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zimbel

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zimbel m., n., f.

Bd. 31, Sp. 1276
zimbel, m., n., f. , name verschiedener musikinstrumente; die wenigen ahd. belege bewahren die schreibung des lat. cymbalum, im mhd. gilt zimbel; die vocabulare schlieszen sich wieder an die lat. vorlage an; Luther schwankt. danach wirkt das muster des franz. cymbale, so dasz bis in die neuzeit cy-, häufiger zy- dem geläufigeren zimbel zur seite stehn. auch die zweite silbe zeigt nicht selten die romanische schreibweise, der in der bedeutung 2 die osteuropäische entspricht, und einige belege verwenden das auf der zweiten silbe betonte wort, das franz. Schiller 15, 1, 12 G., das ungar.-slaw. v. König ged. (1745) 96. die undiminuierte kurzform tritt einigemal auf: mit cimbon Notker psalm 150, 5; zimbe vocab. von 1476 Diefenbach n. gl. 90a; als lat. glosse: zimbel cimbalum vel cimba voc. incip. theut. ante lat. ca. 1495 E 1b. angleichung des -mb- zu -mm- kommt bereits im mhd. vor und erscheint verstreut noch später. das fem. geschlecht ist aus dem plural cymbala hergeleitet; dieser kam dem alten instrument, das aus zwei gleichen stücken bestand, ja zu und wurde durch die glockenspiele der mönche (s. 1 b α) von neuem nahegelegt. 11) die gruppe der hohlgefäszinstrumente. sie benennt das griech. κύμβαλον als diminutiv von κύμβος höhlung, hohlgefäsz, schüssel, becken eindeutig, und κύμβαλον ist so ein treffender name der uralten schallbecken der vorderasiatischen und der ägyptischen kultur, die wir becken nennen. die biblischen zimbeln sind becken gewesen. das westliche abendland behält die griech.-lat. bezeichnung bei: afranz. cimble, f., nfranz. cymbale, f., aengl. cimbal(a), m., nengl. cymbal, meist plur. cymbals, auch älterital. cembalo. nach C. Sachs reallex. d. musikinstrum. (1913) 43a zeigen abendländische miniaturen schallbecken bis ins 15. jh. hinein; danach erneuern die Türken die bekanntschaft mit ihnen. 1@aa) die alttestamentlichen zimbeln waren zwei grosze, in der mitte ausgebauchte bronzeplatten, die mit beiden händen gehalten und gegeneinander geschlagen wurden; sie dienten als taktinstrument im orchester; vgl. Hauck realenzykl. f. protest. theol.3 13, 594. in der ersten deutschen bibel wird mehrfach noch das heimische wort schelle gesetzt, wo Luther cimbal, cymbel hat, so: und da sie in (den neuen wagen) mit der lade gottes aus dem Abi Nadab freten ..., spielete David und das gantze haus Israel fur dem herrn her mit allerley seitenspiel von tennen holtz, mit harffen und psaltern und paucken und schellen und cimbaln (in den herpffen und in den leiren und in den baucken und in den hOernern und in den schellen erste dt. bib.) 2. Sam. 6, 5; und da die bawleute den grund legten am tempel des herrn, stunden die priester angezogen, mit drometen, und die Leviten ... mit cymbeln (in den schellen erste dt. bib.) zu loben den herrn mit dem geticht David des kOeniges Israel Esra 3, 10; oder dieses ersetzen erst spätere auflagen: in den psalterien und in den leyren und in den schellen (zimblen 4. bis 8. auflage, zimmeln 9. bis 13. auflage, zymbalen 14. auflage 1518) erste dt. bib. 1. chron. 15, 16; lobet in mit hellen cymbeln, lobet in mit wolklingenden cymbeln (in den woldönenden schellen, ... in den schellen der frewden erste dt. bib. 1. bis 3. auflage, in der wolklingenden zimblen, ... in den zymblen der iubilyerung 4. bis 13. auflage) psalm 150, 5; auch Luther zieht das alte wort vor 1. Kor. 13, 1: so were ich ein donend ertz oder eine klingende schelle (als ein ere lautent oder als ein schell klingent erste dt. bib.; γέγονα χαλκὸς ἠχῶν κύμβαλον ἀλαλάζον, factus sum velut aes sonans aut cymbalum tinniens); vgl. dazu: so ainer gleich mit englischer zung predigt und die lieb nit hat, ist er doch zuozegleichen ainer klingunden schellen oder seszen zymeln Berthold v. Chiemsee tewtsche theologey 101 Reithm. die ältesten glossen des abrogans Steinmeyer-Sievers 1, 259, 12 mengen die benennungen zweier instrumentengattungen (s. u. 2), indem sie das lemma tymphanis tympanis mit cymbolon cymbalon glossieren. aus der frühmhd. dichtung seien zwei stellen angeführt: si (Mirjam) nam ir zinbelen, si begunde vil luote singen, under der menige vor allem deme herige Vorauer genesis 47, 5 Diemer; do luitin simo zisamini mid trumbin joch mid cymbilin, mid phigilin undi swegilbeinin, mid rottin undi mid lyrin, mid pfiffin undi mid sambucin ältere Judith 26 Waag; im kreise der bibel halten sich zahlreiche nachreformatorische belege: mOegen ire churfrstliche gnad ... springen und tantzen mit harpffen, paucken, zimbeln und schellen Luther briefw. 