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gnaden

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gnaden vb.

Bd. 8, Sp. 560
gnaden, vb. , zu gnade, f., ahd. obdt. ginādēn, fränk., Weiszenburger katech., Otfrid -nâdôn, s. Schatz in: Germanica f. Sievers 1925, 359; as. ginathôn. die formen gnadist, gnadit des Wiener Notker (11. jh.) 3, 364, 6 und bei Steinmeyer kl. ahd. sprachdenkmäler 156, 5 sind ohne beweiskraft, s. Heinzel wortschatz u. sprachformen der Wiener Notkerhs. 2, 129. der imperativ hat auszer ginâde und ginâdo auch gnâda, und zwar dreimal bei Notker (nur in den psalmen neben weit überwiegendem gnâde, s. Kelle untersuchungen zur ... gr. d. psalmen Notkers [1889] 91) und einmal in Otlohs gebet. Jac. Grimm möchte knada bei Notker als konjunktivische ellipse zu kinada, f., auffassen (gramm. 4, 159) und irgangê, werdê etc. ergänzen (vgl. auch unter gnade, f., IV 1, sp. 553). es bleibt aber zu beachten, dasz bei Notker sowohl knâda mir wie auch knâde mir miserere mei übersetzt; ferner, dasz -a als imperativendung (aus e) auch sonst begegnet, vgl. Schatz ahd. gr. 312. — die nach dem material von Aumann denominative ē-verben im altgerm. (1935) 22 ff. bedeutungsmäszig isolierte ē-bildung erklärt sich durch nachbildung nach dem älteren irbarmēn. 11) vereinzelt von der sonne gesagt, 'untergehen'; zu gnade, f., I 2; danach auf das vergehen der jahreszeit bezogen: der uns tAeglich die sonn, die zu nacht genadt und von uns weicht, gibt er morgens wider: den sommer, der uns im herbst genadt, gibt er im glentzen wider Paracelsus opera (1616) 1, 592c Huser. 22) von gott gesagt, 'gnade schenken', 'gnädig sein', 'sich erbarmen' (oft, indem er dem sünder verzeiht), 'helfen', auf das heil der seele und auf das ganze des menschlichen lebens bezogen (s.gnade, f., II B und C). häufig im imperativ, ahd. ginâde, -da, -do mir, uns; zunächst als übersetzung des kirchlichen bittrufes kyrie eleison, miserere nobis. im allgemeinen intransitiv, mit dativ der person, seltener der sache (der seele, den sünden): kirieleison truhtin kinade uns Benediktinerregel bei Steinmeyer kl. ahd. sprachd. 220, 21; truhtin got, cuning himilisger ... lamp gotes, suno fateres, ther nimis sunta weruldi, ginadho uns miserere nobis Weiszenb. katechism. 115 ebda; so er (Christus) thaz tho wolta werkon,ginadon sinen er unsih heilti thuruh not scalkon, Otfrid IV 5, 19; et tu domine ... respice in me et miserere mei tuo min wara unde genada mir Notker ps. 85, 16 P.; miserere mei deus secundum magnam misericordiam tuam gnade mir got after dinen michelen gnadon ps. 50, 3 P.; gnada in, trohtin, unta gihugi, daz ... Otlohs gebet 54 bei Steinmeyer; duo îlten si sich alle munechen, von êwen zuo den êwen got gnâde ir aller sêle Ezzos gesang 12 bei Waag kl. ged. d. 11. u. 12. jh.; 'nu müez uns got genâden',sprach der küene man Nibelungen 2129, 1 L.; (gott) gnad mir an dem leben Oswald v. Wolkenstein 85, 40 Sch.; sihe mich an und gnade mir, nach dem gericht der liebhaber deynsz namensz ps. 119, 132; o gott genad den sünden mein Schwarzenberg d. teutsch Cicero (1535) 111b; darnach spricht der schultheisz und bricht den stab entzwey. genad gott der armen seel Fronsperger kriegsbuch (1578) 1, b 5b; du sihest, das dir got nicht genadet czu helffen Hedwigslegende (1504) b b 5b; erbarm dich unser, o herre gott, und gnade uns in aller noht Kehrein kirchenlied 1, 575; ein wohlgeschick hat euch dem Zeus gegeben, der euch zween von geburt an schon gegnadet Herder 26, 202 S.; gar willkomm auf unserm pfade, schwester mein, dasz gott dir