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absterben

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
14 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

absterben

absterben

sterben Vb. ‘das Leben verlieren’. Das nur westgerm. bezeugte starke Verb ahd. sterban (9. Jh.), mhd. sterben, asächs. sterƀan, mnd. mnl. nl. sterven, afries. sterva, aengl. steorfan, engl. to starve ‘vor Hunger und Durst umkommen’ (westgerm. *sterban) ist verwandt mit ahd. sterbo ‘Pest, Tod’ (9. Jh.), mhd. sterb(e) ‘das Sterben, Tod, ansteckende Krankheit, Pest’, asächs. -sterƀo, aengl. steorfa ‘Pest’, anord. stjarfi ‘Starrkrampf’, stirfinn ‘halsstarrig, trotzig’, starfa ‘sich abmühen’ und mit mir. ussarb (aus *uks-sterbhā) ‘Tod’, griech. stérphos (στέρφος) ‘Haut, Fell, Hülle’, russ. (älter) stérbnut’ (стербнуть) ‘fest, hart werden, erstarren, absterben’ sowie den s-losen Formen lat. torpēre ‘erstarrt, betäubt, gefühllos, taub sein’, lit. tir̃pti ‘erstarren, gefühllos werden’, aslaw. trьpěti ‘ertragen’, russ. terpét’ (терпеть) ‘leiden, dulden’. Alle Bildungen sind auf ie. *(s)terp-, *(s)terbh- rückführbar, eine Labialerweiterung der unter starren (s. d.) verzeichneten Wurzel ie. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein’, so daß für das germ. Verb von einer verhüllenden Bedeutung ‘steif, starr werden’ auszugehen ist. – absterben Vb. ‘das Leben beenden, eingehen, welken’, mhd. abesterben, rechtssprachlich ‘durch den Tod des Besitzers frei werden’; seit dem 18. Jh. auch ‘gefühllos werden’ (durch Druck, Abschnürung, Kälte). aussterben Vb. ‘untergehen, aufhören zu existieren, sich verlieren’ (15. Jh.). ersterben Vb. ‘vergehen’, ahd. irsterban (8. Jh.), mhd. ersterben ‘(ab)sterben’. versterben Vb. ‘sterben’, mhd. versterben; Verstorbener m. substantiviertes Part.adj. (16. Jh.). sterbenskrank Adj. ‘sehr krank’ (17. Jh.), anfangs neben sterbekrank Sterbenswörtchen n. in der Fügung kein Sterbenswörtchen ‘überhaupt nichts’ (19. Jh.), verkürzt aus kein sterbendes (‘schwaches, vergängliches’) Wörtchen (18. Jh.); vgl. auch kein Sterbenswort (18. Jh.). sterblich Adj. ‘dem Tod unterworfen, vergänglich’, mhd. sterblich; vgl. ahd. stirbīg (9. Jh.); Sterblichkeit f. ‘Vergänglichkeit, Zahl der Todesfälle’, mhd. sterbelīcheit; unsterblich Adj., mhd. unsterbelich; vgl. ahd. unstirbīg (11. Jh.); Unsterblichkeit f., mhd. unsterbelīcheit.
2153 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Abstêrben

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Abstêrben , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Sterben ,) welches das Hülfswort seyn erfordert. Es bedeutet, 1) So viel als…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    absterben

    Goethe-Wörterbuch

    absterben 1 organisch a sterben jdm alle Freunde und Bekannte sind mir nach und nach, besonders zuletzt in Angelica und …

  3. modern
    Dialekt
    absterbenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ab-sterben st. : 1. persönl. a. 'dem Tode sich nähern'. Er esch im Absterwe [ BZ-Dernb ], starbt ab 'siecht hin' [Rußl-N…

  4. Sprichwörter
    Absterben

    Wander (Sprichwörter)

    Absterben Man hat jhm weiss abgestrelet. (S. Ast 15.) – Lehmann, 780, 96.

  5. Spezial
    Absterben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Ab|ster|ben n. (-s) (Tod) mort f. , dezes (-esc) m. , möria f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit absterben

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

absterben‑ als Erstglied (2 von 2)

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APA
Cotta, M. (2026). „absterben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/absterben/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „absterben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/absterben/pfeifer_etym. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „absterben". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/absterben/pfeifer_etym.
BibTeX
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