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ebene

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
39 in 19 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Ebene

Bd. 5, Sp. 335
Ebene (griech. epípedon, lat. planum), ein Grundbegriff der Geometrie, wird gewöhnlich erklärt als die Fläche, die durch drei nicht in gerader Linie liegende Punkte vollständig bestimmt und so beschaffen ist, daß jede Gerade, die zwei verschiedene Punkte der Fläche verbindet, ganz in diese hineinfällt. Aber diese Erklärung hat den großen Mangel, daß sie zu viel verlangt, und daß es infolgedessen eigentlich gar nicht sicher ist, daß es eine Fläche dieser Art wirklich gibt. Sind nämlich A, B, C drei nicht in gerader Linie liegende Punkte, so muß die durch sie bestimmte E. z. B. die Verbindungsgerade der Punkte B und C enthalten, und wenn D ein beliebiger Punkt auf dieser Geraden ist, auch die Verbindungsgerade von A und D. Auf diese Weise würde man unbegrenzt viele Punkte der E. erhalten, und jede Gerade, die zwei dieser Punkte verbände, müßte ebenfalls der E. angehören; es ist aber sehr gut denkbar, daß die so konstruierten Punkte schließlich gar keine Fläche mehr bildeten, sondern einen Körper, ja daß sie den ganzen Raum ausfüllten. Diese Schwierigkeit haben z. B. W. Bolyai und Lobatschewskij dadurch zu beseitigen versucht, daß sie die E. definierten als den Inbegriff aller Punkte, die von zwei festen Punkten gleichweit abstehen, aber auch auf diesem Weg ist es nicht gelungen, die Eigenschaften der E. befriedigend zu begründen, und man muß sich daher vorläufig mit der im Anfang gegebenen Erklärung oder einer im wesentlichen gleichbedeutenden begnügen. Die wichtigsten Eigenschaften der E. sind außer den schon erwähnten folgende: 1) Sie zerlegt den ganzen Raum in zwei Teile, die man als die beiden Seiten der E. unterscheidet, jeder Punkt des Raumes liegt entweder auf der einen oder der andern Seite der E., wenn er nicht auf der E. selbst liegt. Die E. wird ihrerseits von jeder in ihr liegenden Geraden in zwei Teile zerlegt, die man auf der E. als die beiden Seiten der Geraden unterscheidet. 2) Sie ist nach jeder Richtung hin unbegrenzt und kann, ähnlich wie die Kugel, beliebig in sich verschoben werden, so daß sie immer mit sich in Deckung bleibt; sie kann ferner um jede in ihr enthaltene Gerade umgelegt, d. h. so um die Gerade gedreht werden, daß sie wieder mit sich zur Deckung kommt, daß aber die beiden Seiten der Geraden auf der E. untereinander vertauscht werden. Man nennt diese Eigenschaft der E. auch ihre Umkehrbarkeit. – Der Teil der Geometrie, welcher sich auf die Betrachtung der ebenen, d. h. der in einer E. liegenden Figuren beschränkt, heißt Planimetrie, im Gegensatze zur Stereometrie, die sich mit den räumlichen Figuren beschäftigt. Die Planimetrie macht von dem Umstande, daß die E. im Raum enthalten ist, nur insoweit Gebrauch, als sie die Umlegbarkeit der E. voraussetzt, und auch diese ist nur beim Beweis des ersten Kongruenzsatzes (s. Dreieck und Kongruenz) unentbehrlich, von diesem Punkt abgesehen, kann also die Planimetrie entwickelt werden, indem man sich ganz auf die E. beschränkt. Zwei verschiedene Ebenen im Raum schneiden einander entweder in einer Geraden oder sie haben überhaupt keinen Punkt gemein, im letztern Falle sagt man: sie sind parallel oder sie schneiden einander im Unendlichen. Eine E. und eine Gerade, die nicht in der E. liegt, haben entweder einen Punkt gemein, oder sie schneiden einander nicht (sind parallel). Über die Versuche zur Erklärung der E. vgl. Schotten, Inhalt und Methode des planimetrischen Unterrichts (Leipz. 1890–93, 2 Bde.), und Killing, Einführung in die Grundlagen der Geometrie (Paderborn 1893–98, 2 Bde.).
3526 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ëbeneadv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +10 Parallelbelege