gnade, deiner schuld verzeihung sende, der barmherzig ist ohn ende Cl. Brentano ges. schr. (1852) 1, 171; (der ehebund des königspaares) der ausgewährt ein menschenalter, er währ in lieb ein zweites aus, geschirmt vom ewigen erhalter, der gnadet unserm königshaus Fr. Rückert w. (1867) 1, 266. — ohne dativ (s. auch gnade, f., als bittruf IV 1 sp. 552): des suoch ich, herre, dine genade. herre, genade! herre Christ, genade! herre got, genade! vater unser, der du bist in dem himele Schönbach altdt. pred. 1, 47, 35; es ist eine böse, giftige art menschliches herzen, dasz es durch göttliche wohlthat, durch glück und gute tage ärger wird, und je mehr gott gnadet, und je gröszer, trefflicher gaben ihm gott gibt, sie sind leiblich oder geistlich, je weniger es sich gegen gott demüthiget Justus Jonas bei Luther 52, 414 Erl. ausg.seltener transitiv, wie begnaden und begnadigen (s. auch unter 4): so kumpstu nun ins hymelrych, das gott, der herr, hatt gnadet dich Th. Murner narrenbeschwörung 233 ndr.; drum will ich, bei ja und nein vor dem zapfen sterben, ... engelchöre weihen dann mich zum nektarerben: diesen trinker gnade gott! lasz ihn nicht verderben Bürger 50b Bohtz; bisz hieher dachtest dus zu sparen? mamsell, gott genade dich! Schiller 1, 187 G.; (die göttliche fürsicht, die) das verworfenste königlich gnadet über nacht H. S. Waldeck d. milde stunde (1933) 46. 33) daraus entwickelt sich der ruf gnade dir (mir, uns) gott. zunächst auf die seele eines sterbenden oder verstorbenen bezogen: 'möge gott deiner seele gnädig sein, ihr verzeihung, aufnahme in die seligkeit gewähren' (vgl. unter 2: got gnade seiner seele); von da auf andere, besondere fälle des lebens übertragen: 'möge gott mir helfen, wenn ...'; erst in der vorahnung schwerer schicksalsschläge, dann immer mehr als ankündigung von etwas schwerem, wenn du dies oder das tust, wenn dies oder jenes geschieht, dann gnade dir gott, d. h. dann entsteht eine solche lage, dasz nur gott dir helfen kann; sogar als drohung: 'tu dies, oder es geht dir schlecht', d. h. ich bestrafe dich; wenn du dies tust, geht es dir schlecht. die wendung zum formelhaften zeigt sich besonders an unpersönlichen objekten wie brief, schlusz, tugend u. ähnl. (s. auch unter gnädig, adj., A 2 b): ich Berthe von Byrgeln, wyddewe for wylen Zornez, dem gad gnade, bekennin (v. j. 1351) hess. urkundenbuch 2, 579 Wyss; da Mosi predigt ein ende hat und Pharao visitieret ist, da gnade denn gott, dem er gnaden sol, denn balde drauff werden alle erste geburt in Egypten erschlagen Luther 16, 155, 32 W.; er ist dahin; genad im got! Hans Sachs 2, 34, 27 K.; neuntzig jar der kinder spott, hundert jar gnad dir gott sprichw., schöne weise klugreden (1548) 76a; du armer churfürst, gnad dir got! du wirst komen in groze not Schade sat. u. pasquille 1, 84; die regentin ist weg. nun gnad uns gott! die hielt uns noch Göthe 8, 246 W.; den mythologischen briefen gnade gott J. H. Voss antisymb. (1824) 2, 60; der gröszeste theil des Klotzischen buches ist auf diesen schlusz gebauet, und gnade gott dem schlusse Herder 3, 438 S.; gnade gott dem gefühl derer, die hier (bei Kain) trotz, pochende vermessenheit und verzweiflung allein fanden ebda 7, 143; gnade gott eurer (der aufklärer) neuen, freiwilligen tugend! ebda 5, 556; ich fürchte, du gehst auf thorheiten aus, wodurch wir noch lächerlicher werden, als wir schon sind. dann gnade dir der himmel! Ayrenhoff w. (1814) 5, 352; und wer nun mir kommt, dem gnade gott, dem zeig ich, wer ich bin Gaudy s. w. (1844) 1, 158; 'wo ist der herr?' dasz gott ihm gnade, lade