göttlich gelegentl Großschr; von ca 420 Belegen rund 10% ‘(etwas) G-es’, ‘das G-e’, seltener ‘der (ein) G-e(r)’, ‘die G-e(n)’(mehrf Kleinschr); gelegentl in Steigerungsformen 1 in Bezeichnung einer von der menschl Welt abgehobenen Existenz, Macht, Sphäre, ihrer Eigenschaften u Wirkungen; im Rahmen verschiedener (poly-, mono-, pantheistischer) relig bzw philos Vorstellungen a als Seins-, Wesensbestimmung α in Bezeichnung einer personhaften Gottheit, iVbdg mit Geschlechts-, Verwandtschafts-, Funktionsbezeichnungen uä, selten mit Eigennamen od bei Personifikationen, gelegentl ‘der (ein) G-e(r)’, ‘die G-e(n)’; überwiegend im Rahmen der griech Mythologie, mehrf in Übs; einmal ‘die drei g-en Personen’ für die Trinität von schmerzlichen Wehen gequälet, | Litt .. die Göttin. Es waren die andern | G-en Frauen [θεαί] zu ihr, die herrlichsten, alle gekommen GWB4,324 Auf die Geburt dApollo 84 [Streit zw Zeus u Here] da riß die g-e Here | Schnell vom Sitze sich auf und stand, wie ein Berg in dem Meer steht, | Dessen erhabene Gipfel des Äthers Wetter umleuchten Achilleis 264 Und der g-e Schlaf eilet gefällig [zur Hütte] voraus, | Dieser holde Geselle des Reisenden. Daß er auch heute, | Segnend, kränze das Haupt mir mit dem heiligen Mohn! GWB1,281 Euphrosyne 6 GWB1,228 Gott u Bajadere 32 GWB24,245,8 Wj II 1 uö in okkasionellen Umschreibungen für Gott: ‘das g-e Oberhaupt’ (in Wiedergabe pietist Vorstellungen), ‘seine g-e Majestät’ in der Anrede (für: sa maestà) GWB28,303,28 DuW 15 GWB43,350,11 Cell II 12 β ‘das g-e/ein g-es Wesen’, meist im Kontext monotheist, speziell christl Gottesvorstellungen; als allgemeine, religionsneutrale Bezeichnung, auch in Relativierung des kirchl, theol Gottesbegriffs Eine besondre Religion, eine von den Göttern diesem oder jenem Volk geoffenbarte, führt den Glauben an eine besondre Vorsehung mit sich, die das g-e Wesen gewissen begünstigten Menschen, Familien, Stämmen und Völkern zusagt GWB26,212,20 DuW 4 In diesen Augenblicken dürstete seine [Ferdinands] Seele nach einem höhern Beistand. Er .. forderte Hülfe vom g-en Wesen .. der Mensch .. der keine seiner Kräfte ungebraucht lasse, könne sich .. wo sie nicht hinreichen, auf den Beistand des Vaters im Himmel berufen GWB18,215,9 Unterhaltungen GWB27,119,9 DuW 7 GWB7,60,5 DivNot GWB412,100,7 Die dreiParia uö im persönl Bekenntnis zum Pantheismus u in der Darstellung eigener früherer (hermetisch-mystisch inspirierter) Gottesvorstellungen [anläßl Jacobis Schr ‘Üb die Lehre des Spinoza’, worin er die Vorstellung eines personalen Gotts vertritt] Vergieb mir daß ich so gerne schweige wenn von einem g-en Wesen die Rede ist, das ich nur in und aus den rebus singularibus erkenne .... Hier [in Ilmenau] bin ich auf und unter Bergen, suche das göttliche in herbis et lapidibus GWBB7,63,8 Jacobi 9.6.85 GWB27,219,16 DuW 8 γ in Bezeichnung