8, 625 W.; wenn in disem tempel (des heiligen geistes) kirchweyhung ist, da klinget man nit mit glocken noch zimbaln ders. w. 17, 2, 501 W.; lobt in mit schönen melodeyen der pfeiffen, saiten und zimel Hans Sachs 18, 557 G.; Judith aber machet zu danck dem herren ein schön lobgesangk, sang mit psalter, harpffen und zimbeln ebda 1, 250 K.; als weren sie götter im himel. ehrten sie mit paucken und zimmel ebda 8, 714 K.; vgl. 3, 199 K.; o singet und klinget auf cymbalen schön 340; M. A. v. Löwenstern bei Fischer-Tümpel evang. kirchenl. 1, lobet ihn mit wollautenden cymbalen Spee güldnes tugendb. (1649) 421; zimbeln klangen, pauken schallten, dasz die heiligen gewölbe bebten Herder 28, 495 S.; musik von zimbeln, flöten, pauken O. Ludwig ges. schr. (1891) 3, 372 (Makkab. III). belege aus dem griech.-röm. kulturgebiet: schwerlich würden wir ... die nymphe an den kleinen becken oder zymbeln, welche sie schlägt, zu erkennen imstande sein, wenn ... Brunn kl. schr. (1898) 3, 164; ich hab helffanten gesehen da der eine auff einer cymbeln spilt Heyden Plinius (1565) 96; liesze durch ganz Rom die musik der flöten ... und cymbalen sich hören A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 1, 502; in der rechten hand hatte sie drey zymbeln Lohenstein Arminius (1689) 2, 509a; habt acht, sobald ich befehle, mit groszem geschrei, posaunen, zimbeln, sie (die verkleideten ochsen) auf den feind zu jagen Grabbe w. (1874) 3, 429 (Hannibal III). 1@bb) die von der bibel unabhängige literatur versteht unter einem zimbel eine art glocke von verschiedener gestalt und grösze. α) in den mhd. epen ist ersichtlich, dasz er mit einem hammer von auszen angeschlagen wurde: ouch hôrte man der glocken schal in der burc über al, sô man an den zimbel sluoc Ulrich v. Zazikhoven Lanzelet 4187; 4314; dô nam der edel wîgant den hamer in die hant sîn und sluoc an daz zimbellîn sô vaste, daz ez lûte schal ebda 4200; swie verholne ich rüere den zimbel der zelle dîn Neidhart v. Reuental 55, 14 H.; swenn er (der widder Jasons) begunde schütten sich, sô clanc diu wolle an sîner hût, als ob ein zimbel würde lût Konrad v. Würzburg troj. krieg 10 054; uf der burg ein zimmol (: wol) von ere was gegozzen Johann v. Würzburg Wilh. v. Österr. 1204; iedoch ich iu betten wil waz der zimmol da fr truog. swenne man dar an gesluog, so wart der gal und der doz also wit und also groz ebda 1209; noch in einem vocab. des 15. jahrh.: cimbalum zinbel als in den clOestern ist und klopt daran ze tisce Diefenbach n. gl. 90a; ebda zimbal, schell, tischglocken; dasselbe meint wohl cinibolum eyn klingende ysen vel eyn zimbe voc. von 1476 ebda. aus solch kleinen glocken setzten die mönche glockenspiele zusammen, die sie cymbala nannten. β) viertelstundenglocke der turmuhren, meist f.: item es ist ert. ein zymmeln von 5 oder 6 zenttnern ... machen und oben in den turn zu S. Sebolt uber die slahglogken zu dem slahen der vierteyl einer hor zu gebrauchen ze hencken (Nürnb. 1493) chron. dt. st. 11, 584 fuszn. 5; von der ure, zimbele und pratspisz zu machen zwai hundert zwainzig pfund (nämlich heller; 1553) württ. geschichtsquell. 14, 482; wie viel centner metal zue sollicher zimbl vonnOetten (1575) quelle bei H. Fischer 6, 1, 1205; glocken in klosteruhren: cimbalum schellen, proprie que sonant in horologiis monachorum klingel ysen voc. ex quo (Nürnb. 1482) pp 7b; Melber voc. praedic. (1493) c 8a; γ) kleine aufgehängte glöckchen: sî sach obe in schînen einen himel mit ketenen guldînen, an îegelîchem ketenlîn ein zimbel oder ein glöckelîn. diu wârn gegozzen blîde von guldînem gesmîde visio Tnugdali (12. jh.) 1900 Wagner; tieren um den hals gehängt: zwai cleine thierle ... haben zimbelen an den helsen hangen gehapt Zimm. chron. 4, 213 B.; oder an einem gürtel befestigt: ein gürtel von klingenden zimmeln, der het umbfangen iren leib Hans Sachs 20, 486 G.; am klingelbeutel, mit welchem in den protestantischen gottesdiensten geldgaben eingesammelt wurden: die diacon der armen sollen ... umb gehen des heiligen tages vor und nach der predigt in der kirchen, mit beuteln, daran ein zymbel sey, auff das sie nicht bitten dürffen, sondern die leut hören, das sie da sein Bugenhagen braunschweig. kirchenordn. (1531) Y 1; der danach im lande Sachsen zimbelsäckchen genannt wird und in Torgau dem einsammler die bezeichnung zimbelträger verschafft; solche glöckchen gar als besatz eines rocksaumes: einen hagern herrn mit ... langem schlafrock, der ... hatte unten einige zimbeln am saume, die aber immer gedämpft waren, um ihn nicht im nachdenken zu stören Eichendorff s. w. (1864) 3, 434. δ) glöckchen, die in der hand geschwungen werden: es giengen alle knaben mit korrocklein und auch mit zimeln vor der par her und klengelten all mit den zimeln (Nürnberg 1505) chron. dt. st. 11, 691; cimbl cymbalum, glögglein wie mans zur wandlung oder elevation braucht Schönsleder prompt. (1618) K 1a; ein grauer bart ist eine cymbel des todes barba bianca è cembalo di morte Castelli ted.