Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
entwerfen
entwerfen
entwerfen Vb. ‘skizzieren, projektieren, umrißhaft festlegen’, ahd. intwerfan ‘auflösen, (den Mut) sinken lassen’ (9. Jh.), mhd. entwerfen, mnd. entwerpen (zur Etymologie s. ent- und werfen). Der ahd. Gebrauch bleibt ohne Fortsetzung. Im Mhd. und Mnd. in zahlreichen, zum Teil stark divergierenden Verwendungen, u. a. im Sinne von ‘zeichnen, malen, gestalten, auseinandersetzen, den Plan zu etw. fassen’. Zunächst wohl in der Bildweberei, bei der durch das Werfen der „Schiffchen“ oder „Handschützen“ das Bild entsteht, vgl. in: ZfdA 68 (1931) 283 f. – Entwerfer m. ‘wer etw. entwirft, Formgestalter’, vereinzelt bereits frühnhd. (15. Jh.). Entwurf m. ‘Skizze, schriftliche Festlegung der wesentlichen Punkte eines Vorhabens’ (15. Jh.).