Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verduften verb.
verduften , verdüften , verb. sich in duft auflösen, in gestalt des duftes verfliegen, fehlt mhd., auch nhd., erst bei Adelung versuch 4, 1406 nachgewiesen. 1 1) intransitiv, sinnlich: aller geruch ist verduftet; eine landschaft, auf welcher der thau in flüchtigem nebel verduftet. Adelung 4, 1406 ; die spuren des letzten regens blieben tagelang in dem gestein bis sie verdufteten oder eingesogen waren. Gutzkow ritter vom geiste 2, 280 ; da verduftend schwand an der sonne der thau. Voss 2, 296 ; von abstracten dingen: die jugend brauset, das leben schäumt, frisch auf! eh der geist noch verdüftet…