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1ENKEL

mhd. bis Dial. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
Anchors
30 in 19 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

1ENKEL m.

Bd. 8, Sp. 1334
1ENKEL m.mhd. eninkel, frnhd. enikel. dim. zu ahd. ano m. ‘ahn, großvater’, mhd. ane, an, ene m. ‘großvater, urgroßvater’ mit dem diminutivsuffix -inklīna-, einer an n-stämmen erwachsenen verbindung von germ. -ka-, -la- und -īna. zur idg. wz. *-an-, einer bezeichnung für männliche oder weibliche ahnen. die älteren wortformen bleiben im nhd. teilweise lange gebräuchlich, so enenkel bis ins 18. jh., vgl. noch 1734 Scharffenstein Ober-Elsaß 58, enikel bis ins 17. jh., vgl. noch 1662 Maurer chr. wienn. D5a. das genus gelegentlich auch neutr.das wort ist seit dem 12. jh. im bair.-öst. raum bezeugt. verkehrssprachlich verbreitet es sich seit dem 16. jh. es ersetzt die ältere bezeichnung neffe, ahd. nefo m.enkel, verwandter, nachkomme’. 1 kind des sohnes oder der tochter. bis ins 18. jh. hinein das männliche wie das weibliche großkind, seitdem für das weibliche kind überwiegend die abl. enkelin f.: 2.h12.jh. unde stuont Aaronis eninchil (Pinehas) unde huldigte (ps. 106,30) windb. psalter 2,202 K. ⟨u1280⟩ hern Jansen eninchel heize ich Jansen Enikel fürstenb. 599 MGH. 1399 Nicklos Kromers zune, der do ist Nicolai Schusterst enkil stadtb. Zipser Neudorf 87 W. 1501 pfalltz graf Otten bey Rein, der auch herczog in Bairn vnd curfürst was, wann er ain ennckel des ersten pfalltzgraf Otten was chr. pfalzgrafen bei Rhein b2a L. 1620 was jtzt gesagt ist von den söhnen, solches soll auch verstanden werden von den töchtern vnd enckeln, das seynd die kindeskinder landrecht Preussen 1,107. 1749 Joachim Friederich von Brandenburg, ein enkel Joachims II. Bock Preussen 68. ⟨1841⟩ Samuel, ein uralter greis, von seinem enkel geführt, tritt auf Hebbel I 1,31 W. 1979 wenn die oma den enkel auffordert, gegenüber seiner haftpflichtversicherung so zu tun, als hätte er ihr sofa mit einer zigarette verbrannt, obwohl sie es selbst war frankf. allg. ztg. 149,13. gelegentlich auch für ein kind oder kindeskind des bruders oder der schwester, (groß)neffe, (groß)nichte: ⟨1328⟩ das sint geswistreit chindes chint und haizzent alder eninchel Ruprecht v. Freising rechtsb. 170 C. 1687 wie viel brüder ihre brüder, wieviel oheim ihre enkel, wie viel enkel ihre oheim .. nur um zu regieren mit gift oder sonst hingerichtet haben Marschall Castiglione, regier-kunst 126. 2 verallgemeinernd. nachfahre, -komme. häufig im plur.: 1722 da (ewigkeit) solstu, wenn (gott gebe spät!)/ dein geist die eitelkeit verschmäht,/ im munde der gerechten leben/ und als ein bild voll seltenheit/ zur tugend und gerechtigkeit/ den enckeln lust und zunder geben Günther 4,340 LV. 1790 weh dir, daß du ein enkel bist!/ vom rechte, das mit uns geboren ist,/ von dem ist (in der rechtswissenschaft) leider! nie die frage Goethe Faust 1,26 ak. 1972 die praxis ist immer das korrektiv der theorie. .. unsere enkel werden ihre eigene praxis entwickeln müssen Amery ende 129. Horlitz, Albrand
2874 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    enkelstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    enkel stm. enkel, fußknöchel. ( ahd. anchal, anchalo, anchala, enchila Graff 1,344. Gr. 2,113 ). bein u. enkel Schwanr. …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    enkelN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    enkel , N. nhd. Knöchel ÜG.: lat. talus Hw.: vgl. mhd. enkel, mnl. anclief, ankel E.: s. ahd. enkil 25, st. M. (a), „Enk…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Ênkel

