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gebrest

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gebrest m. n.

Bd. 4, Sp. 1860
gebrest, gebreste, gebresten, m. n. gleich gebrech, gebrechen, subst. verb. zu gebresten gleich gebrechen, ein im laufe der nhd. zeit absterbendes, endlich erstorbenes wort, das aber in unserm jahrh. wieder erweckt wurde. II. Die formen sind, wie die bed. gleichfalls, wesentlich denen von gebrechen gleichlaufend entwickelt, das zu vergleichen ist. I@11) jetzt bekannt ist nur das gebresten, als inf. vom zeitwort gemeint, als gewählte, seltene nebenform von das gebrechen, das selbst nur später für das masc. gebreche eingetreten ist (sp. 1840), und allgemein bekannt blosz seit und durch Schillers gebrauch im Tell (II, 5, a). denn wie sehr das wort den Mittel- und Norddeutschen entrückt war, obschon es auch in md. rede sich noch findet als volkswort (s. II, 4, d), das sieht man daran, dasz noch Adelung, selbst Campe, das ganze wort, auch das zeitwort, nicht aufführen, und schon früher im 18. jh. Steinbach, Schmotther, Kirsch nicht; nur beiläufig gibt es noch Ludwig unter gebrechen, Rädlein 326b als landschaftlich, auf gebrechen verweisend, Adelung nur gebrest als alt unter bresthaft; Aler 427b kennt blosz brest mangel, bresten deficere, bresthaft. die Oberdeutschen kennen es freilich auch im 18. jh. noch, wie der Schweizer Denzler, der doch auch nur das zeitwort beiläufig gibt ('gebresten, s.manglen' 2, 123a); auch Frisch 1, 135c kennt es nicht blosz aus den alten wörterbüchern, behandelt es aber gleichfalls als veraltet, er war ja Norddeutscher geworden. selbst im 17. jahrh. nennt es zwar der Thüringer Stieler 236, aber auch Oberdeutsche, wie M. Krämer, geben nur brest (s. 2, b) und bresthaft, selbst im anfang des jahrh. so Schönsleder II 6a (anders Henisch), d. h. es war ganz durch gebrechen verdrängt, den Oberdeutschen nur in ihrer gestutzten form geläufig (s. 5). so ist das wort durch Schiller wieder auferweckt worden (nicht ohne eingeschlichnes misverständnis, s. II, 5), der übrigens durch einen Schweizer, Tschudi dazu veranlaszt war, obwol es ihm aus der heimat bekannt sein muszte (s. u. 5). es ist aber ein bruchstück ohne halt, da ihm im bewusztsein das zeitwort fehlt, denn an bersten, das eigentlich dazu gehört (vgl. gebirste unter 6) kann man nicht mehr denken. schon im 16. jh. übrigens macht z. b. Luther keinen gebrauch davon, obwol es sich früher auch bei mitteld. schriftstellern findet. I@22, I@2@aa) die alte vorherschende form ist vielmehr der gebreste (wie der gebreche), mhd. und auch nhd., ahd. gewiss nur zufällig blosz in einfacher form bezeugt bresto defectus, detrimentum Graff 3, 274, das auch mhd. als breste und oberd. bis in neue zeit galt, neben gebreste hergehend, wie im zeitwort bresten neben gebresten. I@2@bb) neben dem m. bestand übrigens ahd. auch ein fem. bresta, von der hochzeit zu Cana heiszt es: thes wînes ist in bresta. Otfr. II, 8, 14 (alts. thô im thes wînes brast Hel. 2012); und das könnte wol noch nhd. vorliegen im folgenden: dieses wasser ist eine sonderliche herz- haupt- und hirnstärkung, benimmt alle breste und kälte derselben. Hohberg 3, 1, 551b; wirklich gibt im 17. jh. M. Krämer teutsch-it. wb. 297b brest f., mangel, gebrechen (im nl. wb. 2, 46a ohne geschlecht), vgl. auch niederd. brast f. beschwerde Schamb. 32b (vgl. II, 4, e), mnl. ghene berste hebben, keinen mangel Oudemans 1, 543. I@2@cc) nhd. auch im nom. gewöhnlich gebrest oder gebresten, doch auch noch voll: gebreste, defectus. Dasyp. 308d, während er das. und 69b daneben setzt: defectio., ein abfal, mangel, gebresten (aber als m.). dagegen Maaler 159d gibt nur der gebrästen, daneben der gebräst. im acc. z. b.: ir habt mir meinen gebresten gesaget. buch d. liebe 290a. I@33) ein wirklich starkes gebrest m. bestand aber mhd. (wb. 1, 258a), gewiss schon ahd., wie ja auch altn. brestr m.; doch fehlt es in den wörterbüchern noch an einem gen. gebrestes, dat. gebreste, pl. gebreste, und die belegstellen lassen auch das n. zu (s. 4), der dat. aber: von gebreste der spisen Closener 39, 51; das m. ist gesichert durch deheinen brest Lanz. 8072, sôgetânen gebrest Augsb. stadtb. s. 214, vgl. gebrist m. unter 6, schon im 11. jh. disin gibrist II, 1, c. s. auch nhd. brest m. als acc. oben II, 372. vgl. auch das gepreste acc. bei Suchenwirt unter II, 1, b. I@44) ein neutr. gebrest, das noch nicht verzeichnet ist, findet sich doch auch hier, wie bei gebrech (I, 4); so noch jetzt landschaftlich das gebräst (II, 4, e), und schon mhd. in grôʒ gebrest machen Rothe rittersp. 