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ziffer

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ziffer f.

Bd. 31, Sp. 1239
ziffer, f. , zahlzeichen; geheimzeichen. obwohl bereits im 6. nachchristlichen jahrh. den Römern über Alexandrien die indischen zeichen für die zahlen 1 bis 9 bekannt gewesen waren, wurden diese doch erst um 1200 durch arabische vermittlung allgemeiner besitz des christlichen abendlandes. jetzt wurde auch die gleichfalls indische erfindung der null und ihr zeichen, ein kreis, übernommen und der stellenwert der zahlzeichen im rechnen benutzt. die null nannten die Inder mit dem sanskritwort śūnyam, n., das leere, die Araber setzten dafür ihr aṣ-sifr das leere, vgl. M. Cantor vorles. üb. gesch. d. math. 1, 514; 715; 781; Fischer zs. d. dt. morgenländ. ges. 57, 783 ff. im 13. bis 14. jahrh. dringt das arab. wort in die roman. sprachen, wo es unter ersatz des emphatischendurch naheliegenden zischlaut, im ital., span., portug. cifra, im mlat. cifra, cifera, im afranz. cifre lautet. im 15. jahrh. tritt es mit franz. lautung ins deutsche ein, belege unt. 1. die arabischen zahlzeichen 1 bis 9 dagegen hieszen figurae, vgl.: es sein newn bedeutlich figur, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 Petzensteiner [] rechenb. (1483) kap. 1; weitere belege bei A. Schirmer wortschatz d. math. (1912) 23. als in Italien für die null der neue name nulla in gebrauch kam, wurde cifra frei und nunmehr als benennung aller zahlzeichen üblich, wodurch figura nach und nach verdrängt wurde; erster deutscher beleg für nulla, in dieser form, 1514, s. Schirmer 48, für ziffer in der neuen bedeutung um 1400, s. unt.; allein das engl. bewahrt die alte sowohl in cipher null wie in figure ziffer; im franz. behält cifre die bedeutung null bis ins 17. jahrh., seit dem 15. aber hat es daneben schon die neue. der name ziffer blieb zunächst auf die arabischen ziffern beschränkt, während die römischen den namen teutsche zalen trugen, vgl.: die teütsch zalen, wie die durch syeben buchstaben beschriben, erkant, gelert und verstanden werden magen Jac. Köbel rechenpüchlein3 (1518) reg. 2b oder, wie der unt. 2 a zitierte beleg im Freiburger stadtrecht (1520) 21b zeigt, eine mit römischen ziffern geschriebene zahl eine lange zal genannt wurde. vom 15./16. jahrh. an werden die ziffern anstelle von buchstaben in geheimschriften verwendet; für diesen gebrauch bietet sich zu beginn des 18. jahrh. das franz. chiffre, m., an, bei uns fem. nach dem muster des alten ziffer; dieses franz. wort verdankt seinen anlaut dem ital. cifra, das mit anderen ausdrücken des geldverkehrs im 16. jahrh. seinen weg nach Frankreich fand. das deutsche wort hat bei Luther 18, 539 W. noch die fremde form zyfra, der plur. erscheint als zifren 6, 422 W.; ciffren E. v. Ellenbogen rechenb. (1538) A 2a; den plur. ziffer schreiben Chr. Rudolff kunstl. rechnung (1526) A 2b; Joh. Nas antipap. 1, 65b; Micraelius alt. Pommerland 5, 341; grillenvertreib. (1670) 3, 59; mda. Schmeller-Fr. 2, 1088; zyffer N. v. Wyle translat. 326 K.; zifer N. Manuel v. papst u. s. priesterschaft 428 B. anlautendes c- tritt gelegentlich auf. die schreibung -phr- gebraucht A. Riese rechenb. (1581) titel; -ph- J. Prätorius anthrop. plut. (1666) 3, 268; vereinzelt Lohenstein Armin. 2, 1518a; gar -pff- J. Pomarius grosze postilla (1590) 2, 144a. für länge des stammvokals spricht sehr wahrscheinlich das häufige einfache f, sicher -ie-; zifer: Berth. v. Chiemsee 6 (zyfer 124); N. Manuel v. papst u. s. priestersch. 428; J. v. Gersdorff feldtb. d. wundtartzney 3, 2a; Schottel haubtspr. 650; u. a.; ziefer: Hagedorn poet. w. (1769) 3, 128; Klamer Schmidt poet. br. (1782) 177; Schottel haubtspr. 58; Brockes ird. vergnüg. 8, 481, öft.; Mattheson kl. generalbaszschule (1735) widmung; Gerstenberg schlesw. lit.-br. 334 lit.-denkm.; (1699 brandenb.) bei R. Schück Brandenburg-Preuszens kolonialpolitik 2, 487; Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1449b; v. Fleming vollk. teutsch. sold. 79; Scheibe crit. musicus 415; Heinse s. w. 9, 341 Sch.; zieffer: Morhoff unterr. v. d. deutsch. sprache 1, 463; J. Prätorius glückstopf 267; Neukirch anfangsgründe z. teutsch. poesie 393. bis zum diphthong gelangen der Rheinfranke Jac. Köbel rechenbüchlein (1514) mit zeiffern A 4b, ein vocab. mit zeyfer bei Diefenbach gl. 118b, die lux. mda. mit zeiffer Gangler 489 und das ndl. cijfer. abweichendes geschlecht zeigen nur mdaa., das m. Gangler luxemb. 489; Kehrein volksspr. in Nassau 454; das m., auch n. Schmeller-Fr. 2, 1088; in besonderer bedeutung das n. (s. unt. 6) H. Fischer 6, 1, 1194. die mdaa. lieben das wort nicht. 11) das zahlzeichen 0, das zeichen für die null. a) im eigentlichen sinne: novem sunt significativae figurae algorismi et decima vocatur cifra vel figura nichili (gegen 1330) cod. Ald. 159 bei Schmeller-Fr. 2, 1088, noch kein zeugnis für den gebrauch im deutschen; theta theta oder ziffer oder nicht, wann als sy allain stet so betuttet sy nicht clm. 4162 fol. 144 ebda; aend die x (d. i. zehnte ziffer) is gheheyten een cyfer. aend is dit 0. dese cyfer een byduet ons in haer selven nicht clevischer algorithmus (1445) in zs. f. math. u. phys. 33, h.