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Verflūchen

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Adelung
Anchors
10 in 10 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Verflūchen

Bd. 4, Sp. 1035
Verflūchen, verb. regul. act. 1. Mit einem Fluche die Unterlassung eines Dinges angeloben; nur im gemeinen Leben. Das Spielen verfluchen, es verschwören. 2. Mit einem Fluche aus der Reihe glücklicher Dinge entfernen, den höchsten Grad immerwährenden Unglückes mit einem Fluche anwünschen, ein höherer Grad, als verwünschen. Jemanden verfluchen. Hiob verfluchte den Tag seiner Geburt, Christus den Feigenbaum. Liebe, wie oft habe ich deine Fesseln verflucht! In der Deutschen Bibel bedeutet es mehrmahls, theils in einen unglücklichern Zustand versetzen und diese Versetzung ankündigen, verflucht sey der Acker um deinet willen, die Erde verfluchen; theils auch den höchsten Grad immerwährenden Unglücks nach Verdienst ankündigen; verflucht sey, wer seinem Vater oder Mutter flucht, 5 Mos. 27, 16. f. Das Mittelwort verflucht ist, besonders im gemeinen Leben, von einem noch weitern Umfange, als das Zeitwort. Man gebraucht es theils als ein Beywort für im höchsten Grade verabscheuungs-hassenswürdig. Ein verfluchter Mensch. Das verfluchte Spiel. Damiens verfluchte That. Verflucht sey dieser Schmeichler, sey diese Sclavenhand, Die um den Schlaf der Ruhmsucht den ersten Lorber wand! Dusch. Theils als ein Nebenwort in den niedrigen Sprecharten für sehr, im hohen Grade, von unangenehmen Dingen. Das ist doch verflucht ungezogen. Verflucht schwer, grob u. s. f. Da es denn auch oft als ein unnützer Ausruf, besonders bey unangenehmen Dingen, gebraucht wird. Ey, verflucht! 3. Sich verfluchen, mit einem Fluche, und in noch weiterm Verstande, mit einem Schwure betheuern; doch nur im gemeinen Leben. Petrus hub an, sich zu verfluchen und zu schwören, Matth. 26, 74. Daher die Verfluchung, in der zweyten Bedeutung, und das Verfluchen, in der ersten. Anm. Im Nieders. verflöken, schon in dem alten Fragmente auf Carln den Großen bey dem Schilter verflochen.
1857 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verflūchen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verflūchen , verb. regul. act. 1. Mit einem Fluche die Unterlassung eines Dinges angeloben; nur im gemeinen Leben. Das S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verfluchen

    Goethe-Wörterbuch

    verfluchen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Verfluchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Verfluchen , über jemand einen Fluch (s. d.) aussprechen, beruht auf der uralten religiösen Gewohnheit, alles Bedeutsame…

  4. modern
    Dialekt
    verfluchenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ver-fluchen schw. : 1. wie schd., ve (r) fluche, s. fluchen [allg.]. Syn.: verdammen 1, vermaledeien , vermalmedeien 1, …

  5. Spezial
    verfluchen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ver|flu|chen vb.tr. (verwünschen) maledí (-dësc).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verfluchen

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von verfluchen 2 Analysen

ver- + fluchen

verfluchen leitet sich vom Lemma fluchen ab mit Präfix ver-.

Alternativen: ver-+flu+-chen

Zerlegung von verfluchen 2 Komponenten

ver+fluchen

verfluchen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verfluchen‑ als Erstglied (2 von 2)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verfluchen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verfluchen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „verfluchen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verfluchen/adelung. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verfluchen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verfluchen/adelung.
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