    ëbene , ëben adv. 1. gleichmäßig; paßlich, bequem. si muosen eben alle dulten die helle Karaj. 42,11. si vielen eben all…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êbene

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Êbene , plur. die -n, eine ebene Fläche, welche keine Ungleichheiten hat; doch nur in engerer Bedeutung, ein ebener …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ebene

    Goethe-Wörterbuch

    Ebene mehrf -bn- 1 mBez auf die Erdoberfläche a topograph: (ausgedehntes) ebenes Gelände, Tiefland; häufig in Gegenübers…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ebene

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Ebene , heißt in der Geometrie eine in allen ihren Theilen gerade verlaufende Fläche, in der man von jedem Punkte zum an…

  5. modern
    Dialekt
    Ebene

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    PfWB PfWB RhWB Ebene , Ebeni , Ebenung [Êwənə Su. Rapp. ; Êwəni Ensish. ; Êwəni Lützelstn. Wh. ] f. Ebene, weite Fläche…

  6. Sprichwörter
    Ebene

    Wander (Sprichwörter)

    Ebene 1. Die Ebene kann wol einen See gebären, aber keinen Fluss. 2. Die Ebenen rechnen sich eher zu den Bergen als die …

  7. Spezial
    Ebenef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +14 Parallelbelege

    Ebene , f плоскость , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ebene

101 Bildungen · 20 Erstglied · 78 Zweitglied · 3 Ableitungen

ebene‑ als Erstglied (20 von 20)

ebenede

KöblerMhd

ebenede , st. F. nhd. ebene Fläche, Ebene Q.: Lanc (1240-1250), Urk E.: s. ebene (2) W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 1467 (ebenede), MHDBDB (ebene)

ebenehtic

KöblerMhd

eben·ehtic

ebenehtic , Adj. nhd. gleich angesehen, gleichermaßen angesehen Q.: Apk (vor 1312) (FB ebenehtec) E.: s. eben (1), ehtic W.: nhd. DW2- L.: L…

ëbeneinec

Lexer

eben·einec

ëben-einec adj. sô sint die drî ein einic got, also ist daʒ êwiclîche leben einlîch und drilîch underweben ebeneinic und ebenhêre Hpt. 2,149…

ebenen,

FWB

1. ›etw. (Bezugsgrößen verschiedener Art) ebnen, glätten, einebnen, planieren‹; auch: ›glatt werden; sich (ab)setzen‹ (von Staub, Schwebstof…

ëbenerbe

Lexer

eben·erbe

ëben-erbe stn. gleichgeteiltes erbe. daʒ gotes ebenerbe Hpt. 3,444 ;

ebenererd

PfWB

ebener·erd

ebener-erd Adv. : ' im Erdgeschoß '. Mer wohne eweneʳeʳd (ēwənəʳEʳd) [ KU-Bedb ]. Iwwerdem is e. die Kichedeer ufgeriß worr [Sunndag Nr. 50/…

ebenermaßen

GWB

ebener·massen

ebenermaßen 5 von 8 Belegen ebner- a ebenfalls, auch ermattete Pferde waren öfter gefallen und lagen mit umgestürzten Wagen .. neben der Hoc…

ebenest

KöblerMhd

eben·est

ebenest , Adv. nhd. jetzt, gegenwärtig Vw.: s. aller- Q.: Urk (1298) E.: s. eben W.: nhd. DW2- L.: WMU (ebenest 3147 [1298] 1 Bel.)

Ebenēzer

Meyers

ebene·zer

Ebenēzer (»Stein der Hilfe«), Ort in Palästina, unweit Mizpa in Judäa, wo Samuel ein Denkmal an seinen Sieg über die Philister setzte (1. Sa…

ebene als Zweitglied (30 von 78)

Ausgeschriebene

Campe

○ Der Ausgeschriebene , des — n, Mz. die — n, ( Requisitionair). S. Ausschreiben.

bergebene

DWB

berge·bene

bergebene , f. planities in dorso montium: auf der höchsten bergebene. Arnim kronenw. 1, 113 .

