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Politur

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Politur

Bd. 6, Sp. 1391
Politur 1 durch Polieren erreichte Glätte (zu ästhet od funktionalen Zwecken), (Hoch-)Glanz; auch als nomen actionis; öfter ‘P. annehmen’ [betr Tischplatte aus Granit u Tongestein] die wichtigen electrisch-chemischen Naturwirkungen bey dem Contact zweyer verwandten und doch heterogenen, im Werden begriffenen Massen legen sich klar vor Augen, wozu die Fläche und P., die zugleich ein Prunkwerk darstellt, so erfreulich als förderlich ist GWBB23,123,17 Trebra 3.11.12 K wie die natürlichen Edelsteine nachzuahmen, ja an Schönheit zu übertreffen, obgleich an Härte nicht zu erreichen. Kunckel [‘Ars vitraria experimentalis’ (1679)] ist hierüber sehr unzufrieden, weil die Paste zu schwer sei und doch keine rechte P. annehme GWBN12,151,13 Üb:Kunckel [Sprudelsteine] welche eine so schöne P. annehmen, daß man sie für Chalcedon und Onyx halten sollte GWBN9,22,12 JMüllerSammlg daß durch eine schlechte P. das Prisma unsicher geworden sei GWBN2,107,14 FlP 178 Vollkommene P. des Stahls und größte Reinlichkeit der Oberfläche [der Stahlknöpfe] sind die Bedingungen, unter welchen das [Farben-]Phänomen [beim Anlaufen des Stahls] sich am schönsten erweist GWBN52,427,27 Verz optInstr T1,247,18 v 29.9.86 2 übertr; als aufgetragene sekundäre Oberfläche (zu ‘polieren’ 1a); für den eigentlichen Nationalcharakter übertünchende gesellschaftliche Konventionen hätte uns der Verfasser dieses Werckchens [‘Charakteristik der vornehmsten europäischen Nationen’]..nur gezeigt, wie die polirte Nation denn unter allen diesen Lasten und Fesseln lebt..ob noch hier und da unter der P. der Naturstoff hervorblickt; ob der Stoff immer so biegsam war, daß er die P. annehmen konnte; ob die Nation wenigstens eigene, ihrem Stoff gemäße P. hat, oder nicht GWB37,275,13u14u16 FGA Charakteristik europNationen [G/Merck/Schlosser] Syn zu 1 Glanz Glätte Oberfläche zu 2 Firnis Überzug Lydia QuaasL.Q.
1879 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Politūr

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Politūr , plur. inus. der einem Körper durch Polieren ertheilte Glanz.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Politur

    Goethe-Wörterbuch

    Politur 1 durch Polieren erreichte Glätte (zu ästhet od funktionalen Zwecken), (Hoch-)Glanz; auch als nomen actionis; öf…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Politūr

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Politūr (lat.), Glätte, Glanz (s. Polieren ); auch übertragen soviel wie äußerer Schliff.

  4. modern
    Dialekt
    Politur

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Politur [Pòlitýr Fisl. Obhergh. Str. ; Politýr Steinb. b. Sennh. ] f. Politur, Schellack und Weingeist.

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Wortbildung

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Zerlegung von politur 2 Komponenten

poli+tur

politur setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

politur‑ als Erstglied (1 von 1)

Politurleisten

Meyers

politur·leisten

Politurleisten , Holzleisten zu Bilderrahmen, die ähnlich wie Goldleisten dargestellt werden, aber zuletzt einen Anstrich erhalten, der sie …