-l. abt. 125; cifra ein zyfer, quae per se nihil significat gemma gemm. (1508) e 2 ab; zum ersten soltu wissen, das newn beteutlich figuren sein und ein zeiffer, die sein also gestalt 1 2 3 4 5 6 7 8 9 und 0 das ist die zeiffer Köbel rechenbüchl. (1514) A 4b; aber da werden sehr viel spOetter gefunden, und wenn man sie alle solte mit gelben tuch oder einer [] zifer (das ist, mit einem gelben runden ringlein) zeichnen, so würde man auff dem nechsten fastenmarckt kein gelb tuch mehr haben L. Follio zehen predigten (1601) 43b; ziffer ziffra pro nulla (o) inter numerorum figuras Frisch 2, 477b. b) bildlich wird ziffer für null weit über den zeitpunkt des letzten belegs von la hinaus gebraucht: das ein erbar rath ... keine macht habe ..., sondern sitze da wie ein gotze und zyfra Luther 18, 539 W.; soll ein eid gethan werden, so müssen zwo personen dazu kommen: eine, so den eid thut; die andere, die den eid empfähet ..., ist die person nicht da, die schwören soll, so sitzt die ander person da, wie eine zifra, und mag ihr lassen dieweil eine fliegen ins maul fahren, weil niemand da ist, der den eid thut ders. 26, 96 Erl. ausg.; 6, 422 W.; so spricht denn unser herr gott: fur wen haltet ihr mich denn? fur eine ziffer, die nichts gilt? 61, 322 Erl. ausg.; were keyser Karle als gelert als des Luthers calefactor, er lysz sich nit ein tollen münch allso affen, das er durch die welt veracht wurd und für ein zyffer gehalten reform.-flugschr. 2, 173 Clemen; die fürsten zogen iren weg und lieszen in (den kaiser) als ein ziffer in Italia umbfaren Seb. Franck Germ. chron. (1539) 134b; ein mensch wie ein ziffer ders. sprichw. (1541) 2, 47b; es ist eyn recht zyffer vel sic es ist eyn rechter dummer jan Tappius adag. centuriae septem F 6a; er sAesze nicht allda fr eine ziefer, er msze es sagen, es käme wie es wolle J. W. Petersen leben (1717) 120; wer ists dann? (der den grund des staates legt) ... ein unselbst ... und so viel andre mehr, der groszen leibtrabanten, die ziffern unsers staats, im rath die consonanten Haller gedichte (1882) 96; aber es nimmt ab, wie eine unendlich kleine grOesze, die, ohne zur ziffer zu werden, dieser gleich geachtet wird Thom. Abbt verm. w. (1768) 1, 190; di väter meines weibchens waren berühmte rechenmeister, freund! sie trieben dir die heeresschaaren der ziefer und der null so fürchterlich zu paaren, wie unser könig seinen feind Klamer Schmidt poet. br. (1782) 177; in Dänemark, wo die ersten beiden könige nach der verjagung Christians des zweiten wirklich fast nur ziffern waren und wo alle macht bei dem adel und den bischöfen stand E. M. Arndt schrift. f. u. an s. lieb. Deutsch. (1845) 3, 18; wie in geisterfüllte segel blickt er ins gewölb der linde, freudig stöszt er ab die erde, hin nach schönrer heimath dringend. aber wie am sterbebette rechnend gern der teufel sitzet, zerrt ihn nun Apones rede vom unendlichen zur ziffer Brentano ges schr. (1852) 3, 61. 22) die schriftzeichen der zahlenreihe 1 bis 9 und der null einzeln wie auch in ihrer zusammensetzung zu zahlen von 10 an aufwärts. a) in allgemeiner verwendung: arismetrica, der zale behende ausrichterin, hilfet da nicht mit ihrer rechnung, mit irer reitung, mit iren behenden ziffern ackermann aus Böhmen 32 Hübner; das wais ich nauch der ziffer zal Hermann v. Sachsenheim Mörin 4959; und ob yndert eyn ciffer ader mer verkert were, wil ich entschuldigt sein ... Petzensteiner rechenb. (1483) reg.; darnach wildu dy plumen zu dem risen der fialen machen, so tu im also: mach dy negsten figur wider, aber du darff kain ziffer oder puchstaben dar zu machen (in der vorhergehenden zeichnung stehn die römischen zahlzeichen I II III usw.) Matth. Roritzer fialenbüchlein (1486) in Heideloff bauhütte d. mittelalters 114; so mag er die zyffer, die fünff bedut, mit einer sichel verglychen Fr. Riederer spiegel d. waren rhethoric (1493) k 1b; die ersten arabischen ziffern kommen in den rechenbüchern des Frankfurter rates 1494 vor; im selben jahre beschlieszt der rat: item sollen die rechenmeister sich hinfur mit zyffern zu rechen maszen Germania 28, 411; welcher lernen will anfängklich rechnen durch dye zyffer, yst not das er [] wysse und fleyszig erkunde dye figuren der zyffer, darnach lerne dye crafft und bedeütnus der steet dar an die ziffer gesetzt werden Böschensteyn rechenbiechlin (1514) A 2a; das ander bein ist am hinderen teyl des haubts und würt beschlosszen durch ein zesamenhefftung überzwerch abstigend noch dem kriechischen buochstaben λ landa oder glicht sich der zifer 7 v. Gersdorff feldtb. d. wundtartzney (1517) 3c; ouch die summa (soll) nit mit ziffern sondern langer zal (s. unt. b) oder mit gantzen worten anzOegt sin (1520) Freiburger stadtrechte 21b; auch Heilbronn (1541), s. H. Fischer wb. 6, 2, 3481; und die zween mittelpunckten ... betzeichen mit zyffern, 1, 2 Dürer underweysung d. messung (1525) B 4b; dise zehen ziffer oder figurn 1. 