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barde

mnd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

BARDE m.

Bd. 4, Sp. 194
DWB2BARDE m.  DWB2aus gall.-lat. bardus ‘gallischer sänger u. dichter’ , das auf kelt. ursprung zurückgeht, vgl. gall. Bardo-magus (ortsname), air. bard, weitere etymologie unsicher. bis anfang d. 18. jhs. auch in lat. form; heutige form vielleicht unter einfluß des frz. DWB2 DWB21 DWB2keltischer oder allgemeiner der verklärten vergangenheit angehöriger sänger u. dichter, zunächst auch oftpriesteroder ‘weiser’ 1569 es sagen etliche, das der alten Teutschen bardi oder weisen viel dings von dem Tuͤrcken haben propheceyet theatrvm diabolorum 228a. 1598 bey vnseren vorfahren, den vhralltten Teutschen hieß mann die priester vnnd pfaffen, barden vnnd druden, vnnd wahren die barden, daß ist die werdthen oder würdigen. der Teutschen historicj, poëten, vnndt musicj Spangenberg musica 14 LV. 1641 doch hat hie Tacitus die barden und druiden nicht außgeschlossen Schottel sprachkunst 82. 1743 Homers armuth, die ihn nöthigte, ein umschweifendes leben zu führen, als ein irrender barde samml. crit. schr. 7,22. 1764 Fingal, ein heldengedicht .. von Oßian, einem alten schottischen barden Gleim brw. (1899)348 LV. ⟨1769⟩ indem er (Karl d. Große) .. die gesänge der barden nicht länger der mündlichen ueberlieferung anvertraute Klopstock w. (1798)8,64. 1775 die opfer des viehes geschahen von barden und priesterinnen Berisch Wittekind 36. 1830 indeß man mein mittagsessen bereitet .. spielt ein harfner, bescheidnes ueberbleibsel der welschen barden, originelle weisen Pückler-M. br. eines verstorb. 1,119. ⟨1835⟩ und dann versetzen wir uns ja gern in jenes alte zeitalter der barden und volkssänger Schumann (1891)1,155. 1923 auf der syrtischen kultur trugen die Garamanten die gliederung in adel, barden, handwerker .. nach Innerafrika Frobenius kulturreich 84. 1999 Irland ist nicht länger das land der kobolde, feen und barden frankf. allg. ztg., DWDS-arch. DWB2— in neuerer zeit jmd., der sich in form, inhalt u. präsentation seines gesangs an die barden der vergangenheit anlehnt: 1998 der vorstellung vom walisischen dichter entspreche .. noch heute ein sieger an der Eisteddfod, der traditionellen versammlung der barden, an der wettgesänge veranstaltet werden n. zürch. ztg., DWDS-arch. 2007 in seiner wohnung .. fühlt man sich in die vergangenheit zurück versetzt, die den stilvoll in grünen samt gekleideten barden fasziniert bad. ztg. (25.8.), onlinearch. DWB22 meist iron. ‘wortgewaltiger, ehrgebietender dichter u. sänger; oft auch ‘künstlerischer wortführer einer bewegung’, gelegentl., vor allem bei osteurop. bezug ‘liedermacher(vgl. entsprechendes russ. бapд): ⟨1743⟩ kennt ihr vernunft auch, ihr verächter? / ihr barden neuer barbarey, / der einfalt eifrige verfechter, / so klug, wie jeder papagey? belustigungen d. verstandes 2[1744]159 Sch. 1790 mit diesem schlachtgesange unsers ersten barden Klopstok chronik 225 Sch. 1826 mein greifswalder freund war auch ein deutscher barde, .. er .. arbeitete .. an einem nationalheldengedicht Heine 3,62 E. 1888 da er (Klopstock) sich als deutscher barde im besitze der walhallaschlüssel fühlte E. Curtius alterthum (1875)3,44. ⟨1914⟩ mond, sonne, schilfgeflüster, waldesrauschen – all das hat der liebe gott nur des reimes wegen geschaffen, und das egozentrische gebrüll manches barden störte die stille der sommerlichen nacht Tucholsky 1,217 G.-T./R. 1977 was es mit der kühnheit des barden der revolution auf sich hat Kunert K. 77. 2004 das lied von den einstürzenden mauern hat den sohn parteitreuer bildender künstler im august 1980 fast wider willen zum barden der Solidarnosc .. gemacht n. zürch. ztg. (26.4.)23b. 2006 in einer ehemaligen sauerkrautfabrik .. führt heute der „elsässische barde“ Roger Siffer seine choucrouterie Tschirner Elsass 494. 2008 schon kurz nach der todesnachricht stellte das staatsfernsehen, wo Kernagis ein häufiger gast gewesen war, sein programm um und sendete am wochenende dokumentarfilme über den barden und konzertaufnahmen n. zürch. ztg. (18.3.)7a.Solf
3987 Zeichen · 102 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    barde