einer meist unpersönl vorgestellten Potenz, einer höheren Ordnung u deren Erscheinungsformen, öfter mBez auf ‘die Natur’; verbunden mit Qualitäten wie vernünftig, unwandelbar, schöpferisch; einmal negiert Er [der junge G] glaubte in der Natur .. etwas zu entdecken, das sich nur in Widersprüchen manifestirte .. Es war nicht g., denn es schien unvernünftig; nicht menschlich .. nicht teuflisch .. nicht englisch .. Dieses Wesen .. nannte ich dämonisch GWB29,174,2 DuW 20 Die Natur wirkt nach ewigen, nothwendigen, dergestalt g-en Gesetzen, daß die Gottheit selbst daran nichts ändern könnte GWB29,12,16 DuW 16 daß die Natur ewig productiv, bis in’s Innerste g., lebendig .. und keinem Alter unterworfen ist GWBB23,58,17 Reinhard 13.8.12 GWB44,358,4 CellAnh XII GWB492,11,11 MyronsKuh uö iVbdg mit ‘Ursprung’ uä, auch mBez auf die (leibliche) Abstammung von (einem) Gott Auf ganzen Jahrhunderten lasten solche Nebel [des Aberglaubens] .. die Vernunft scheint zu ihrem g-en Ursprung gleich Asträen zurückgekehrt zu sein GWB412,55,15 Möser Pentheus .. will .. einen g-en Ursprung des Bacchus nicht anerkennen GWB412,237,22 Eurip,Bacch GWB27,310,1 DuW 10 GWB24,253,17 Wj II 2 uö ‘(etwas) G-es’, ‘das G-e’, meist als Gegenstand, Korrelat, erstrebtes Ziel geistiger, spiritueller, emotionaler Wahrnehmung, Erfahrung; vereinzelt ‘Gott (selbst) und das G-(st)e’ Inwiefern Baco [vVerulam] etwas usprüngliches G-es anerkennt? Oder nur auf den Menschen und die Welt hinweist GWBN52,256,19 Fl Plp Keppler sagte: “Mein höchster Wunsch ist, den Gott, den ich im Äußern überall finde, auch innerlich .. gewahr zu werden.” Der edle Mann fühlte, sich nicht bewußt, daß eben in dem Augenblicke das Göttliche in ihm mit dem G-en des Universums in genauster Verbindung stand GWB422,212,5 MuR [betr G-s intensive natwiss Studien] daß der Mensch alles, Gott selbst und das G-e [G-ste K] an sich heranziehen, sich zueignen muß GWBB37,135,2 Zelter 24.7.23 N1,XXXI,23 FlD Einl~GWB3,279 ZXen III 727 GWBB7,64,10 Jacobi 9.6.85 [Zit s oben unter β] GWB32,202,21 ItR PhNeri uö b der, einer Gottheit, den Göttern eigen, zugehörig, zukommend, sie aus-, kennzeichnend, auch als Epitheton; bes von (typ) Qualitäten, Wirkungsweisen uä, auch (zT in Metonymie od Metapher) von Körperteilen; gelegentl adv auch zugl qualifizierend iSv generös od gerecht [Unterschr unter einer Skizze mit den mosaischen Gesetzestafeln] Düstere G-e Strenge Corpus VI A,36 Nr110 Devise In Rembrandts .. Radirung [‘Christus treibt die Händler aus dem Tempel’] .. ist die Glorie, welche gewöhnlich des Herrn Haupt umgibt, in die vorwärts wirkende Hand gleichsam gefahren, welche nun in g-er That glanzumgeben derb zuschlägt GWB48,212,9 MuR(1114) Ernst nun wandte Kronion und mild sein g-es Antlitz | Gegen die Klagende [Thetis] hin Achilleis 230 [Pylad zu Iph:] eh’ wir die Bedingung