Botschafterebene

LDWB2

botschafter·ebene

Bot|schaf|ter|ebe|ne f. (-,-n) livel diplomatich m. , plann diplomatich m. ▬ auf Botschafterebene söl livel diplomatich.

Brechungsebene

Campe

brechung·s·ebene

Die Brechungsebene , Mz. die — n, in der Naturlehre, diejenige ebene Fläche, in welcher der auf eine brechende Fläche einfallende Strahl, da…

einfallebene

DWB2

einfall·ebene

einfallebene , einfallsebene f. : 1776 Klügel Priestley, optik 402. 1940 Pohl optik 98. 1976 Duden wb. dt. spr. 2,628 b .

Einfallsebene

Herder

einfall·s·ebene

Einfallsebene , in der Optik die Ebene, welche durch den auf eine Fläche fallenden Lichtstrahl u. das Einfallsloth (senkrechte Linie auf dem…

eisebene

DWB

eise·bene

eisebene , f. planities glacialis: höher hinauf eine eisebene ansteigen. Arnim kronenw. 1, 112 .

Festebene

GWB

feste·bene

Festebene mBez auf die Pharsalischen Felder als Schauplatz der klass Walpurgisnacht GWB 15 2 ,210 Helena Plp 2,1 Dorothee Schröter D. S.

fruchtebene

DWB2

frucht·ebene

fruchtebene f. (zu DWB2 2 ): 1821 Gutsmuths land 1,96. 1955 Behrmann wunder (1956) 15.

führungsebene

DWB2

fuehrung·s·ebene

führungsebene f. (zu DWB2 6 ): 1964 Junckerstorff unternehmensführung 49. 2003 süddt. ztg. 20,52.

grasebene

DWB

grase·bene

grasebene , f. , grasfläche, steppe: einige ( steppen Mittelasiens ) sind grasebenen, andere mit saftigen ... kalipflanzen geschmückt A. v. …

grenzebene

DWB

grenz·ebene

grenzebene , f. : das land des obern Ganges mit allen seinen nördlichen zuströmen bis zu den grenzebenen von Delhi, Bahar Ritter erdkunde 6,…

grundebene

DWB

grund·ebene

-ebene : ob die seitenflächen ... senkrecht zur gr. stehen Karmarsch-Heeren 6, 95 ; auch technischer ausdruck in der geometrie für jede der …

Hinterbliebene

Pfeifer_etym

bleiben Vb. ‘einen Ort nicht verlassen, einen bestimmten Zustand beibehalten, übrig sein’, ahd. bilīban ‘(weg-, unter)bleiben’ (8. Jh.), mhd…

hochebene

DWB

hoche·bene

hochebene , f. hoch über dem meeresspiegel gelegene grosze ebene, hochplateau. Cannabich geographie (1825) s. 565.

Kunstumgebene

GWB

Kunstumgebene mask; Getrenntschr in der Vbdg ‘Pracht-, Prunk-, Leben- und Kunstumgebene’ GWB B46,4,2 Zelter 2.7.29 s Prachtumgebene Michael …

Lebenumgebene

GWB

Lebenumgebene in der Vbdg ‘Pracht-, Prunk-, Leben- und Kunstumgebene’ s Prachtumgebene GWB B46,4,2 Zelter [2.7.29] Martina Eicheldinger M.E.

Prachtumgebene

GWB

Prachtumgebene mask ‘Pracht-, Prunk-, Leben- und Kunstumgebene’: mit (leicht scherzh) Bezug auf Zelter; in Anspielung auf die in der Singaka…

Ableitungen von ebene (3 von 3)

geëbene

BMZ

geëbene swv. sich geebenen sich vergleichen Herb. 6224.

unebene

DWB

unebene , f. ahd. unebini iniquitas Graff 1, 97 ; inaequalitas Frisius 668 b . Maaler 459 d : durch auff und nider steigen der unebne Ryff s…

verëbene

BMZ

verëbene swv. 1. ich mache gleich, schlichte. daʒ wirt verebenet alleʒ mit der slihte Tit. 5288 H. und verebenteʒ ze hant, daʒ man niht zorn…