    Adelung (1793–1801) · +11 Parallelbelege

    1. Der Ênkel , des -s, plur. ut nom. sing. des Kindes Kind, in beyderley Geschlechtern. Sie ist mein Enkel. Er ist mein …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Enkel

    Goethe-Wörterbuch

    Enkel eigenh auch -ck- (zB in Götz 1 u in Br bis in die 20er Jahre); knapp die Hälfte der ca 200 Belege in (Vers-)Dichtu…

  5. modern
    Dialekt
    Enkelm.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Enkel [èkəl fast allg. ] m. wie hd. Fußknöchel, Enkel. — mhd. enkel .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit enkel

122 Bildungen · 54 Erstglied · 67 Zweitglied · 1 Ableitungen

enkel‑ als Erstglied (30 von 54)

Enkel I

SHW

Enkel I Band 2, Spalte 207-208

Enkel II

SHW

Enkel II Band 2, Spalte 207-208

Enkelkind

SHW

Enkel-kind Band 2, Spalte 207-208

Enkelbier

MeckWB

enkel·bier

Enkelbier n. Tonnenbier, ungemischtes Bier im Gegensatz zu dem mit Kovent vermischten Tafelbier und dem aus 1 Tonne Bier und 2 Tonnen Kovent…

enkelchen

DWB

enkel·chen

enkelchen , n. nepotulus : ohne beschwer wird pflegen der ahn sein enkelchen wachsam, und liebkosungen lallt gern mit dem kinde der greis. V…

enkeldank

DWB

enkel·dank

enkeldank , m. sie sind des enkeldankes werth. Stolberg 1, 99 .

Enkeldopp

RhWB

enkel·dopp

Enkel-dopp Düss-Stdt m.: Kreisel, der durch ungeschicktes Spielen einem andern Jungen an den Enkel fliegt u. von diesem konfisziert wird.

enkele, enkelde

MNWB

enkele, enkelde , einzeln . — s. noch enkede 3. —

enkelgeschlecht

DWB

enkel·geschlecht

enkelgeschlecht , n. genus nepotum: auch busze bezahlt uns, welche geziemet und dir hinfort auch daure bei kommenden enkelgeschlechtern. Il.…

enkelhöike

MNWB

° enkelhöike , m. , langer bis zu den Knöcheln reichender Mantel.

enkelhöike

KöblerMnd

enkelhöike , M. Vw.: s. enkelhōike*

enkelhōike

KöblerMnd

enkelhōike , M. nhd. langer bis zu den Knöcheln reichender Mantel E.: s. enkel (1), hōike L.: MndHwb 1, 546 (enkelhöike) Son.: örtlich besch…

enkelich

RhWB

enke·lich

enkelich ęŋk(ə)liχ Lennep , Mettm , Elbf , Sol , MülhRh ; -lik Kemp-Born Adj.: 1. eng anliegend, knapp beengt, eingeschrankt; en e. Zemmer; …

enkelig

RhWB

enkelig -ələχ Mörs Adj.: dass.; en e. Mol.

enkel II

RhWB

enkel II -e- Nfrk, Eup (ę-), Elbf , Rip (hier auch ę- ) in Eusk , Köln (e-, i-, eŋkəlt), Bergh , Dür , Jül , Aach , Monsch ; enkəlt, -ē-, fl…

enkelin

DWB

enke·lin

enkelin , f. neptis: an der wiege der enkelin oder des enkels. Voss.

enkeljunge

DWB2

enkel·junge

enkeljunge m. : 1917 Gillhoff Swehn 92. 1973 Hassenstein verhaltensbiologie 61.

enkel als Zweitglied (30 von 67)

swenkel

MWB

-swenkel stM. ‘der am Galgen baumelt’ maniger wirt ein galgenswengel, / der ûf erden als ein engel / in rehter fuore wol hête gelebt, / hête…

Dünkel

RDWB1

Dünkel m спесь, снобизм, чванство устар. , фанаберия книж. , пустое тщеславие, тупое самодовольство

