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barde

mnd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Barde

Bd. 1, Sp. 730
Der Barde, des -n, plur. die -n, ein Nahme, welchen bey den ältesten abendländischen und mitternächtigen Völkern die Sänger oder Dichter führeten, und der in der poetischen Schreibart der Neuern zuweilen noch jetzt für einen ehrwürdigen Dichter gebraucht wird. Herauf, o Sonne! lange schon harret dir Der Bard entgegen! Denis. Anm. Ammianus Marcellinus, Strabo und andere versichern, daß bey den alten Galliern Bardus einen Sänger bedeutet habe. Das Stammwort ist ohne Zweifel das alte baren, welches nicht nur schreyen, und brummen, sondern auch singen bedeutete. S. Schilters Glossar v. Bardus, Wachters Glossar. v. Bardus und Baren, Frischens Wörterb. v. Baren, und des du Fresne Glossar. v. Bardire, Bardaea, Bardicatio. In Bretagne werden die Geigenspieler, welche auf den Dörfern herum ziehen noch jetzt Barden genannt, und da auch die Waldenser nicht nur einen Geistlichen, sondern auch einen jeden angesehenen Mann Barba, oder Bart zu nennen pflegen, so ist glaublich, daß auch dieser Nahme von dem alten Gallischen Bardus abstammet. Denn[] daß dieser Ausdruck das folgende Bart, barba, seyn sollte, ist wohl nicht glaublich, weil die Gewohnheit Bärte zu tragen ehedem allgemein war, die Figur auch zu hart und ungewöhnlich seyn würde. S. indessen den du Fresne v. Barbanus. Bar kommt in der Bedeutung eines Liedes noch bey dem Hans Sachs vor. Was übrigens das Verbum baren betrifft, so ist solches für schreyen, rufen, noch im Niedersächsischen üblich, und kommt in der Bedeutung des Singens mit dem Hebräischen Parat, singen, überein.
1544 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    barde

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    barde, f. breites Beil.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Barde

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Barde , des -n, plur. die -n, ein Nahme, welchen bey den ältesten abendländischen und mitternächtigen Völkern die Sä…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Barde

    Goethe-Wörterbuch

    Barde 1 für den vorwiegend durch Ossian (sd) vermittelten altkelt Dichter u Sänger von Kampf- u Preisliedern; in Übs Oss…

  4. modern
    Dialekt
    Bārden.

    Westfälisches Wb.

    Bārde ⟨ Gewöhnlich f., doch Bar n. ( WWB-Source:325:WoeN WoeN ), „ Bōr “ n. ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bödefeld Bö …

  5. Spezial
    Bardem

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Barde , m бард , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit barde

52 Bildungen · 26 Erstglied · 25 Zweitglied · 1 Ableitungen

barde‑ als Erstglied (26 von 26)

Bardeleben

Herder

barde·leben

Bardeleben , Kurt von, Ostpreuße, geb. 1798, machte den Freiheitskrieg mit, trat nach dem Frieden aus dem Militärdienst, war 1847 auf dem ve…

Bardenberg

Meyers

barden·berg

Bardenberg , Dorf im preuß. Regbez. und Landkreis Aachen, hat eine kath. Kirche, Steinkohlenbergbau, ein Holzsägewerk und (1900) 3364 Einw.

Bardenchor

GWB

barden·chor

Bardenchor zu Barde 3, metonym für Bardenpoesie GWB 40,272,13 Rez:Voß,Ged [G/Voß dJ] [ Zit GWB Sp 61,39 ] Günter Kramer G. K.

Bardengeist

GWB

barden·geist

Bardengeist zu Barde 2 [ Minnesinger: ] Von Wartburgs Höhn, .. | Wohin, noch froh gedenk der alten Wonnen, | Der ewig rege B. sich kehrt GWB…

Bardengesang

Campe

barden·gesang

Der Bardengesang , des — es, Mz. die — sänge, der Gesang, das Lied eines Barden; das Bardenlied.

Bardengewalt

GWB

barden·gewalt

Bardengewalt Macht des urtüml Heldenliedsängers über die Empfindungen seiner Hörer Wir erwarteten hier keine markige Natur unsrer Älterväter…

Bārdenholt

WWB

barden·holt

Bārden-holt. „ Boren- “ Jungholz ( Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklenburg@Hambüren Hb Hd).

