Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Politur
Politur
polieren Vb. ‘glänzend machen, blank reiben, Unebenheiten beseitigen, schleifen, glätten’, mhd. polieren, entlehnt, wohl unter Einfluß von gleichbed. afrz. (frz.) polir, aus lat. polīre ‘glätten, feilen, abputzen, tünchen’. Zunächst (mhd.) ‘Steine glätten, Metalle und andere Werkstoffe schleifen’, übertragener Gebrauch im Sinne von ‘verschönern, verfeinern’ setzt im 16. Jh. ein und nimmt in der 2. Hälfte des 18. Jhs. zu, wahrscheinlich nach dem Vorbild von frz. polir, das solche Verwendungen seit dem Afrz. kennt. Politur f. ‘Glätten, Schleifen, Schliff’ (Anfang 18. Jh.), übertragen ‘Glanz, Verfeinerung’ (Mitte 18. Jh.), lat. polītūra.