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    barde, f. breites Beil.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Barde

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Barde , des -n, plur. die -n, ein Nahme, welchen bey den ältesten abendländischen und mitternächtigen Völkern die Sä…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Barde

    Goethe-Wörterbuch

    Barde 1 für den vorwiegend durch Ossian (sd) vermittelten altkelt Dichter u Sänger von Kampf- u Preisliedern; in Übs Oss…

  4. modern
    Dialekt
    Bārden.

    Westfälisches Wb.

    Bārde ⟨ Gewöhnlich f., doch Bar n. ( WWB-Source:325:WoeN WoeN ), „ Bōr “ n. ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bödefeld Bö …

  5. Spezial
    Bardem

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Barde , m бард , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit barde

52 Bildungen · 26 Erstglied · 25 Zweitglied · 1 Ableitungen

barde‑ als Erstglied (26 von 26)

Bardeleben

Herder

barde·leben

Bardeleben , Kurt von, Ostpreuße, geb. 1798, machte den Freiheitskrieg mit, trat nach dem Frieden aus dem Militärdienst, war 1847 auf dem ve…

Bardenberg

Meyers

barden·berg

Bardenberg , Dorf im preuß. Regbez. und Landkreis Aachen, hat eine kath. Kirche, Steinkohlenbergbau, ein Holzsägewerk und (1900) 3364 Einw.

Bardenchor

GWB

barden·chor

Bardenchor zu Barde 3, metonym für Bardenpoesie GWB 40,272,13 Rez:Voß,Ged [G/Voß dJ] [ Zit GWB Sp 61,39 ] Günter Kramer G. K.

Bardengeist

GWB

barden·geist

Bardengeist zu Barde 2 [ Minnesinger: ] Von Wartburgs Höhn, .. | Wohin, noch froh gedenk der alten Wonnen, | Der ewig rege B. sich kehrt GWB…

Bardengesang

Campe

barden·gesang

Der Bardengesang , des — es, Mz. die — sänge, der Gesang, das Lied eines Barden; das Bardenlied.

Bardengewalt

GWB

barden·gewalt

Bardengewalt Macht des urtüml Heldenliedsängers über die Empfindungen seiner Hörer Wir erwarteten hier keine markige Natur unsrer Älterväter…

Bārdenholt

WWB

barden·holt

Bārden-holt. „ Boren- “ Jungholz ( Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklenburg@Hambüren Hb Hd).

Bardenkor

Campe

barden·kor

Der Bardenkor , des — es, Mz. die — köre, der Kor der Barden, die sämmtlichen Barden. Noch wuchert, Volkerhalter, dir Hellgrünes Eichenlaub,…

Bardenthum

Campe

barden·thum

○ Das Bardenthum , des — es, o. Mz. die alten Barden, und alles, was sie betrifft und von ihnen herrührt. »Das Bardenthum und die alten nord…

Bardenwesen

GWB

barden·wesen

Bardenwesen zu Barde 3, literar Tätigkeit dieser Dichtergruppe, abwertend Balladen- und Volksliederepoche .. B. Bürgers Einfluß auf das Gele…

