Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Eidam m.
Eidam m.
Eidam m. ‘Schwiegersohn’ (heute bis auf mundartliche Reste nicht mehr gebräuchlich), ahd. eidum (9. Jh.), mhd. eidem, auch ‘Schwiegervater, Vater der Frau’, mnd. eidom, eidum, mnl. eidom, aengl. āþum (germ. *aiþuma-) ist möglicherweise mit griech. á͞isa (αἶσα) ‘Anteil, Schicksal’, íssasthai (ἴσσασθαι) ‘Anteil erlangen’ zusammenzustellen, so daß sich eine Ausgangsbedeutung ‘wer am Erbe der Tochter teilhat’ ergeben kann. Wie Atem, Odem, Brodem (s. d.) hat Eidam sein auslautendes -m beibehalten. Der Vokal a der zweiten Silbe entwickelt sich im Frühnhd. aus silbisch gesprochenem m.