Grundbirne Rhfrk uNahe
grumbīr, sonst Rhfrk, Mosfrk
-ombīr, –ombər [in NDaun, Aden, Ahrw hier u. da
šrombīr]; Pl.
-bīrə(n), -bərn, Demin.
-embərχə(n); das Wort reicht im
N. über die Ahr bis nach Monsch, Schleid, Eusk, Rheinb, Bo hinein; doch
n. der Ahr mit
Erdappel (ęərpəl) gemischt; hier u. da ist in diesem Mischgeb. aus
grompər +
ęərpəl eine Kontaminationsform
-pəl entstanden
f.: 1. Kartoffel;
frihe (zeidige), späde, platte, blo, rode, weisse Gr., Jakobs-, Marmor-, Rosen-, Schweins-, Soldotegr., Weltwonnər, Kaiserkronen, Wetzsten, Kreikrämer (Krugkrämer),
Bisquittcher, Weiss-ronnen Weiss-langen, Honsrecker, Kastelauner, Plackigen u. a. Kartoffelsorten. —
Gr.ə setze (
Setzgr.ə (mitteldick))
met dem Plu oder
dem Koərscht. RA..
Setz de mich im April, da kumm ich, wann ich will; setz de mich im Mai, do sin ich gleich debei Simm-Laub, —
dann kommen eich ent, zwei (sogleich) Trier-Schleidw.
Mer soll die Bohne on de Gr.ə setze, dass se äm nogucke nicht tief Saarbr-Sulzb.
Den arme Mann leit (liegt)
iwerall enne (unten),
beim Gr.ə setze kennt hen owen beim Gr.setzen in fremdem Acker als Gegenleistung für die Bearbeitung kommt er an die höher gelegene, weniger ertragfähige Seite Prüm-Ihren.
Sall ech as (einmal)
ebbes mot dir schwätzen? Gr.n moss mer setzen Kinderreim Koch-Laub.
Gr.ə setzen Tour beim Fangsteinchensp. mit drei Unterabteilungen
(setzen, helfen, ausdeihn) Merz-Haustdt, Simm-Laub.
Wat kei Gr. es, wird kei Stock Bernk-Lückenbg.
Wenn de Gr.ə grad erausgucke, weren se gəet (geeggt)
or rän (rein)
gemacht; on wann se dann e halwe Faus hoch sen, wären se gemellt (müllen, lockern) (
opgehauen, gehackt, gerechelt, s. d. W.)
on dann gehauft Hunsr; man nennt diese Arbeiten
in de Gr.ə gehn. RA.:
Wenn de Gr.ə owe blihe, kann mer se inne (unten)
kriege Bernk-Cleinich Hundh Rorodt Thalfang.
Hoste Gr.n damet gehauft? zu dem, der eine wehe Nase hat Trier-Schleidw. —
Sen de Gr.ə zeidig, gen se ausgedohn (ausgemacht)
(met dem Koərscht (uf die Erd) gegrawen oder
met dem Plu ausgefahren), of de Stra (Spret) geworf on geraft (
an (in)
de Gr.ə sein mit der Ernte beschäftigt sein). RA.:
Wenn et mat de Gr.n soll klappen, ka mer se um Margridentag kappen (hacken) Bitb-Wiersd.
De giht Gr.ən rafen, de schellt se, de rappt (reibt)
se, de backt se, on de fresst se Fingermärchen Koch-Laub. —
De Gr.n ha jet vam Frost (von der Käll) geloust (gelöst) Prüm;
de Gr.ə sin gegilzt beim Ausgraben mehr oder weniger beschädigt Simm
(geblässt, geschrammt, verhau, zerbelst, hu Knipp metkreit, s. d. W.);
de Gr.ə sin mehlig, wässerig, wasserhart, schleh, wetzstenig, glasig, zweiwiəssig (-wächsig),
bozig (mit tiefen Augen),
pockig, pantig, grendig usf. (
s. d. W.);
de Gr.ə sin dat Johr faul (knatsch-, kwatsch-, putsch-, rutzigf.) Allg.;
Gr.ə wie Kaschtanje so mehlig Kreuzn-Langenlonsh. —
Gädelege Gr.ə nicht zu klein, nicht zu dick;
decke Gr.ə, auch
Gr.ə wie Schuhn, — Käpp (Köpfe),
mer kennt Kelen (Kegel)
demet spillen, — de Noarren, — Bruder (Brote), —
Wätz (Eber), —
Kletz, — Beihmeschen (Rüben);
mer hon Klitzer; wat sin dat Knollessen! (Keəlen, Baschterten, Wätz); et es ebbes Schandalisches! Saar. RA.:
De dimmste Bauern hon de deckst Gr.n Allg.
Wann de Gr.n esu deck wären wie de Dommhet vun de Bauern, krieg mer se net an (in)
de Keller ran (herein) Bitb-NWeis.
Zwe Gremperchen an äm Stock, dat es esou vill wei komm breng mer neischt Merz.
Dein klen Gr.ə weren och noch all! Verspottung eines Hochmütigen.
Me moss Gott och at fer die klen Gr.n danken Wittl-Monzel; man muss zufrieden sein, wenn der Erfolg auch nur teilweise den Erwartungen entspricht Allg.
Wer sich unner die klän Gr.ə mengt, den fresse die Sei Simm-Laub.
Et sen klän Gr.ə em Korf (in der Mann) gesagt im Beisein von Kindern, die nicht hören sollen, was gesprochen wird Goar, Zell, Trier, Saar.
Me mant, me hätt en Korf klan Gr.ə ausgeschott grosse u. kleine Kinder durcheinander Koch-Driesch.
