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Verfluchen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Verfluchen v., trs

Bd. 5, Sp. 292a
Verfluchen, v. trs. 1) Mit einem Fluche verwünschen, mit einem Fluche alles mögliche und höchste Übel und Unglück anwünschen. Einen verfluchen. Der Unglückliche verfluchte den Tag seiner Geburt, und den Schooß, der ihn geboren hat. Verflucht sei der Urheber unseres Unglücks. Verflucht sei dieser Schmeichler, sei diese Sklavenhand, Die um den Schlaf der Ruhmsucht den ersten Lorber wand. Dusch I der Bibel wird es auch gebraucht für, den Zustand des höchsten immerwährenden Unglücks, als verdient, ankündigen, und in einen unglücklichen Zustand versetzen. »Verflucht sei wer seinem Vater oder (seiner) Mutter flucht.« 5 Mos. 27, 16. Verflucht sei der Acker um deinetwillen! Verflucht sei die Erde. I der gemeinen Sprechart gebraucht man es auch um etwas zu betheuren. Ih will verflucht sein, wenn es nicht wahr ist, wenn ich es nicht gethan habe  Daher sich verfluchen, auf solche Art, indem man sich für den Fall des Gegentheils selbst verflucht, etwas betheuren. »Petrus hub an sich zu verfluchen und zu schwören.« Matth. 26, 74. Besonders wird das Mittelwort der vergangenen Zeit im gemeinen Leben oft gebraucht einen hohen Grad des Abscheues, Unwillens  zu bezeichnen. Eine verfluchte That. Ein verfluchter Mensch, Kerl  Kann man denn das verfluchte Spiel nicht lassen. Das ist doch verflucht, daß man sich von ihm Alles gefallen lassen muß. Das ist verflucht grob, theuer  Oft ist es auch nur ein Ausruf der Verwunderung. Х Ei verflucht! seht doch wie klug! 2) Durch einen darauf gesetzten Fluch verreden, verschwören. Das Spiel, das (unmäßige) Trinken verfluchen. I N. D. lautet dies Wort verflöken, und in dem Bruchstücke auf Karl den Großen, bei Schilter, verflochen. D. Verfluchen. D. — ung.
1715 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verflūchen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verflūchen , verb. regul. act. 1. Mit einem Fluche die Unterlassung eines Dinges angeloben; nur im gemeinen Leben. Das S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verfluchen

    Goethe-Wörterbuch

    verfluchen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Verfluchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Verfluchen , über jemand einen Fluch (s. d.) aussprechen, beruht auf der uralten religiösen Gewohnheit, alles Bedeutsame…

  4. modern
    Dialekt
    verfluchenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ver-fluchen schw. : 1. wie schd., ve (r) fluche, s. fluchen [allg.]. Syn.: verdammen 1, vermaledeien , vermalmedeien 1, …

  5. Spezial
    verfluchen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ver|flu|chen vb.tr. (verwünschen) maledí (-dësc).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verfluchen

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verfluchen 2 Analysen

ver- + fluchen

verfluchen leitet sich vom Lemma fluchen ab mit Präfix ver-.

Alternativen: ver-+flu+-chen

Zerlegung von verfluchen 2 Komponenten

ver+fluchen

verfluchen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verfluchen‑ als Erstglied (2 von 2)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verfluchen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verfluchen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „verfluchen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verfluchen/campe. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verfluchen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verfluchen/campe.
BibTeX
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