2. 3. 4 (usw.) Chr. Rudolff kunstl. rechnung (1526) A 2b; dann die Gręci haben kain andere ziffer dann ire buochstaben J. Nas antipap. 1 (1567) 65b; rechenbuch auff linien und ziphren, in allerley handthierung A. Riese rechenbuch (1581) titel; die zifern oder wie mans nennet die zahlen der zeichen Thurneysser magna alchymia (1583) 101; darbei der leser wisz, dasz die ziffer ist gezahlt nach den blettern, und wo a steht, bedeut es die erste seiten, wo aber b steht, bedeut es die ander seiten des blats Fischart binenkorb (1588) N n 2a; ein tefflein mit 8. zalen und ziffern und 3 linien, ... und stehen darauff die zifferen der meylen Hennenberger erclerung d. preuss. landtaffel (1595) 9; in den tafeln der lendern werden des polus hOehe mit cifern anzeigt in den leitern, die zuo beiden seiten uff oder ab steigen Seb. Münster cosmographey (1628) 22; am seyger sind etliche gldene ziffer und nahmen aussgeleschet Micraelius altes Pommerland 5, 341; ein noll gilt nichts, setzt man aber ein starcke ziffer darzu, so gilt sie sehr viel Lehman floril. polit. (1662) 1, 288; ein zaiger auff einer uhr ist vornher geformbt, als wie ein hertz, dessen spitz auff die ziffer oder zahl deutet Abraham a s. Clara Judas (1686) 1, 506; tausendmahl tausend jahre lassen sich doch nur mit einer ziffer und vielen nullen schreiben Lohenstein Arminius (1689) 1, 1109b; ja, was mich vor vergnügen fast erschreckte, war, als ich deutlich, hell und rein fünf, acht und neun in netten ziefern drauf (auf den schmetterlingsflügeln) entdeckte Brockes ird. vergnüg. 1, 176; was nicht nach silber klingt, was nicht vom golde spricht, ist eine nulle nur und keine ziefer nicht Neukirch ged. (1744) 127; schaue hier, was ich von ziffern meyne. eins, zwey, drey, vier, fnff, sechs, und sieben, acht und neune, die gelten flugs vor sich, die null steht hinten an, und braucht die andern erst eh sie was gelten kan Henrici ernsthafte ged. (1727) 3, 387; wie der zeiger einer uhr ... auf der ziefer vier Heinse s. w. 9, 341 Sch.; die mode ist ... wie eine uhr, die alle stund neue ziffer zeigt Ph. Hafner ges. schr. (1812) 1, 64; vier pigmente werden angegeben mit ihren buchstaben und ziffern des dreiecks Göthe II 4, 193 W.; da fiel der sonnenschein durch den kastanienbaum vor dem fenster wieder grüngolden auf die ziffern in dem aufgeschlagenen buche Eichendorff s. w. (1864) 3, 96; ihre (der insel) gestalt hat mit der ziffer 8 viel ähnliches J. G. Forster s. schr. (1843) 4, 208; er kann den rechnungsansatz selbst ... nachrechnen von ziffer zu ziffer O. Ludwig ges. schr. (1891) 5, 171; an dem postamente glänzten in goldenen ziffern die jahreszahlen 1813, 1814, 1815 Immermann w. 1, 202 Hempel; er (herr Belfontaine) zählte die einzelnen ziffern (eines eben gekauften loses) zusammen und teilte die quersumme wieder durch drei; fand — ohne sich zu fragen warum — dasz die nummer ansprechend auf ihn wirke Langgässer d. unauslöschliche siegel (1946) 44; noch war der nebel so dick, dasz die ziffern auf seiner armbanduhr leuchteten A. Seghers d. siebte kreuz (1950) 26; ist die zu zahlende geldsumme ... in buchstaben und ziffern ausgedrückt, so gilt bei abweichungen die in buchstaben ausgedrückte summe wechselordnung art. 5. buchungen: cifra cifer, cifre, zifer [] Diefenbach gl. 118b; zifer nota numeralis ein ziffer Alberus nov. dict. (1540) Tt 1b; les chiffres die ziffern, ziffer, f., un chiffre, cifra et numerus, nota arithmetica Duez dict. gall.-germ. (1664) 142; chifre, m., eine ziffer, nota numeralis, ciphra Widerhold (1668) 188a; ziffern algoristicae notae Reyher thes. (1668) 1, 252; mit ziefern rechnen ò ziefern contare con cifre Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1449b; ziffer (die, plur. ziffern) cifra, numerus scriptus Steinbach (1734) 2, 1090; ziffer, m., cyfer, cyfergetal Kramer-Moerbeek (1768) 434b; ziffer, f., zalenzeichen, cifra Fulda 601; Adelung2 4, 1714; Campe 5, 866b; ferner: ziffern, figurae numericae, notae numericae, heiszen diejenigen zeichen und merckmahle, woran man erkennet, wie viele eintzele grOesze von einer art beysammen sind, und sind dieselben gleichsam das alphabeth, wodurch hernach die zahlen ausgedrucket werden Wolff math. lex. 1443; Eggers 2, 1395. b) im generalbass ersatz von noten; dieser, der bezifferte bass, enthält nur die grundtöne und bezeichnet die übrigen zum vollton oder vollgriff nötigen töne durch ziffern, wovon 1 bis 9 (10, 11) verwendet werden; s. H. Riemann handb. d. musikgesch. 