3899 (s. II, 3, c), auch wenn in der gold. schmiede 4057 für ob an ir ougen sî gebrest die Münchner hs. aus dem 14. jahrh. sint gebrest setzt (obwol das auch gekürztes gebreste plur. m. sein könnte). dagegen kann ich ein neutr. gebresten, das auch mit diesem n. gebrest durchaus nicht eins wäre, vor Schiller nicht finden, auszer: 'brest, gebresten, das, vitium, defectus' Stieler 236, der es doch im beispiel gleich darauf (s. II, 6 a. e.) selbst als m. behandelt; wenn Pfeiffer im Jeroschin s. 154 einen dat. gebristen auf das heutige sprachgefühl hin zweifellos als n. ansetzt (und danach Lexer), so bedarf das weiteren beweises, dasz es nicht der dat. zu gebreste m. ist; vgl. unter gebrechen I, 3 sp. 1840. I@55) oberd. erscheint gebreste um das ge- verkürzt, mit dem ursprünglich einfachen breste sich begegnend, doch erkennbar an p- für gb- (s. sp. 1606 fg.): natürlicher präst. Zwingli u. II, 4, d, er braucht doch zwischendurch gebresten (dat.) touf p ija, von der erbsünde; präst, mangel, kein prästen noch mangel haben, plur. die prästen. Maaler 319d; präst, gebräst, vitium. das., wonach er sich des p- gleich gb- bewuszt war (das ä drückt das tiefe, gebrochne ë aus). so noch bei Wieland brieflich: hilf mir nur treulich, bruder, dasz der Merkur immer mehr eingreifendes in den gegenwärtigen moment unsrer zeit, unsrer sitten .. unsrer narrheiten und mancherlei presten bekommt. an Merck in dessen briefs. 2, 144, vom j. 1778, vgl.presthaft unter gebresthaft. beides war dort als canzleiausdruck geläufig geblieben, und Wielands gebrauch ist so gemeint. I@66) ältere nebenformen sind: gebrust (s. d.), gleich gebruch mangel, das sich mit seinem vocal zum part. gebrosten stellt, wie gebreste zum praes.; eigen aber auch gebrist m., so md. oft bei Jeroschin (s. Pfeiffer s. 154, vgl. unter II, 1, d), wie brist (: ist) Herb. 14154, aber auch oberd. schon im 11. jahrh. gibrist, s. II, 1, c, d. h. ohne brechung des vocals, wie eben in gebrust (und nord. brist u. 7), während ein gebrich für gebrech nicht da ist (wol aber gebroch für gebruch); vgl. entsprechende abweichungen im praesensvocal beim verbum I, b. noch im 16. jh. gebrist leiden: solches alles ist umb geld verkauft, des ich gebrist musz leiden und kein pfennig han. Glaser, phasma Frischlin. 1, 2. Am bemerkenswertesten gebirste, d. h. mit dem umsprung des r wie in bersten, der sonst nur nd., nl. ist, aber hier schwäb. im 14. jh. (Lexer 1, 760): und wAer daʒ daʒ guot ze Aphelsteten gewst und zergengt würd .. so sol ain ieglicher kircherr (dem das gut jährliche leistungen schuldet), der also dar an gebirsten het (davon nicht befriedigt würde), die selben zehen schöffel .. nemen usz dem zehenden ze Eglingen. mon. Zoll. 1, 255, vom j. 1384, nachher doch ebenda: ob im dar an gebrAest, gebräche. Auch die form mit dem vocal des praet. fehlt nicht, brast, doch mit eigner entwickelung, s. II, 4, f. I@77) auszer dem hd. findet sich nur im nd. gebiete: mnl. berste defectus Dief. 169c, Oudemans 1, 543 (fem., wie es scheint, s. 2, b); mnd. dagegen nur burst, borst, mangel, abbruch, wie hochd. gebrust, bruch, s. Schiller u. Lübben 1, 399b; es musz aber im nd. gebiete überhaupt früh eingegangen sein, wie das zeitwort. nordisch dagegen bis heutzutage jenes, wie dieses und zwar der hd. form näher als der niederd.: altn. brestr m., mangel, norw. brest Aasen 79a, schwed. brist, n. brist und bröst. IIII. Gebrauch und bedeutung. II@11) der gebreste ist eigentlich ein bruch, der einen schaden mit sich bringt, wie gebreche; dann schaden, lücke u. ä. II@1@aa) so im eigentlichsten sinne noch im 15. jahrh.: bruch oder geprest, als ein schart an einem ding, fractura. voc. 1482 e iijb. mhd. z. b. in einem schwerte, gleich scharte, lücke, s. die stelle aus Tristan unter gebrech II, 1, e, wo auch das ausgebrochene stück selbst, daʒ vertâne stücke, noch ebenso der gebreste heiszt; ist doch das letztere