Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
bittern swV.
2 tr. ‘(jmdm.) etw. bitter, unangenehm machen; verbittern’
3 Part.-Adj., subst. als etymologisierende Übers.
1 intr. ‘(jmdm.) bitter, unangenehm sein, werden’ do gewan iz [Buch] alda zu stunt / des suzen honiges smacken / zwischen minen kenebacken / und bittert in minem buche HeslApk 15321 (Apc 10,10); swer denne durch êre und senftez leben / pfaffe ist [...], / dem bittert honic und süezet gift / und volget wênic der heiligen schrift Renner 3271; ist diu zunge bekleidet mit bitterkeit [...], swie süeze der wîn sî [...], er muoz ie bittern Eckh 5: 228,8; StrKD 6,366; Martina 78,65. – ‘mit jmdm. zanken’ swie si [Lea und Rahel] geswester waren, so bitterten sie doch als die gellen gein einander PrBerth(K) 111 2 tr. ‘(jmdm.) etw. bitter, unangenehm machen; verbittern’ dien [Säuglingen] man ir muoter brüste / bittert dur ungelüste, / dâ von diu kint erwindent / sûgens, sô si bevindent / der bitterkeite, sô dar an / ist gestrichen und getân WvRh 4919; Mügeln 268,12; sie suzen den himel tron / und bieten ewigen lon / und bittern vur [= viur ] der helle HeslApk 14969. 14965; daz dritte ist swergemude [Edelmut] , daz kein pine gevelschin noch gebitirin mac Parad 62,32; Tauler 62,39 3 Part.-Adj., subst. als etymologisierende Übers. : chunich dere bitterenten [interl. zu regem Amorreorum ] PsWindb 134,11
MWB 1 834,37; Bearbeiter: Tao