fromm erfüllen, | Erfüllt er [Apoll] g. sein Versprechen schon. | Orest ist frei, geheilt! GWBIph2 1606 [Tancred:] Ein gut Geschick, | .. Das immer seine Gunst der wahren Liebe, | Der wahren Ehre g. zugekehrt [ce ciel qui .. accorda .. ] GWB9,403 Tancred 943 [für: ἀθάνατος] GWB4,325 Auf die Geburt d Apollo 114 GWB1,291 MetamPfl Eleg 50 GWB412,237,7 Eurip,Bacch GWB492,93,1 Christus nebst 12 alt- u neutest Fig uö vereinzelt von göttl (zauberkräftiger) Ausrüstung, einmal ‘g-e Sohlen’ für Hermes’ Flügelschuhe, im hyperbol Ausdruck für einen bes gelungenen Schlittschuhlauf Merkurius, der .. mir gestern unter die Füse band seine g-e Solen die schönen, goldnen, die ihn tragen über das unfruchtbare Meer und die unendliche Erde, mit dem Hauche des Windes GWBB2,63,2 Kestner [5.2.73] Achilleis 118 uö ‘die g-e Gerechtigkeit’, ‘der g-e Geist’ umschreibend für Gott [Palmire zu Seide:] Welch Blut, das insgeheim die g-e | Gerechtigkeit [l’éternelle justice] verlangt? GWB9,313 Mahomet 824 GWB27,96,18 DuW 7 ‘jdm g-e Ehre beweisen (uä)’, ‘g-e Verehrung einer Person od Sache’ für jds Apotheose od das Anbeten eines Fetischs GWB492,25,7 u 26,12 HomersApotheose AADiv3,184 Plp(186) uö c von (einem) Gott, den Göttern, einer höheren geistigen Sphäre ausgehend, erteilt, durch ihn, sie bewirkt uä, auch (selten) gestiftet, geschaffen; meist attr, bes iVbdg mit Begriffen wie ‘Einwirkung, Hilfe, Eingebung, Gnade, Liebe’ bzw ‘Gesetz, Gebot’, vereinzelt adv iVbdg mit PartPrät die Art [der Pietisten] .. alles, was uns vernünftigerweise Gutes begegnet, einer unmittelbaren g-en Einwirkung zuzuschreiben .. alles, was aus unserm Leichtsinn .. schwer zu übertragende [ Korr AADuW 1,565,5] Folgen hat .. für eine g-e Pädagogik zu halten GWB29,29,27 DuW 16 eine Idee .. Kräftig sei sie, tüchtig, in sich selbst abgeschlossen, damit sie den g-en Auftrag, productiv zu sein, erfülle GWB422,133,14 MuR [Majestät zum Frieden:] diesem Lande wünsch’ ich Glück, | Daß deinen g. aufgeforderten Beruf | Du mit so großer Gabe gleich bethätigest GWB131,36 Vorsp EröffnWeim Theat 1807 Vs 295 ein g-er Befehl [la voix du ciel] GWB9,319 Mahomet 963 GWB28,305,12 DuW 15 GWB37,159,23 BriefPastors GWBA(53,286,24) Votum [Jan 92] K uö ‘das g-e Wort’, ‘der g-e Same’ für das Evangelium GWB22,319,8 Lj VI SchöneSeele GWB37,165,11 BriefPastors ‘der g-e Statthalter auf Erden’ für den Papst, ‘der g-e Prophet’ für Mahomet Der g-e Prophet [le prophète d’un dieu] GWB9,286 Mahomet 220 GWB18,367,24 ReiseMegapr d idVbdgn ‘g-e Gestalt/Statue’ iSv eine Gottheit darstellend GWBB9,250,21 Meyer 13.3.91 [für: divinus] GWBB19,55,9f Zelter 1.9.05 uö 2 Gott betreffend, mit Gott, Göttlichem zusammenhängend, mehrf in Korrelation zu ‘menschlich’, auch iSv heilig, religiös; meist in der Formel ‘(die) g-e(n) Dinge’, ‘Gott und g-e Dinge’, vereinzelt ‘G-es’, insbes für Glaubensdinge