an seinem kammerfenster leckt die loh aus der geschlossnen A. v. Droste-Hülshoff w. (1879) 2, 23; aber gott gnade dem, der sein leben mit ihnen hinbringen musz briefe an L. Schücking (1893) 221; eins musz weichen, und das bist du — und so gnade dir gott, dir geschieht, wie du gewollt hast P. Heyse romane u. novellen II 5, 210; (das alte horn) wimmerte: 'gott genade!' ja, gnade dir gott, du ritterschaft! der bauer stund auf im lande Münchhausen balladen u. ritterl. lieder 33; elliptisch: mann, wenn ich aber ungelegenheiten durch euch bekomme, dann gnade euch ... Ina Seidel Lennacker (1938) 162. 44) schon ahd. auch vom erbarmen des menschen gesagt (s.gnade, f., III A), jemandem gnaden (vereinzelt eines dinges), 'sich erbarmen', 'verzeihen'; seltener mit acc. (vgl. 2) oder genetiv der person: iustus autem miseretur et tribuet ... aber der rehto gnadet unde gibet fergebeno also ouh imo got kab Notker ps. 36, 21; die den wituwun nerihtent noh weisen negnadent, die irteilo ih selbo (et pupillos non miserantes) predigtsammlung a 1, 6 bei Steinmeyer d. kl. ahd. sprachd. 156; (Kriemhild zu Giselher:) ine mac iu niht genâden:ungenâde ich hân Nibelungen 2103, 1 B.; Brangæne, sæligiu maget, nu helfet unde genadet ir iuwerre vrouwen unde mir Gottfried v. Straszburg Tristan 12121 R.; do der (ihr gatte) her kom, sie sprach: ich bit, her, du genad mich! d. grosze Alexander 215 Guth; und dient zu willen ainer frauen, des ich hil, die wolt mein nie genaden ainer nussen vil Oswald v. Wolkenstein 64, 55 Schatz; des ward der rat gewar hie und verpant ir fünf, die andern gnadet man städtechron. 22, 41 (Augsburg, 15. jh.); diser Tiberius irslueg all teutsch fürsten und genadet der kainem U. Füetrer bayr. chron. 15 Spiller; (nach dem aufstand der Römer) kam der bapst und der keyser zusammen zu St. Johan Lateran ... da gnadet (verzieh) der keiser dem bapst Joh. Adelphus Barbarossa (1535) c 1a; o fraw, genad mir meines lebens Hans Sachs 1, 127 K.; gnade, herrin, mir! und zürne nicht meinen augen dasz sie haben dein göttliches bild gesehn E. M. Arndt w. 6, 100 R.-M.hiermit zusammen hängt gnaden in der bedeutung 'segnen, glück wünschen': und sy gnadeten Rebeka und sprachend zu ir: du bist unser schwöster, du werdist zu vil tausend mal tausend, und dein sam besitze die thor seiner feinden Züricher bibel (1530) 13a (Luther: und sie segneten Rebeca gen. 24, 60); Schmeller-Fr. 1, 1726 verzeichnet die redensart: einem etwas gnaden, 'es ihm segnen, ihm gedeihlich werden lassen', gnad dirs gott! gnad dir gott die suppen, du wirst auf ungnad geschlagen. 55) gnaden, etwas zu tun, 'gnädig sein, die huld haben, geruhen, etwas zu tun': die krämerin ... sagte: hochgelobte königin, gnadets anzuschauen, und kauft von mir Grimm dt. sagen (1891) 2, 115. 66) jemandem gnaden, 'zum abschied grüszen'; dann geradezu 'sich verabschieden'. die erklärung dieses gebrauches bereitet schwierigkeiten. die sich zunächst anbietende deutung 'sich jemandem beim abschied gnädig, freundlich, huldvoll zeigen' ist deswegen unwahrscheinlich, weil gnaden im weltlichen bereich vor allem 'sich erbarmen, verzeihen' bedeutet (s. unter 4). glaubwürdiger ist die herleitung aus einem segenswunsch (im anschlusz an den geistlichen gebrauch unter 2 und 3) beim abschied gott gnade euch, 'sei euch gnädig, behüte euch'; vgl. die in der mhd. epik gebräuchlichen abschiedsformeln (s. dazu A. E. Schönbach d. christentum in der altdtschen heldendichtung, 1897, s. 3f.; 111; 211f.), etwa: nû genâd dir Crist der rîche! ez mac niht anders gesîn Alpharts tod 110, 4 Martin; dazu