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gek

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Gek m.

Bd. 2, Sp. 1063
Gek m. [verbr.] 1.1. Narr, Dummkopf; Person, die sich leicht täuschen, irreführen läßt [Münsterl Hellweg Wal]; spez.: jmd., der sich in den April schicken läßt (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh). — Ra.: För’n Geck hollen verulken, zum Narren halten (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf.). De [] Geck anstiäken dass. (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt || Münsterl). Wan’t denn lewen Här ne Geck maken will, dann lött he ne aolden Mann de Frau starwen sagt man, wenn sich ein älterer Mann eine sehr viel jüngere Frau nimmt (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BocholtBh). Frog min Nober Geck, dä lüget so guot as ek antwortet man einem lästigen Frager (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp || (ähnl.) mehrf. bes. MSauerl). Dat ’r alle Gecken nao fraogen sollen, un diu sollst de oiste suien antwortet man einem lästigen „warum“-Frager (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). — Sprichw.: Jeeden Geck is anders die Menschen sind verschieden (WMWB). Geld is män ’n Dreck; doch well’t nich heff, is’n Geck (Kr. SteinfurtStf RECKELS 89). Graute Bauhnen met Speck; well dat nich mag, is’n Geck (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@MilteMi). Gecken un Kinner segget de Wōarait (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Reim: Hei es en Geck un wäit et nit; / un siet me ’t ’me, dann glöiw’t et nit (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). — 1.2. Spaßmacher (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs), lustiger Bursche (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@SüdlohnSl), alberne Person (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 2.1.
1861 Zeichen · 70 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gekM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    gek , M. nhd. „Geck“, drehbarer Deckel eines Gefäßes, Narr, Tor (M.), Wahnsinniger Vw.: s. erse- Hw.: vgl. mhd. gec (1),…

  2. modern
    Dialekt
    Gekm.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gek m. [verbr.] 1.1. Narr, Dummkopf; Person, die sich leicht täuschen, irreführen läßt [Münsterl Hellweg Wal]; spez.: jm…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gek

701 Bildungen · 674 Erstglied · 27 Zweitglied · 0 Ableitungen

gek‑ als Erstglied (30 von 674)

Gekabbel

WWB

gek·abbel

Ge-kabbel n. [verstr.] 1. Wortgezänk, Streiterei; Stichelei. — 2. Geschwätz. — 3. Hundegebell.

gekacke

DWB

gek·acke

gekacke , n. cacatio. Steinbach 1, 820 . anders aber in gänsegekacke gingritus das.; vgl. DWB gekecke .

gekäfer

DWB

gekäfer , n. coll. zu käfer, nach gewürm gebildet: von allen seiten kroch und schritt das gewürm und gekäfer an ihn heran. Immerm. Münchh. 3…

Gekäffe

WWB

Ge-käffe n. [verstr.] Gekläff, Hundegebell.

Gekäfficht

PfWB

Ge-käfficht n. : ' Spreu ', Gekäwwich (-kewiχ) [SOPf (Nachlaß Heeger )]. — Zu mhd. kaf 'Getreidehülse, Spreu'. Zum Kollektivsuffix -icht s. …

Gekälb

GWB

Gekälb spaßhafte Kollektivbildung zu ‘Kalb’ GWB Tgb 10.9.07 [ Zit s v ge- ] Horst Fleig H. F.

gekälke

DWB

gekälke , n. kalkwerk: von den häusern kein gebälke, von den mauern kein gekälke. Rückert 72 .

Gekälle

RhWB

Ge-källe jəkęl, –ę·l. Sg. t. Berg n.: Geschwätz, Gerede; dat es doch en domm G.; die kommen met G. en't Hus; mak nich son G.; en't G. kommen…

gekällig

RhWB

ge-källig Eup , Elbf Adj.: gesprächig.

gekällisch

RhWB

ge-källisch -kęlš Klev , Lennep-Radevormwald , Elbf : aufgelegt zum Reden, geschwätzig.

