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biten

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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18 in 10 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

biten Part., refl.

Bd. 1, Sp. 897
Wossidia biten beißen; Präs. bit, bittst, bitt, Prät. bet, Part. bäten; biten mordere Niem. Idiot. 3; Mi 9a. 1. ohne Obj. a. von Hunden u. a. bissigen Tieren: bellen Hunn' dee biten nich Wa; dee (Hund) bitt as ne Täk scharf Ro Rostock@RibnitzRibn; 'de doden Müse byten nicht' Gry. Lb. 2, Z 1b; wu de Wulf liggt, dor bitt he nich Bri. Nd. Jb. 31, 26; Läuse: ick heff ne anner Oort krägen, dee biten düller as min WaWaren@Groß GievitzGGiev; Flöhe: Gry. Paw. Ddd 3b; scherzhafter Abschiedsgruß: angenehmes Flöhbiten! Wi; Fisch: hüt is 'n Wäder, wo de Boors bitt warmes, weiches Wetter StaStargard@TriepkendorfTriepk; he bitt ok ahn Angelkoort Beschönigung unerlaubten Angelns PaParchim@GoldbergGoldb; von Menschen und auf Menschen bezogen: he kann nich mihr biten weil er keine Zähne mehr hat; dee Beeren kann 'n mit de Lippen biten da sie so weich sind Wa; in übertr. und bildlichen Wendungen, z. B. zu jem., der gähnt: du bittst doch nich? HaHagenow@RedefinRed; he hett ne gaude Natur, süs bet he Ha; zu einem, der sich vornehm machen will: prr, Aap, bittst ok? Pa; von einem feigen Menschen: dee bitt keen läwig Lüd' Wa; für schelten bei Vorgesetzten: wer bellt, bitt nich Gü; bläken Hunn' biten nich Wa; he kem an to biten der scheltende Inspektor Wa; de lütten Hunn' biten am scharpsten die Unterbeamten treten am strengsten auf Gü; de groten Hunn' biten nich, dat daun man de lütten HaHagenow@RedefinRed; die verneinte Wendung dee bitt nich mihr, die eig. auf einen Gestorbenen Bezug hat, übertr. auf das Kartenspiel: dee biten nich mihr die letzten Karten, nachdem die Trümpfe alle fort sind Ro; häufiger von einer Karte: dee bitt nich mihr vielfach; vgl.: hs kann 'n seggen, œwer nich bit man darf dem Mitspieler nicht geradezu raten zu schlagen oder zu übernehmen, sondern ihn nur zu scharfem Vorgehen anstacheln Ro Rostock@KühlungsbornKühl; sodann übertr. als Aufmunterung zu einer bevorstehenden Arbeit: fat man an, biten deit 't nich ebda; nu man fix tau, de Hunn', dee weg sünd, biten nich mihr Lu Ludwigslust@PolzPolz; de Hunn', dee ut 'n Stall sünd, biten nich mihr Schw; wat farig is, bitt nich mihr Pa; dat bitt di nich von einer schmutzigen Arbeit RoRostock@DierhagenDierh; von einer Pistole ohne Hahn, die er gegen die Revolutionäre brauchen wollte, sagte 1848 ein alter Tagelöhner: wat nich bitt, schug't doch WaWaren@RogeezRog; weiter übertr. auf Dinge: mennigmal bitt de Tung' scharper as de Tähnen: Bri. Nd. Jb. 31, 23; wo ward bloss de Luft utseihn, as wenn se biten un fräten will RoRostock@DierhagenDierh; wie afbiten 1 (Sp. 91) für trinken: dee künn nich recht mihr biten war bezecht PaParchim@DarzeDarze. b. mit präpos. Bestimmung: dee bitt üm sick läßt sich nichts gefallen HaHagenow@GülzeGülze; dee bitt in de korten Klawen der scheltende Inspektor Wa Waren@MarihnMar; up 'n Stock biten bildlich für in Zorn geraten: dee is so bös', dat he up 'n Stock bitt HaHagenow@BoizenburgBoiz; ollen Hund bitt nich up 'n Stock LuLudwigslust@GranzinGranz; dor is de Voss to olt to, up 'n Stock bitt he nich mihr StaStargard@OertzenhofOertz; dieselbe Wendung für etwas annehmen, auf etwas eingehn: Mudder (die Ehefrau) is so bös', ick will ehr 'n Rock henhollen, denn bitt s' dorup Gü; PaParchim@LübzLübz; sonn, dee dor up biten darauf achtgeben WaWaren@LansenLans; dor bitt he nich up den Einwurf überhört er RoRostock@Nienhagen bei DoberanNHagD; vom Fisch uppe Angel biten: wenn du nich up biten wist, kannst up schiten pflegte ein Angler zu sagen, wenn er die Aalangel aussetzte Wi Wismar@KirchdorfKirchd; übertr. von einer Schwangeren: dee hett uppe Angel bäten RoRostock@MüritzMür; von hartem Futter, welches das Vieh nicht kauen kann: willt se dor nich up biten, denn kœnt se dor up schiten SchöSchönberg@WölschendorfWölsch; Loep. 54; positiv: dee sall woll int Gras biten an die Arbeit gehn HaHagenow@RedefinRed; auch vom Pflug: de Acker is so drög', dor kann nich 'n Hund in biten WaWaren@Groß FlotowGFlot; als Bild vom Sterben: int Sand biten HaHagenow@RedefinRed; int Graff biten Wa; RoRostock@WarnemündeWarn; WaWaren@RöbelRöb; Schneeb. Herrg. 