Bardenkor

Campe

barden·kor

Der Bardenkor , des — es, Mz. die — köre, der Kor der Barden, die sämmtlichen Barden. Noch wuchert, Volkerhalter, dir Hellgrünes Eichenlaub,…

Bardenthum

Campe

barden·thum

○ Das Bardenthum , des — es, o. Mz. die alten Barden, und alles, was sie betrifft und von ihnen herrührt. »Das Bardenthum und die alten nord…

Bardenwesen

GWB

barden·wesen

Bardenwesen zu Barde 3, literar Tätigkeit dieser Dichtergruppe, abwertend Balladen- und Volksliederepoche .. B. Bürgers Einfluß auf das Gele…

Bardesanes

Herder

barde·s·anes

Bardesanes , syrischer Gnostiker im 2. Jahrh., lehrte 2 ewige Urwesen, den unbekannten Vater und die Materie, aus der sich das Böse entwicke…

bardesân

KöblerMnd

bardesân , F. Vw.: s. bardesān

bardesān

KöblerMnd

barde·sān

bardesān , F. nhd. Partisane Hw.: s. bordesān I.: Lw. it. partigiano? E.: s. frz. partisan?, Sb., Parteigänger?, Teilnehmer; it. partigiano?…

Bardewiek, Bardowiek

Herder

Bardewiek, Bardowiek , hannov. Flecken an der Ilmenau, 1700 E., ward Stadt und Bischofssitz durch Karl d. Gr., lange Zeit die blühendste Han…

barde als Zweitglied (25 von 25)

Hellebarde

Pfeifer_etym

helle·barde

Hellebarde f. alte Hieb- und Stoßwaffe mit langem Holzschaft, einer axtförmigen Klinge mit Haken und scharfer, langer Spitze, mhd. helmbarte…

herebarde

KöblerMnd

here·barde

herebarde , F.? nhd. eine Augenkrankheit E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 2, 282 (herebarde) Son.: herebarde örtlich beschränkt, harbarde …

kraftbarde

DWB

kraft·barde

kraftbarde , m. kraftgenialischer dichter. Lichtenberg 4, 124 (83), verächtlich. s. unter DWB kraftgeist .

Lombarde

GWB

lom·barde

Lombarde aus der oberital Region Lombardei Stammender, dort Ansässiger Ein Lombard .. forderte mich auf, ihm Gesellschaft zu leisten GWB 30,…

Lumbarde

KöblerMnd

Lumbarde , M. Vw.: s. Lombarde L.: MndHwb 2, 871 (Lumbarde)

mâlbārde

MNWB

mal·barde

° mâlbārde (mael-) , f. , Handbeil zur Kennzeichnung abzuholzender Bäume (SL).

Minnebarde

Campe

minne·barde

○ Der Minnebarde , — n, Mz. — n , so viel als Minnesänger. Und sangst — im Geiste der Minnebarden . Küttner.

mâlbarde

LW

mâl-barde, f. die Barde, das Beil, womit man ein mâl, Grenzzeichen, in die Bäume haut.

plôchbārde

MNWB

ploch·barde

° plôchbārde , f. : am Pflugbaum befestigtes Langeisen das den Boden für den Durchgang der Pflugschar zur Furche vorschneidet, Sech (Grimm W…

plôchbarde

LW

plôch-barde, f. Pflugeisen? Pflugbeil? -bengel, Pflugknecht, Bauersmann; -boker = -stoker; -cap? ein Schmiedsgerät? Teil des Pfluges? -holde…

Timmermansbārde

WWB

timmerman·s·barde

Timmer-mans-bārde f. 1. Handbeil, zweiseitig geschliffenes Beil mit geradem, kurzem Stiel zum Zerkleinern des Holzes ( Kr. Soest Sos WWB-Sou…

urbarde

DWB

urbarde Göthe 40, 282 W.

volksbarde

DWB

volk·s·barde

-barde , m. , volksthümlicher sänger: zu .. volksbarden ... zu Femios und Demodokos hinaufrücken Voss antisymb. 2, 232 ; auch scherzhaft, et…

vorweltsbarde

DWB

vorwelt·s·barde

vorweltsbarde , m. : der entzückende kranz, der nimmer verwelkend vorweltsbarden umfunkelte K. G. v. Brinkmann ged. (1789) 2, 37 . —

wanderbarde

DWB

wander·barde

wanderbarde , m. : o gewisz schon während des troischen kriegs und gleich darauf haben mehrere der wanderbarden ... des Achilleus zorn ... z…

Ableitungen von barde (1 von 1)

urbarde

DWB

urbarde Göthe 40, 282 W.