-it. (1709) 1605. am geläufigsten als bezeichnung eines musikinstrumentes, welches das antike tympanum mit dem cymbalum vereinigt, indem schellen (zimbeln) am rande einer kleinen handpauke oder -trommel befestigt sind und durch schütteln oder schlagen auf das trommelfell zum erklingen gebracht werden; die zuordnung der belege geschieht zum teil mit bedenken: harpffen und cleyn zimel hatt nit so süeszen don als mich uwer red schon erfrewt in mynem hertzen Altswert 147; der meyster selfyseren nicht waz vor irme sange, noch organiseren, noch cymbel mid geclange Eberhard v. Cersne minneregel (1404) 406; der lay instrument ..., welche clyngen als die hammer uff dem ampos, ... die glöcklin und zimeln Seb. Virdung musica getutscht (1511) 19 Berl. ndr.; das drit geschlecht ist aller instrument die von metall gemacht werden behent, und ander materia die klinget wie ein hammer auff dem anpos singet, als sind zimbeln, strofideln, glocklein und ander instrument, die yhn gleich sein (1528) Agricola musica instrum. deudsch 112 Berl. ndr.; der ander tantz geschahe durch 4 andere personen mit zimbalen A. Olearius Mandelslos morgenl. reisebeschr. (1696) 3; sie rührt sich, die cymbeln im tanze zu schlagen Göthe I 1, 227 W.; eine cymbale als attribut der allegorischen figur des tanzes bei Schiller 15, 1, 12 G.; aber rings gesang sich hebet, freudig flöt und zimbel klangen Brentano ges. schr. (1852) 3, 180; nur schade, hör ich der zimbeln hüpfend helles klingen, fühl ich im herzen tausend natterstiche Heine w. 2, 268 E.; da hörte man ... trompeten, clarinetten, zinken und zim beln Kürnberger ausgew. nov. (1857) 12; (sie) hielt mit beiden aufgehobenen armen eine cymbel wie zum tanze hoch in die höh Eichendorff s. w. (1864) 2, 147. ε) 'ein aus kleinen hellklingenden glöckchen bestehendes orgelregister' Hoffmann dt. wb. 1, 639; Adelung2 1, 1356; der zimbelstern 'ein am prospekt sichtbarer stern, der vermittels eines durch einen registerzug regierten luftstroms bewegt wird und klingelt' Meyers lex.7 12, 1792: sie wrden in der kirche das kind wiegen, den vogelsang und den stern mit den cimbeln gehen lassen Chr. Weise erznarr. 189 ndr.; es gehOeren zum vollen werck (der orgel) die principale, die sordunen, die salicionale, ... die zimbeln J. Mattheson vollk. capellmeister (1739) 467; zimbel ... 'ist ein orgelregister, welches aus gantz kleinen pfeifgen bestehet und zur ausfüllung des gröszern wercks dienet' Noel Chomel (1750) 8, 2414; übertr. das ganze cymbalium die gesellschaft, die gesamtheit aller beteiligten, zimpAeAel krämchen Müller-Fr. 1, 183b. ζ) gleich zimbelstimme, in der orgel eine gemischte stimme, acuta oder scharf Meyers lex.7 3, 137. 22) ein viereckiges, mit drahtsaiten bezogenes und mit doppelten stegen versehenes instrument, dessen saiten mit hölzernen 'hAeckgen oder schlägeln tractiret und gespielet' werden Noel Chomel (1750) 8, 2414; gleich hackbrett: cymbal, ein zymbel, hackebret Wächtler (1703) 93; hackbret it. ein cymbal instrumentum citharoedorum jacens, cuius aeneae chordae duobus plectris tacta sonant Frisch (1741) 1, 391c; Hoffmann dt. wb. 6, 964; acitabulum ein seitenspiel voc. optim. Diefenbach gl. 9c; der name ist dem instrument eigentlich in Osteuropa eigen: ungar. czimbál, russ. cymbaly, lit. cimbolai, poln. cymbalki; dafür sprechen auch die drei liter. zeugnisse: ein neues chaos ist dein wunderbar zimbal (: zahl) v. König ged. (1745) 96; und der dritte behaglich schlief, und sein cimbal am baum hing, über die saiten der windhauch lief, über sein herz ein traum ging Lenau s. w. 161 Barthel; die geige klagt im dunkeln hain, das zymbal jauchzet wundertönig. es sitzt auf einem grauen stein der lockige Zigeunerkönig Karl Beck ged. (1844) 245. da sich das griech. wort τύμπανον nach seiner sprachlichen bedeutung 'schlaginstrument' (von τύπτειν schlagen) als benennung nicht nur der antiken kessel- und handpauke, sondern auch des hackbretts eignet, nennen dieses das franz. tympanon, das span. timpano; das rumän. ambal, m., f., imbalǎ, f., mischt cymbalum ein. zum tastenanschlag entwickelt sich das clavicymbalum, das als erster (1404) Eberhard v. Cersne minneregel 414 erwähnt, die vorstufe des cembalo und des klaviers.
13774 Zeichen · 295 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ZIMBELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    ZIMBEL stm. 1. schelle, glöckchen. Schmeller 4,262. cimbalum (cymbalum) voc. o. 28,4. Diefenb. gl. 67. vgl. cinnabulum z…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    ZimbelDie