owe vatter und muoter und alles lieb mit einander, got gnad úch iemer und iemer, wan wir gesehen úch ze keinem liebe niemer me H. Seuse dtsche schr. 238, 25 (o vos omnes amici mei et socii dilecti, valete nunc viscera mea, quia adest hora illa separacionis amarissime horologium 93 Stange): da gnadet er also zichtikleich allen seinen undertan, si wären arm oder reich 16. jh. bei Uhland volkslieder (1844) 487; da man in (den verurteilten) auszfiert ... begnadet (er) alle menschen fraintlich ... er was alt bey 41 jaren, er hat mir auch gnadet, da man in auszfiert (16. jh.) Sebastian Fischer chron. v. Ulm 168 Veesenmeyer; als nun jederman auffgesessen was, da lieff ich umb und gnadet meinen, 4 lieben herren, ... das gnaden und scheiden was eben schwer und sawer F. Fabri eigentlich beschreib. (1557) 91a; (ich zog) mit zweien briedren wider usz dem land. als wier der muotter wolten gnaden, do weinet si Thomas Platter 33 Boos; Friderich ... urlob ... nam. dem gantzen frawenzymer gnadet Wickram w. 1, 60, 21 Bolte; nach dem diser bischoff Johannes 30 jahr regieret, hat er der welt gnadet Stumpf Schweizerchron. (1606) 707b; und da gnadeten sie Lukrezien und gingen weg A. v. Arnim w. 11, 25 Grimm.ohne dativ der person: doctor Schnepff hat zu Tübingen uff der cantzel genadet; dann man urlobt all prediger (1548) Ambrosius Blaurer briefw. 2, 759 Schiesz.damit zusammenhängend jemanden einem gnaden 'ihn jemanden empfehlen': Fortunatus sprach zu den knechten und mägten: gnadent uns dem wirt unnd der würtin (die bei dem frühen aufbruch noch schlafen) (v. j. 1509) Fortunatus 60 ndr. 77) danken. mhd. und frühnhd. jemandem gnaden (eines dinges), 'danken, dank sagen', wie aus manchen belegen erkennbar, indem man sich dabei verneigt. daraus folgt nicht, dasz in diesem gebrauch die für gnade, f., angenommene grundbedeutung 'niederlassung', 'das sichneigen, herablassen' noch wirksam ist; zudem lassen andere belege erkennen, dasz das gnaden im aussprechen des dankes geschieht (vgl. zu gnade, f., V). gnaden, 'danken', wird bereits spätmhd. als fremd empfunden und durch nîgen oder danken ersetzt, vgl. Prestel beitr. z. wortersatz im mhd. in: Paul-Braunes beitr. 52, 321: mit manegem vuozvalle gnâdeten si ime sêre Hartmann v. Aue Iwein 5441; nû gnâdet im ûf sînen vuoz ebda 4780; des genâdet er im gnuoc, mit worten und mit muote 5686; daz gnâden wart vil manecvalt, daz er dâ hôrte von in zwein 5101; ich kan iu niht sô verre genâden mit dem munde Gregorius 1387 P.; do das diu frouwe gesach (dasz Daniel dem zwerg si neic tiefe ze gote den kopf abschlug), und gnâdete sînem gebote mit herzen und mit worten Stricker Daniel 1736 Rosenhagen; 'nein!', sprâchen si dô wider in, 'ir sult uns, herre, der geschiht genâden unde danken niht' Konrad v. Würzburg Partonopier u. Meliur 21102; die driten inrun venje machet er vor der túre ... und tet daz mit einem genadene und bevelhene in ire miltekeit ... mit den andechtigen worten H. Seuse dt. schr. 37 Bihlm.; do mit, ir frummen Baszler gmein, sy üch genadet, grosz und klein Thomas Murner geuchmatt 237, 5411 Fuchs; und gnadetend also dem concilio mit groszen danksagen aller eeren, müe und sorgsame, so man von iren wegen ghabt J. v. Watt dtsche histor. schr. 2, 26 Götzinger; (sie) ritten in könig Marchsen hof. da ward herr Tristrant ehrlich empfangen. er gnadet dem könig, und begert, ob er sein bedörfft buch d. liebe (1587) 79b.
14119 Zeichen · 278 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gnadensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gnaden , sw. V. Vw.: s. genāden