Kläne Gr.ə! läuten die Glocken in Simm-Michelb. —
De micht Aue wie en Kameel, wenn's Gr.ə schilt Simm.
O Kreiz, eich kennt meich dut Gr.ə schelen! Ausdruck des Widerwillens gegen Kart. schälen Trier.
Eich will dir ebbes son (sagen):
Gr.ə kammer drohn; eich will dir ebbes verzehlen: Gr.ə kammer schelen; eich will dir ebbes weisen, do hinnen kommen die Preissen Trier-Gilzem. —
De Gr.n kochen, broden, dämpen, end., quellen wie
nhd.;
gescheimte Gr.n in Salzwasser gekocht Wittl, Trier;
ausgeschäppte Gr.ə Meis-Breitenh;
geschwällde Gr.ə Wend-Reichw;
Gr.ə butzeln braten,
Gehutzelden o Gebutzelden gebratene, klein gestossene K. Merz-Saarhölzb;
gebunnigelte Gr.n Merz, Saarbg, Trier;
Gr.n fussen (fuchsen) braten Bitb-Geichl;
Gr.n mot aner (einer)
Schell K., deren Sch. nur ringförmig abgeschält ist, gequellt Koch;
gegälzt Gr.n Bitb;
geringelte Gr.ə Birkf (
Preusse May);
gekrächelte, gekränzte, gekervte Gr.ə May;
gequellte Gr.ə mit der ganzen Schale Allg.;
gebunzelt Gr.n Bitb-Rittersd (scherzh.
Feldhinkel, Krammetsvole); e Gesicht wie en Deppen voll gequellder Gr.n Saarl-Dilling;
die Gr.ə sin gequellt! Zuruf beim Verstecken von Gegenständen Kreuzn-Hüffelsh Sponh;
der hät dat für en Öllich (Zwiebel)
on en gequallt Gr. gegolle (gekauft) sehr billig Ahrw-Ramersb;
gestumpte Gr.ə gestampft (
geditschte, gedätschte, gedrickte, getunkte;
s. d. W.) Allg.; auch
dönn Gr.ə Schleid-Dollend,
orme Leits Gr.ə Bitb-Malbg;
Gr.ə, möt Ohrfeige geschmälzt Pellkartoffeln ohne Fett oder Butter dazu, nur mit der Faust aufgeschlagen Trier, Koch, —
met dem Stocheisen g. Koch-Lutzerath, —
mem Kruddelhoke g. Saarbr-Sulzb;
die Gr.ə iwer de kalt Platt schmilze Ottw-Wiesb;
hannerecks Gr.n roh gebraten Trier-Thomm;
Gr.n zereck om Debben mit Sauce Koch-Laub;
eromgemacht Gr.ə Birkf;
borbes (barfuss)
Gr.n ohne jede Zutat Allg. RA.: Was haben wir gekocht? Antw.:
Gr.n un neist derhanner un neist derfir, da's dreierlei Saarbg, Trier, —
on Hond Zell-Wahlenau, —
ohne Knoche Saarbr-Scheidterbg, —
met Brasche (Kohlenresten) Ottw-Neunk, —
Heiweiler (K.sorte)
un Kardoffele Zell-Senh. Um den Überdruss an den immer gereichten Gr. auszudrücken:
Morgens rond, mettags gestompt, owends en saurer Breh, morgens widder en aller Freh May;
des Morges gequallt, des Middags geschallt, des Owes met de Montur, so geht's tuschur Kobl-Vallendar;
morgets gibts Gr.əsupp, middas were se all verstuppt, oweds kumme se mit samt der Schal, is das nit e Gr.əqual! Nahe;
morgens met aner Schell, meddags gedatschten, owends Schibbelrädcher (in Scheiben)
un der genog, de bleuft em Fog (Fug) Koch-Leienkaul;
de ganz Woch Gr.n, un heit noch emmer kan Flasch (Fleisch)
! Trier.
Im Waldland (Hochwald)
git et enonzwanzig mol Gr.n un emol de Schuh geschmiert, dann is de Woch erum Saarbg-Soest.
Gr.n on Broch (saure Milch)
as en Herenessen Saarbg-Winchering, —
stoppt et Loch Trier-Schleidw.
Gef At (Acht),
dat se dir de Gr.n net rəih (roh)
firsetzen! dich nicht übervorteilen Prüm-Ihren.
Hätschte nummen e Grumbcher im Hals stecke! Ottw-Illing;
er sengt, mer mänt, de hät en Gr. em Hals Allg.
De bas su gescheid; et as schod (schade),
datsde moss Gr.n essen Bitb-NWeis, —
dat den moss esu vill Gr.n esse, wat kennt sos aus dem gen (werden)
! Bitb-Seimerich.
Do geht et grussartig erof (her),
die fehren zwing (2)
Descher; awer wann änen (einer)
genä (genau)
kuckt, dann hun de änen Gr.n on Melch an de anern M. on Gr.n ebd. De es su diər (dürr),
dat mer em de Gr.ə en de Mage falle seiht May-Kehrig.
En Steck Brut en de Täsch eas besser als Gr.ə eən de Äsch May.
Häste alt neu Gr.ə? wenn die Ferse aus dem Strumpf guckt Ahrw-Remag;
ka noch Gr.ə gen die Kegelkugel kann noch treffen Merz-Schweml. — Rätsel.
Et hot Ogen (Augen)
on kann net seihn Bernk-Burgen. — 2. übertr. scherzh. oder verächtl. a. Taschenuhr Allg. — b. unförmliche Nase;
wat hot der e Gr. em Gesicht! Birkf, Allg.