auch noch jetzt zu erkennen in bair. brästen plur., bruchstücke, z. b. zerbrochene, zerbröckelte kohlen Schm. 1, 266, während fürs ahd. blosz die bildliche bedeutung defectus bezeugt ist (I, 1), ein handgreiflicher beweis, wie dürftig gerade nach der sinnlichen seite die ahd. aufzeichnungen sind. auch im nord. liegt diese noch wolerhalten vor, dennn. brist, norw. brest mangel bezeichnen auch noch scharte, ritze, wie altn. brestr, daneben auch den knall des brechens, wie hd. gebrech und zu gebreste gehörig brast. II@1@bb) das übertreten ins unsinnliche, die schädliche bedeutung eines solchen bruches oder schadens zeigt z. b. folgendes, von der beschädigung einer urkunde: und were, ob dirr insigel (an dem kaufbriefe) ains .. zerbrochen würt .. oder ob disem briefe sus dehainerlay schade oder gebresten zuo fiele ('zufällig' geschähe) oder beschAech von wasser, von fiure .. das alleʒ sol noch mag im (dem käufer) dehainen schaden, kumber (rechtliche verkümmerung) noch gebresten bringen. mon. Zoll. 1, 392, vom jahre 1404, zugleich von der beschädigung des briefes und seines inhabers (wie schade eben auch), den allein ja der gebreste trifft. von diesem gebreste, das so in urkunden oft erscheint, macht ein dichter bildlichen gebrauch, indem er einen freigebigen herren preist, wie zuverlässig seine versprechen waren, gleich 'brief und siegel': wem er mit worten icht verhieʒ, der het der priefe guoten rat (konnte ihrer gut entraten) sein herze (gesinnung) was mit rainer tat insigel und hantfeste (urkunde), dar an nieman gepreste chund erchennen (ausfinden). Suchenwirt 6, 118, wo gepreste doch für geprest stehen musz, mit dem unechten -e z. b. bei Beheim sp. 1848, das sich besonders in Österreich für den reim früh entwickelte (s. greife schon Neidhart 90, 13). vgl. übrigens gebrech II, 1, c in gleichem gebrauch. II@1@cc) daher für lücke, leere stelle, die erfüllt, ausgefüllt werden musz; noch im 16. jh.: cartilago, i. e. knorbel, ist gemacht zuo erfüllen den gebresten der gebein. Gersdorf 3, die stellen wo die knochen enden, zu fehlen anfangen, ganz wie schon im 11. jahrh., von der leeren stelle, die durch den fall Lucifers in der himmelsordnung wurde (vgl. unter kor 3, b a. e.): der selbo, derdir wîsi und almechtig ist, samfti (leicht) irvulter disin gibrist: er gischûf zi der selbin heimi Adam ûʒʒir demo leimin. Diemer ged. 95, 2, Müll. u. Scherer denkm. XXXIV, 7. II@1@dd) ähnlich von der verfinsterung der sonne (wie gebrech III, 3, c): darnâch di sunne leit gebrist, in dem heumânde, sô man list ... an des tagis sechzênder stunt wart dirre gebreche kunt. Jeroschin 186c; daʒ di sunne leit (litt) gebrist an irme schîne. 40b. II@1@ee) schaden überhaupt, z. b. den ein ausgetretener flusz thut: der selbe hof, diu huobe .. gebent .. v müt kernen (als zins) .. âne ein vierteil das gât abe, von dem gebresten, den diu Ture getân hât an den ackern. habsb. urb. 239, 16, wird erlassen wegen, in folge des schadensman sieht wol, wie das herkömmliche hartnäckige festhalten des abstracten 'mangel, fehler' als begriff des wortes das wirkliche verstehen hindert, wie bei gebrechen. II@22) von krankheit, leibesschaden, wie gebrechen sp. 1842 fg., vgl. das zeitwort 3, b. II@2@aa) von krankheit im allgemeinen: mit den selben segen vertreip men ouch meniger hande gebresten unde siechtagen. Straszb. chron. 272, 7; präst, gebräst, krankheit am ganzen lyb oder an besunderen glideren, vitium. Maaler 319d; das gebrännte wasser kann auch zu innerlichen gebresten gebraucht werden. Tabernaem. 1067; ein fast gelerter doctor medicine, der all gebresten an iederman vertreiben und curiren konte. Kirchhof wend. 1, 112b (138 Öst.); mit einem kreutlein .. allerlei gebresten zu heilen. 120a (147). die gebresten des alters, s. gebrechen II, 2, d, vgl. gebresthaft. der gebräst, anlaster, präst, vitium Maaler 159d, während er für mangel gebrästen m. gibt. einen gebresten haben, defectum corporis habere Frisch 1, 135c (vgl. unter c), s. die begriffsbestimmung Zwinglis unter 6, a. II@2@bb) im besonderen von seuchen (wie gebrech): mein vater Burkhart Zingk starb zu Memingen an dem gepresten der pestilenz. Augsb. chr. 2, 135, 15. jh.; kam der gebresten der pestilenz unversehenlich in ain haus zu Mösskirch. Zimm. chron. 