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em

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
14 in 11 Wb.
Sprachstufen
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12

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

em Pron.

Bd. 2, Sp. 724
Wossidia em Pron. pers. 1. ihm; setzt die unbetonte, einsilbige Nebenform em des mnd. eme fort; gesprochen mit kurzem offenem e-, da die noch offenere, dem a genäherte Aussprache Aem im Lande fremd ist und erst südlich von ihm in der Prignitz herrscht, s. Jac. 2, 122; 'äm' (1711) Kohf. Hg. 9, 2; 4 hat daher keinen besonderen Lautwert; das Red. Ost. weist em sowohl an der betonten wie an der unbetonten Versstelle auf: 'dat nemet em af' 1503; 'we em dat glas beseghe' 1697; und diese Form bleibt, nur vorübergehend in ihrer Geltung durch en und 'n (s. en 2) angefochten, bis zur Gegenwart erhalten: 'vör em früchten' Gry. Lb. 1, L 3a; 'spele mit em' ebda; dat hett em nicks hulpen; ick will em dat Bauk gäben; mit ehr verbunden Mann und Weib bezeichnend: dat smeckt nich nah em un nich nah ehr hat faden Geschmack Lu. 2. ihn; mit dem Beginn des 18. Jahrh. übernimmt em auch die Rolle des Akk. Sg.: 'Offt tüht sick mennig Jeck ock solcke Sacken an, De up nüms weniger as up em schälen gahn' (Ro 1706) Kohf. Hg. 7, 2; 'Ick will hapen, du warst nehmen em (den Brief) mit veelen Küssen an' (Ro 1712) 10, 2; 'Wer em alleen let fryen' (1736) 24, 2a; (1740) 26, 4; wat scherd em miene Brut? 35, 3; Belohn em ball vär sien Gedult Babst 2, 6; Laht em man beeten länger leeben 3, 4; dat grötste Unglück, wat em bedrapen, wir, dat em sine Fru storben wir Reut. 2, 119; ick seih em dor lopen; so allgem. Grammatikerangaben: Muss. Spr. 32; Ritt. Gr. 79; Wigg. Gr. 43; Nerg. 190; Mi 20a. 3. Da die Volksrede gern Sachen und Dinge verleiblicht, ohne sie im gegebenen Sinnzusammenhange ausdrücklich zu benennen, erscheint em für den Dat. und Akk., wie auch hei für den Nom., mit Bezug auf Acker, Gerät, Boot, Fische, Wind u. a., s. Belege dieser Art ob. Acker (1, 62); anwischen (1, 401) und an anderen Stellen des Wörterbuchs und vgl. noch: ick bün em (dem Tode) noch œwer worden genesen StaStargard@WulkenzinWulk; im selben Sinne: hei wringelt em noch (1887) SchöSchönberg@KlützKlütz; hest em (den Furz) fleigen sehen? StaStargard@Godendorfer TeerofenGod; Schnaps: manchmal gäben se em jo ok noch eenen rœwer zechen noch weiter (1887) Ro; dei gütt em ok nich hinner sick hen (1887) HaHagenow@RedefinRed; dei hett em einen stäken (1887) Wa; unbestimmt: hüt möten wi em noch nähmen bei der Ernte tüchtig arbeiten Wa; ick kann em kein Kusen mihr uttrecken sagt der kraftlose Alte (1891) RoRostock@GresenhorstGres; auch für ein weibl. Haupt Vieh: hal em her die Kuh (1887) Wustr. Über die Verwendung in der Anrede vgl. hei. — Mnd. eme. — Br. Wb. 1, 304; Dä. 105a; Kü. 1, 418; Me. 1, 1043.
2489 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ëm

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ëm = dëme BMZ Parz. Wwh. 158,11.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ēmrefl.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ēm s. ēme, ēn, (öm, ön, eön, eöm, iöm) 1. ihnen; 2. ihm; 3. refl. sich (neben sik ).

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Em

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Em , ein untrennbares Vorwort, welches sich theils bey dem Umstandsworte empor befindet, theils einigen Verbis vorgesetz…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    E. m

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    E. m. = ejusdem mensis , desselben Monats.

  5. modern
    Dialekt
    em

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    im , em [em, əm und ém Dü. ; em, m U.; ém, abgestuft ùm Wh. Dehli. ] ihm. Dat. Sg. m. Die betonten Formen heben die Pers…

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Cotta, M. (2026). „em". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/em/meckwb?formid=E00532
MLA
Cotta, Marcel. „em". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/em/meckwb?formid=E00532. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „em". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/em/meckwb?formid=E00532.
BibTeX
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