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Die Zimbel , Mz. — n , eine kleine Glocke oder Schelle. Dann, ein Tonwerkzeug, welches aus kleinen Glöckchen bestehet.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zimbel

    Goethe-Wörterbuch

    Zimbel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zimbel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Zimbel , soviel wie Cymbal und Cymbalum (s. d.). Auch soviel wie Klingelbeutel.

  5. modern
    Dialekt
    Zimbelf.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Zimbel f. antikes Schlaginstrument; Rda., wenn jem. fest schläft: denn' kannst mit Zimbeln un Schalmeien vör 'n blanken …

  6. Spezial
    Zimbel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zim|bel f. (-,-n) ‹mus› zembal (-ai) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zimbel

28 Bildungen · 25 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von zimbel 2 Komponenten

zim+bel

zimbel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zimbel‑ als Erstglied (25 von 25)

zimbelblume

DWB

zimbel·blume

-blume , f. , gleich 2 zimbel Mozin dt.-frz. (1856) 3, 356 ; wasserwegerich, alisma plantago Campe 5, 867 b ; Hoffmann dt. wb. 6, 964 ; Mozi…

zimbeler

DWB

zimbeler , m. , zimbelschläger, cymbalistes Stieler 2650 ; dazu das f. zympelern (1389) K. Bücher d. berufe d. st. Frankfurt a. M. im ma. 14…

zimbelglocke

DWB

zimbel·glocke

-glocke , f. , glocke im glockenspiel: auf den sayten und auf den orgeln in den zimbelgloggen die wol dOenent meister Ingold gold. spiel 84,…