Gekämme

Campe

Gekämme , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

gekämmer

DWB

gekämmer , n. coll. zu kammer ( s. DWB kammer 8, a ): des ohrs kunstreiches gekämmer. Kosegarten Jucunde 116 .

Gekämms

RhWB

Ge-kämms Allg. Sg. t. n.: 1. das lästige, schlechte Kämmen 1, 2. — 2. das Zusammengeharkte.

Gekämmsel

RhWB

Ge-kämmsel: dass. Bernk-Longkamp , Schleid-Hellenth , Köln , Aach-Eilend , Geilk-Beeck , Heinsb-Millen (-·m.-).

gekämmt

DWB

gekämmt , mit einem kamm versehen, cristatus ( vgl. DWB kämmen 2, f ): hat ein fleisch wie die gekämpt meerlerchen. Forer fischbuch 3 b . au…

gekämpfe

DWB

gekämpfe , n. luctatio, certatio Steinbach 1, 826 ; die leute des gezenks und gekempfs uber der schrift sind müde worden. Luther zwo predigt…

Gekäppelße

WWB

Ge-käppelße n. Riemenwerk am Dreschflegel ( Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil) Wal Bh).

Gekärms

PfWB

Ge-kärms n. : 1. 'dauerndes Kranksein'. Der hot e Gekäʳms [ KU-Kaulb NW-Haßl ]. — 2. 'unablässiges Bitten' [ NW-Haßl ]. — Zu PfWB kärmsen . …

Gekäsche

RhWB

gek·aesche

Ge-käsche -kęš Goar-NGondershsn Sg. t. n.: Frucht auf der Brachflur, Runkelrüben, Kolraben, Kohl.

Gekäuze

RhWB

Ge-käuze jəkȳtsə Gummb Sg. t. n.: verächtl. unordentliches, schlechtes, minderwertiges Zusammenhängendes, Beisammenstehendes; dat G. (schlec…

Gekakel

MeckWB

Wossidia Gekakel n. Gegacker, albernes Gelächter Mi 26 a . Dä. 147 a . Me. 2, 330.

gekakele

DWB

gekakele , n. fortgesetztes kakeln, schwatzen: an die stelle des inländischen weisen ungezwungenen tones ist das französische gekakele getre…

Gekalle

WWB

gek·alle

Ge-kalle n. [verstr.] Geschwätz, Unterhaltung ( die krfr. Stadt Hagen Hag die krfr. Stadt Hagen@Hagen Hg ), Gerede ( WmWb ).

gekallen

KöblerMhd

gek·allen

gekallen , sw. V. nhd. schwatzen, singen, krächzen Q.: LexerN (vor 1431) E.: s. ge, kallen (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 185 (gekallen)

gekammet

KöblerMnd

gek·ammet

gekammet , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. gekemmet

gekantelet

KöblerMnd

gekantelet , Adj. nhd. kantig, mit Kanten versehen (Adj.), mit Ecken versehen (Adj.) E.: s. ge, kante L.: MndHwb 1/2, 46 (gekantelt), Lü 113…

gekantelt

KöblerMnd

gekantelt , Adj. Vw.: s. gekantelet*

gekantet

GWB

gekantet kantig (zu Bauteilen) zugehauen, zugeschnitten zur Rechten ein ernstes Holzgebäude nach ältester Art .. mit Säulen von Baumstämmen,…

gek als Zweitglied (27 von 27)

Aksemeªkergek

WWB

aksemeaker·gek

Akse-meªker-gek. Allmannsgekk ( Kr. Ahaus Ahs Kr. Ahaus@Alstätte Al , WWB-Source:2:Abeler Abeler ); Allermannsgekk ( die krfr. Städte Dortmu…

Aprilgek

WWB

april·gek

April-gek ⟨ Aprils- (Mark, KSauerl), daneben Aprill- ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor die krfr. Städte Dortmund, Cas…

