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politur

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

politur f.

Bd. 13, Sp. 1981
politur, f. , aus lat. politura. 11) das polieren und die dadurch bewirkte (äuszere oder innere) glättung: politur der steine, des marmors. Chemnitzer bergmännisches wörterb. 388b. Jacobsson 3, 276b; besonders legte man groszen werth auf die politur vertiefter stellen (geschnittener steine). Göthe 30, 244; die schöne politur, die er (kalksinter) annimmt. 51, 19; härte oder weichheit, fähigkeit der politur. A. W. Schlegel vorles. 1, 148, 33 neudruck (politurfähigkeit Oken 1, 186); auf der metallenen oberfläche (des spiegels) hatten sich hier und da grosze rostflecken angesetzt, wodurch die helle politur desselben entstellt war. Musäus (1815) 1, 132; dadurch (durch den ablasz) erhielt er die politur seines gewissens so rein und unbefleckt, dasz auch kein sündlicher hauch daran haften konnte. 1, 94; wenn die helle politur einer reinen weiblichen seele von dem roste der eitelkeit nicht wäre angefressen worden. 4, 147; von Athen erhielten alle Römer von stande ihre ausbildung und politur. Wieland Hor. briefe2 2, 154; hätte uns der verfasser .. nur gezeigt, wie die polirte nation .. lebt, .. ob noch hier und da unter der politur der naturstoff hervorblickt; ob der stoff immer so biegsam war, dasz er die politur annehmen konnte; ob die nation wenigstens eigene, ihrem stoff gemäsze politur hat oder nicht. der j. Göthe 2, 461; wie meiszelten, wie feilten sie die natur, bis sie ihr grund ertheilten zur politur. Thümmel werke (1839) 8, 46. 22) der auf das zu polierende holz durch reibung aufgetragene firnisartige überzug. Karmarsch 2, 861.
1578 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Politūr

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Politūr , plur. inus. der einem Körper durch Polieren ertheilte Glanz.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Politur

    Goethe-Wörterbuch

    Politur 1 durch Polieren erreichte Glätte (zu ästhet od funktionalen Zwecken), (Hoch-)Glanz; auch als nomen actionis; öf…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Politūr

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Politūr (lat.), Glätte, Glanz (s. Polieren ); auch übertragen soviel wie äußerer Schliff.

  4. modern
    Dialekt
    Politur

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Politur [Pòlitýr Fisl. Obhergh. Str. ; Politýr Steinb. b. Sennh. ] f. Politur, Schellack und Weingeist.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit politur

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Zerlegung von politur 2 Komponenten

poli+tur

politur setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

politur‑ als Erstglied (1 von 1)

Politurleisten

Meyers

politur·leisten

Politurleisten , Holzleisten zu Bilderrahmen, die ähnlich wie Goldleisten dargestellt werden, aber zuletzt einen Anstrich erhalten, der sie …