2, 2 (1922) 74; Campe wb. 5, 866b; Meyers lex.7 4, 1664. belege: versteht ihr den continuo mit den ziffern? Chr. Weise d. drey klügsten leute (1675) 194; der einen generalbass ... nicht nur mit verbesserung der ziefern, sondern gänzlich ohne dieselben richtig spielen wollte J. Mattheson kl. generalbaszschule (1735) widmung; er (der richtige organist) musz ... in der linken hand ... rein anschlagen, als auch mit der rechten hand alle griffe, wie sie ihm ... durch die gewOehnlichen ziefern bemerket sind Scheibe d. crit. musicus (1745) 415; bey den noten ohne ziffern bezieht man sich auf das vorhergegangene Ph. E. Bach art d. clavier zu spielen (1759) 1, 31; und doch, da die ziffern des generalbasses noch weitern umfang haben Schubart ästhetik d. tonkunst (1806) 24. übertragen: um mich hierbey deutlich erklären zu können, wird nöthig seyn, dasz ich die finger durch ziffern andeute J. J. Quantz anweis. d. flöte zu spielen (1789) 29; hab ich doch gar während des spielens meinen bleistift hervorgezogen, und seite 63 unter dem letzten system ein paar gute ausweichungen in ziffern notiert mit der rechten hand, während die linke im strome der töne fortarbeitete E. Th. A. Hoffmann s. w. 1, 23 Gr.; J. J. Rousseau u. a. haben übrigens die noten c, d ... durch die ziffern 1 bis 7 ersetzen wollen; s. zifferreihe. c) nachdem ziffer als name aller zehn arabischen zahlzeichen üblich geworden und so in gegensatz zu zahl, dem eine zeitlang die bezeichnung der römischen ziffern zufiel, geraten war, blieb es nicht aus, dasz beide benennungen ins nachbargebiet übergriffen. zur unterscheidung wurde nun der zusatz arabisch oder römisch nötig. man erkennt, dasz ziffer hierbei dem gelehrten und fachlichen gebrauch vorbehalten ist, während gemeinhin zahl bevorzugt wird. belege: ich frchte, es mOechte alsdenn mit unsern freunden wie mit denen arabischen ziphern gehen Lohenstein Arminius (1689) 2, 1518a; arabische, römische ziffern Adelung2 4, 1714; Campe 5, 866b; Hübner zeitungslex.31 4, 1021a; arabesch zeifferen, remisch zeifferen Gangler luxemb. (1847) 489; mit lateinischen ziffern allg. dt. bibl. anhang zu 25/36, 285; mit römischen ziffern ... rechnen Görres ges. br. (1858) 3, 331; die merkwürdigen italischen ziffern Mommsen m. gesch. 1 (21856) 191; wie sie diese vier ziffern (die römischen ziffern I, V, X, C) in ihrer frühen jugend, in einer entlegenen und vergessenen landesgegend überkommen hatte, überliefert durch einen jahrtausend alten gebrauch, so handhabte sie dieselben mit einer merkwürdigen gewandtheit G. Keller ges. w. (1889) 1, 60; ziffer ist bey einigen auch so viel als eine geschriebene zahl, numerus Frisch 2, 477b; Dähnert 561a. 33) nachdem sich in 2 c zahl und ziffer als zahlzeichen genähert haben, übernimmt nunmehr ziffer von zahl dessen eigentliche bedeutung zahlgrösze, zahl als recheneinheit, numerus, und zwar a) als einer in ziffern geschriebenen oder vorgestellten zahl; dabei vermitteln diejenigen fälle den übergang vom zahlzeichen zur zahlgrösze, in welchen die mehrheit der ziffern nur eine zahleinheit ausdrückt, vgl.: [] das grübeln menschlicher vernunft ergründet auch die zahl der sternen, doch kann sie der verliebten zunft in keine ziffern schlieszen lernen Gottsched ged. (1751) 1, 221; dasz die ziffern beider geschlechter im gleichgewicht stehen O. Peschel völkerkunde (1874) 230; das jahrhundert zwischen beiden ziffern (1215-1321) bildet den inhalt seiner gedichte H. Grimm Michelangelo (1890) 1, 12. hieraus folgt der gebrauch des singulars: (der sterbliche) kann und darf nicht rechnen, was seine ziffer zum groszen nenner der welt bedeute oder bedeuten werde? Herder 17, 265 S.; die kommission hatte ... die ziffer der friedensstärke offen gelassen Bennigsen d. nationallib. partei (1892) 90; die herabdrückung der ziffer des stehenden heeres Mommsen m. gesch. 5 (1894) 372. mehr als eine zahl ist in folgenden belegen gemeint: der stopft ein madrigal mit spruch und zifern voll und prophezeit, wie hoch dein leben steigen soll J. Chr. Günther s. w. 4, 184 Krämer; wir wissen nehmlich, dasz es leuthe giebet, welche ... 30. 40. ja 100. ... nahmen, ziffern ... vor-, rückwärts ... hersagen können, wie sie ihnen ... vorgesaget werden Heinichen generalbass (21728) 31; beginnen wir damit, einige ziffern über die finanziellen erträge der früheren zeiten ... zusammenzustellen Ranke s. w. (1867) 9, 49; übertragen zahlsystem: sein schwachheit ist endlichen so veracht, dasz ich gehOert ... diese wort fahren lassen, dasz man den kOenig nicht anders vergleichen kOente, als eim 0. in der ziffer Fischart discours (1589) B 1a; wer sie (die küsse) nachzehlen solte, mste neue ziffern erdencken Chr. Weise grünend. jugend 178 ndr.; he hed hum niks in de siffer (in de tel) er rechnet ihn für nichts in der zahl, zählt ihn für null Doornkaat Koolman ostfries. 