1, 156; int Gras biten LuLudwigslust@LaupinLaup; 'dat de sick nicht laten bald in den Dreck byten' (töten) Schlue 42; auch: tidig in 'n suern Appel biten früh sterben RoRostock@RibnitzRibn. 2. mit Akk.-Obj. a. ohne weitere Bestimmung; beißen, kauen: Se harren nicks to bieten (nichts zu essen) Babst 1, 34; im Neckreim: in Ziethen is nicks to biten Ratz. Mitt. 2, 51; de Tähnen gesund un nicks tau biten, de Noors gesund un nicks tau schiten LuLudwigslust@GrabowGrab; So maakt dat Fruensvolk to Huhß se watt to bieten Babst Fest 3; wer is dot? De olle Mann, dee keen Köst mihr biten kann Wa; dee kann keenen Pannkoken mihr biten vor Erschlaffung LuLudwigslust@Neu KalißNKal; 'smale byten möten' (knapp zu essen haben) Gry. Paw. S 4b; Laur. Schg. 4, 107; übertr. trinken: he et ornlich, denn künn he jo wedder weck biten MaMalchin@SarmstorfSarmst; s. 1a; beißende Tiere als Subj., zunächst Hunde: den letzten biten de Hunn' allg.; dee ünner liggt, ward bäten HaHagenow@GülzeGülze; denn' biten de Hunn' nich mihr (einen Toten) Gillh. in Nds. 8, 77; man kann 't so driben, dat eenen de eigen Hunn' biten Wa; wat na kümt, dat bitt de Wulf widerrät, auf Nachgaben zu hoffen Mantz. Ruh. 24, 56; der ursprüngliche Sinn dieser Rda. war ähnlich dem in der Wendung den letzten biten de Hunn' und ist über das Mittelglied: das Spätere geht (möglicherweise) verloren zu der schon bei Mantz. und in der volksläufigen Rede üblichen Bedeutung: später bekommst du vielleicht nichts, nimm also die Gelegenheit wahr zu einer besonders als Nötigung zum Zulangen beim Essen üblichen Rda. entwickelt worden, vgl. W. Seelmann zu Reut. 6, 50; ebda 527; Reut. 7, 469; 4, 110; 2, 400; Stillfr. Köst. 2, 238; de swart Schap bitt de Wulf WaWaren@MalchowMalch; häufig als Bezeichnung des Erschlaffens bei der Erntearbeit: de Wulf hett em bäten Ma; Sta; Läuse: denn' biten de Lüs' noch eens er verarmt noch RoRostock@KlockenhagenKlock; mi biten de Hoor, Lüs' mag ick nich seggen StaStargard@WesenbergWes; dee is so dumm, dat em de Flöh (Lüs') biten bi helligen Sünnenschin Ha Hagenow@RedefinRed; ick denk, mi bitt de Lus Hey. Punsch. 87, öft.; em biten de Lawlüs' er überhebt sich, weil er zu sehr gelobt worden ist SchöSchönberg@DemernDem; Verwunderungsruf: 'dat dy dat Müscken biht!' (Ro 1676) Kohf. Hg. 2, 3; Rda. zu jem., der noch spät im Jahr Fausthandschuhe trägt: lat di nich von 'n Kuckuck biten Wa; ein Loch im Strumpfhacken wird so angedeutet: denn' hett de Kiwitt bäten Wa; de Hunn' hebben em bäten Wa; in der Ernte wird man gewarnt: lat di nich von 'n Ollen biten Wo. Ernt. 35; daß sogar ein Schaf beißen soll, gehört zu den unvorstellbaren Dingen: Schap biten nich als geringschätzige Bezeichnung eines dummen und furchtsamen Gegners; lat di nich von 'n Schap biten, dor sünd Hunn' naug HaHagenow@RedefinRed; meinst, dat di dat Schap bitt? zum Furchtsamen RoRostock@KlockenhagenKlock; em hett dat Schap bäten er ist verrückt StaStargard@FriedlandFriedl; Reut. 7, 75; in diesem Sinne mit unbezeichnetem Subj.: di hebben s' woll bäten? WaWaren@CarlsruhCarlsr; ähnl.: mi bitt de Puks (Kobold) Ro; zu jem., der spät abends draußen arbeitet: hest nich Angst, dat di de Ul bitt? GüGüstrow@GülzowGülz; der Schläfrige sagt: mi bitt dat all so StaStargard@TriepkendorfTriepk; dee