vor der Welt als thöricht zu erscheinen und dadurch in Gott und g-e Dinge sich erst recht zu versenken .. war sein andauerndes Bestreben GWB32,192,28 ItR PhNeri Fichte hatte .. über Gott und g-e Dinge auf eine Weise sich zu äußern gewagt, welche den hergebrachten Ausdrücken über solche Geheimnisse zu widersprechen schien GWB35,151,21 TuJ 1803 GWB251,239,3 Wj III 13 GWBTgb 7.8.79 GWB341,44,14 Rochusf GWBN4,135,4 FlH VI uö 3 in Kennzeichnung der Manifestation des Göttlichen, eines Höheren, Vollkommenen, Idealen in der Sphäre des Menschen: vom Wesen des Göttlichen erfüllt, davon zeugend, es offenbarend, ein Gefühl, eine Erfahrung vom Göttlichen vermittelnd, öfter ‘das (etwas) G-e(s)’; auch qualitativ iSv unvergänglich, grenzenlos, inspiriert, den Menschen über sich selbst erhebend a allg, als wesentliches Element der menschl Natur, ihrer Wirkungen u Hervorbringungen Das G-e. | Edel sei der Mensch, | Hülfreich und gut! | Denn das allein | Unterscheidet ihn | Von allen Wesen, | Die wir kennen. | Heil den unbekannten | Höhern Wesen, | Die wir ahnen! | Ihnen gleiche der Mensch GWB2,83 Titel so wurde [bei G] der Gedanke rege, daß freilich der vorzügliche Mensch das G-e, was in ihm ist, auch außer sich verbreiten möchte. Dann aber trifft er auf die rohe Welt .. Das Himmlische, Ewige wird in den Körper irdischer Absichten eingesenkt GWB28,294,11 DuW 14 Tasso 1070 uö mehrf von Lebensmächten u ideellen Werten (wie Liebe, Kunst, Freiheit, Schönheit); gelegentl ‘die G-e’ für entspr Personifizierungen u vereinzelt für eine edle, charismatische Frauengestalt [Jüngling:] Ach Liebe, du wohl unsterblich bist! | Nicht kann Verrath und hämische List | Dein g. Leben tödten GWB1,197 Der Müllerin Reue 63 Die g-e Kunst, welche alles zu veredeln und zu erhöhen weiß, mag auch das Widerwärtige, das Abscheuliche nicht ablehnen GWB48,146,14 TänzerinGrab [üb die Differenzen zw Voß u Stolberg] Gräfin Agnes .. als Vermittlerin .. Durchaus spielt sie die Rolle des Engel Grazioso .. lieblich, sicher und wirksam .. Die G-e eilt zu ihrem Ursprung zurück [dh sie stirbt] GWB36,286,24 Biogr Einzh GWBFaust II 9950 GWB51,271 XenNachl 15(37) uö von außergewöhnl Glückszuständen [Wilh an Mariane:] als mir an deinem Herzen Freuden gewährt waren, die von den Menschen immer g. genennt werden, weil sie in diesen Augenblicken über sich selbst gehoben sind GWB51,87,28 ThS I 22 [Helena:] Liebe, menschlich zu beglücken | Nähert sie ein edles Zwei, | Doch zu g-em [<himmlischem GWB152,124] Entzücken | Bildet sie ein köstlich Drei GWBFaust II 9701 ein tiefes, ruhiges Anschauen [der Natur] .. in dessen immerwährender συγκρισις und διακρισις wir ein g-es Leben fühlen, wenn uns ein solches zu führen auch nicht erlaubt ist GWBB15,281,1 Jacobi 23.11.01 Lieb-, Lied- und Weines Trunkenheit | .. Die g-ste Betrunkenheit | Die mich entzückt und plagt