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Untreue

mnd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Untreue

Bd. 19, Sp. 947
Untreue (Abus de confiance), im allgemeinen soviel wie Treubruch, Unredlichkeit; im strafrechtlichen Sinne die absichtliche Verletzung einer Rechtsverbindlichkeit, die sich zugleich als Verletzung besondern Vertrauens darstellt. In diesem Sinne straft das deutsche Reichsstrafgesetzbuch (§ 266) die von Bevollmächtigten, Vormündern, obrigkeitlich oder letztwillig bestellten Verwaltern fremden Vermögens, Feldmessern, Mäklern, Güterbestätigern und andern im Dienste des öffentlichen Vertrauens stehenden Personen verübte U. mit Gefängnis bis zu fünf Jahren und nach Befinden mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Vgl. auch Prävarikation. Daneben kann, wenn die U. begangen wurde, um sich oder einem andern einen Vermögensvorteil zu verschaffen, auch noch auf Geldstrafe bis zu 3000 Mk. erkannt werden. Die von einem öffentlichen Beamten verschuldete U. wird als Amtsverbrechen (s. d.) bestraft. Verschieden von der U. ist die Veruntreuung, d. h. die Unterschlagung (s. d.) anvertrauter Sachen. Besondere Strafdrohungen gegen U. finden sich in dem Kranken-, Unfall-, Alters- und Invaliditäts-Versicherungsgesetz, in dem Gesetz über die eingeschriebenen Hilfskassen (von 1884), in dem Gesetz über die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, im Hypothekenbankgesetz (von 1899), in § 312 des Handelsgesetzbuches, im Privatversicherungsgesetz vom 12. Mai 1901, in § 79 des Börsengesetzes. Vgl. Ammon, Die U. (Tübing. 1894), und Literatur bei »Unterschlagung«. – Über eheliche U. s. Ehebruch.
1497 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    untreueAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    untreue , Adj. Vw.: s. untrǖwe (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Untreue

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Untreue , plur. car. der Gegensatz der Treue, S. dieses Wort. Die Untreue eines Geschichtschreibers, Mangel der Fert…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Untreue

    Goethe-Wörterbuch

    Untreue [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Untreue

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Untreue ( Abus de confiance ), im allgemeinen soviel wie Treubruch, Unredlichkeit; im strafrechtlichen Sinne die absicht…

  5. modern
    Dialekt
    Untreue

    Bayerisches Wörterbuch

    Untreue Band 4, Spalte 4,460

  6. Spezial
    Untreue

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Un|treue f. (-) malfidënza (-zes) f. , malcrëta (-tes) f. , infedelté f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit untreue

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von untreue

un- + treue

untreue leitet sich vom Lemma treue ab mit Präfix un-.

Zerlegung von untreue 2 Komponenten

unt+reue

untreue setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

untreue‑ als Erstglied (2 von 2)

Untreue (der)

Wander

untreu·eder

Untreue (der) 1. Der Untreue ist gegen alle Menschen mistrauisch. – Simrock, 10772. 2. Was man gibt einem Vntrewen, ist alles zu viel. – Pet…

Untreue (die)

Wander

untreue·die

Untreue (die) 1. Der vntrew ist haussen so vill, das ich mich binnen halten will. – Weinsberg, 95. Neben dem Spruche ist eine Schnecke gezei…