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bißchen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

bißchen

bißchen

beißen Vb. ‘mit den Zähnen zupacken, die Zähne in etw. hineindrücken, scharf sein, brennen, ätzen’. Ahd. bīʒan ‘(hinein)beißen, stechen’ (8. Jh.), mhd. bīʒen, asächs. bītan, mnd. mnl. bīten, nl. bijten, afries. bīta, aengl. bītan, engl. to bite, anord. bīta, schwed. bita, got. beitan (germ. *bītan) gehören mit aind. bhinátti ‘spaltet, zerschlägt, durchsticht, bricht ein’ und lat. findere ‘spalten’ zu ie. *bheid- ‘spalten’, vielleicht eine Erweiterung der unter Beil (s. d.) angeführten Wurzel ie. *bhei-, *bhei̯ə-, *bhī- ‘schlagen’. Eng verwandt mit dem gemeingerm. Verb sind die unter beizen und bitter (s. d.) genannten Formen. – Biß m. ‘Zugriff mit den Zähnen, durch Beißen entstandene Verletzung’, ahd. biz (mit ungeklärtem Lautstand z oder ʒ am Wortende, s. beizen) ‘das Beißen, Biß, Bissen, Brocken’ (9./10. Jh.), mhd. biʒ, biz, asächs. biti, mnd. bēte, mnl. bete, nl. beet ‘Biß, Bissen’, aengl. bite, engl. bit ‘Biß’. Gebiß n. ‘Gesamtheit der Zähne’, ahd. gibiʒ ‘Gebiß, Bissigkeit, Schärfe’ (10. Jh.), mhd. gebiʒ, mnd. (ge)bit(te), gebēte ‘Gebiß, Zaum’. bissig Adj. ‘schnell und scharf zubeißend, durch scharfe Worte verletzend’, seit frühnhd. Zeit, vom 15. bis 19. Jh. auch beißig, mhd. bīʒec, erhalten in bärbeißig (s. d.); vgl. ahd. bīʒīg, biʒʒīg (Hs. 12. Jh.). Bissen m. ‘was man auf einmal abbeißen und in den Mund stecken kann, Happen, kleine Mahlzeit, Imbiß’, ahd. biʒʒo ‘abgebissenes Stück, Bissen, Klumpen, Brocken’ (9. Jh.), mhd. biʒʒe, mnd. bēte, aengl. bita, engl. bit, anord. biti, schwed. beta ‘Bissen’. bißchen (16. Jh.), landschaftlich bissel (15. Jh.) Adv. Adj., meist ein bißchen, ein bissel ‘ein wenig, etwas’, eigentlich ‘ein kleiner Bissen’.
1673 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bíßchen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Bíßchen , im Oberdeutschen das Bíßlein, des -s, plur. ut nom. sing. das Diminutivum des folgenden Wortes, ein kleine…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bißchen

    Goethe-Wörterbuch

    bißchen Schreibung: bisgen; bischen; bißgen, bissgen; bißchen, bisschen; knapp ein Viertel der Belege mit Großschreibung…

  3. modern
    Dialekt
    bißchenn.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    bißchen , Bißchen n. : 1. wie schd., bißche (bisχə), bißje (bisjə), bissi (bisi), bissel (bisəl), bisselche (bisəlχə), z…

  4. Sprichwörter
    Bisschen

    Wander (Sprichwörter)

    Bisschen Dat sind kleine Bietkes un graute Sprünge. ( Westf. ) [Zusätze und Ergänzungen] 2. Alle Bettjes bate, sêi de Be…

  5. Spezial
    bisschen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    biss|chen I adj. (in unbetonter Stellung «pü’ » ) püch (püc, pücia) II adv. na frizia, n püch, n frego, n lech, n migul,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bisschen

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von bisschen

biss + -chen

bisschen leitet sich vom Lemma biss ab mit Suffix -chen.

bisschen‑ als Erstglied (1 von 1)

bißchenweise

PfWB

bisschen·weise

 bißchen-weise Adv. : bisjeweiß esse 'in kleinen Mengen verzehren' [ Gal-Dornf ]; vgl. bisseln .

bisschen als Zweitglied (1 von 1)

Pfáffenbíßchen

Adelung

pfaffen·bisschen

Das Pfáffenbíßchen , des -s, plur. ut nom. sing. das beste schmackhafte Stück an einem Braten oder gekochten Fleische oder Fische, welches a…