GWB6,210 Vs 19 DivSchenk Achilleis 394 uö b in Reflexion u Deutung christl Vorstellungen (in Berührung mit Bed 1a), insbes der Doppelnatur Christi, auch in entsprechenden, zT paradoxen Vbdgn wie ‘g-e Menschheit’, ‘g-er Mann’, ‘sich g. verkörpern’ [üb die allmähl Ritualisierung des Abendmahls durch die Jünger] so blieb ihnen kein Zweifel übrig, daß ihr verherrlichter Bruder ihnen von dem Wesen seiner g-en Menschheit durch diese sinnliche Zeichen mittheile GWB37,167,20 BriefPastors [der ‘Obere’ der Päd Provinz:] man darf sagen, daß die christliche Religion .. da sie sich einmal g. verkörpert hat, nicht wieder aufgelös’t werden mag GWB24,244,8 Wj II 1 GWB24,250,13u17 u 255,6 Wj II 2 GWB3,407 Plp uö mBez auf die versch Einschätzungen der bibl Texte als ‘Wort Gottes’ [üb Lavaters Hexameterparaphrase der Apokalypse ‘Jesus Messias .. Nach der Offenbarung Johannis’] ich kan das g-e nirgends .. finden .. mir ist das Gleichniss vom ungerechten Haushalter, vom Verlohrnen Sohn, vom Saemann .. ppp. g-er (wenn ia was g-s da seyn soll) als die sieben Bischoffe Leuchter, Hörner Siegel Sterne und Wehe GWBB4,112,3u14f Lavater 28.[10.79] GWBB6,36,14 Lavater 9.8.82 uö ‘die g-ste Empfindung’ für den Zustand der Inspiration durch den ‘heiligen Geist’ (nach Apg 2) GWB37,186,23 Zwo biblFragen in Aufnahme best kath Vorstellungen als Eigenschaft von Maria1) [mittelalterl Darstellung einer ‘Geburt Christi’] Maria liegend als Wöchnerin .. Diese Vorstellung wurde späterhin als respectswidrig angesehen, da sogar in solchem menschlichen Falle der g-en Natur der Maria nicht Abbruch geschehen sollte GWB421,11,3 Chron OvFreisingen ‘g-e Mutter’ GWB20,270,17 Wv II 6 GWB422,192,2 MuR(669) 4 göttergleich, gottähnlich; hinsichtl außergewöhnlicher (auch: als übermenschlich bewerteter bzw beneidenswerter) Eigenschaften, Qualitäten, Vorzüge wie Souveränität, Großherzigkeit, Gelassenheit, Unbeschwertheit, schöpferische u heilende Kräfte ua; einmal ‘g-e Frechheit’ Ich kann zu den Schmerzen die ich dir [durch die heiml Abreise nach Italien] verursacht nichts sagen als: vergib! .. und gedencke g. des vergangnen nicht GWBB8,116,24 ChStein 6.1.[87] Mißverstand des [Winckelmannschen] Begriffs von Schönheit und g-er Ruhe GWBB12,190,14 Meyer 14.7.97 Es ist wirklich etwas G-es in seinen [Palladios] Anlagen, völlig wie die Force des großen Dichters, der aus Wahrheit und Lüge ein Drittes bildet, dessen erborgtes Dasein uns bezaubert GWB30,77,24 ItR~GWBT1,214,10 v 19.9.86 [Jarno zu Wilh üb den Beruf des Wundarztes:] Willst du dich ernstlich dem g-sten aller Geschäfte widmen, ohne Wunder zu heilen und ohne Worte Wunder zu thun GWB251,60,7 Wj II 11 [‘Satyros od der vergötterte Waldteufel’] Dieses Document der g-en Frechheit unserer Jugendjahre GWBB20,6,25 Jacobi 11.1.08 GWB251,93,3 Wj III 3 GWBNatT 1389 uö ‘g-es Nichtstun’, in Variation