hett Angst, dat em dat Fauder bitt von einem Pferd, das keine Lust zum Fressen zeigt Wa; dat will den Voss nich biten ist ohne Belang Glob. 8, 215; ick schug' mi vör de Arbeit nich, ick gah dorbi liggen, se bitt mi nich RoRostock@BlankenhagenBlank; das starke Boizenburger Bier führte den Namen: Biet den Keerl Klüv. 2, 7; im Kartenspiel wie 1a: de lütten biten de groten RoRostock@BörgerendeBörg; dat Ding will 'n Meister biten un hett gor kein Tähnen HaHagenow@RedefinRed; Sta Stargard@WulkenzinWulk; dat kœnen wi nich biten stechen Ro Rostock@KühlungsbornKühl; einige besondere Fälle: kannst dat Ding intwei biten? den Taler wechseln Wa Waren@JabelJab; solang' as du Botter biten kannst Wa; solang' as ick noch Flötmelk biten kann Ro Rostock@GresenhorstGres; dee (der Alte) kann keen dick Melk mihr biten HaHagenow@RedefinRed; Abfertigung: gah hen, grüss Grossmudder un frag ehr, ob se dick Melk biten kann ebda. b. mit präpos. Bestimmung: denn' biten de Hunn' hinnen in de Fäut den großen Reiter auf einem kleinen Pferde HaHagenow@RedefinRed; Ausdruck der Verwunderung: Se denkt, ehr bitt en in de Waoden Hey. Buerh. 69; dor bit mi œwer eener in de Eier! Wa; kann keen Kind vertürnen, süs möt 'ck em all in 'n Noors biten Wa Waren@JabelJab; folgt ein Storch einer Garbenbinderin, so sagt man zu ihr: di bitt dei Adebor dit Johr noch in dei Bein Ha; Schw; Wi; dor kümmt dei Adebor, lat di nich int Bein biten Lu; allg.; de Adebor hett ehr int Bein bäten sie ist schwanger; Stillfr. Köst. 2, 120; wie 2a ein Loch im Strumpf bezeichnend: de Hahn (de Smäd'hahn) hett em in de Hacken bäten HaHagenow@RedefinRed; Wa. 3. refl.: he hett sick uppe Tung' bäten hat gefarzt Ha Hagenow@RedefinRed; Kind: Wat sall ick daun? Antwort: Spring' inne Höögd un bit di in de Waden Wi; he hett sick dörch de Düwelsfick bäten RoRostock@TessinTess; sick fast biten von einer Säge Ha Hagenow@RedefinRed; von einem Mäher; Eigensinn andeutend: dor hebben sei sick nu in fast beten as dei Hund in 't Vossfell Zier. Kiesb. 36; auch: hei hett sick dor fast up bäten, dei glöwt dat RoRostock@DoberanDob; ferner: hei wull sick mit 'n Löwen biten in seinem Kraftgefühl Schö@ GBünst; rez.: dor hebben sick woll de Hunn' in bäten von einem unordentlichen Bett SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd. 4. Gruppen: 'by dessen Vader et nich Veel thau biten un thau brecken gifft' (Ro 1726) Beitr. Rost 9, 112; he hett nicks to biten un to bräken ist arm Wa; dat (sehr harte Brot) is nich to biten oder to bräken WaWaren@RogeezRog; Brotsegen: Gott sei Dank, Brot is in 'n Aben, ..., dat all, dee dorvon biten un bräken, den leewen Herrgott nich vergäten StaStargard@VoigtsdorfVoigtsd; Witt; se hebben nich to biten oder to knacken RoRostock@RibnitzRibn; dee hett nich to knipen oder to biten Ro. 5. Anzeichen und Aberglaube: wenn die Fliegen, Bremsen, Mücken biten, gibt es bald ein Gewitter allg.; beim ersten Gewitter im Jahr soll man stillschweigends in 'n Brink biten, dann kriegt man keine Zahnschmerzen Bartsch 2, 204; wenn Kinder zuerst im Oberkiefer Zähne bekommen, denn biten se int Gras (biten se sick nah de Ierd' rin) Lu Ludwigslust@LaupinLaup; Wa; ... int Graff WaWaren@RöbelRöb; RoRostock@WarnemündeWarn; wenn einem das rechte Ohr klang, pflegte die alte N. zu sagen: bit knasch üm di, denn bitt deejenig, dee di beklœtert, sick uppe Tung' RoRostock@DierhagenDierh. — Zss.: af- (Sp. 91), an- (Sp. 295), bi- (Sp. 837), dörch-, fast-, in-, œwer-, rin-, tau-, ter-, ut-, verbiten; s. bäätsch (Sp. 517), bietsch (Sp. 857), bitrig; Bät (Sp. 654), bäten (Sp. 655), Bitt. — Mnd. bîten. — Bl. 52b; Br. Wb. 1, 90; Da. 18a; Dä. 42b; Me. 1, 344.
9951 Zeichen · 128 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bîtenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +10 Parallelbelege

