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Untugend

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
8 in 8 Wb.
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3

Eintrag · Campe (1807–1813)

Untugend Die

Bd. 5, Sp. 224a
Die Untugend, Mz. — en, der Mangel der Tugend. 1) * * Der Mangel an Kraft, Tapferkeit. 2) Der Zustand eines Dinges, da es die zu seiner Vollkommenheit und vollkommenen Tauglichkeit nöthigen Eigenschaften nicht besitzt. Von einzelnen Eigenschaften dieser Art findet auch die Mehrzahl Statt. Viele Untugenden an sich haben. Dies Pferd hat folgende Untugenden, es beißt, es schlägt aus, es setzt auf  Der Knabe hat unter andern die Untugend, daß er sich das Schielen angewöhnt hat. I engerer Bedeutung ist Untugend der Mangel an sittlicher Vollkommenheit, eine böse Fertigkeit in geringerem Grade in Ansehung des Bösen und Schädlichen, der Sittlichkeit und Zurechnungsfähigkeit; zum Unterschiede von Laster. S. d. »Man kann das Schmollen, die Geschwätzigkeit, die Zudringlichkeit eine Untugend, aber schwerlich ein Laster nennen. Man legt einem Kinde manche Untugend bei, aber nur Erwachsenen Laster. Ideß können aus solchen Untugenden, wenn ihnen eine gute Erziehung nicht entgegenarbeitet, mit der Zeit Laster werden.« Eberhard. I einem härtern Sinne wird es in der Bibel für Sünde, Laster gebraucht. »Untugend kommt von Gottlosen.« 1 Sam. 24, 14. »Eure Untugenden scheiden euch und euren Gott von einander.« Es. 59, 2. »Die Sünde ist Untugend.« 1 Joh. 5, 17.
1269 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Untugend

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Untugend , plur. die -en, der Gegensatz der Tugend, doch nur so fern dieses Wort im Concreto einzelnen Neigungen und…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Untugend

    Goethe-Wörterbuch

    Untugend [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Untugendf.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Un-tugend f. : ' charakterlicher, sittlicher Mangel, Unart, Laster ', Uⁿtuchend, Un- [mancherorts]. RA.: Sie hot die siw…

  4. Sprichwörter
    Untugend

    Wander (Sprichwörter)

    Untugend 1. Eine Untugend ist bald angewöhnt, aber schwer wird man sie wieder los. Schwed. : Wanart är onder at kaste i …

  5. Spezial
    Untugend

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Un|tu|gend f. (-,-en) 1 (Laster) viz (vic) m. 2 (üble Angewohnheit) burta usanza f. 3 (Fehler) fal (fai) m. , defet (def…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit untugend

6 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von untugend

un- + tugend

untugend leitet sich vom Lemma tugend ab mit Präfix un-.

untugend‑ als Erstglied (4 von 4)

untugenden

Lexer

un-tugenden swv. BMZ in untugent leben Ls. 2. 592,38 ;

untugendhaft

DWB

untugend·haft

untugendhaft , adj. adv. , gth. von tugendhaft. mhd. untugenthaft. Adelung bemerkte, dasz das wort wenig gebraucht werde. a) grob, roh, viel…

untugendlich

DWB

untugend·lich

untugendlich , adj. adv. , gth. v. tugendlich. mhd. untugentlich, -lîche; mnd. undogedelik, -dogelik, -dogentlik; mnl. ondogedelijc, -like, …

untugendsam

DWB

untugend·sam

untugendsam , adj. , gth. v. tugendsam. mhd. untugentsam; mnd. undogesam; nd. undugendsam ( Schambach 243 a ). vitiosus Sachses glossar ( He…

Ableitungen von untugend (2 von 2)

untugende

Lexer

un-tugent , un-tugende stf. BMZ untüchtigkeit, schwäche Frl. 192,8 ; untugend, sittenfehler, laster, vitium Dfg. 624 a . Iw. 8142. der sîn a…

uruntugend

DWB

uruntugend , f. (ur- C 4 c) D. Fr. Strausz 10, 351 .