der Formel ‘dolce far niente’ Bey der Bibliothekseinrichtung [einer von G-s administrativen Aufgaben] steht mir die Art der Jenenser, die sich nahezu mit der Italiäner g-em Nichtsthun vergleicht, auf eine verdrießliche Weise entgegen GWBB16,76,5 Schiller 4.5.02 scherzh, in Anspielung auf das Epitheton δῖος für den Sauhirten Eumaios in der ‘Odyssee’ [unverhofftes Mahl auf dem entbehrungsreichen Rückzug aus Frkr] mußte es uns verziehen sein den Schweinehirten für g. und Schweinebraten für unschätzbar zu halten GWB33,101,22 Camp ‘etw, jdn g. verehren’ iSv wie eine Gottheit, als etw Göttliches verehren, auch: einen Kult mit etw treiben Lafayette’s und Mirabeau’s Büste .. sah ich hier [bei Adligen in Düsseldorf] g. verehrt GWB33,201,21 Camp GWBPand 157 GWB18,368,15 ReiseMegapr uö 5 als (hyperbol) Ausdruck hymnischen Rühmens, Lobpreisens: himmlisch, herrlich, unvergleichlich; überwiegend in der (Vers-)Dichtung, öfter in Übs (meist in ‘Cellini’), selten u nur in den 70er/80er Jahren in Br od theoret Schr a bewunderns-, verehrungs-, anbetungswürdig, hinreißend schön Das, was ein Theil Menschen als g., herrlich, überschwänglich anbeten, wird von andern als kalt, als abgeschmackt verworfen GWB37,335,11 PhysiognFragm Nachts halb eilf. der Mondschein war so g. ich lief noch ins Wasser GWBB3,84,7 ChStein 2.7.76 [Liebhaber, vor dem neuen Gemälde in der Galerie:] Wie g. ist das Bild gemacht! GWB16,158 KünstlersApotheose 169 GWBPand 480 GWB6,148 Vs 2 DivSuleika uö als Attribut für eine best Person (bes eine Berühmtheit od eine angebetete, leidenschaftl begehrte Frau), auch superl, öfter in der Anrede; iVbdg mit ‘Mann, Weib’ uä od mit Eigennamen, mehrf auch ‘die (der) G-e’ (insbes für eine hochgestellte, fürstl Frau); vereinzelt als Modeausdruck parodiert ihr Deutschen! | Euren ersten Dichter, den alle Götter geehret, | Der mit Geistesschritten von Sonne zu Sonne gewandelt, | .. Diesen g-en Mann, ihr nennt ihn Klopstock? GWB51,37 Er u sein Name 5 den g-sten [il gran] Michelagnolo GWB43,119,14 Cell I 8 [Domherr zur vermeintl Prinzessin:] Anbetungswürdige Sterbliche, erste der Frauen! .. G-e! GWB17,230,23 GrCoph V 5 [Poet:] Die g-e Lina! | Sie ist wie ein Engel | Gefälligkeitsvoll GWB12,243 UnglHausgenossen 418 [für: divino] GWB43,38,10 Cell I 3 GWB131,344,28 Götz3 V 13 GWB51,285 XenNachl 232(474) uö in semant Reflexion Was hilft’s mir, daß man mir nachsagt: das ist ein g-er Mann .. G. heißt den Leuten nur der, der sie gewähren läßt, wie ein jeder Lust hat Gespr(He2,289) Riemer 1.2.08 b unschätzbar [Epimeth:] O g-es Vermögen mir, Erinnerung! | Du bringst das hehre frische Bild [Pandoras] ganz wieder her GWBPand 597 AA96,13 Werth2 II uö c in steigernder Funktion Sie fehlen mir an allen Ecken .. Mit Wielanden hab ich g. reine Stunden. das tröstet mich viel GWBB3,83,24 ChStein 2.7.76 Rose Unterberger R.U.