2, 455; in diesen reden aber, die in lateinischer sprach beschahen, war ain misverstand, dann die kinderkrankhait bei den arzten im latein haiszt sovil als der hinfallend geprest. 3, 330, vgl.gebrech sp. 1843 (α) von epilepsie. bair. vichpresten, viehseuche Schm. 1, 267, schweiz. bresta m. Tobler 76b, vgl. bei Maaler 319d ein prästen der rinderen, coriago. II@2@cc) der nachweis bei gebrechen, dasz es von wirklichem, sinnlichem brechen, von knochenbrüchigen wunden ausgegangen (zugleich als schaden gedacht), nicht von dem abstracten gebrechen, fehlen, ist hier zur zeit nicht möglich; aber es wird hier ebenso sein, auch die innerlichen gebresten unter a deuten darauf hin, und dasz schweiz., appenz. der bresta, leibesgebrechen, besonders eine äuszerliche krankheit, z. b. einen bruch, bresthaft herniosus bezeichnet, s. Tobler 76b, Stalder 1, 217, vgl. noch im 18. jh. ein bresthafter verstümmelter soldat Adelung 1, 1189. kein wunder übrigens, dasz mans später zu jenem allgemeinen gebrechen hinüberzog, wie denn später gefragt wurde was gebricht dir, was fehlt dir? und ebenso was gebrist dir? II@33) wie gebrechen II, 3, d im rechts- und gemeindeleben, so auch gebreste, gewiss auch mit demselben ursprung, vom rechtsbruch ausgegangen. II@3@aa) übelstand, misstand, eigentlich wol unrecht, verkürzung worüber man sich zu beklagen hat (vgl.gebrech II, 3, c); so ungefähr im folgenden: swär einen êhalten dinget, der mak des niht vertrîben ê ze sînem jâre (ihn nicht vertreiben vor ablauf des dienstjahres), unde mag auh er von im niht chomen ân sîner herschefte willen, eʒ enmüge danne eintwederʒ (eins von beiden) für geziehen sôgtânen gebrest, dâ mit eʒ von dem andern ledik müge wärden. Augsb. stadtb. s. 214, ein derartiges unrecht vorbringen; wir Wenczlaw, von gots gnaden romischer kunig .. zu besorgen und untersteen (verhüten) irrsal, gebresten und schaden, die von .. schedlichen münzen uf erstanden sind .. und wann auch wir küntlichen, merklichen schaden und gebresten gefunden haben an der werung .. Nürnb. chr. 1, 240, nachher dafür groʒ gebrechen und schaden. die begriffe schaden, not, mangel mischen sich von selber ein. II@3@bb) der begriff beschwerde, eigentlich beschwerdegrund, tritt stärker hervor, wie bei gebrech sp. 1845, z. b. im folg.: würde aber ieman mit dem andern darumbe stöszig (im handel), obe pfenninge guot oder nit guote sin solten, die süllent ire gebresten bringen vür die (die wir dazu bestellt). Straszb. chron. 997, 25; fursumetent sich des die vögete zuo tuonde (dem priester ein haus zu geben), so mögent die dorflüte umbe den gebresten die zehende unde andere ire rechte (leistungen, pflichten) inne behaben, unze das der pfaffe do seszhaft wirt. weisth. 4, 145, elsässisch; vgl. Immermann unter 5, b. II@3@cc) hier erklärt sich vielleicht auch folgendes merkwürdige gebrest machen; von einem feldherren, der nicht nach rang und reichthum gewählt wurde, sondern nach wirklicher kriegserfahrung, heiszt es: der dorfte nicht machin grôʒ gebrest, god hulfe em harte schêre (schier, bald). Rothe rittersp. 3899, brauchte gott nicht heftig anzuliegen, eigentlich etwa von leuten, die von ihren gebresten groszes wesen machen? s. auch brast unter 4, e. II@44) mangel, not, womit es zugleich entschieden zu dem bildlichen es gebrist einem übertritt, doch mit der vorigen bedeutung fortwährend sich berührend oder mischend. II@4@aa) gebreste an vorräten, bedürfnissen: dâ was dekein gebreste an spîse und an geræte. Konrad troj. kr. 16388; si heten niht gebresten gegen einigem sporn. Gudr. 1391, 2, von ausrüstung eines heeres, das zum kampfe ausrückt, auch kein gamaschenknopf fehlte ihnen, wie es da wol jetzt heiszt (vergl. rieme so unter gebresten II, 1); do wart gebreste mangerhande dinge .. ein hennenei galt 9 d. u. s. w. Closener 53, 9. nhd.: geprest oder geprech, defectus. voc. 1482 l 8a; der gebrästen, mangel, indigentia. Maaler 159d. aber gebrechen ist da im nhd. bald vorwiegend geworden. II@4@bb) mangel, not aller anderen art, z. b.: aus was gebresten oder aus was ursachen wird euwere farb (miene) in trawrigkeit verwandelt? buch d. liebe 23b, was gebrist, was fehlt euch, dasz .., aus was für not? unter urkunden heiszt es, wenn ein zeuge kein eignes insiegel hat, z. b.: ich Diem von Lichtenfels vergih under der drîer insigel Dietrichs u. s. w., daʒ ich da bi und mit bin gewessen .. brestenhalp des minen. weisth. 