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Fische

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Fische

Bd. 2, Sp. 710
Fische, die niedrigste, vierte Klasse der Wirbelthiere, haben rothes, kaltes Blut, ein nur aus Vor- und Herzkammer bestehendes Herz, welches das Blut des Körpers aufnimmt und in die Kiemen schickt, athmen durch Kiemen, besitzen statt der äußern Glieder Flossen und eine nackte oder beschuppte Haut. Das Skelet der F. ist bei dem größern Theil derselben wirklich knöchern, bei dem andern kleinern Theil aber nur knorplig, daher die Eintheilung der ganzen Klasse in Knochens. und Knorpelf. Die Wirbel sind zahlreich, 40 bis über 200, bei den Knorpelf.n verschmolzen. Die Rippen, wo sie vorhanden, sind das, was man Gräte nennt, die in die Kiemenhaut gehenden heißen Kiemenstrahlen. Die äußern Gliedmaßen werden durch Flossen ersetzt, und zwar entsprechen die Brustflossen den vordern, die Bauchflossen den hintern Extremitäten; letztere fehlen öfters ganz, selten die erstern. Die Bauchflossen liegen bald vor (Kehlflosser), bald unter (Brustflosser), bald hinter den Brustflossen (Bauchflosser). Außer diesen finden sich noch Rückenflossen, Afterflossen und Schwanzflossen. Die Vorwärtsbewegung geschieht indeß hauptsächlich durch ein Fortstoßen mit der Schwanzflosse, was durch seitliches Hin- u. Herkrümmen des Körpers bewirkt wird, daher die Hauptmasse der Muskeln zu beiden Seiten des Körpers liegt. Der Kreislauf ist ein doppelter und das Athmen wird durch das Wasser vermittelt. Das Herz schickt nämlich das Blut durch eigene Gefäße in die Kiemen. Diese Organe sind im Wesentlichen nur die seinen haarförmigen Verzweigungen jener Gefäße, durch Zellgewebe in Form dünner Blättchen zusammengehalten, in denen sodann das Blut durch die dem Wasser beigemischte Luft dieselbe Veränderung erleidet, wie in den Lungen der höhern Thiere. Aus den Kiemen geht das Blut in einen unter der Wirbelsäule gelegenen Arterienstamm, der es sodann durch den ganzen Körper schickt, von wo es durch die Venen wieder zum Herzen zurückkehrt. Das Gehirn der F. ist klein u. besteht aus kugelförmigen Anschwellungen. Das Auge ist im Verhältniß groß und öfters sehr gut gebildet, mit den nöthigen Eigenthümlichkeiten zum Sehen im Wasser, daher auch Augenlider und Thränenorgane fehlen. Das Gehörorgan ist ohne äußere Ohröffnung und einfach in seinem Bau, ebenso einfach das Geruchsorgan. Der Geschmacksinn stumpf, die Zunge meist mit Zähnen besetzt, oft knöchern oder kümmerlich ausgebildet. Die F. sind mit wenigen Ausnahm en sämmtlich Raubthiere, die selbst die Jungen ihrer eigenen Gattung nicht verschonen; ihre Beute verschlucken sie ungekaut u. die Zähne dienen nur zum Festhalten derselben. Die Geschlechter sind getrennt; fast alle legen Eier (Rogen), die außerhalb des Mutterkörpers durch die Milch der Männchen befruchtet werden. Die Zahl der bis jetzt bekannten Arten wird auf 8000 geschätzt, die ihrer größten Zahl nach Meeresbewohner sind; nur eine kleine Zahl lebt in süßen Gewässern. Der große Nutzen der F. ist bekannt, und manche Arten bilden höchst bedeutende, durch die ganze Welt verbreitete Handelsartikel. Man theilt die Knochen- od. Grätenf. in die Ordnungen d. Stachelflosser, Bauchflosser, Kehlflosser, Kahlbäuche, Büschelkiemer u. Haftkiemer; die Knorpels. in die Ordnungen der Freikiemer, Quer- u. Rundmäuler. — F., in der Astronomie das letzte der 12 Sternbilder des Thierkreises.
3288 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fische

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Die Fische , plur. die -n, bey den Schlössern, derjenige Theil eines Fischbandes, welcher in das Holz verborgen wird, de…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fische

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Fische , die niedrigste, vierte Klasse der Wirbelthiere, haben rothes, kaltes Blut, ein nur aus Vor- und Herzkammer best…

  3. modern
    Dialekt
    Fische

    Rheinisches Wb.

