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Besteck

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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26
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9

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Besteck

Besteck

stecken Vb. (transitiv) ‘stechend befestigen, an einen bestimmten Platz bringen, unterbringen’, (intransitiv) ‘haftenbleiben, festsitzen’ vereint in seiner mhd. Lautform zwei ehemals eigenständige Verben, einerseits das Kausativum ahd. stecken ‘anheften, annageln’ (9. Jh.), mhd. stecken ‘einstechend befestigen’ bzw. mnd. nd. mnl. sticken (mit älterer Vokalstufe, dadurch lautlich mit sticken ‘feine Muster einnähen’ zusammenfallend), andrerseits (mit expressiver Konsonantendoppelung) das Durativum ahd. steckōn (8. Jh.), mhd. stecken ‘eingestochen festhaften, sich befinden’, das seit dem 16. Jh. unter Einfluß von stechen zuweilen stark flektiert (vgl. der Brief stak im Kasten). Beide sind zu dem unter stechen (s. d.) behandelten Verb gebildet. – Stecker m. ‘wer oder was steckt’ (17. Jh.), ‘Geräteteil zur Herstellung elektrischer Kontakte’ (20. Jh.). Steckling m. ‘zum Anwurzeln in die Erde gestecktes Reis’ (18. Jh.), gebildet nach älterem Setzling (s. setzen). Steckbrief m. ‘öffentliche Aufforderung zur Mithilfe bei der Ergreifung eines flüchtigen Täters mit dessen genauer Personenbeschreibung’ (16. Jh.), eigentlich wohl ‘Haftbefehl’, d. h. Anweisung, jmdn. ins Gefängnis zu stecken. Steckrübe f. Rübensorte, die als junge Pflanze verpflanzt (gesteckt) wird (16. Jh.). abstecken Vb. ‘abgrenzen (mit Pfählen), loslösen’ (16. Jh.), ‘mit Stecknadeln anpassen’ (20. Jh.). anstecken Vb. ‘an etw. befestigen, einen Brandsatz anbringen und dadurch in Brand setzen, ein Faß öffnen’, ahd. anasteckōn (11./12. Jh.), mhd. anestecken ‘anzünden, ein Faß öffnen’ (mnd. ansticken, s. oben); bildlich ‘(Krankheiten) zündstoffartig mitteilen, (sich) infizieren’ (16. Jh.); ansteckend Part.adj. ‘infizierend’ (17. Jh.); Ansteckung f. ‘Infektion’ (17. Jh.), älter ‘Entzündung von Feuer’ (15. Jh.). aufstecken Vb. ‘hochstecken, oben anbringen, aufsetzen’, mhd. ūfstecken; übertragen ‘etw. aufgeben, auf etw. verzichten’ (19. Jh.), jmdm. ein Licht aufstecken ‘jmdm. etw. klarmachen, ihn aufklären’ (17. Jh.). bestecken Vb. ‘steckend mit etw. versehen, hineinstecken’, ahd. bistecken ‘hineinstecken’ (11. Jh.), mhd. bestecken ‘bedecken, festsetzen, steckenbleiben’. Besteck n. ‘was zusammengesteckt ist’, z. B. ‘(zur Zierde) Aufgestecktes’ am Helm oder Degen (16. Jh.), ‘Messer, Gabel, Löffel’ als zusammengehörender (ehemals in einem Futteral befindlicher) Satz (17. Jh.), ‘Futteral, Etui für Werkzeuge und sein Inhalt’ (18. Jh.). verstecken Vb. ‘verbergen’ (16. Jh.); vgl. ahd. firstecken ‘verstopfen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. verstecken ‘ersticken machen’; Versteck n. ‘heimlicher Aufbewahrungsort’ (18. Jh.), mnd. (in der Seemannssprache) vorstecke ‘Hinterhalt, geheime Absicht’.
2670 Zeichen · 113 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bestèck

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Bestèck , des -es, plur. die -e. 1) Ein Futteral, in welches gewisse zusammen gehörige Werkzeuge gesteckt werden. No…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Besteck

    Goethe-Wörterbuch

    Besteck a Behältnis, Tasche mit chirurg Instrumenten; in Wj für die von Wilh in Lj erworbene lederne Tasche des Wundarzt…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Besteck

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Besteck , in technischer Bedeutung ein leicht tragbares Behältniß. besonders zur Aufbewahrung von Instrumenten, mathemat…

  4. modern
    Dialekt
    Besteck

    Elsässisches Wb.

    B e steck n. wie hochd. Logelnh. Str. U., urspr. wohl Behälter od. Futteral zum Hineinstecken, dann der hineingesteckte …

  5. Spezial
    Besteck

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Be|steck n. (-[e]s,-e) 1 pestech m. , posades f.pl. , massaries da mësa f.pl. 2 (nur Löffel) cazadöra f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit besteck

7 Bildungen · 5 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von besteck

be- + steck

besteck leitet sich vom Lemma steck ab mit Präfix be-.

Zerlegung von besteck 2 Komponenten

best+eck

besteck setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

besteck‑ als Erstglied (5 von 5)

bestecken

DWB

best·ecken

bestecken , configere, praet. besteckte, mhd. bestacte, transitiv, im gegensatz zu dem vorausgehenden intransitiv: 1 1) ein grab mit blumen,…

bestecken

FWB

1. ›(wo) stecken, festsitzen, ohne Bewegungsmöglichkeit sein‹; in Verbindung mit bleiben (oft): ›stecken, hängen bleiben‹; im einzelnen von …

bestecker

DWB

best·ecker

bestecker , m. in mehrfachem sinn: bestecker der reben, palator, pedator.

besteck als Zweitglied (1 von 1)

messerbesteck

DWB

messer·besteck

messerbesteck , n. futteral zur aufbewahrung mehrerer messer und gabeln; auch für aufbewahrung von messer, gabel und löffel auf reisen. Jaco…

Ableitungen von besteck (1 von 1)

bestecke

BMZ

bestecke swv. 1. transitiv. a. bestecke. diu welt ist ein garte, dâ got inne brechen sol daʒ wunneclîche loup, daʒ sîner vröuden sal besteck…