1, 388, wegen mangels; auch vollständig gebrestenhalb des meinen Geszler rhet. 40b, ganz wie prechenhalb des meinen unter gebreche III, 1, c. II@4@cc) auch für mangel, not überhaupt gebreste schlechtweg (wie gebreche III, 2 sp. 1847): dâ ist kein gebreste .. goldes überlesteligent dâ berge hôch. jüng. Tit. 4763; der do gibet den armen, dem gebrist nicht, der do verschmeht die bittenden, der wird leiden den gebresten. Nürnb. bibel 1483 305a, spr. Sal. 28, 27, vulg. sustinebit penuriam, bemerkenswert ist dabei der bestimmte artikel. noch im 16. jahrh. gebrist leiden Glaser unter I, 6; gebreste, defectus, penuria. Dasypod. 308d; egestas, mangel, armuot, prästen. Frisius 464a. s. auch dazu das zeitwort II, 2, c. II@4@dd) auch für bedürfnis: das wir mszend geessen und trunken haben, ist ein natürlicher präst. Zwingli touf o iijb, es entspricht dem mir gebrist, ich brauche unter gebresten 3, d. II@4@ee) in Sachsen findet sich volksmäszig das gebräst (mit verlängertem ä) für unglück, z. b. in Roszwein, stimmend zu nd. gebræk in der Altmark 'gebrechen, noth, unglück' Danneil 262a, sodasz es an gebresten sich unzweifelhaft anschlieszt, obwol für beide noch ein mittelglied in der entwickelung fehlen wird; s. auch wetterauisch das gebrest unter f. vgl. für allgemeines unglück landpräst, landgebrest, wie landgebrech sp. 1846: wäre auch sach dʒ landtpräst einfiel (so soll der termin verschoben werden). weisth. 1, 269, schweiz. landpresten plur. 5, 129. II@4@ff) nahe liegt auch das noch landschaftlich geltende brast m. (s. d.), 'herzbrechender kummer' Weigand, schwäb. 'beklemmung', herzensbrast Schmid 91, wie denn auch sonst besonders von herzensbrast die rede ist (II, 308, Stieler 237), sodasz es wirklich ursprünglich den fall bezeichnen könnte, wo eins durch schweres unglück sich das herz wie gebrochen, gebrosten fühlt, diesz dann veräuszerlicht, z. b. im 16. jahrh. noht und brast Vilmar hess. id. 51, vgl.brast f unter I, 2, b. wenn es im Alsfelder pass. 809 heiszt: geschêhe uns der hon, es wêr mer (mir) ouch brast, so könnte da wol auch gebrest stehn, was denn als n. und coll. zu brast auch noch in der Wetterau gehört wird (Weigand). dazu noch schweiz. brästen in kummer leben Stalder 1, 218, rheinisch aber (Kehrein Nassau 94) und hess. sich bresten, sich grämen, auch es brest mich, grämt mich Vilmar 53 (s.brasten 2), was dann im folgenden einen anschlusz findet, s. besonders 5, c; dazu übrigens schon ahd. brestan, praet. brasta, exacerbare, s. Graff 3, 274. II@55) das heutige gebresten n., II@5@aa) zuerst bei Schiller: auf deinem herzen drückt ein still gebresten, vertrau es mir, ich bin dein treues weib. Tell 1, 2 (1804 s. 18). den anlasz dazu gab Tschudi 1, 235b: nun hat (l. het) si gern gewuszt, was im doch gebrest, d. i. gebræste, fehlte; aber Schiller dachte offenbar dabei an das bresten, den brast vorhin, der 'auf dem herzen drückt', und das drückt gleich brestet oder brest (s. Vilmar vorhin) wird noch deutlicher in den worten der Gertrud nachher: denn was dich preszte, sieh das wuszt ich längst (1804 s. 20), wobei vermutlich mehr breste gemeint ist, d. i. 'gebresten machte'; zu diesem preszte kam überdiesz dem sprachgefühle zu statten, dasz man im 18. jahrh. das nun in der luft stehende bresthaft sich ziemlich allgemein in preszhaft umdeutete (das auch z. b. Göthe braucht, s. unter breszhaft), was denn Adelung unter bresthaft zwar berichtigte, aber noch bei Heynatz antib. 1, 273 heiszt es: »bresthaft halten viele für besser als preszhaft, welches einen ausgebreitetern gebrauch für sich hat«, bei den Oberdeutschen zudem unterstützt durch ihre form prest (I, 5, vgl. dort Wieland), schon im 16. jh.: prästhaft, mancus, egenus Maaler 319d. man sieht wol, dasz das misverständnis so gut wie notwendig war. wie bei Schiller gebresten als 'drückend', so schweiz. prast: so bald ein prast mich heimlich drückte, vertraut ich ihn nur seinem schosz. J. J. Spreng zu Drollinger (1743) s. XLIII. II@5@bb) nachher ist es denn wieder in gang gekommen, richtig gleich gebrechen, zumal als willkommenes reimwort: 'wohin wir bei unsern gebresten uns im augenblick richten sollen'. denke nur immer an die besten, sie mögen stecken wo sie wollen. Göthe 4, 326 (zahme xen. IV), er mochte es auch aus der alten canzleisprache kennen; kommt, gläubige, dasz ihr am heilandsodem genest von seelen und des leibs gebresten. Rückert poet. w. 6, 87 (erbaul. u. besch. 