Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
hadern
hadern
1Hader m. ‘(schwelender) Streit, Unfrieden’. Nur in Personennamen bezeugtes ahd. (u-Stamm) hadu ‘Kampf’ (vgl. ahd. Hadubrant, -wīg) sowie als erstes Kompositionsglied belegtes aengl. heaþu- (vgl. heaþugeong ‘jung im Kampf’, heaþuwǣd ‘Kampfrüstung’) und seltenes (in poetischer Sprache) anord. hǫð ‘Kampf’ stellen sich mit air. cath ‘Kampf’ (vgl. gall. catu- in Caturīges, Völkername), vielleicht auch griech. kótos (κότος) ‘Zorn, Groll’ zu einer Wurzel ie. *k̑at- ‘kämpfen’. Dazu gehören als r-Ableitungen aind. śátruḥ ‘Feind, Gegner, Nebenbuhler’ und (bei Annahme eines Übergangs von k̑ zu k) aslaw. kotora, russ. (älter) kotorá (котора) ‘Streit, Zwietracht’. Erst spät tritt mhd. (omd.) hader ‘Streit, Zank’ auf, das von Luther aufgegriffen wird und sich im Nhd. verbreitet. – hadern Vb. ‘unzufrieden sein, streiten’, spätmhd. hadern ‘streiten, necken’; heute besonders in der Wendung mit seinem (dem) Schicksal hadern.