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beliebig

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

beliebig

beliebig

belieben Vb. ‘wünschen, geneigt sein’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. gefallen’. Das frühnhd. im 15. Jh. vereinzelt, im 16. Jh. allgemein vorkommende Verb (vgl. entsprechendes mnd. belēven, mnl. nl. believen) ist ursprünglich intensivierende Präfixbildung zu lieben (s. d.). Auf dem Wege über ‘Gefallen finden’ entwickelt sich im Frühnhd. wie im Mnd. die bis ins 19. Jh. nachweisbare Bedeutung ‘gutheißen, billigen, beschließen’. Vom 17. Jh. an wird das präfigierte Verb vor allem im Sinne von ‘willig, geneigt sein, geruhen’, auch unpersönlich ‘jmdm. recht sein, gefallen’ (vgl. frz. s’il vous plaît), in höflicher Ausdrucksweise als Bestandteil häufig formelhaft erstarrender Umschreibungen gebräuchlich. – beliebt Part.adj. ‘allgemein geschätzt’, mnd. belēvet ‘beliebt, wert’. Im Hd. verselbständigt sich das Part. Prät. des Verbs belieben im 17. Jh. als ‘erwünscht, angenehm’, namentlich in attributivem Gebrauch und in der Fügung sich beliebt machen ‘Wertschätzung erlangen’. Dazu unbeliebt Part.adj. ‘unerwünscht, unangenehm, nicht geschätzt’ (17. Jh.), oft in sich unbeliebt machen ‘Mißfallen erregen’, sowie als jüngere Ableitung Beliebtheit f. ‘allgemeine Wertschätzung’ (Anfang 18. Jh.). Belieben n. ‘Neigung, Wille, Wunsch’ (Anfang 15. Jh.), in Fügungen wie nach Belieben, etw. in jmds. Belieben stellen auch ‘Ermessen, Gutdünken’; substantivierter Infinitv von belieben. beliebig Adj. ‘willkürlich ausgewählt’, Ableitung des 17. Jhs. zunächst in der Bedeutung ‘erwünscht, angenehm, passend’; über jmdm. beliebig ‘ganz nach jmds. Wunsch’ kommt es im 18. Jh. (in Anlehnung an das Substantiv Belieben) zur heutigen Verwendung.
1637 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beliebig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Beliebig , adj. et adv. was einem beliebt, wie es beliebt. Ich will in einen jeden ihm beliebigen Ort kommen. Wie es dir…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    beliebig

    Goethe-Wörterbuch

    beliebig fast 150 Belege, attr u adv, selten präd, auch subst 1 für gut, richtig, zweckmäßig erachtet, nach Gutdünken, E…

  3. Spezial
    beliebigadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    beliebig , adj произвольный , п → FiloSlov willkürlich, adj

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beliebig

7 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von beliebig 3 Analysen

beliebern + -ig

beliebig leitet sich vom Lemma beliebern ab mit Suffix -ig, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: be-+liebig be-+lieb+-ig

beliebig‑ als Erstglied (1 von 1)

Beliebigkeit

FiloSlov

beliebig·keit

Beliebigkeit , f произвольность , ж → FiloSlov Willkürlichkeit, f

beliebig als Zweitglied (4 von 4)

Míßbeliebig

Adelung

miss·beliebig

Míßbeliebig , -er, -ste, adj. et adv. kein Belieben, keine Neigung zu etwas habend, und darin gegründet; am häufigsten in den Kanzelleyen, d…

selbstbeliebig

DWB

selbst·beliebig

selbstbeliebig , adj. : dasz .. meine seele .. unter andern geringen naturgaben auch diese besitzt, .. sich in jede selbstbeliebige bestimmu…

unbeliebig

DWB

unbe·liebig

unbeliebig , adj. adv. , gegentheil von beliebig gratus, obwohl von Adelung , Campe und den von ihnen abhängigen wörterbüchern bis tief ins …

xbeliebig

RDWB1

x-beliebig umg. любой, каждый, всякий, первый встречный идиом. , каждый встречный и поперечный идиом. , разг. , первый попавшийся идиом.

Ableitungen von beliebig (2 von 2)

Míßbeliebig

Adelung

Míßbeliebig , -er, -ste, adj. et adv. kein Belieben, keine Neigung zu etwas habend, und darin gegründet; am häufigsten in den Kanzelleyen, d…

unbeliebig

DWB

unbeliebig , adj. adv. , gegentheil von beliebig gratus, obwohl von Adelung , Campe und den von ihnen abhängigen wörterbüchern bis tief ins …