    Fische -ī:š = Wickelschnur s. Fäsche II;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fische

208 Bildungen · 204 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

fische‑ als Erstglied (30 von 204)

Fischefangen

GWB

fische·fangen

Fischefangen es lernet sich im Spaße .. | F. Vogelstellen 53,367 BruchstTragöd Plp Syn Fischerei Fischfang Dorothee Schröter D. S.

Fischegel

Campe

fisch·egel

Der Fischegel , des — s , d. Mz . w. d. Ez. eine Art Blutegel, rund, von ölbeergrüner Farbe mit weißen Flecken, die sich an Fische anhängt (…

Fischeier

PfWB

fisch·eier

Fisch-eier Pl. : 'Fischlaich', Fischaajeʳ [verbr.], Fusch- [ NW-Freinsh ]. Rhein. II 489 . —

Fischeisen

PfWB

fisch·eisen

Fisch-eisen n. : 'Speer für den Fischfang', Fischeise [ Beam Penns 35]; vgl. Fischgabel . a. 1617: 1 Fischeisen [ Ecker 71].

Fischeldag

MeckWB

fischel·dag

Fischeldag m. Tag, an dem gefischt wird; Rda.: is woll all' Dag' Fischeldag, œwer keen Fangeldag es wird wohl alle Tage gefischt, aber nicht…

Fischele(n)

Idiotikon

Fischele(n) Band 1, Spalte 1108 Fischele(n) 1,1108

Fischele(n)steiⁿ

Idiotikon

Fischele(n)steiⁿ Band 11, Spalte 819 Fischele(n)steiⁿ 11,819

fischeleⁿ

Idiotikon

fischeleⁿ Band 1, Spalte 1106 fischeleⁿ 1,1106

fischelig

Idiotikon

fischelig Band 1, Spalte 1106 fischelig 1,1106

fischeln

DWB

fisc·heln

fischeln , piscem olere: das fleisch dieser fisch ist lieblich zu essen, indem dasz sie nicht stark fischeln. Forer 163 a . Stalder 1, 373 .

Fischen des Ankers

Meyers

Fischen des Ankers , sein wagerechtes Verstauen auf dem Lagerplatz mit dem Fischfall , das am Fischdavit hängt.

fischen I

RhWB

fischen I = wickeln s. fäschen;

Fischentalerjass

Idiotikon

Fischentalerjass Band 3, Spalte 70 Fischentalerjass 3,70

fischenz

DWB

fisc·henz

fischenz , f. piscina, jus piscandi: am andern teil des Zuger sees hat das gottshus die vischenz am Wipfling halb. Tschudi 1, 15 ; in stills…

fischenzen

DWB

fisch·enzen

fischenzen , 1 1) in piscem desinere: fischenzende meerwunder. Praetorius weltb. 1, 387 . 2 2) piscem olere. Schmeller 1, 573 .

Fischenzenbüchs

Idiotikon

Fischenzenbüchs Band 4, Spalte 1002 Fischenzenbüchs 4,1002

fische als Zweitglied (2 von 2)

Jācobs-Fische

Adelung

jacobs·fische

Die Jācobs-Fische , sing. inus. in Obersachsen, ein Nahme desjenigen bestimmten Geschenkes an Gründlingen, Schmerlen und andern kleinen Fisc…

Pfäffische

DRW

Pfäffische, f. wie Pfaffendirne do hies man die pfäffischen alle vachen, und wurden in die kebien geleit, daz nu der zitglogenturn ist nach …

Ableitungen von fische (2 von 2)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „fische". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fische/herder?formid=F00680
MLA
Cotta, Marcel. „fische". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fische/herder?formid=F00680. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fische". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fische/herder?formid=F00680.
BibTeX
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