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gnaden

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    † Gnaden , verb. reg. act. Gnade erweisen, gnädig erhalten, mit der dritten und vierten Endung der Person. Kinade uns, K…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gnaden

    Goethe-Wörterbuch

    gnaden einmal apokopiert ‘gnade uns (ihm, ihnen) Gott’, als Ausruf der Befürchtung od Drohung [ Soest: ] Die Regentin is…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gnaden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gnaden ist Titel der Fürsten, denen die »Durchlaucht« nicht zusteht: »Fürstliche G.« Ebenso werden die Erzbischöfe und B…

  5. modern
    Dialekt
    gnaden

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    gnaden gnädig sein: dat gnad' di Gott (dafür sei Gott dir gnädig) Reut. 1, 321; im frommen Wunsch für Tote: 'deme god gn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gnaden

193 Bildungen · 191 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

gnaden‑ als Erstglied (30 von 191)

Gnadenbrot

SHW

Gnaden-brot Band 2, Spalte 1405-1406

Gnadenstoß

SHW

Gnaden-stoß Band 2, Spalte 1405-1406

gnadenakt

DWB

gnaden·akt

gnadenakt , m. , ' erweisung, erteilung einer gnade', zu gnade III E; belege aus dem geistlichen bereich fehlen wohl nur zufällig; denkbar w…

gnadenaltar

DWB

gnaden·altar

gnadenaltar , m. , altar mit einem gnadenbild ( s. d. ): die kirche enthält auszer dem gnadenaltar in der capelle ... viele nebenaltäre mit …

gnadenangesicht

DWB

gnaden·angesicht

gnadenangesicht , n. , von gott gesagt; umb so viel mehr lasz blicken dein gnadenangesicht P. Fleming dt. ged. 1, 4 Lappenberg. —

gnadenantlitz

DWB

gnaden·antlitz

gnadenantlitz , n.; ... zürnst du nun ewiglich? verbirget gantz und gar dein gnadenantlitz sich? Simon Dach 161 Österley. —

gnadenarm

DWB

gnaden·arm

gnadenarm , m. , ' der in huld und erbarmen zum schutze der seele ausgestreckte arm gottes ': da eine glaubige seele sich leget in des himml…

gnadenauge

DWB

gnaden·auge

gnadenauge , n. : bildlich für gottes gnädiges erbarmen gegenüber sünde und not. wie gnadenangesicht, -antlitz häufig in der barockdichtung:…

gnadenbach

DWB

gnaden·bach

gnadenbach , m. , ' strom der göttlichen gnade ': er lasz auf euch mildiglich lauter gnadenbäche regnen Simon Dach 776 Österley; o gott, ...…

gnadenbalsam

DWB

gnaden·balsam

gnadenbalsam , n. : er ( hat ) sieben sacrament verlassen voller gnadenbalsam Fr. Spee güldenes tugendbuch (1649) 556 . —

Gnadenbegabt

Campe

gnaden·begabt

○ Gnadenbegabt , adj . u. adv . von der Gnade oder mit Gnade begabt; besonders im biblischen Sinne. S. Gnade 1). Viel gnadenbegabte Schrifta…

gnadenbeistand

DWB

gnaden·beistand

gnadenbeistand , m. : dasz wir den grundgütigen gott ... um seinen gnadenbeystand andächtig anrufen Neumark neusprossend. t. palmbaum (1668)…

