Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
ätsch
ätsch
ätsch Interjektion der Schadenfreude. Der besonders in mundartlich gefärbter Sprache verschiedener Gegenden verwurzelte, häufig als Doppelung ätsch, ätsch! vorkommende Ausruf (seit dem 17. Jh.) begleitet ursprünglich die sicherlich alte und verbreitete (vgl. ital. far lima lima) Spottgeste, bei der der eine Zeigefinger am anderen entlangfährt (daher vergleichend Schaberübgen genannt, Stieler 1691). Er ist als lautmalend anzusehen, wobei der verschärfte Zischlaut Spott und Verachtung unterstreicht.