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gecken

mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
19 in 14 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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21
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29

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

gecken

Bd. 3, Sp. 96
Wossidia gecken jecken zum Narren halten, foppen, im Red. Ost. stets betrügen: 'My dunkt ick kan dy doch nicht ghecken' 1475; 'Dat ik se gheckede myt der wichte' 1587; 'O Sammit, Sammit, O wo lestu dy doch gecken, Dat du so schimplick must den vulen Ers bedecken' Laur. Schg. 2, 711; He ... wart van jederehn noch jeckt (gefoppt) Babst 1, 84; hei dacht, em jeckt de Drom H. Schröd. Buerh. 3, 101; kommt ein Knecht beim Korneinfahren mit seinem Fuder nicht rechtzeitig zur Scheune, nimmt dei Afstaker, wenn hei den Knecht jecken will, 'n Bessen mank dei Bein un ritt vör dat Fäuder vörup Wo. Ernt. 28; Wo. erhielt einst von einer Frau, die er ausfragte, zur Antwort: ick glöw, Sei willen mi jecken WaWaren@Hohen WangelinHWang; absol.: dat (der Spottreim) is so tau 'n Jecken RoRostock@BörgerendeBörg; dei Herr von Sausewind ... Hullert un bullert, reckt un jeckt Seem. And. 40; mit em drunken, jökelt un jeckt (gespaßt) H. Schröd. Buerh. 1, 123; rezipr.: sei wullen sick gecken MaMalchin@GranzowGranz. Zs. begecken. Mnd. gecken. Br. Wb. 2, 494; Dä. 147a.
1000 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gëckenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    gëcken swv. vexare, trufare, subsaunare Voc. 1482 ;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    geckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    gecken , sw. V. nhd. „gecken“, narren, zum Narren haben, Gespött treiben, verspotten, necken, täuschen ÜG.: lat. subsann…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gêcken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Gêcken , verb. reg. act. im gemeinen Leben einiger Gegenden, vexiren. Jemanden gecken oder ausgecken, seiner Schwachheit…

  4. modern
    Dialekt
    gecken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    gecke n [kèkə Bisch. ] an g. anstossen ( mit einem Glas Wein).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gecken

38 Bildungen · 31 Erstglied · 5 Zweitglied · 2 Ableitungen

gecken‑ als Erstglied (30 von 31)

geckenabc

DWB

gecken·abc

geckenabc , n. erster unterricht oder unterrichtsbuch in der geckerei: ich werde gewiss noch das gecken ABC müssen herfürbringen und euch du…

Geckengarn

RhWB

gecken·garn

Gecken-garn Dür n.: in der RA.: G.əwerk (Wortsp. mit Werk u. Werg) git G.

geckenhaft

DWB

gecken·haft

geckenhaft , jetzt geltend für das veraltete geckisch, nach art eines gecken: seine grauen haare schmückt er ( Hafis ) mit der liebe Suleika…

geckenhaus

DWB

gecken·haus

geckenhaus , n. narrenhaus: man solte dich narren ins geckenhaus bringen. ped. schulfuchs 193.

Geckenklör

RhWB

Gecken-klör Köln f.: Farbe der Narren. RA.: G. es gel un grön; rut un wiss, dat steiht schön.

geckenkopf

DWB

gecken·kopf

geckenkopf , m. narrenkopf: die beutel sind geckenköpfe geworden, die von auszen blinken und inwendig leer sind. Fr. Müller 2, 18 . niederd.…

geckenkrieg

DWB

gecken·krieg

geckenkrieg , m. nannte man den bauernkrieg im obern Elsasz ( s. unter geck 6, a ), vermutlich mit übernommen aus der zeit der Armagnacs: de…

geckenland

DWB

gecken·land

geckenland , n. narrenland, gedacht als ein irgendwo, nur unfindbar vorhandenes land: dasselb nennt er ( Gardinerus ) individuum vagum .. es…

geckenorden

DWB

gecken·orden

geckenorden , m. narrenorden: der geist des geckenordens war unstreitig, dasz .. alle sich in brüder von gleichen kappen verwandelten und nu…

Geckenpferd

Wander

gecken·pferd

Geckenpferd Ein Geckenpferd reiten. – Henisch, 938, 29. D.i. »er ist vbermannet, vberherret, überweibt.« Lat. : Mala asina vehitur. ( Binder…

Geckenpitt

RhWB

gecken·pitt

Gecken-pitt Schleid-Hellenth m.: Polka, nach der Melodie des preussischen Zapfenstreiches.

Geckenstolz

Campe

gecken·stolz

○ Der Geckenstolz , des — es , o. Mz . der Stolz eines Gecken, ein lächerlicher Stolz. — I seiner Brust erwachte Der Geckenstolz . — Pfeffel…

Geckentöne

RhWB

Gecken-töne -tȳ:n Dür Pl.: in der RA.: Gel (gelb) on grön sen G.

Geckentoll

RhWB

gecken·toll

Gecken-toll : 1. -dǫl  Adj. total verrückt Geld-Aldekerk . — 2. -dləkəs Pl. Schneeglöckchen Mörs-Rumeln .

Geckenwerk

Wander

gecken·werk

Geckenwerk 1. Geckenwark gitt Geckengarn. – Simrock, 3123. 2. Et es glatt (gänzlich) Geckenwerk. – Firmenich, I, 407, 405.

gecken als Zweitglied (5 von 5)

ausgecken

DWB

aus·gecken

ausgecken , illudere, zum narren haben: verlachet und ausjäcket. Simpl. 1, 176.

begecken

DWB

beg·ecken

begecken , infatuare, zum narrn, zum besten haben, nnl. begekken, Stieler 621 ; einen filz begeckte einer mit diesen worten. Zinkgr. 2, 71 ;…

vergecken

DWB

ver·gecken

vergecken , verb. mit geckereien verbringen: seine zeit vergecken. Heinsius 4, 2, 1291 . vgl. vergecksen, auf kindische art verthun Schmidt …

vörgecken

KöblerMnd

vörgecken , sw. V. nhd. „vergecken“, sich betören Hw.: vgl. mhd. vergecken E.: s. vör, gecken? W.: s. nhd. (ält.) vergecken, sw. V., mit Gec…

Ableitungen von gecken (2 von 2)

begecken

DWB

begecken , infatuare, zum narrn, zum besten haben, nnl. begekken, Stieler 621 ; einen filz begeckte einer mit diesen worten. Zinkgr. 2, 71 ;…

vergecken

DWB

vergecken , verb. mit geckereien verbringen: seine zeit vergecken. Heinsius 4, 2, 1291 . vgl. vergecksen, auf kindische art verthun Schmidt …

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APA
Cotta, M. (2026). „gecken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gecken/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „gecken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gecken/meckwb. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gecken". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gecken/meckwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_gecken_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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