — Ra.: Loak at ne Kauhacke ungewöhnlich großes Loch an der Ferse des Strumpfes ( die krfr. …

Kothakke

WWB

kot·hakke

Kot-hakke f. a) Kuh, die an den Hinterschenkeln viel angetrockneten Kot hängen hat, schlecht gepflegtes Tier. — b) unsaubere Person ( Kr. De…

Krūdhakke

WWB

krud·hakke

Krūd-hakke f. [verstr.] 1. Hacke zum Jäten von Unkraut. — 2. Olle Kruthacke etwas sonderbare Person ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte…

Krǖtshakke

WWB

kruts·hakke

Krǖts-hakke f. [verstr.] Kreuzhacke; Spitz- und Rodehacke in einem ( Kr. Detmold Det Is).

Küᵉtelhakke

WWB

Küᵉtel-hakke f. kleine Person ( Kr. Brilon Bri Ri).