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duftig

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 12 Wb.
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4 von 16

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

duftig

duftig

Duft m. ‘angenehmer, feiner Geruch’, ahd. thuft ‘Duft, Hitze’ (um 1000), auch ‘Frost’ (eigentlich ‘gefrorener Dunst’), mhd. tuft ‘Dunst, Nebel, Tau, Reif’ stellen sich wohl mit anord. dupt, duft n. (dupti m.) ‘Staub’, schwed. doft ‘Mehlstaub, Duft’ und den außergerm. Verwandten griech. tȳ́phein (τύφειν) ‘Rauch, Dampf, Qualm machen’, tȳ́phos (τῦφος) ‘Rauch, Dampf, Qualm, Dünkel, Art Fieber’ (s. Typhus) zu ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’ (s. auch taub, toben), Erweiterung der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- ‘stieben, wirbeln’, besonders von Staub, Rauch, Dampf, daher auch ‘dampfen, ausdünsten, riechen’. Zur gleichen Wurzel gehören aind. dhūmáḥ ‘Rauch’, griech. thȳmós (θυμός) ‘Geist, Mut, Zorn, Gemütswallung, Leidenschaft’, thȳmiā́n (θυμιᾶν) ‘in Rauch aufgehen lassen, rauchen’, lat. fūmus ‘Rauch, Dampf, Qualm’, aslaw. ∂ymъ ‘Rauch, Dampf, Dunst’, russ. dym (дым) ‘Rauch’; s. auch Dunst, Düne. Weniger wahrscheinlich ist Verwandtschaft mit Dampf (s. d.). Danach wäre Duft als Verbalabstraktum zu mhd. dimpfen ‘dampfen, rauchen’ hervorgegangen aus *dumft, *dunft und in seiner Entwicklung einer Reihe mhd. frühnhd. sowie nd. Formen mit Nasalverlust (wie Vernuft neben Vernunft) vergleichbar. Die Bedeutung ‘Wohlgeruch’ entwickelt sich erst im 18. Jh., zunächst für die ‘feine Ausdünstung’ wohlriechender Pflanzen. Aber noch im 19. Jh. ist Duft in der alten Bedeutung ‘(feiner) Dunst’ gebräuchlich, sie gilt bis heute im Obd. duften, älter auch düften Vb. ‘Wohlgeruch verbreiten’ (im Gegensatz zu stinken, s. d.), mhd. tüften, tuften ‘Dunst, Nebel von sich geben, dampfen, dünsten’, seit dem 17. Jh. in heutiger Bedeutung. verduften Vb. ‘sich in Duft auflösen, Duft verlieren’ (18. Jh.), in scherzhafter Übertragung ‘ohne Aufsehen verschwinden’ (19. Jh.). duftig Adj. ‘dunstig’ (15. Jh.), ‘Wohlgeruch verbreitend’, übertragen ‘leicht, zart’ (18. Jh.).
1883 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Duftig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Duftig , -er, -ste, adj. et adv. Duft enthaltend. Duft von sich gebend. Euch will ich besingen, ihr duftigen Hügel, Klei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    duftig

    Goethe-Wörterbuch

    duftig 1 zu Duft 1: von (blühenden) Pflanzen, von landschaftl Gegebenheiten, als Stimmungselement [ Phileros: ] zu wande…

  3. modern
    Dialekt
    duftig

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    duftig [tùftik Dü. ; tùfti Hf. ] Adj. feuchtkalt, vom Wetter. s is t d. Wëtter.

  4. Spezial
    duftig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    duf|tig adj. (hauchfein, hauchzart) lisier (-s, -a), fin (fins, fina).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duftig

14 Bildungen · 1 Erstglied · 13 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von duftig

duft + -ig

duftig leitet sich vom Lemma duft ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von duftig 2 Komponenten

duf+tig

duftig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

duftig‑ als Erstglied (1 von 1)

DUFTIGKEIT

DWB2

duftig·keit

DWB2 DUFTIGKEIT f. DWB2 abl. von duftig adj. 2. ausstrahlungskraft von personen, zartheit im aussehen von dingen: DWB2 1918 vergebens suchte…

duftig als Zweitglied (13 von 13)

blauduftig

DWB2

blau·duftig

blauduftig adj. (zu DWB2 A 2 ): 1840 Stifter erz. in d. urfassung 1,144 S. 1918 Bartsch dichter 103.

gründuftig

DWB

gruen·duftig

-duftig : so ... gr. ... er dergleichen stellen auch coloriert Göthe 24, 368 W.;

lilienduftig

DWB

lilien·duftig

lilienduftig , adj. : sie hatten ihn zwar einstens gelehrt, der lilienduftige sang gelte dem brünstigen sehnen nach der kirche. Scheffel Ekk…

moorduftig

DWB

moor·duftig

moorduftig , adj. : nun denn, so walte, Hekate, fürstin des zaubers, moorduftige königin der nacht! H. v. Kleist Käthchen v. Heilbr. 1, 1 .

neuduftig

DWB

neu·duftig

neuduftig , adj. frisch duftend: jugendlich ach! in den rausch neuduftigen siegs ... sank des mannes kraftvoller leib hin! Platen 111 b (2, …

süszduftig

DWB

süszduftig , adj. , nur selten neben dem vorigen: linde, ... die ihrer süszduftigen blüthe ... wegen, einer unserer schönsten ... bäume ist …

wohlduftig

DWB

wohl·duftig

-duftig , adj. , dasselbe: wohlduftiges baumharz Holtei erzähl. schr. 6, 73 . —