3, 181a. zähleinheit: und zAehlt man nach raumkannischer und gipwischer ziffer zwey tausendt eyer Fischart praktik 3 ndr. zahlbezeichnung: wan ich mein laster all mit ziffer solt befangen, weit schrittens uber zihl und zahl Spee trutznachtigall (1649) 90. eine ziffer drückt in schulzeugnissen eine zensur, note aus, daher gebrauchen es in Dresden, wie andernorts nummer, schüler in diesem sinne Müller-Fraureuth 2, 705b; üblich ist ziffer als übersetzung von paragraph, vgl.: abschnitt (kapitel) 1, absatz 4, ziffer 3; abkürzend für zifferblatt: eines frauenzimmers uhr braucht nicht ziefer, braucht nicht rAeder: schmckt sie kett und siegel nur, was bedarf sie dann der feder? Hagedorn poet. w. (1769) 3, 128. b) anzahl, summe, menge; die frühe verwendung des sing. fällt auf: die rentmeister, schreiber, kemmerer, so die register oder handschriefften auch felschen, ein x für u setzen, die ziepffern drinnen mindern oder mehren J. Pomarius grosze postilla (1590) 2, 144a; ich habs gerechnet und gestellt in zal alle nutzung ganz ufs gnöwist überal, an geld und guot und was wir hand, durch min zifer ichs alles fin fand N. Manuel v. papst u. s. priesterschaft 428 B.; behielt es (das land) wenigstens das auskunftsmittel über die ziffer der geforderten beiträge beschlusz zu fassen acta publica d. schl. fürst. u. stände 7, 145 Palm; ein reicher mann der, ... die eingelaufnen schulden ... in schweren ziffern übersann Gellert s. schr. (1839) 1, 151; die kleinste ziffer von der summe des elends Pfeffel poet. vers. (1812) 3, 62; und nachdem er ... alles mit steigender beredtsamkeit sehr ausführlich dargelegt, schlosz er die schöne rede mit vielen kleineren ziffern und zahlen Holtei erz. schr. (1861) 5, 59; die riesige ziffer der priester und klöster in den geistlichen herrschaften W. H. Riehl arbeit (1861) 215. c) in entwertendem sinne von menschen gesagt, die als blosze zahl, als nummer genommen werden, [] ähnlich wie ob. 1 b als null: so dann die bischoffe und prelaten anders keine stimme im capitel haben, sonder schlechts fr ziffer und zaln ... gerechnet werden Fischart binenkorb (1588) 42a; aber was sind dann wir im Homer? eine ziffer, verzehrer, taugenichte Herder 26, 262 S.; von den heereshaufen, welche die könige gegen einander geführt hatten, zählten Ungarn und Kumanen, bürger und bauern zu fusz auf beiden seiten fast nur als ziffern und bei der verfolgung Gust. Freytag ges. w. (1886) 18, 87; wir können nicht, wie es vielleicht andere mit erfolg thun, den menschen herabdrücken zu einer ziffer W. v. Polenz Grabenhäger (1898) 2, 196. 44) geheimzeichen, geheimschrift, bestehend anfangs aus den neuen zahlzeichen, wie aus dem namen der geheimen zeichen ersichtlich, dann aus den üblichen oder eigens erfundenen schriftzeichen, in verabredeter verwendung, die vor anderen geheim gehalten wird, so dasz kein fremder den sinn der übermittelten nachricht verstehn kann. seit dem 17. jahrh. bietet sich die neue franz. wortform chiffre als benennung der geheimzeichen an. a) die einzelnen geheimen zeichen; über deren art lassen sich nur geringe zeugnisse beibringen; wichtig sind die angaben über den gebrauch der zahlzeichen, danach auch fremdartiger buchstaben: chiffre, m., eine ziffer oder schifferzahl als auch eine schrifft, die mit ziffern oder andern erdichten buchstaben geschrieben ist, damit sie von jedermann nicht könne gelesen werden, cifra, scriptura incognita Duez dict. gall.-germ. (1664) 142; brieff mit ziffern epistola characteribus arithmeticis scripta, litterae arcanis aut occultis notis scriptae Apinus gloss. nov. (1728) 84; es ward geweiset der Fucker handtschrifft, mit seltzamen, wunderbarlichen buchstaben und ziffern geschrieben, dasz es niemand lesen kondte Luther tischred. (1573) 416b; do auch mittler zeit etwas weiter hirin geschrieben sollte werden, so hat er vor gut angesehen, dasz solchs durch cziffern oder caracteres geschege (1543) polit. korresp. Moritz v. Sachsen 1, 550 Br.; wie wir zuo unseren zeiten jedem nach seinem willen ein ziffer oder zeichen an stadt der buochstaben machen L. Zoleckhofer vilvaltig beschreibung (1564) 198; ziffer ein geheimer oder willkürlicher schriftzung, ein verborgenes schriftzeichen Adelung2 4, 1714; ein geheimer willkürlicher schriftzung, dergleichen man mit einem anderen verabredet, um einander damit nachrichten mitzutheilen, welche kein anderer verstehen kann (chiffre) Campe 5, 866b; vgl. noch: ziffern oder heimliche schrifft, so nicht von einem jeden mOegen verstanden werden Hulsius (1618) 2, 89a; chifre, m., verborgene schriften, deren sich die abgesandten ... gebrauchen; vermischung der buchstaben, auf deren auflösung ein name heraus kommet Widerhold (1668) 188a; verborgene geheime ziefern ciffre arcane, caratteri Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1449b; Frisch 2, 730b; zifer, chifre eine geheime schrift, die in staats- und kriegskanzleyen oft gebraucht wird, briefe zu schreiben, die solche dinge enthalten, welche niemand, als der, an den sie gerichtet sind, wissen soll Eggers (1757) 2, 1395. die übrigen belege lassen sich über die art der ziffern nicht aus: die von Paphia (Pavia) haben uns (den kaiserlichen im lager) zuegeschriben durch die zyffern, das wier kains wegs da angreifen sollen (1525) anz. d. germ. mus. (1868) 347; da ward von Pavia bracht ain schreiben per zipfer, das wart gelesen mit acht, dar zue verstanden ser (1525) Wagners archiv 1 (1874) 168; weil der fund meh zu rümen ist, als ... ... der da schmidt das kuderwelsch und die geschrift mit zifern gfelscht Fischart flöhhatz 3112 Hauffen; die keiserische