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moppe

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Moppe

Bd. 5, Sp. 1281
Moppe das Wort mǫp, Pl. -pə(n), Demin. mpkə, –χə (ndl. mop) ist geschlossen verbr. in Monsch, Eup, Aach, Jül, SNfrk, Klevld, Ruhr, Düss; Sg. mǫpə Mettm, Barm, Elbf, Wermelsk [-op- MülhRuhr, Erk-Elmpt; -u- Heinsb-Millen Saeffelen]; dazu Köln-Stdt, Eusk-Stdt (Lechenich m.), Schleid-Hellenth; nur mpχə Dür-Stdt, []Bergh-Hüchelhv, Bo-Kessenich, u. ganz im Süd. Kobl-Stdt (zu Fastnacht) u. -o- u. -u- Trier-Euren f.: 1. meist Pl. Gebäck aus Mehl u. Sirup (Honig), in den Kirmesbuden feilgeboten; es besteht aus einzelnen stangenförmigen, gerundeten Bröckchen (dies mǫp Sg. genannt), die sich leicht abbrechen lassen; Möppke (-chen) kleines rundes oder eckiges Kleingebäck aus Lebkuchenteig in Form der Pfeffernüsse, ebenso in den Kirmesbuden feil geboten, aber auch alltäglich vom Bäcker als Zugabe für die Kinder dargeboten; wer auf der Kirmes das Glücksrad drehte u. nichts gewann, erhielt früher eine M. als Entschädigung; das Hochzeitspaar warf früher beim Verlassen der Kirche M.ən unter die sich herandrängenden Kinder, wobei diese riefen: Huəhch op, M.ən op! RA.: Has de Möppchere? fragt einer einen andern, der solche gekauft hat, sie aber, wie sonst üblich, den Begleitern nicht anbietet; erwidert der Gefragte: joə, dann entgegnet man: da loss se blätsche (bellen) (Wortsp. zwischen Möppchen ‘Hündchen u. Pfeffernuss’)! Aach-Stdt. Kurt dernevve, e Möppche! Trost desjenigen, der beim Drehbrett den Lebkuchen nicht gewinnt, sich mit der M., die er als Entschädigung erhält, aber tröstet Bergh-Hüchelhv; spetz dolanges, e Möppke! Kref; jus derneəver, sät der Moppebäcker! MGladb. Ja M.ə! abschl. Antw. Kref-Fischeln. Pack mar (nur) en; de M.ə werde nat! du sprichst Unsinn MGladb. Sall ek dej wat säggen? Perdskötels sind ken Weggen, äwel guə M.ən, öm männege Lüt de Mull te stoppen Mörs. Mi Ditzke (Kind) dritt (scheisst) eso hart wie M.ə on et kann fuərze wie enne Gruəte MGladb. Möppkes anmaken, anraken (den Teig zu M. anrühren) Kindersp. Kref. Möppkes freimpen ein Vergnügen bei Hochzeiten u. Kindtaufen; die Tischgäste legten der Reihe nach eine M. auf die Stirn bei zurückgezogenem Kopfe, liessen es dann durch Zusammenziehen (freimpen) der Stirne vorsichtig hinabgleiten, um es mit dem Munde aufzufangen u. dann zu verzehren; wer sie nicht auffing, musste ein Pfand oder eine Busse leisten Mettm-Vohwinkel. Kind A.: Settse (setzest du) mek ene (d. h. Moppe) op de Wipp? B.: Dat glöf ek äwwer doch! dann musste das erste das eine Auge zumachen u. die M. drauf legen u. so lang mit dem Augenlid wippen, bis sie ihm in den Mund fiel; dann gehörte sie ihm Barm. — Im Kinderld. Hompele, Stompe, nouw welle wej es (einmal) verlangen. wo die M.ə bliwen hangen! Klev-Üdem. Üle, Müle, Möppke, posseleie Stöppke, Frau, Her, Knech, gej mott weg! Abzählr. Geld-Issum. — 2. übertr. a. mǫpə Pl. kleine Erhöhungen auf einem glatten Gegenstand Eup. — b. mǫpə Pl. beim Brechen zu gross gebliebene Basaltbrocken Sieg-ODollend; mǫpə, Pl. -pən kleiner Pflasterstein OBerg [mǫpən Sg. u. Pl. m. Gummb]. — c. mǫp Lederknopf auf dem Billardstock []Bo-Stdt. — d. mǫp Strängchen zum Haarkräuseln Düss-Stdt. — e. mǫp, meist Pl. -pən Tannenzapfen Bo-Waldrf, Köln-Rodenk. — f. mǫpə Pl. die fleischigen Blätter des Dachwurzes, sempervivum tectorum, u. dieser selbst Heinsb-Stdt. — g. mǫpə Pl. Kotklümpchen, an den Haaren des Hinterviertels des Stallviehs haftend Geld-Schravelen Winnekendonk, Mörs-Labbeck Sonsbeck, Klev-Hülm. — h. dat sall noch ein hel M. sene eine schwere Arbeit sein; dat s. em ein M. s. wird ihn sehr unangenehm berühren; dat woər mich auch ein M.! eine sehr ärgerliche Sache, schwere Aufgabe WSelfk. — i. mǫpə Pl. euphemist. Geld; de hat M.ə Köln-Stdt, Bergh-Lipp, Dür, Jül, Aach, MGladb, Geilk, Kref, Kemp, Mörs-Xanten, Düss-Stdt, Duisb (abseits Prüm-Stdt). RA.: Wenn de Bure op de Tässe (Taschen) kloppe, dann gewen et Körnsches on M.ə Mörs-Xanten. — k. mǫpə Pl. Hiebe, Knüffe; M. gevve, usdelen Eusk-Stdt, Bo-Buschhv, Köln-Stdt, MülhRh, Dür-Langerwehe UMaub NZier, Kemp-Süchteln. — l. hall dei M.! den Mund Kreuzn-Langenlohnsh (abseits). — m. Kewelsche M.ə Neckn. derer von Geld-Kevelaer; Jöcher M.ə derer von Grevbr-Jüchen; Gochse M.ə derer von Klev-Goch.
4234 Zeichen · 111 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Dialekt
    Moppe