zimbelklang

DWB

zimbel·klang

-klang , m. : cymbalorum tinnitus Stieler stammb. (1691) 982 ; ha! du solltest jubel hören! hören sang und zymbelklang Bürger s. w. 114 b Bo…

zimbelkraut

DWB

zimbel·kraut

-kraut , n. , linaria cymbalaria: zimbalkraut Frisch (1741) 2, 477 c ; zymbel- allgem. haush.-lex. (1749) 3, 814; ' ist eine gattung der lin…

zimbellīn

KöblerMhd

zimbel·līn

zimbellīn , st. N. nhd. „Zimbellein“, Glöcklein, Glöckchen Q.: UvZLanz (nach 1193) E.: s. zimbele W.: nhd. DW- L.: Lexer 336a (zimbellīn), L…

zimbelpauke

DWB

zimbel·pauke

-pauke , f. : ' ist ein orgelregister, dergleichen man in der St. Catharinenkirche zu Hamburg findet ' ebda 8, 2414. —

zimbelregal

DWB

zimbel·regal

-regal , n. , ein orgelregister mit kleinen, scharf intonierten pfeifen Hoffmann dt. wb. 6, 964 ; Noel Chomel 8, 2414. —

zimbelregister

DWB

zimbel·register

-register , n. , register oder zug in einer orgel, wodurch die zimbeln oder das glockenspiel angezogen werden, zimbelzug, glockenzug Campe 5…

zimbelsäckchen

DWB

zimbel·saeckchen

-säckchen , n. , ' der klingelbeutel zum einsammeln der geldgaben in der kirche, weil eine schelle daran befestigt ist ' Hoffmann dt. wb. 6,…

zimbelschelle

DWB

zimbel·schelle

-schelle , f. , hängendes glöckchen: Zitrinlein rürt die zimelschellen Hans Sachs 4, 281 K.; jetzt leut man gleich die zimbelschellen in des…

zimbelschläger

DWB

zimbel·schlaeger

-schläger , m. , cymbalista: cymbelschlaher Dasypodius (1536) E 2 b ; Frisius (1556) 201 a ; -schlager Henisch (1616) 628 ; Widerhold (1669)…

zimbelschlag

DWB

zimbel·schlag

-schlag , m. , das schlagen des zimbels: zymbalschlag Scheffel ges. w. (1907) 1, 266 ; Liliencron s. w. (1896) 8, 10 . —

zimbelspieler

DWB

zimbel·spieler

-spieler , m. : der zimbelspieler lärm, der flöten töne, der losgelasznen freude lautes regen, es tönt nicht bis hier unter diese bäume Gril…

zimbelstern

DWB

zimbel·stern

-stern , m. , ' sind kleine glOeckgen in einer orgel, welche nach einer gewissen zusammenstimmung ausgesucht und vermittelst einer besondere…

zimbelstimme

DWB

zimbel·stimme

-stimme , f. , vox arguta, elata et clarisona Stieler stammb. (1691) 2167 ; s. zimbel 1 b ζ . —

zimbelträger

DWB

zimbel·traeger

-träger , m. , träger eines klingelbeutels: -p- Bruns volkswörter d. prov. Sachsen ( ostteil ) 2 77 a ; s. 1 zimbel 1 b γ . —

zimbelwerk

DWB

zimbel·werk

-werk , n. , schellentrommel: cymbalum cymbelwerck Orsäus nom. meth. (1623) 210 ; dann sie nicht allein sich ihrer hAende bedienet in berhr…

zimbelzug

DWB

zimbel·zug

-zug , m. , zimbelregister: cimbales zymbelzug dict. allem.-franç. (1762) 1129; Campe 5, 867 b ; Hoffmann dt. wb. 6, 964 .

zimbel als Zweitglied (2 von 2)

rûschzimbel

MNWB

rusch·zimbel

*° rûschzimbel , f. : Orgelregister mit enger Mensur und sehr hellem Klang, Rauschzimbel (Zs. Hamb. Gesch. 38, 312).

Ableitungen von zimbel (1 von 1)

zimbele

Lexer

zimbele swf. BMZ dasselbe. sie haben zimbelen an den helsen hangen gehapt Zimr. chr. 4. 213,37. ein zimmeln ( schlagglocke der viertelstunde…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zimbel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zimbel/dwb?formid=Z06475
MLA
Cotta, Marcel. „zimbel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zimbel/dwb?formid=Z06475. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zimbel". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zimbel/dwb?formid=Z06475.
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