Bardesanes

Herder

barde·s·anes

Bardesanes , syrischer Gnostiker im 2. Jahrh., lehrte 2 ewige Urwesen, den unbekannten Vater und die Materie, aus der sich das Böse entwicke…

bardesân

KöblerMnd

bardesân , F. Vw.: s. bardesān

bardesān

KöblerMnd

barde·sān

bardesān , F. nhd. Partisane Hw.: s. bordesān I.: Lw. it. partigiano? E.: s. frz. partisan?, Sb., Parteigänger?, Teilnehmer; it. partigiano?…

Bardewiek, Bardowiek

Herder

Bardewiek, Bardowiek , hannov. Flecken an der Ilmenau, 1700 E., ward Stadt und Bischofssitz durch Karl d. Gr., lange Zeit die blühendste Han…

barde als Zweitglied (25 von 25)

Hellebarde

Pfeifer_etym

helle·barde

Hellebarde f. alte Hieb- und Stoßwaffe mit langem Holzschaft, einer axtförmigen Klinge mit Haken und scharfer, langer Spitze, mhd. helmbarte…

herebarde

KöblerMnd

here·barde

herebarde , F.? nhd. eine Augenkrankheit E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 2, 282 (herebarde) Son.: herebarde örtlich beschränkt, harbarde …

kraftbarde

DWB

kraft·barde

kraftbarde , m. kraftgenialischer dichter. Lichtenberg 4, 124 (83), verächtlich. s. unter DWB kraftgeist .

Lombarde

GWB

lom·barde

Lombarde aus der oberital Region Lombardei Stammender, dort Ansässiger Ein Lombard .. forderte mich auf, ihm Gesellschaft zu leisten GWB 30,…

Lumbarde

KöblerMnd

Lumbarde , M. Vw.: s. Lombarde L.: MndHwb 2, 871 (Lumbarde)

mâlbārde

MNWB

mal·barde

° mâlbārde (mael-) , f. , Handbeil zur Kennzeichnung abzuholzender Bäume (SL).

Minnebarde

Campe

minne·barde

○ Der Minnebarde , — n, Mz. — n , so viel als Minnesänger. Und sangst — im Geiste der Minnebarden . Küttner.

mâlbarde

LW

mâl-barde, f. die Barde, das Beil, womit man ein mâl, Grenzzeichen, in die Bäume haut.

plôchbārde

MNWB

ploch·barde

° plôchbārde , f. : am Pflugbaum befestigtes Langeisen das den Boden für den Durchgang der Pflugschar zur Furche vorschneidet, Sech (Grimm W…

plôchbarde

LW

plôch-barde, f. Pflugeisen? Pflugbeil? -bengel, Pflugknecht, Bauersmann; -boker = -stoker; -cap? ein Schmiedsgerät? Teil des Pfluges? -holde…

Timmermansbārde

WWB

timmerman·s·barde

Timmer-mans-bārde f. 1. Handbeil, zweiseitig geschliffenes Beil mit geradem, kurzem Stiel zum Zerkleinern des Holzes ( Kr. Soest Sos WWB-Sou…

urbarde

DWB

urbarde Göthe 40, 282 W.

volksbarde

DWB

volk·s·barde

-barde , m. , volksthümlicher sänger: zu .. volksbarden ... zu Femios und Demodokos hinaufrücken Voss antisymb. 2, 232 ; auch scherzhaft, et…

vorweltsbarde

DWB

vorwelt·s·barde

vorweltsbarde , m. : der entzückende kranz, der nimmer verwelkend vorweltsbarden umfunkelte K. G. v. Brinkmann ged. (1789) 2, 37 . —

wanderbarde

DWB

wander·barde

wanderbarde , m. : o gewisz schon während des troischen kriegs und gleich darauf haben mehrere der wanderbarden ... des Achilleus zorn ... z…

Ableitungen von barde (1 von 1)

urbarde

DWB

urbarde Göthe 40, 282 W.