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Glätte

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Adelung
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10 in 9 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Glätte

Bd. 2, Sp. 700
Die Glätte, plur. inus. außer in der zweyten Bedeutung von mehrern Arten, plur. die -n. 1) Die Eigenschaft eines Körpers, da derselbe glatt, d. i. ohne alle fühlbare Ungleichheiten und Erhabenheiten ist; im gemeinen Leben die Glattigkeit, Glattheit. Die Glätte des Eises, des Spiegels u. s. f. 2) Ein glatter Körper. Besonders ist unter diesem Nahmen die glasartige Schlacke des Bleyes bekannt, entweder weil sie wirklich glatt und fettig anzufühlen ist, oder auch wegen ihres Glanzes, da denn das Wort hier noch seine erste ursprüngliche Bedeutung haben und Glanz bedeuten würde. Die Glätte frischen, im Hüttenbaue, sie wieder zu Bley reduciren, S. Glättfrischen. Die gelbe Glätte ist unter dem Nahmen der Goldglätte, die weiße aber der Silberglätte bekannt, weil erstere den Glanz des Goldes, die letztere aber des Silbers hat. Im gemeinen Leben lautet dieses Wort gemeiniglich Glöth, Glöthe, wodurch Frisch verleitet worden, es von Loth, Bley, abzuleiten, als wenn es aus Gelöthe zusammen gezogen wäre. Im Schwed. heißt die Glätte Glitt, im Franz. Glette, im Böhm. Glet.
1083 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Glätte

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Glätte , plur. inus. außer in der zweyten Bedeutung von mehrern Arten, plur. die -n. 1) Die Eigenschaft eines Körper…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Glätte

    Goethe-Wörterbuch

    Glätte 1 absolut ebenmäßige, makellose Beschaffenheit; auch von ästhet Wirkung a konkr, von natürl od bearbeiteten (Ober…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Glätte

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Glätte , soviel wie Bleiglätte, s. Bleioxyd .

  4. modern
    Dialekt
    Glätte

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Glätte RhWBN glęt [NBerg -də ] Sg. t. f.: nach dem Nhd. In der WEif heisst die Gl.seite des Tierfelles de Gl. (-E-).

  5. Spezial
    Glätte

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Glät|te f. (-) 1 lize m. 2 (Rutschigsein) lize m. 3 (Gewandtheit) eleganza (-zes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glaette

29 Bildungen · 8 Erstglied · 19 Zweitglied · 2 Ableitungen

glaette‑ als Erstglied (8 von 8)

glätteisen

DWB

glaett·eisen

glätteisen , n. , älter auch glatteisen, ein glattes eisernes instrument zum glätten, zu verschiedenen anwendungsbereichen dieses wortes. in…

glätteloch

DWB

glaette·loch

glättloch , glätteloch , n. , öffnung am treibherd, s. auch DWB glättgasse : in das glättloch wird eine rinne, die glättgasse, eingeschnitte…

glätten

FWB

1. ›etw. (eine Unterlage) glätten, mit einem Handwerkszeug glatt machen‹; ütr. auf Personen: ›jn. durch Folter unempfindlich machen‹; mit Ve…

glättenblau

DWB

glaetten·blau

glättenblau , n. , zu 2 glätte, ' mit glätte gefirnisztes blau ': der vordergiebel ist mit gefirnisten oder glettenblau angestrichen staat d…

glätterin

DWB

glaett·erin

glätterin , f. 1) wie glätter 1, als berufsbezeichnung: glätterinn foemina laevigans Stieler (1691) 663 ; ' plätterin ' schweiz. id. 2, 654.…

glättern

DWB

glat·tern

glättern , vb. , sich glänzend aufputzen, schmücken, iterative weiterbildung zu glätten: ( die frauen ) schminken, poliren, glentzern und gl…

glaette als Zweitglied (19 von 19)

AALGLÄTTE

DWB2

aal·glaette

DWB2 AALGLÄTTE f. : DWB2 DWB2 1876 aalglätte des diplomaten E. v. Hartmann ges. stud. 201. 1885 Bismarck reden 11,160 K. Mantey

goldglätte

DWB

gold·glaette

goldglätte , f. , älter auch n., vgl. 2 glätte teil 4, 1, 4, sp. 7740 f. name für ein rötliches bleioxyd, die bleiglätte, vgl. DWB goldglätt…

kaufglätte

DWB

kauf·glaette

kaufglätte , f. im hüttenbau, glätte für den kauf, handel, verkauf bestimmt, unterschieden von frischglätte. s. kaufblei, kaufschwefel.

Marmorglätte

GWB

marmor·glaette

Marmorglätte für einen durch Farb- u Firnisauftrag gewonnenen, den Eindruck von poliertem Marmor erzeugenden matten Glanz von Wandoberfläche…

Porzellanglätte

Campe

porzellan·glaette

○ Die Porzellanglätte , Mz. — n . 1) Die Glätte, glatte Beschaffenheit des Porzellanes; ohne Mehrzahl. 2) Diejenige Flüssigkeit, in welche d…

schichtglätte

DWB

schicht·glaette

schichtglätte , f. im hüttenbau die glätte, welche in einer schicht, das ist auf einmal von dem blickenden silber abgezogen wird. Adelung.

silberglätte

DWB

silber·glaette

silberglätte , f. silberartige glattheit, concreter anwendung nahekommend mit gen. des gegenstandes: er ( der winter ) macht die welt zur gr…

spiegelglätte

DWB

spiegel·glaette

spiegelglätte , f. zu dem vorigen. als eigenschaft des wassers: friedlich in dem alten bette flieszt das meer in spiegelglätte, heiter läche…

stückglätte

DWB

stueck·glaette

stückglätte , f. , bleiglätte, ein product vom abtreiben des werkbleies: stück- oder frischglätte Muspratt 1, 1615 . —

unglätte

DWB

unglätte , f. , mangel an glätte; holperigkeit: L. Schücking einl. zu Droste - Hülshoff 1, 39 . die übertragenen bedd. können wie bei uneben…

vorschlagglätte

DWB

vorschlag·glaette

-glätte , f. , vorschlagsglätte, die letzte, silberreiche glätte bei bleiarbeiten Muspratt chemie (1900) 7, 1553 ; vgl. 7 r. —

Ableitungen von glaette (2 von 2)

unglätte

DWB

unglätte , f. , mangel an glätte; holperigkeit: L. Schücking einl. zu Droste - Hülshoff 1, 39 . die übertragenen bedd. können wie bei uneben…