oratores und bottschafften, die in Frankreich, Italia, Anglia ... lagen, haben solche gefAehrliche handlung der neuwen bndtnusz durch ziffern geschrieben, entdeckt und gewarnet Ad. Reiszner historia (1572) 146b; denn weil es solche sachen waren, die sich [] ohne ziffern nicht wollten berichten lassen, deren ich keine hab, dirigirt ichs, um allerhand verdacht zu verhüten, an höchstermelte ihre ch. d. (1643) urk. u. akt. z. gesch. d. kurf. Friedrich Wilhelm v. Brandenburg 1, 130 Erdmannsdörffer; insonderheit hAette er nach der niederlage des Lollius iedem landvogte eine besondere art zieffern ... berschicket Lohenstein Arminius (1689) 1, 445a; wann ich auch mit ziffern schreiben kann, bin ich ein vollkommener staatsmann v. Petrasch s. lustspiele (1765) 1, 93; geheime briefe hat man ihm vertraut, in ziffern, für die königin von Schottland Schiller 12, 461 G. (Maria Stuart II 4); nun zeige dieses kästchen weder buchstaben noch ziffer, weder jahreszahl noch sonst eine andeutung, woraus man den früheren besitzer oder künstler errathen könne Göthe I 25, 167 W. dichterisch übertragen: sind die schlsse des verhAengnsses deutlicher in diesem brunnen als in den gestirnten ziffern des himmels zu lesen? Lohenstein Arminius (1689) 2, 218a; wir fliehn den schlusz vergebens, den das geburtslicht uns ins himmelsbuch schreibt ein mit ziffern, welche selbst Chaldeern frembde seyn Lohenstein Epicharis (1685) 111; enträthsle uns die ziffern der aufgerollten flur, des himmels goldne chiffren, das sanskrit der natur Kosegarten poes. (1798) 1, 8. b) geheimschrift: es soll auch ain zifferpost von Hainfels gen Bleyff verordennt werden, welhe ziffer Blas. Holczl ytz bey seynen hanndn hat, die sol er dem gemelten Putschn auch zuschicken, damit sy waz not ist in ziffer gegen ain annder schreiben urk. z. gesch. Maxim. I. 292; etlich brieff mit ziffer geschrieben A. Henricpetri generalhistorien (1577) 56; solchergestalt ist der gantze brieff voll ziffer und unaufflOesig dem, der das geheimnuss nicht weisz Harsdörffer gesprächssp. (1641) 1, H 5a; also schieden sie von einander, jedoch mit hinterlassung der zeit und des ortes, allwo sie einander vor der abreise wiederum sehen und zu ihrer vorhabenden correspondentz die zifer abreden konten M. Kramer leb. u. tapffere thaten (1681) 456. 55) ziffer nimmt schlieszlich den wert eines buchstabens an, ohne dasz damit ein geheimer sinn verbunden ist: wen das gewissen solches fhulet und weis, das es (das gesetz) nicht ein ziffer sej, so erschrickt der mensch Luther 33, 432 W.; also haben auch Augustinus ... und ander mer ... geschriben und gepredigt, doch nichts daz in ainer zyfer wider heilige schrift sein möcht, sovil die kirch annymbt Berthold v. Chiemsee tewtsche theol. 124 Reithmeier; denn die innerliche schiklichkeit und wundervolle art (der stammwörter) kan nicht gnugsam begriffen, noch, wie es anfangs kommen, dasz durch die zusammenfgung etzlicher zieferen ein solches wort, und folgends das lebhafte bild eines dinges dadurch werde vorgestellt, ersonnen werden Schottel haubtspr. (1663) 58; nun kunte der arme mann, wie gedacht, nicht lesen, alleine etzliche ziefern mochte er kennen Riemer polit. maulaffe (1679) 67; jünglinge, o schwöret ein gelübde, grabet es mit goldnen ziffern ein Schiller 1, 190 G.; 2, 85 G.; dann schrieb er den satz mit ziffern in eine schreibtafel Pückler briefw. (1873) 1, 91; nun, ihr seid ein Deutscher, die lernen fleiszig, was da fliegt und stiebt, in schwarzen ziffern über blätter kriecht A. Pichler neue marksteine (1890) 8. dichterisch von den formen der natur: die schOen geformten creaturen sind, von der schrift des groszen schreibers, die lettern, ziefern und figuren Brockes irdisch. vergnüg. (1721) 8, 481. schema, formel, symbol: so soll auch nicht nach der regel gehalten werden, oder nach der ziffer oder schnur Paracelsus opera (1616) 1, 700a Huser; daher braucht man oft die wort als ziffern oder als rechenpfennige an statt der [] bildnisse und sachen Leibniz dt. schr. (1838) 1, 451; habt ihr zu euren anschauungen ... eigne schemata nöthig, so laszt uns unsre sprache unverwirrt, und erfindet euch ziffern, schematisiert tibetanisch Herder 22, 7 S.; man rechnet (im menschlichen leben) so gern mit ziffern 16, 10 S.; 5, 8 S.; 13, 359 S.; mit den staaten entstehen bürgerliche. pflichten und rechte, künste, ziffern, gesezbücher, schlaue priester und götter Schiller 1, 156 G. 66) ziffer, n., verzeichnis, register, schwäb.: da er seine unterthanen in ein groszes ziffer setzen liesz Seb. Sailer geistl. red. (1766) 1, 175; dasz doch die anzahl in kein so groszes ziffer erwachsen wäre 1, 366; mda.: aus 'm ziffer kommen draus kommen H. Fischer 6, 1, 1194. 77) dim.: zifferlin Ad. Riese rechenb. (1581) 83a; die ziffern und zifferchen (einer spieluhr) Graf v. Loeben lotosblätt. (1817) 1, 214.
29770 Zeichen · 617 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zifferst. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    ziffer , st. F. Vw.: s. zifer

