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dō²d

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
8 in 6 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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18
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23

Eintrag · Westfälisches Wb.

dō²d Adj.

Bd. 2, Sp. 145
dō²d Adj. [allg.] 1. tot, gestorben. — Ra.: Hei is so däud äs ne Mius er ist mausetot (HONC || mehrf.). D möcht eck nit daut seïn da möchte ich auf keinen Fall leben (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). He is immer krank un nimmer daud er ist wehleidig und arbeitsscheu (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc). Kr. BielefeldBie däm goht dä Finger as biem dauten Fiärkel dä Stiärt er ist sehr faul (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Wann dei mol däut is, un diu hälst iem en Daler unner de Nase, dann kümmt hei weier tau sik er ist äußerst geizig (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi). Ick will wall gäne doot wen’n ich weiß es wirklich nicht (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Ik doh kien daud Schaop wat teleed ich bin völlig harmlos (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc). Giäwen es daut, un dat Blag davon es noch nich graut Erwiderung auf die Aufforderung „Gib mal eben“ (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Wann ’t Graß kümmet, is de Iesel däot sagt man, wenn die Hilfe zu spät kommt (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@EversbergEv). Wänn dat Peerd daute ess, kümmet de Hawern teo late dass. (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wenn dat Pead däode es, dann weiat de Krebb’m flicket dass. (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Dä Olle es daut un dä Junge hät noch käine Tänne so wird eine ängstliche Person beruhigt (die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Stadt Witten@WittenWi || mehrf.). Groot off doot entweder im Geschäft groß mitmachen oder gar nicht (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Mamme daute, Pappe blind so heißt es von Witwern mit Kindern, die bei einer Wiederheirat nicht an ihre Kinder denken (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — Sprichw.: Sind hundert Düwel dout, kuemet dousend Düwel wier man wird Ärger nicht los (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || ähnl. mehrf.). Wieker hierauden will, de werd slächt maket; män wieker daut is, de werd luowet (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || mehrf.). Es de Baum grout, es de Plänter dout (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@ImmeckeIm || mehrf.). Wamme küemet in Nout, sind de gurren Frönne dout (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Drei Seltenheiten sind: en tefrïenen Buer, en besouppenen Juden un en doen Ïesel (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi || mehrf.). — Sagw.: Vörseïhn is biätter osse nauseïhn, segg jenner Junge, dau hadde heï ’nen daoen Rüen den Snuten toubuhn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd || ähnl. mehrf.). Glück bi de Sack, sach de Frau, do was de Mann vonn Balken fallen und was doot, ower de Piep was heil blierwen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Sou wat liäwet nit mä, saggte de Stuoark, doa har hei ’nen douen Fuoarsch efangen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). — Bauernregel: Wenn de Weineworm (Maulwurf) grauten Hoop smieten hätt, denn mott einer doet (Kr. MindenMin Kr. Minden@VennebeckVe || ähnl. mehrf.). — Rätsel: Vörn is lebendig, in de Midd is daud, ächten frett Speck un Braut: Pferd, Pflug, Bauer (Kr. MünsterMün Kr. Münster@HavixbeckHa || mehrf.). — Subst. → Dō²de. — 2. verdorrt, vertrocknet. De Telgen (Zweig) an de Irle es deot, hale es Siagen und Äxten (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@AlswedeAl). — 3.1. ohne Anzeichen, Spuren von Leben, Bewegung, bewegungslos, ausgestorben, unbelebt, erloschen. Doue Gïegend (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DattelnDa). Daue Augen ausdruckslose Augen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). De Uowen is däot (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). Dät Lecht brennt so däǫrt das Licht brennt so trübe (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@ElsenEl || mehrf.). — Ra.: Dei arbet op’m douen Water bei seiner Arbeit kommt nichts heraus (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Diu hiäs dat Fuier anbott, niu suih ock tau, dat diu et wuier däod krist du hast den Streit angefangen, nun schlichte ihn wieder (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Ne daude Kuole eine ausgebrannte Kohle (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). Daude Rāke Asche, die in der Nacht aufgehört hat zu glühen (Kr. SteinfurtStf Rh). Dao is daude Rake da ist nichts mehr los; auch von einem Geschäft, das eingegangen ist (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). — 3.2. verbraucht, abgenutzt. Daue Man abgebauter Flöz (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 3.3. abgelaufen. Dat Kapetl is balle daut die Darlehnsschuld ist bald „amortisiert“ (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). ⟨In präd. Stellung: -e [OWestf]: ›dō²te‹ [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin Lippe Kr. WiedenbrückWie HPaderb], ›dō²de‹ [Ravensbg Lippe]. — t-Anlaut [verstr.]. — Erhalt des intervokalischen -d- in den flektierten Formen [verbr. Münsterl, verstr. OWestf]⟩ Zus.: → half~, hukken~, Hǖle-di~, kniᵉter-hukke~, mund~, murts~, mūse~, schīn~, Sla~.
3641 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dod

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    * Der Dod , des -en, plur. die -en, Fämin. die Dod, plur. die -en, ein nur im Oberdeutschen übliches, im Hochdeutschen a…

  2. modern
    Dialekt
    Dodm.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Dod [dód fast allg.; dout D. Si. ] m. Tod: Umesunscht isch der D., un der koscht ’s Lewe. Sich ze D. lache. Geïnt der Do…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dod

489 Bildungen · 478 Erstglied · 6 Zweitglied · 5 Ableitungen

dod‑ als Erstglied (30 von 478)

Dodel

SHW

Dod-el Band 1, Spalte 1553-1554

dodada

LDWB1

dod·ada

dodada [do·dạ·da] f. (-des) Beschämung f., Bloßstellung f., Blamage f. ◆ gran dodada große Blamage. ▬ se dé na dodada sich sehr schämen, ein…

dodadú

LDWB1

dodadú [do·da·dú] m. Scham f., Schamgefühl n., Schamhaftigkeit f. ( → dodanza). ▬ avëi le dodadú Scham empfinden .