Gnadenbelehnt

Campe

○ Gnadenbelehnt , adj . u. adv . aus Gnade (Gnaden) belehnt, ein Gnadenlehen habend. Davon der Gnadenbelehnte , der aus Gnaden mit etwas bel…

gnadenbelohnung

DWB

gnaden·belohnung

gnadenbelohnung , f. , neben dem häufigeren gnadenlohn ( s. d. ): die inzwischen gestorben und die gnadenbelohnung dafür von dem herrn zu ge…

gnadenberuf

DWB

gnaden·beruf

gnadenberuf , m. , ' berufung, anruf durch die gnade ', von der ewigen wahl gottes, der gnadenwahl ( s. d. ) unterschieden: diesen bleiben g…

gnadenbestallung

DWB

gnaden·bestallung

gnadenbestallung , f. , ' jahressold ', lexikalisch bei Kramer t.-it. 1 (1700) 544 c ; Ludwig t.-engl. (1716) 796 verzeichnet: hat man nicht…

gnadenbeweis

DWB

gnaden·beweis

gnadenbeweis , m. , dasselbe wie gnadenerweis ( s. d. ). ' zuwendung einer gnade ', im 19. jh., älter ist gnadenbeweisung, f, -bezeigung, -b…

gnadenbeweisung

DWB

gnaden·beweisung

gnadenbeweisung , f. , dasselbe: er wurde aber hiedurch mehr zum miszfallen und verdrusz, als einiger gnadenbeweisung gereitzet F. M. Pinto …

gnadenbezeigung

DWB

gnaden·bezeigung

gnadenbezeigung , f. , wie gnadenbeweis(ung) ' zuwendung der gnade ', seit dem 17. jh.: den rath gottes in den mancherlei gnadenbezeigungen,…

gnadenbezeugung

DWB

gnaden·bezeugung

gnadenbezeugung , f. , wie gnadenbezeigung: dasz ich ... mir nichts höhers werde angelegen seyn laszen, als diese grosze gnadbezeugung, mit …

Gnadenbidd'

MeckWBN

Wossidia Gnadenbidd' f. Gnadenbitte: jeder Gefangene hadd' doch noch ne Gnadenbidd' S. Neum. Volksm. 282.

gnadenbier

DWB

gnaden·bier

gnadenbier , n. , als haustrunk gebrautes, steuer- oder abgabefreies bier ( immunitas a collecta cerevisaria Th. Haym jur. lex. [1738] 267 ,…

gnadenbild

DWB

gnaden·bild

gnadenbild , n.; heute allgemein ein heiligenbild, dem wunderbare kräfte zugeschrieben werden, solche gnadenbilder befinden sich an gnadenor…

Gnadenbilder

Meyers

gnaden·bilder

Gnadenbilder , in der katholischen Kirche gewisse Bilder der Jungfrau Maria, ihres Sohnes und einzelner Märtyrer, mit deren Anblick Gott unt…

gnadenbildnis

DWB

gnaden·bildnis

gnadenbildnis , n. , vereinzelt für gnadenbild: die rote kerze habe ich noch mit eigenen augen gesehen, in ihr war das gnadenbildnis der Lus…

gnadenbitte

DWB

gnaden·bitte

gnadenbitte , f. , im rechtsgeschichtlichen schrifttum für die im mittelalterlichen strafverfahren häufig vom missetäter oder anderen person…

gnadenblick

DWB

gnaden·blick

gnadenblick , m. , gnädiger, gütiger blick, gnädiges anblicken, oft auch als umschreibung für den inhalt des blickes, ' gnade, huld, erbarme…

Ableitungen von gnaden (2 von 2)

begnaden

DWB

begnaden , gratia ornare, ignoscere, mhd. begnâden. pass. K. 26, 62. 1 1) gnädig begaben: das wir wissen können, wie reichlich wir von gott …

ungnaden

DWB

ungnaden , verb. , in ungnade bringen, unbeliebt machen: Staub-Tobler 2, 661 ; man wolde sy auch vor ungnaden Stolle thüring. chron. 13 (?).…

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Cotta, M. (2026). „gnaden". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gnaden/dwb?formid=G21173
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Cotta, Marcel. „gnaden". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gnaden/dwb?formid=G21173. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gnaden". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gnaden/dwb?formid=G21173.
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