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ziffer

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Die Ziffer , plur. die -n. 1. Eine Zahlfigur. Arabische, Römische Ziffern. Mit Ziffern rechnen. 2. Ein geheimer, oder wi…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ziffer

    Goethe-Wörterbuch

    Ziffer [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ziffer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Ziffer , die Zahlzeichen; fast bei allen Nationen dienen hiezu die 10 ersten Buchstaben des Alphabets. Unsere Z.n beißen…

  5. modern
    Dialekt
    Ziffer

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    PfWB PfWB RhWB RhWB Ziffer [Tsefr Co. Henry ] f. Ziffer. Zss. –blatt. — Bayer. 2, 1088. ‘

  6. Sprichwörter
    Ziffer

    Wander (Sprichwörter)

    Ziffer 1. Er ist bis auf die letzte Ziffer gekommen. – Parömiakon, 3025. Nämlich die Null. Es ist mit seinem Vermögen am…

  7. Spezial
    Zifferf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Ziffer , f цифра , ж → FiloSlov Zahl, f

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ziffer

73 Bildungen · 45 Erstglied · 24 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von ziffer

ziffern + -er

ziffer leitet sich vom Lemma ziffern ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

ziffer‑ als Erstglied (30 von 45)

zifferant

DWB

ziffer·ant

zifferant , m. , kenner der geheimschrift, wer sich auf zifferschrift versteht: weil ich ... ein zimblicher zifferant bin, und mein geringst…

zifferbass

DWB

ziffer·bass

-bass , m. , bezifferter bass, s. DWB ziffer 2 b: Campe wb. 5, 866 b ; zifferbass basse fondamentale Mozin-Biber-Hölder (1811) 3, 226 a . —

zifferblatt

DWB

ziffer·blatt

-blatt , n. : zifferblatt heiszt die an einer uhr angebrachte scheibe oder platte, auf welcher in einem ringe ... die 12 ziffern, welche die…

zifferbrett

DWB

ziffer·brett

-brett , n. : undurchsichtig die angabe bair. vocabulare cifraculum eyn zwing- al. eyn zifern bret und ciferbret Diefenbach gl. 118 b ; cifr…

zifferbruch

DWB

ziffer·bruch

-bruch , m. , gebrochene zahl, bruch, teil einer zahl: zieferbrche rotture di ciffre, numeri rotti Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1449 b ; z…

zifferbuch

DWB

ziffer·buch

-buch , n. , rechenbuch: algorismus ein buoch von der rechnung oder ein zyferbuoch gemma gemm. (1508) a 7 a a ; Diefenbach gl. 22 a ; merkbu…

Zifferer

SHW

Zifferer Band 6, Spalte 811-812

zifferîe

Lexer

zifferîe stf. ach priester, wer möht überkomen die zale dîner hôhen wirde gar: al zifferîe kraft möht eʒ niht halp besinnen zwâr Kolm. 185,3…

zifferieren

DWB

ziffer·ieren

zifferieren , verb. , mit zahlen bezeichnen: so müssen alweg die andern lOecher ( der flöte ) allesampt darunder oder die zifferirten lOeche…

zifferig

DWB

zifferig , adj. , s. ziefern, verb., 3 ( sp. 898).

