lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Apfelbaum

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
16 in 16 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
93
Verweise raus
13

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Apfelbaum

Bd. 1, Sp. 215
Apfelbaum, Pyrus Malus L., die Stammart für alle unsere Apfelsorten, und als Holzapfelbaum in unseren Waldungen wild. Die edlen Sorten werden durch Veredlung derselben auf Kernwildlinge oder auf Ableger mittelst Oculiren, Copuliren oder Pfropfen fortgepflanzt und vermehrt. Uebrigens bewurzeln sich auch Stecklinge von edlen Apfelsorten und können Bäume auf diese Art erzogen werden ohne Veredlung; es ist aber weder Zeitgewinn dabei, noch weniger Mühe; zu Unterlagen für Hochstämme dienen am besten die obigen Kernwildlinge; für hohe Pyramiden und Halbhochstämme die Kernwildlinge vom Heckapfel (Malus frutescens), und für Zwergformen, Spaliere und Obstorangerie die Wurzelschößlinge vom Paradies- oder Johannisapfel (M. paradisiaca). — Um solche Zwergobstbäumchen recht niedrig zu ziehen, müssen schon die noch nicht veredelten Paradiesapfelstämmchen in Töpfe gepflanzt und im folgenden Jahre erst veredelt werden mittelst Spaltpfropfen. Es eignen sich dazu nur Sorten, welche nicht stark ins Holz treiben, z.B. Calville, roth und weiß; die edelsten Reinetten und der Gräfensteiner. Zu Spalieren, Vasen, Spinnrocken und Kesselbäumen, so wie zu Pyramiden wird gleichfalls das tiefe Spaltpfropfen dem Kopuliren oder Oculiren vorgezogen, und nebst den vorigen Sorten empfehlen sich dazu namentlich der kleine Api, Sommeragat, Anis-, Fenchel-, Tauben-A., weiß und roth, Sommer-Rambour, beide Kurzstiel, Pfund-A. u.a.m. Zu hohen Pyramiden, Halbhochstämmen und Hochstämmen wird besser kopulirt u. oculirt, und von diesen für windige kalte Lagen: beide Borsdorfer, goldgelbe Sommer-Reinette, Erfurter Herbst-, Safran-, Muscat-Reinette, franz. graue Reinette, Safran-A., rother Winter-Rambour, Luiker, Carpentin, Warrasch-A., kleiner Reitzerling, gestreifter Schwanapfel, kleiner Herren-A. — Für rauhe, aber immer noch sehr exponirte Gegenden taugen außer den vorigen von Reinetten die Wachs-, große und kleine, Kasseler, gestreifte, Harlemer, Zimmt-, von Breda-, Glanz- und die lange rothgestreifte grüne R., Sommer-Schafnase, Winter-Goldparmäne, königl. rother Kurzstiel, brauner und weißer Matapfel, Langscheider, großer und kleiner rheinisch. Bohn-A., rhein. Naberling, Meißner, Malvasier, Anhänger, Scheuern-A., Karls-A., grüner Käs-, brauner Sommer-Käs-A., gestreifter Winteragat-A., Citronat-A., edler Prinzessin-A., gestreifter Back-A., Herbst-Glocken-A., Pomeranzen-A., Granat-A. und großer poln. Pauliner. — Die Wurzeln des A. gehen ziemlich flach; er darf also nicht tief gesetzt werden, so wie er überhaupt gegen nasse, gegen kiesige Böden und namentl. gegen herrschende kalte Zugwinde empfindlich ist. Moos, Krebs und krüppelhafter Trieb sind die Folgen davon. — Der nöthige Abstand für Apfelbäume bei Anpflanzung von Baumgütern ist mindestens 35' für Hochstämme; 15—20' für Halbhochstämme und große Pyramiden. — Zur längern Haltbarkeit des Apfelobstes ist wesentlich, daß die Aepfel 1) bei trockenem hellem Wetter abgenommen, in einem lustigen Orte auf Stroh gelegt werden und daselbst mindestens 8 Tage bleiben, bis sie gehörig „verschwitzt” haben; 2. daß sie dann erst an einem frostfreien Orte oder in einem trockenen Keller mit dem Stiel auf Holz gelegt aufbewahrt werden. Uebrigens sind die einzelnen Sorten verschieden bezüglich der Dauer ihrer Haltbarkeit. Auch in sogen. „Mieten” im Freien lassen sich die Aepfel, wenn man große Mengen davon hat, aufbewahren. Das Verfahren dabei ist ganz wie bei Kartoffeln. — Bei den Alten war der Apfel ein Symbol der Sonne; man sieht daher oft den Apollo mit einem Apfel in der Hand dargestellt.
3552 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Apfelbaum

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Apfelbaum , des -es, plur. die -bäume, ein Baum, dessen Samengehäuse der Apfel ist; Pyrus Malus, L. Der wilde Apfelb…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Apfelbaum

    Goethe-Wörterbuch

    Apfelbaum des A-s, wie des Birnbaums lastende Zweige HermDor IV 13 Die sich wiederfindenden Liebenden besiegeln den Bund…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Apfelbaum

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Apfelbaum , Pyrus Malus L ., die Stammart für alle unsere Apfelsorten, und als Holzapfelbaum in unseren Waldungen wild. …

  4. modern
    Dialekt
    Apfelbaum

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Apfelbaum Band 1, Spalte 1,1427f.

  5. Sprichwörter
    Apfelbaum

    Wander (Sprichwörter)

    Apfelbaum Wie der Apfelbaum ist, so sind die Aepfel. ( Lit. ) [Zusätze und Ergänzungen] 2. An einen sauern Apfelbaum geb…

  6. Spezial
    Apfelbaum

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ap|fel|baum (Malus pumila) m. (-[e]s, ...bäume) ‹bot› lëgn da poms m. , pomara f. ▬ den Apfelbaum schneiden agaié (stuze…

Verweisungsnetz

70 Knoten, 59 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 1 Kompositum 54 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit apfelbaum

5 Bildungen · 3 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von apfelbaum 2 Komponenten

apfel+baum

apfelbaum setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

apfelbaum‑ als Erstglied (3 von 3)

apfelbaumen

PfWB

apfel·baumen

apfel-baumen schw. : in der RA. Es appelbaamt sich net 'Es fügt sich nicht, paßt nicht', wenn man z. B. eine Einladung ablehnen muß [KU-Blau…

Apfelbaumholz

Campe

apfel·baumholz

Das Apfelbaumholz , des — es, Mz. die — hölzer, das Holz des Apfelbaumes, welches zu feinen Tischlerarbeiten verarbeitet wird. I gemeinen Le…

apfelbaum als Zweitglied (2 von 2)