Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Vorwort n.
Vorwort n.
Vorwort n. ‘Einleitung zu einem Buch, Vorrede’. Vereinzelt belegtes ahd. furiwurti n. ‘Gleichnis’ steht als Wiedergabe von lat. prōverbium ‘Sprichwort’ (um 800); mhd. vorwort, vürwort bedeutet allgemein ‘vorausgehendes Wort’, als Begriff der Rechtssprache ‘vorherige Absprache, Verabredung, Abmachung, Vereinbarung (zwischen Rechtsparteien)’, auch ‘Vorverhandlung, vorheriges Übereinkommen’, ferner ‘im voraus (einseitig) abgegebene Erklärung, Zusicherung, Bedingung, Vorbehalt’; vgl. gleichbed. mnd. vȫrwōrt, mnl. voorwoort, nl. (älter) voorwoord. In frühnhd. Zeit wirken lat. praeverbium ‘Präfix, Präposition’, prōnōmen ‘Fürwort’, prologus, praefātio ‘Vorrede’ bestimmend auf den Anwendungsbereich des Wortes ein, wobei sich letztlich im 18. Jh. Fürwort für prōnōmen und Vorwort für prologus, praefātio durchsetzt (neben Vorsprache, Vorrede, Vorbericht). Die Verwendung als juristischer Ausdruck ist seit dem Frühnhd. bis auf mundartliche Reste geschwunden. Zur Verwendung von Vorwort und Fürwort im allgemeinen Sprachgebrauch des 16. und 17. Jhs. s. Fürwort.