Geplänkel

RDWB1

Geplänkel n перестрелка словесная перепалка Längst ist das alles also nicht mehr nur ein kleines diplomatisches Geplänkel, sondern hat die D…

Hähnchenschenkel

RDWB1

Hähnchenschenkel Pl. куриные ножки (не "куриные лапки")

A(n)henkel

Idiotikon

A(n)henkel Band 2, Spalte 1455 A(n)henkel 2,1455

Aberenkel

DRW

aber·enkel

Aberenkel "Enkel des Enkels" vgl. Aberahne 17. Jh. SchwäbWB. I 19 Faksimile

Anhenkel

DRW

Anhenkel Urkundenzusatz SchweizId. II 1455 Faksimile

barschenkel

DWB

barsch·enkel

barschenkel , nudo femore, barbeinig, barfusz. mhd. lautet die oben unter barfusz angezogne lehre: ein rîter sol niht vor vrouwen gên barsch…

brīssenkel

KöblerMhd

brī·s·senkel

brīssenkel , st. M. nhd. Schnürsenkel? Q.: GrBrev (2. Hälfte 15. Jh.) E.: s. brīsen, senkel (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 103 (brîssenkel)

diechschënkel

Lexer

diech·schenkel

diech-schënkel stm. oberschenkel. den blanken diechschenkel grôʒ der marcgrâve hin ab im swanc Wwh. 79,6. den diechschenkel her im abe slûch…

dünkel

DWB

duen·kel

dünkel , m. von dünken. Luther schreibt dünkel und dunkel, selten tunkel. 1 1. wie bedünken, gutdünken, meinung, ansicht, sententia, mhd. du…

eigendünkel

DWB

eigen·duenkel

eigendünkel , m. arrogantia, vana de se opinio: du möchst lieber in alle sünde fallen, denn in dein eigendünkel. Luther 3, 432 b ; drinnen b…

enenkel

DWB

enen·kel

enenkel , m. n. scheinbare reduplication von enkel, in dessen beiden bedeutungen talus und nepos, wovon erst unter diesem wort näher gehande…

G(e)henkel

Idiotikon

G(e)henkel Band 2, Spalte 1455 G(e)henkel 2,1455

galgenschwenkel

DWB

galgen·schwenkel

galgenschwenkel , m. nebenform zum vor., auch schon mhd. her galgenswenkel MSH. 3, 384 a unter andern ehrentiteln: stet ( flieht nicht ), ir…

gerinnsenkel

DWB

gerinnsenkel , m. kleine haspen, damit man das gerinne (2, b, β ) zusammenfügt Schönberg berginformation (1693) 2, 41 .

Großênkel

Adelung

gross·enkel

Der Großênkel , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Großenkelinn, plur. die -en, des Enkels oder der Enkelinn Kinder, Personen in Beziehu…

Großurênkel

Adelung

gross·urenkel

Der Großurênkel , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Großurenkelinn, plur. die -en, Personen in Ansehung ihres Urältervaters, oder ihrer…

gutdünkel

DWB

gut·duenkel

gutdünkel , m. , von Luther häufig verwendetes und anscheinend aus gutdünken, n. ( s. dort ) und dünkel, m., gebildetes wort; besonders bei …

gürtelsenkel

KöblerMhd

gürtel·senkel

gürtelsenkel , st. F. nhd. herabhängendes Teil des Gürtels, Senkel am Gürtel Q.: FvS (nach 1314) E.: s. gürtel, senkel W.: nhd. DW- L.: MWB …

herzenkel

KöblerMhd

herz·enkel

herzenkel , sw. F., st. F. nhd. „Herzenkehle“ Q.: Minneb (um 1340) E.: s. herze (1), kel W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (herzenkel)

hosensenkel

DWB

hosen·senkel

hosensenkel , m. senkel zur befestigung der hosen: es war ihm so noth, dasz er vor der thür schon den hosensenkel gelöset. polit. maulaffe 1…

Ableitungen von enkel (1 von 1)

urenkel

DWB

urenkel , m. , sohn und nachkomme des enkels, als viertes glied in absteigender linie; s. enkel , groszenkel . pronepos u. Diefenbach gl. 46…