2, 78); diese würd'gen tugendfesten widersacher sollen erben all mein siechthum und verderben, meine sämmtlichen gebresten. H. Heine romanzero 199. dann auch in prosa: eines friedensrichters .. der ähnliche gebresten über die kurzsichtigkeit seiner vorgesetzten ihm verstohlen entdeckt .. hatte. Immermann Münchh. 1839 3, 412 (in der 2. ausg. s. 221 doch in gebrechen geändert), wie das über zeigt, als beschwerden gemeint (s. 3, b); dasz nämlich der leib der sichtbare geist ist und die geistigen gebresten sich auch in der körperlichkeit offenbaren. H. Heine verm. schr. (1854) 2, 51; wenn auch nicht der geist, so ist doch der leib des dichters hinlänglich belastet von lähmenden gebresten. 3, 254. II@5@cc) man hat sich aber daraus einen sing. das gebreste entnommen, das nun auch schon in den wbb. auftritt und doch nur eine willkürliche, falsche bildung ist: das gebreste hat viele namen. Heine verm. schr. 2, 231; diese gesteigerte noth ist ein gebreste, das die unwissenden feldscherer durch aderlässe zu heben glauben. 3, 50; ein europäischer krieg .. um dem innern gebreste einige ableitung nach auszen zu bereiten. 3, 48. und dazu gebreste als plur.: wo es sich um gebreste der innern verwaltung Frankreichs handelt. 3, 131. also wie subst. verb. wie gedränge u. ä., veranlaszt vermutlich durch das landschaftliche bresten unter 4, e, das Heine gewiss vom Rhein kannte, wie Dingelstedt, der es gleichfalls braucht, aus Hessen. II@66) auch von sittlichen mängeln und fehlern (s. dazu unter gebrechen III, 4). II@6@aa) mhd.: er hât dich erlôst von allen dînen erbegebresten. Eckhart 452, 39; ich befant alle die gebresten, die die cristenheit in disen gegenwertigen zîten üebende ist. Nic. v. Basel bei C. Schmidt, Tauler s. 220, nach dem üeben schlechtweg gleich sünden, sündhaftes thun. der genaue begriff war aber ein philosophisch metaphysischer, von den mystikern her (vgl. z. b. Eckhart unter gebrestlichkeit), wie ihn noch im 16. jahrh. z. b. Zwingli vorträgt: die erbsünd ist nütz anders weder der präst von Adamen har .. wir verstand hie durch das wort präst einen mangel, den einer on sin schuld von der purt har hatt oder sust von zuofällen. vom touf o 3b; die erbsünd ist ein präst, der allen menschen an erborn ist u. s. w., der von im selbs nit süntlich ist. o 4a; der erbprest mag uns nit verdammen, sunder wenn wir das gsatzt (gesetz) vor uns sehend und demnach usz der ard des erbprästen wider das gsatzt tuond. 4b. vgl. dazu Melanchthon, Luther unter gebrech III, 3, f. 4, a. II@6@bb) nhd. sonst: defectus .. gebrest vel gebrust, blodikeit (d. h. menschliche schwäche), gebrech. Melber varil. f 2a; die .. leichtfertigen geister, die solch ire gepresten gering achten. Luther ausl. des vat. unsers 1518 C ijb, in den schr. 1, 75a in gebrechen gebessert (Dietz 2, 28a); ir habt mir meinen gebresten gesaget und verwiesen, so musz ich euch den euwern auch sagen, und ist die meinung, dasz ich nicht bin so leichtfertiger rede als ihr. buch d. liebe 290a; diweil du auferstanden bist, so wais ich, das ich werde auch erstän aus der erde on geprest und beschwärde. Fischart 3, 145 Kz. (gesangb. 6, 8); der freunden gebresten soll man kennen, aber nicht nennen. Henisch 1396; er hat einen groszen gebresten an sich, vitio haud levi laborat. Stieler 236. vgl.seelengebresten bei Rückert vorhin. s. auch das zeitwort 3, e so gebraucht.
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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebrëststm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    gebrëst stm. mangel. eʒ ist den vogeln grôʒ gebrest elliu jâr ein niuweʒ nest Vrid. 145,21. troj. 176. a. ob an ir ougen…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gebrestm. n.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gebrest , gebreste , gebresten , m. n. gleich gebrech, gebrechen, subst. verb. zu gebresten gleich gebrechen, ein im lau…