ziffermäszig

DWB

-mäszig , adj. und adv. , zahlenmäszig, in zahlen: ziffermäszige belege Bernhardt gesch. d. waldeigent. (1872) 3, 96 ; ein ganz ziffernmäszi…

ziffermensch

DWB

ziffer·mensch

-mensch , m. , bildlich trockener rechner, ein mensch gewöhnlichen schlages: denn entartet zum philister, mäkler, trocknem ziffernmenschen s…

ziffermethode

DWB

ziffer·methode

-methode , f. , bezeichnung der noten durch ziffern: jedenfalls macht die ziffermethode die kenntnis der intervalle bei weitem anschaulicher…

ziffernis

DWB

ziffer·nis

ziffernis , f. , zahl: a. a. bedeut den bogen, so von dem h. bisz zu dem i. gezogen, und in die neuntzig gradt getheilt, und mit ziffernusse…

Ziffernkode

FiloSlov

Ziffernkode , m код , м , цифровой

zifferräterisch

DWB

-räterisch , adj. , geheimsinnig: da praucht ich mich ... scharffsichtig genug mit vier phintzlenden augen ... und regt die ... kunst, die .…

zifferrechnen

DWB

ziffer·rechnen

-rechnen , n. , rechnen mit ziffern: lehre des zifferrechnens Pestalozzi s. schr. (1819) 14, 115 ; P. Rosegger schr. III 6, 303 . —

zifferrechnung

DWB

ziffer·rechnung

-rechnung , f. , wie vorher: E. Weigel rechenkunst (1687) 4 ; die rechenkunst begreift die gemeine rechnung oder zifferrechnung (arithmetica…

zifferreihe

DWB

ziffer·reihe

-reihe , f. , notenschrift in arabischen zahlen: es giebt verschiedenartige ziffersysteme ( für noten ), doch alle haben das gemein, dasz di…

ziffer als Zweitglied (24 von 24)

dezimalziffer

DWB2

dezimal·ziffer

dezimalziffer f. DWB2 2 bezeichnungen für rechen- und maßsysteme und -einheiten, die auf dem dezimalsystem beruhen, und für entsprechende be…

dunkelziffer

DWB2

dunkel·ziffer

dunkelziffer f. : 1956 Esser ehrenstrafe 21. 1974 Plack plädoyer 47. DWB2 5 zu dunkel 3 b :

endziffer

DWB2

end·ziffer

endziffer f. letzte ziffer einer mehrstelligen zahl: 1920 Hanffstengel denken 128. 1979 süddt. ztg. 152,1. DWB2 2 adjektivische zusb. und de…

erkrankungsziffer

DWB2

erkrankungs·ziffer

erkrankungsziffer f. statistisch erfaßte anzahl von erkrankungen: 1897 Hirschberg lage 73. 1955 Kroeber-K. frauen 171. Albrand

geziffer

DWB

geziffer , s. geziefer sp. 7045.

grenzziffer

DWB

grenz·ziffer

grenzziffer , f. : die grenzziffern sind für Europa 100 000 und 800 000 Conrad handwb. d. staatswissensch. 2 2, 67 ; bei armen erzen kommt m…

hohlziffer

DWB

hohl·ziffer

hohlziffer , f. null: nur mit dem christenthum wandelt und hebt sich die wahre gesittung der völker. die jüdische wirksamkeit verliert sich …

kennziffer

DWB

ken·n·ziffer

kennziffer , f. bei logarithmen die ziffer welche die ganze zahl bezeichnet, die charakteristik. Adelung.

Postziffer

GWB

post·ziffer

Postziffer für die Menge der eingegangenen Sendungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums; im Hinblick auf die für den Empfänger damit verbu…

Prüfziffer

LDWB2

Prüf|zif|fer f. (-,-n) zifra de control f.

rechenziffer

DWB

rechen·ziffer

rechenziffer , f. ziffer, zahlzeichen zum rechnen dienend: derselbe Theut erfand auch die zahlen, zahlen aber, die ja nicht schlechte rechen…

stärkeziffer

DWB

staerke·ziffer

stärkeziffer , f. ziffernmäszige angabe der stärke einer armee u. s. w. s. DWB stärke 4, e sp. 894: nachdem die über erwarten grosze stärkez…

sterbeziffer

DWB

sterbe·ziffer

-ziffer , f. , mortalitätsquote, ' das verhältnis der anzahl ... der todesfälle zur zahl der personen, aus denen die bevölkerung besteht ' h…

uhrziffer

DWB

uhr·ziffer

-ziffer , f. : die zahlen von 1—12 bzw. 24, welche die stunden auf zifferblättern anzeigen, s. Krünitz 193, 530 . —

wahlziffer

DWB

wahl·ziffer

wahlziffer , f. anzahl der wähler: der herr vorredner hat ferner den wunsch ausgesprochen, die wahlziffer der freiconservativen zu kennen. v…

wertziffer

DWB

wert·ziffer

wertziffer , f. , wie wertzahl: wertziffern ... der strassenbaumaterialien wurden zuerst in Frankreich ... aufgestellt Lueger lex. d. ges. t…

zählungsziffer

DWB

zaehlung·s·ziffer

zählungsziffer , f. : die einzige zwischen diesen beiden bekannte zählungsziffer, die des census von 668, der nach Hieronymus 463 000 köpfe …

Ableitungen von ziffer (4 von 4)

Bezifferung

GWB

Bezifferung a nomen actionis Schema und B. der entoptischen Farbenlehre Tgb 21.7.19 b nomen acti: Gesamtheit der gewählten beziffernden Zeic…

entzifferung

DWB

entzifferung , f. z. b. der hieroglyphen.

geziffer

DWB

geziffer , s. geziefer sp. 7045.

ziffere

ElsWB

ziffere bezahlen ’ Str. Ulrich.