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

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28 Bildungen · 28 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

moppe‑ als Erstglied (28 von 28)

Moppelches

SHW

Moppel-ches Band 4, Spalte 751-752

Moppelloch

SHW

Moppel-loch Band 4, Spalte 751-752

Moppelmaul

SHW

Moppel-maul Band 4, Spalte 751-752

moppelig

PfWB

moppelig , möppelig , muppelig Adj. : ' dick, rundlich, mollig, wohlgenährt, fett ', von Mensch und Tier, mobb(e)lich (mobəliχ, mobliχ) [man…

Moppel II

RhWB

Moppel II = Waldbeere (s. d.).

moppeln

RhWB

mopp·eln

moppeln, möppeln schw.: 1. -ǫp- a. Nachwerfenspielen mit dicken Klickern Aach-Eilend . — b. nach Blindgängern u. Geschossstücken auf dem Sch…

Moppelsbirnen

RhWB

moppel·s·birnen

Moppels-birnen -bern Neuw-Linkenb Pl. t.: M.! das fällt mir nicht ein zu tun, abschl. Antw.

Moppenbō¹de

WWB

moppen·bode

Moppen-bō¹de f. -buude Kirmesbude, in der Honiggebäck und -kuchen verkauft werden ( WmWb ).

Moppendräier

WWB

Moppen-dräier m. Bäcker (scherzh.) (Frbg.) ( Kr. Ahaus Ahs St).

Moppensack

RhWB

moppen·sack

Moppen-sack -ǫ- Kemp-SPeter m.: S., in dem die Moppen befördert werden. RA.: De hät en Nas wie ene M. so dick.

Mopperhündli

Idiotikon

Mopperhündli Band 4, Spalte 350 Mopperhündli 4,350 M.

Mopperi

ElsWB

mopp·eri

Mopperi , - ö - [Mòpəri, Mèpri Ruf. ] m. 1. kleiner, dicker Hund. 2. dicker, untersetzter Mensch.

mopperig

ElsWB

moppe·rig

PfWB RhWB mopperig [mòprik Ruf. Geberschw. ] Adj. kurz und dick. Mopp e rigi Dürlipse n Dickrüben.

moppern

RhWB

mopp·ern

moppern -ǫp- Klev , Emmerich , Geld-Pont ; -o- Erk-Elmpt schw.: murren, über etwas maulen, nörgeln. — Abl.: die Mopper(er)ei, dat Gemopper.

moppern II

SHW

moppern II Band 4, Spalte 753-754

Moppes II

SHW

Moppes II Band 4, Spalte 753-754

moppessig

RhWB

mopp·essig

moppessig -bəsiχ Goar-NSpay Adj.: dick, aufgedunsen; e m. Gesicht.