  3. modern
    Dialekt
    Gebrest

    Rheinisches Wb.

    Gebrest Geschwür, offene Wunde Neuw-Datzeroth .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebrest

36 Bildungen · 33 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gebrest

ge- + brest

gebrest leitet sich vom Lemma brest ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebrest 2 Komponenten

geb+rest

gebrest setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebrest‑ als Erstglied (30 von 33)

gebrëstec

Lexer

ge-brëstec adj. mangelhaft, gebrechlich Ls. 2. 52,41 ; ebenso .

gebrestel

DWB

gebrestel , n. gleich gebrästel, geprassel; bair. ist dasselbe prästl, s. Schm. 1, 266 .

gebrestelīn

KöblerMhd

gebreste·līn

gebrestelīn , st. N. nhd. kleines Gebrechen, kleiner Fehler, kleine Sünde Q.: Tauler (vor 1350) (FB gebrestelīn) E.: s. bresten W.: nhd. DW-…

gebresten

FWB

1. ›zerbrechen, aufbrechen, aufplatzen‹; 2. Gegenstand des Mangels fungiert als Subj., häufig mit Dat. d. P. ›fehlen, ermangeln, nicht ausre…

gebrestenhaftig

DWB

gebresten·haftig

gebrestenhaftig , dass.: geprestenhaftiger, geprechenhaftiger, defectuosus. voc. 1482 l 8 b ; z. b.: gebrestenhaftiger mönschen verfarlichke…