Blō¹megek

WWB

blome·gek

Blō¹me-gek Blumenfreund ( Kr. Grafschaft Bentheim Ben Kr. Grafschaft Bentheim@Niedergrafschaft Bentheim Ng , Kr. Recklinghausen u. die krfr.…

Eªtegek

WWB

Eªte-gek m. [Wal] Iättegeck ( Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil) Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil…

ersegek

KöblerMnd

erse·gek

ersegek , M. nhd. Erznarr E.: s. erse (6), gek L.: MndHwb 1, 605 (ersegek) Son.: örtlich beschränkt

Fastawendgek

WWB

fastawend·gek

Fast-awend-gek m. [verstr.] 1. jmd., der sich zu Fastnacht verkleidet und um Gaben bittend umherzieht. — Ra.: De Jung süht ut äs ’n Fastaobe…

Fastnachtgek

WWB

fastnacht·gek

Fast-nacht-gek m. [verstr. Mark] jmd., der sich zu Fastnacht verkleidet und um Gaben bittend umherzieht.

Frūelǖdegek

WWB

Frūe-lǖde-gek m. [Ahs] Mann, der ständig Mädchen, Frauen umwirbt. — Sprichw.: Froulögeck mag kin Speck ( Kr. Ahaus Ahs Kr. Ahaus@Vreden Vr |…

Jungengek

WWB

jungen·gek

Jungen-gek m. [verstr.] 1. Mädchen, das gern mit Jungen spielt. — 2. Mädchen, das sich gern mit Jungen abgibt, das den Jungen nachläuft.

Kindergek

WWB

kinder·gek

Kinder-gek m. [verstr.] Kindernarr, -freund. — Ra.: Sünte Klaos is wall ne Kindergeck, owwer kinne groote Löö Narr das geht zu weit ( WmWb |…

kladdergek

WWB

kladder-gek Adj. total verrückt ( Kr. Olpe Olp Dh).

kniᵉtergek

WWB

kniᵉter-gek Adj. völlig verrückt ( Kr. Olpe Olp Dh).

Koffigek

WWB

Koffi-gek m. Person, die gerne Kaffee trinkt ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Al).

Lǖdensgek

WWB

luden·s·gek

Lǖdens-gek m. [ Kr. Halle Hal Kr. Bielefeld Bie Kr. Beckum Bek Wie] 1. Junge, der gerne mit Mädchen spielt. — 2.1. verliebter Mann ( Kr. Hal…

Mǟrtengek

WWB

maerten·gek

Mǟrten-gek m. [verstr.] 1.1. gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus). — 1.2. Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus). — 2. Märzbecher, Knot…

Mōdengek

WWB

moden·gek

Mōden-gek m. Modenarr ( Kr. Beckum Bek Kr. Beckum@Vorhelm Vh ), in Bezug auf Kleidung wählerische Person ( Kr. Olpe Olp Rp).

Schǟpergek

WWB

schaeper·gek

Schǟper-gek m. Zeichen, durch welches das Betreten eines Grundstücks, Feldes oder einer Schonung untersagt wird (Frbg.) ( Kr. Unna u. die kr…

stāpelskgek

WWB

stapelsk·gek

stāpelsk-gek Adj. [WMünsterl] total verrückt, übergeschnappt. ⟨ stāpel(s) - ⟩ ¶ Vgl.→ WWB stābel .

Wichtergek

WWB

wicht·er·gek

Wichter-gek m. [ Kr. Steinfurt Stf Kr. Tecklenburg Tek Kr. Beckum Bek Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Alt] Junge, der am liebsten mit Mädchen spielt; …

Wīwergek

WWB

Wīwer-gek m. Mann, der Mädchen nachläuft (Frbg.) ( Kr. Steinfurt Stf Oc).

Wurstegek

WWB

wurst·e·gek

Wurste-gek m. [Hellweg] Holzstock mit durchgesteckten Querhölzern, woran die Würste zum Trocknen, Räuchern und Aufbewahren aufgehängt werden…