    bîten stn. warten. dô wart ein liebeʒ bîten von schœnen vrouwen getân mit freude sahen sie seinem kommen entgegen Nib. 1…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bitenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    biten , st. V. Vw.: s. bīten (1)

  3. modern
    Dialekt
    bitenPart., refl.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    biten beißen; Präs. bit, bittst, bitt, Prät. bet, Part. bäten; biten mordere Niem. Idiot. 3; Mi 9 a . 1. ohne Obj. a. vo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit biten

47 Bildungen · 4 Erstglied · 38 Zweitglied · 5 Ableitungen

biten‑ als Erstglied (4 von 4)

biten, bitten

MWB

biten, bitten stV. (Vb) 1 . ‘jmdn. um etw. bitten’ , besonders ‘im Gebet um etw. bitten, zu Gott (um etw.) beten’ . 1.1 abschwächend, höflic…

Bītende

WWB

bit·ende

Bīt-ende Mund, scherzhaft für Kopf. Drohung: „ Eck draihe di glik dän Bietend bi’n Schietend “ ( Min Sh || Kh, Lüb Le , Bür Es).

bîtenkērl

MNWB

biten·kerl

bîtenkērl ein Boizenburger Bier; bîteschâpe (bît de) Spottname aus, für bischop (Reform.).

bîten, knāken

MNWB

biten·knaken

* ~bîten, knāken- grober Ausdruck für küssen (Burmeister C I v, vgl. Nd. Kbl. 30, 45). —

biten als Zweitglied (30 von 38)

gebiten?

KöblerMhd

*ge·biten

*gebiten? , Adj. Vw.: s. un- E.: s. gebiten (1) W.: nhd. DW-

abbiten

KöblerMhd

abbiten , st. V. Vw.: s. abebiten

abe biten

MWB

abe biten stV. ‘etw. von jmdm. erbitten’. – eine Leistung: unser herre ist als guͦt: der wol mit im koͤnde, er bete im als das ab das er gel…

abe erbiten

MWB

abe erbiten stV. ‘jmdm. etw. durch Bitten abgewinnen’ ob er yn iht [Essbares] erpitet ab, / sie geben ym ein solch gab, / er gezzer vier, ob…

abeerbiten

KöblerMhd

abe·erbiten

abeerbiten , st. V. nhd. „aberbitten“, abbitten Hw.: s. abe, erbiten Q.: HvNst (um 1300), Teichn (FB abe erbiten), Chr, LS, Mechth, WeistGr …

afbîten

MNWB

afbîten , stv. , ab-, wegbeißen.

anbîten

MNWB

anbîten , stv. , anbeißen; einen Imbiß nehmen , frühstücken.

ane biten

MWB

ane biten stV. 1 ‘jmdn. anbeten’ 2 ‘jmdn. mit einer Bitte ansprechen’    1 ‘jmdn. anbeten’ in dem selben nammen bitte ich dich, herre, hútte…

ane erbiten

MWB

ane erbiten stV. ‘jmdn. um etw. anflehen’ vnser vraw [...] hab chniet aufs lant / daz iͤr dw chnie gepluͤt han, / und hab ez got derpeten an…

aneerbiten

KöblerMhd

ane·erbiten

aneerbiten , st. V. nhd. erbitten, anflehen Q.: Teichn (1350-1365) (FB ane, erbiten) E.: s. ane, erbiten W.: nhd. DW2- L.: Lexer 364b (aneer…

bebîten

MNWB

bebîten , stv. , 1. anbeißen. 2. ein Wort, eine Rede b. noch einmal überlegen, bevor man es ausspricht.