gebrestenheit

DWB

gebresten·heit

gebrestenheit , f. wie gebrechenheit, gebrechlicher zustand u. ä.: in erwägung merklicher geprestenheit des bauersmanns. Schmeller 1, 267 au…

gebrestenlich

DWB

gebrest·enlich

gebrestenlich , gleich gebrestlich: hast du bei deinen tagen ie gebrestenlich gelebt. Suso briefe 72 . es ist wie gebrestenhaft neben gebres…

gebrestenlīche

KöblerMhd

gebrestenlīche , <b> </b>Adv. nhd. Mangel dabei seiend Q.: Elis (um 1300) E.: s. gebrestenlich W.: nhd. (ält.) gebrestenlich, Adv., gebreste…

gebresthaft

DWB

gebrest·haft

gebresthaft , mit einem gebreste behaftet: kein vrouwe mac zuo dem himel komen, si enwerde ê ein man .. daʒ sie in selber mügen widerstân un…

gebresthaft

FWB

1. ›mit Mängeln behaftet, schadhaft‹; 2. ›mit einem Gebrechen, einer Krankheit behaftet, schwach, krank, gebrechlich‹

gebresthaftic

KöblerMhd

gebresthaftic , Adj. nhd. „gebresthaftig“, mangelhaft, gebrechlich, unvollkommen, fehlerhaft, sündig, sündhaft, schädlich Hw.: s. gebrestehe…

gebresthaftig

DWB

gebrest·haftig

gebresthaftig , dasselbe mit deutlicherer adj. bildung, defectuosus Dief. n. gl. 128 b , schon mhd.: Lucifer der kêrte sich zuo gebresthafti…

gebresthaftig

FWB

1. ›mit Mängeln behaftet, schadhaft‹; 2. ›mit einem Gebrechen, einer Krankheit behaftet, schwach, krank, gebrechlich‹

gebrestheftic

KöblerMhd

gebrest·heftic

gebrestheftic , Adj. nhd. mangelhaft, gebrechlich Hw.: s. gebresthaft, gebresthaftic E.: s. ge, brest, heftic W.: s. nhd. (ält.) gebresthaft…

gebrestic

KöblerMhd

gebrestic , Adj. nhd. „gebrestig“, mangelhaft, gebrechlich, unvollkommen, schädlich Q.: Teichn (FB gebrestec), LS, MNat (um 1300), PrWack E.…

gebresticlich

KöblerMhd

gebrest·iclich

gebresticlich , Adj. nhd. mangelhaft, unvollkommen Q.: Seuse (1330-1360), Teichn (FB gebresteclich), LS E.: s. gebrestic, lich W.: nhd. DW- …

gebrestig

DWB

gebrestig , dasselbe in einfachster bildung, doch selten, wie schon mhd. gebrestic ( lieders. 2, 52): die jamerkeit der gebrestigen und das …

gebrestlich

DWB

gebrest·lich

gebrestlich , dasselbe, mit gebrechlich stimmend: kein tier ist nach dem fleisch also unfletig, gebrestlich und arbeitselig beschaffen, als …

gebrestlichheit

KöblerMhd

gebrestlich·heit

gebrestlichheit , st. F. nhd. Unvollkommenheit, Mangelhaftigkeit, Geneigtheit zur Sünde Q.: EckhII (vor 1326), Tauler, Teichn (FB gebrestlīc…

gebrestlichkeit

DWB

gebrestlich·keit

gebrestlichkeit , f. gebrechlichkeit: das ausz gebrestlichkeiten der mägen viel krankheit entspringen. Paracelsus 1, 60 b . mhd. ( Lexer 1, …

gebrest als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von gebrest (2 von 2)

gebrëste

Lexer

ge-brëst , ge-brëste stswm. BMZ abgang, mangel, fehler, gebrechen Nib. Gudr. Trist. Wig. Freid. (87,1). Konr. Flore 7597. Loh. 7055. 57. Ulr…

ungebrestlich

KöblerMhd

ungebrestlich , Adj. nhd. makellos, vollkommen Q.: Stagel (um 1350) (FB unbrestelich) E.: s. un, gebrestlich W.: nhd. DW- L.: Lexer 467b (un…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gebrest". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gebrest/dwb?formid=G02992
MLA
Cotta, Marcel. „gebrest". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gebrest/dwb?formid=G02992. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gebrest". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gebrest/dwb?formid=G02992.
BibTeX
@misc{lautwandel_gebrest_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„gebrest"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-17},
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