Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Devise f.
Devise f.
Devise f. ‘Wahlspruch, Losung’, in der 2. Hälfte des 16. Jhs. im Sinne von ‘Wappenspruch, -emblem’ aus gleichbed. mfrz. frz. devise entlehnt; ursprünglich das ‘abgeteilte Feld im Wappen’, danach der darin angebrachte ‘Sinnspruch’, seit Anfang des 18. Jhs. allgemein ‘Leitspruch des Handelns, Motto’. Frz. devise ist vom Verb afrz. frz. deviser ‘teilen, zu-, abteilen’, dann ‘anordnen, erzählen’, abgeleitet, das auf vlat. *dēvīsāre, *dīvīsāre (zu lat. dīvīsum, Part. Perf. von lat. dīvidere ‘teilen’, s. dividieren) zurückgeht. – Devisen Plur. ‘im Ausland zahlbare Wechsel’ (um 1830), ein unerklärter, wohl im Dt. aufgekommener Wortgebrauch, vgl. in: Mutterprache (1949) 68; seit der Inflation von 1923 ‘Zahlungsmittel in ausländischer Währung’.