dörchbîten

MNWB

doerch·biten

dörchbîten , dȫrbîten , stv. , sik d. 1. sich durch etw. durchbeißen, etwas zerbeißen. 2. etw. (eine Flüssigkeit) durchziehen, ganz einziehe…

enbîten

Lexer

en-bîten stv. II. BMZ warten Aneg. , auf etw. ( gen. ) warten Serv.

erbîten

Lexer

erbi·ten

er-bîten stv. II. BMZ absol. warten, erwarten Iw. Troj. Helmbr. 1254. Pass. K. 619,30 ; mit gen. Nib. Wig. Ulr. Wh. 112 a . Loh. 5853. Gudr.…

gebiten

Lexer

ge-biten stv. I, 1. mit sw. präs. BMZ bitten, wiederholt bitten Nib. Trist. Freid. (108, 25). Pass. K. 236,58 ; mit acc. d. s. swaʒ er gebat…

inbîten

MNWB

° inbîten , stv. , (Hund:) bissig sein, beißen (Ostfr. Rqu. ed. Richthofen 270).

irbiten

KöblerMhd

irbiten , st. V. Vw.: s. erbiten

rebiten

KöblerMhd

rebiten , st. V. Vw.: s. erbiten

recken, biten

MNWB

recken·biten

recken, biten vel gnaghen ” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), dû schalt dit blût nicht sûgen disse knāken nicht gnāen di sēnen nicht t. (Heilsegen g…

rümbiten

MeckWBN

ruem·biten

Wossidia rümbiten herumbeißen: de Bor ... bet dorup rümmer S. Neum. Volksm. 321.

²tõbîten

MNWB

2 tõbîten , stv. ( Präs. : Ind. 3. Sg. -bît ; Imp. Sg. -bît ; Prät. : Ind. 3. Sg. -bê[i]t ), Pl. -bēten ; Part. Prät. -bēten [ -betten ]): 1…

underbîten

MNWB

under·biten

underbîten , stv. ( Part. Prät. -gebetten ) : 1. sich gegenseitig beißen, „ Desse twe draken vnderbiten syk alle nacht so sere, dat de berch…

ungebiten

Lexer

ung·e·biten

un-gebiten part. adj. BMZ ohne zu warten auf ( gen. ) Türl. Wh. 25 a . 96 b . 104 b .

upbîten

MNWB

upbîten , stv. : 1. etw. aufbeißen, durch Zubeißen öffnen, „ Disse Nuth ys tho hardt upthobitende ” (Hülsemann Sprw. 118). — 2. (einen Apfel…

vorbîten

MNWB

vor·biten

vorbîten , stv. , beißen, wegbeißen, zerbeißen , totbeißen. Refl. sik v. sich festbeißen, sich versteifen. Part. prät. vorbēten(e), subst. ,…

vüregebiten

KöblerMhd

vüregebiten , st. V. nhd. gerichtlich vertreten Q.: Urk (1270) E.: s. vüre (1), ge, biten (1) W.: nhd. DW- L.: WMU (vürgebitten 146 [1270] 1…

Ableitungen von biten (5 von 5)

bebîten

MNWB

bebîten , stv. , 1. anbeißen. 2. ein Wort, eine Rede b. noch einmal überlegen, bevor man es ausspricht.

erbîten

Lexer

er-bîten stv. II. BMZ absol. warten, erwarten Iw. Troj. Helmbr. 1254. Pass. K. 619,30 ; mit gen. Nib. Wig. Ulr. Wh. 112 a . Loh. 5853. Gudr.…

gebiten

Lexer

ge-biten stv. I, 1. mit sw. präs. BMZ bitten, wiederholt bitten Nib. Trist. Freid. (108, 25). Pass. K. 236,58 ; mit acc. d. s. swaʒ er gebat…

verbîten

Lexer

ver-bîten stv. BMZ intr. zu lange, vergeblich warten Msh. 3,219 b . Lieht. 318,31 ; tr. auf borg geben O.Rul. 5. vgl. Schm. Fr. 1, 303.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „biten". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/biten/meckwb?formid=B02806
MLA
Cotta, Marcel. „biten". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/biten/meckwb?formid=B02806. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „biten". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/biten/meckwb?formid=B02806.
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