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Geldbeutel

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Geldbeutel

Geldbeutel

Geld n. ‘Zahlungsmittel’ in Form von Münzen und Banknoten, ahd. gelt (um 800), asächs. geld ‘Bezahlung, Vergeltung, Lohn, Opfer’, mhd. mnd. mnl. gelt ‘Bezahlung, Vergütung, Zahlung, Schuldforderung, Preis, Zahlungsmittel’, afries. jeld, aengl. gield ‘Opfer, Zahlung, Abgabe, Tribut, Vergeltung, Bruderschaft’ (s. Gilde), anord. gjald ‘Bezahlung, Lohn, Strafe, Steuer’, got. gild ‘Steuer, Zins’, germ. *gelda- ist ein Verbalsubstantiv zu dem unter gelten (s. d.) behandelten Verb. Es gehört anfangs in die kultische und rechtliche Sphäre und bedeutet ‘Opfer, Buße, Tribut’, eigentlich ‘das, womit man Opfer, Buße erstatten, entrichten kann’, begegnet später im wirtschaftlichen Bereich für ‘Abgabe, Zahlung’ (in Zusammensetzungen wie Brücken-, Wege-, Kost-, Lehr-, Schulgeld bewahrt) und bezeichnet schließlich das, ‘was als Zahlungsmittel dient’. Vom 14. Jh. an nimmt Geld allmählich seine heutige Bedeutung ‘gesetzliches Zahlungsmittel’ an. Neben der Schreibung mit -d im Nhd. (aus flektierten Formen des Mhd.) hält sich auslautendes -t bis ins 17. Jh., in Entgelt (s. gelten) bis heute. Im 17. Jh. wird der Plur. Gelder ‘für einen bestimmten Zweck vorgesehene größere Geldsumme, feste Beträge’ gebildet. Da sich im Gebrauchswert des Geldes der Wert aller anderen Waren ausdrückt, gewinnt das Geld eine zentrale Position im gesellschaftlichen und im persönlichen Leben, die sprachlich in zahlreichen Umschreibungen, Entlehnungen, Redensarten und Sprichwörtern ihren Niederschlag findet (s. Blech, 2Kies, Kröte, 2Moos, Moneten, Pinke, Pulver, Zaster; vgl. das liebe Geld, nicht für Geld und gute Worte, Geld haben wie Heu, Geld regiert die Welt, Zeit ist Geld). Nach dem gemünzten Geld kommt Geld in Banknoten in Umlauf, daher Papiergeld n. (Anfang 18. Jh.), nach engl. paper-money (1691) und frz. papiermonnaie (1727). – geldlich Adj. ‘das Geld betreffend, finanziell’ (15. Jh.). Geldbeutel m. ‘Geldbörse, Portemonnaie’ (17. Jh.). geldgierig Adj. (16. Jh.). Geldsack m. ‘Geldbeutel, geiziger Reicher’ (vgl. nl. geldzak) und Geldsäckel m. ‘Geldbeutel’ (16. Jh.). Geldschneiderei f. ‘Wucher’ (um 1700), eigentlich ‘betrügerische Münzbeschneidung’. Geldschrank m. ‘Stahlschrank zum Aufbewahren von Geld und Wertsachen’ (17. Jh.). Geldstrafe f. ‘Zahlung einer festgesetzten Summe als Strafe für eine Rechtsverletzung’ (15. Jh.). Geldsumme f. (Anfang 16. Jh.), älter eine Summe Geldes (15. Jh.).
2391 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gêldbeutel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Gêldbeutel , des -s, plur. ut nom. sing. ein Beutel, Geld darin zu verwahren.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geldbeutel

    Goethe-Wörterbuch

    Geldbeutel Matthäus .. die Falten, die über den Leib geschlagen sind, und der G. geben einen unbeschreiblichen Begriff v…

  3. modern
    Dialekt
    Geldbeutel

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Geldbeutel Band 2, Spalte 2,425f.

  4. Sprichwörter
    Geldbeutel

    Wander (Sprichwörter)

    Geldbeutel 1. Bim Geldbül schedt (scheidet) sik de Fröndskop. ( Westf. ) Böhm. : Pokud mĕšce, potud přítele. – Rádi se m…

  5. Spezial
    Geldbeutel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Geld|beu|tel m. (-s,-) tacuin (-s) m. , bursa (dai scioldi) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geldbeutel

5 Bildungen · 3 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von geldbeutel 2 Komponenten

geld+beutel

geldbeutel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geldbeutel‑ als Erstglied (3 von 3)

Geldbeutelblume

PfWB

geldbeutel·blume

Geldbeutel-blume f. : 'Herbstzeitlose', Geldbeidelblum [ BZ-Münchw ]; vgl. Geldbeutel 2 c. Syn. s. Nacktarsch . —

Geldbeutelwäsche

PfWB

geldbeutel·waesche

Geldbeutel-wäsche f. : in RA.: Jetzt mache mer Geldbeidelwäsch 'vertrinken wir den letzten Pfennig' [ Krieger 8]. Ich hab bald G. 'kein Geld…

geldbeutel als Zweitglied (2 von 2)