Dō²dǟrnst

WWB

Dō²d-ǟrnst m. völliger Ernst ( Alt Ha).

dodanza

LDWB1

dodanza [do·dạn·za] f. (-zes) 1 Scham f., Schamgefühl n., Schamhaftigkeit f. ( → dodadú) 2 Schändung f., Schande f. ◆ mancianza de dodanza S…

dō²darbēden

WWB

dō²d-arbēden V. [verstr.] (+ sik ) 1. (fast) so lange arbeiten, bis man stirbt. Wer sick deertarbeit’t, wärt mett deei Schärpklokken (Schell…

dodarium

MLW

* dodarium v. * dotarius .

Dodatsch

PfWB

dod·atsch

Dodatsch m. : ' langsamer Mensch ', Dodatsch [ RO-Rehborn ]; vgl. Topatsche . — Vielleicht zu Rhein. I 1426 Dotsch, VIII 1260/61 Totsche.

Dod-Ballāpur

Meyers

Dod-Ballāpur (»Groß-Ballapur«, zum Unterschied von dem 22 km nordöstlich gelegenen Tschik-Ballapur , »Klein-Ballapur«), Stadt im Distrikt Ba…

dō²dbeªden

WWB

dō²d-beªden V. am Sterbebett beten, Sterbegebete sprechen (WMWB). — Ra.: Met ähr bünt se an’t Doodbääden sie ist todkrank (WMWB).

dō²dbīten

WWB

dod·biten

dō²d-bīten V. [verstr.] durch Beißen töten. — Sprichw.: Wieker sick to en Schaup maket, den bitt de Wulf daut ( Tek Li).

Dodblacken

MeckWB

dod·blacken

Dodblacken m. Pl. Totenflecke: 'de Dodtblacken kamen hervör' Gry. Lb. 3, D 4 a .

dō²dbrennen

WWB

dod·brennen

dō²d-brennen V. durch Brennen töten. Dei Im’m dautbrennen den Bienenstock töten ( Bie Dd).

dodde

DWB

dodde , rohrkolbe typha und dann narrenkolbe, wie deutelkolbe und wie dieses zu erklären; vergl. Henisch 722 . Stieler 349 , der dafür auch …

Doddel

PfWB

dod·del

Doddel , doddelig , doddeln s. Dottel , dottelig , dotteln .

doddelfett

RhWB

doddel·fett

doddel-fett  Saarbr , Ottw , Saarl-Hüttersd ; dǫdəldęi- Saarbr-Völkl Adj.: fett, dick, dass er doddelt, watschelt.

doddelig

SHW

doddelig Band 1, Spalte 1553-1554

Doddel III

RhWBN

Doddel III m.: Trottel, auch Saarl-Berus ; dafür auch Doddeler, Duddeler.

doddeln

RhWB

doddeln -ǫd- Saarbr , Ottw , Saarl , Merz ; -ǫr- Wend u. Ottw schw.: 1. schwabbeln, von einer dickflüssigen Masse, Fett. Bruch , zu weiten H…

doddeln II

RhWBN

doddeln II -o-, –u- Siegld schw.: fehlerhaft, stotternd sprechen. — Abl.: der Doddeler.

dod als Zweitglied (6 von 6)

landod

KöblerAe

*landod , Adj.? Vw.: s. ge- Hw.: s. land E.: s. land L.: Hh 194

rādod

KöblerAe

*rādod , Adj. Vw.: s. ge- Hw.: s. *rād (3) E.: s. *rādian L.: Hh 252

gelandod

KöblerAe

gela·n·dod

gelandod , Adj. nhd. landbesitzend E.: s. ge-, *landod L.: Hh 194

gerādod

KöblerAe

gerādod , Adj. nhd. klug, verständig E.: s. gerādian L.: Hh 252

Hapedod

Wander

hape·dod

Hapedod Hapedoden leven am langsten. – Kern, 889. Hoffetod. – Reiche Onkel und Tanten leben denen, die von ihnen zu erben gedenken, oft zu l…

ungeėndod

KöblerAe

ungeėndod , Adj. nhd. endlos, grenzenlos ÜG.: lat. infinitus GlArPr Q.: GlArPr E.: s. un-, ge-, ėnde (1) L.: Hall/Meritt 376, Kuhn 384

Ableitungen von dod (5 von 5)

bedoden

MeckWB

bedoden absterben, nachlassen, vom Schmerz einer Wunde: nu bedod't dat Lock all Ro Dierh ..

dôde

MNWB

dôde , m. , f. , der, die Tote.

verdoden

MeckWB

verdoden 1. a. Spr. abtöten: 'de doetsunde vordodet in deme mynschen de delaffticheit disser hillighen meinschop' ( Rutze) Schill.Lübb. 5, 3…